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NewsVodafone Upload-Booster: Im Kabel-Glasfaser-Netz gibt es bald bis zu 75 Mbit/s
Hätte Helmut Schmidt mit der SPD damals das durchboxen können, dass flächendeckend Glasfaser ausgebaut wird und nicht anschließend die CDU unter Kohl das ganze gekippt hat und das Coax-Netz ausgebaut wurde,
Das war weit vor einem Bedarf der Massen und weit bevor die Technik dafür überhaupt bereit und bezahlbar war. Das, was du als Gf-Monteur heute an einem Tag machst, war damals eher eine Aufgabe für mehrere Tage.
Efaniel schrieb:
Die Fasern wie in den 80er verlegt worden wären hätte man wahrscheinlich heute noch im Einsatz.
Eher nicht. Schon Kabel aus den 90ern sind heute selten (wenn auch immer noch existent und in Nutzung), auch weil die jeweiligen Kabel nur sehr wenige Fasern bei höherer Dämpfung hatten und meist schon vor 10-15 Jahren mit größeren Kabeln überbaut wurden.
Schon die Gf-Kabel von OPAL wurden nur selten für FTTH hergenommen, weil die Netzstruktur meist nicht gepasst hat.
aber angenommen dein Vertrag ist quasi nach den 2 Jahren Pflicht noch am start und könnte monatlich gekündigt werden, des Weiteren hast du dir mit vielen Diskussionen und Anrufen eine Native IPv4 erkämpft und hast somit IPv4/IPv6 als DualStack, dann rufst du dort an und fragst ob du auch die 75MBit/s Upload bekommen kannst, klar, machen wir und zack hast du einen neuen 2 Jahres-Vertrag ohne IPv4 und das Drama geht von vorne los.
Ganz ehrlich, wenn sie es so gut mit ihren Kunden meinen, sollten sie es einfach für alle ausrollen und fertig. Jeder Tarif bekommt dann eben "die neue tolle Upload" Option kostenfrei "geschenkt" ist doch eh einfacher zu verwalten...
Ich mein sie konnten ja auch die Preiserhöhung während meines laufenden 2 Jahresvertrags einfach so machen... das war eh eine Frechheit die ihresgleichen sucht. Das wäre eine kleine Wiedergutmachung... aber nochmal einen 2 Jahresvertrag bei diesem Verein... nein danke.
Ist doch eine Win-Win-Situation. Jeder, der sich an den Geschäftspraktiken im Sinne des Verlängern müssens stört, soll kündigen, es sei denn, ihm ist der Upload eh egal, weil er ihn wenig nutzt. Dann kann er entweder im Vertrag bleiben oder VDSL nutzen.
Nutzer, denen Kabel bisher zu blöd war, haben mit der ggü. VDSL fast verdoppelten Datenrate nun aber einen neuen Anreiz, es sich doch noch anzutun und da kommt es doch gerade recht, wenn das Segment wegen einiger aus Frust abgehender Bestandskunden etwas ausgedünnt wird.
Man hat beim Lesen einiger Beiträge förmlich das Gefühl, manche Kabel-Nutzer wollen unzufrieden sein, aber dass man dem Provider durch Änderung seines Konsumverhaltens seine Meinung sagt, scheint undenkbar. Und jetzt kommt nicht damit, dass ihr alle 1000 Mbit/s down benötigt oder DSL überhaupt nicht vorhanden ist/funktioniert.
Das gleiche galt für Japan und Süd-Korea auch und die haben es zu der Zeit gemacht - respektive damit angefangen priorisiert die GF Anschlüsse zu verbauen.
Ich bin kein Experte in der GF Technik aber ich weiss das die Singlemode Fasern damals Dämpfungswerte von 0,5-1.0 dB bei 1300nm und etwas später sogar die 0,2-0,3 dB bei 1550nm Werte hatten.
Hätte man da schon früh auf die Technik gesetzt, wäre die Faser quasi "Zeitlos" gewesen und man hätte die aktive Technik an den Enden erweitert.
Die Aussage stimmt so nicht. Man muss hier drei Dinge sauber trennen: die Glasfaser selbst
die Kabelkapazität (Anzahl Fasern) und die Netzarchitektur (OPAL vs. echtes FTTH)
In Japan und Südkorea sind diese Fasern auch heute noch im Einsatz - Lebensdauer liegt zwischen 40 und 80 Jahren.
Die Seekabel aus den 80ern laufen heute auch noch - nur die aktive Elektronik wurde modernisiert.
Und das viele Kabel aus den 90ern überbaut wurden hatte ja was mit der Faseranzahl zu tun wie du selbst schreibst, da hatte man ja aber auch noch nicht den Bedarf gehabt. Hätte man direkt flächendeckend auf GF gesetzt, wie zuerst angedacht, hätte man direkt mehr Fasern in die Kabel gepackt.
Manchmal ist es auch so, dass ein Markt sich erst dann entwickelt, wenn die Infrastruktur da ist. Ein Beispiel dafür könnte man z.B. das Wasserstoff-Auto nennen.
Keiner kauft Wasserstoffautos weil es kein vernünftiges Tankstellennetz gibt
Es gibt kein vernünftiges Tankstellennetz weil keiner ein Wasserstoffauto kauft.
Das gleiche galt für Japan und Süd-Korea auch und die haben es zu der Zeit gemacht - respektive damit angefangen priorisiert die GF Anschlüsse zu verbauen.
Mitte 2007 gab es elf Länder in denen mehr 1% der Haushalte FTTB oder FTTH verwendet haben. In drei Ländern waren es mehr als 10% (Japan, Südkorea und Hong Kong) (Seite 35).
Efaniel schrieb:
Die Seekabel aus den 80ern laufen heute auch noch - nur die aktive Elektronik wurde modernisiert.
Ja der "Durchbruch" der GF war dort zwischen 2000-2005 so, da ging es ab und die 10% Marke haben sie in 2007 geknackt, dafür musste aber vorarbeit geleistet werden - die fing bereits gegen Ende der 80er an.
10% in 2007 ist 14 Jahre vor uns die 10% Marke erreicht.
T1984 schrieb:
An welches Kabel denkst du da?
Das erste Transatlantikkabel aus Glasfaser war TAT-8. Das wurde 1988 in Betrieb genommen und 2002 abgeschaltet.
TAT-8 wäre z.B. eines ja, CANTAT-3, wurde zwar 94 verlegt aber die Fasern waren ebenfalls die selben.
Es gibt noch einige Küstenkabel in Japan und Südkorea die aktiv sind. Diese werden auch mehr als Backup-Leitungen verwendet oder Puffer, da die Faseranzahl zu gering ist.
Die Seekabel wurden nicht wegen der Qualität der Faser außer Betrieb genommen sondern weil der Rest der Technik veraltet war und ein re-ampen nur schwer möglich und wirtschaftlich unrentabel. Hinzu kam der explosionsartige Anstieg im Datenverkehr.
Wenn wir aber von Glasfaser-Strecken auf dem Land ausgehen, so hätte man sehr wohl die physische Faser, sofern unbeschädigt, weiterverwenden können und die aktive Technik modernisiert. Darum ging es mir.
Also um es nochmal klar zu machen, es ging um die physische Faser an sich, die ist seit den 80/90er quasi zeitlos.
Ich muss allerdings auch zurück-rudern: Die Seekabel aus den 80ern laufen heute auch noch - nur die aktive Elektronik wurde modernisiert.
Stimmt so nicht mehr - glaube keines davon ist heute noch wirklich im Einsatz. Lag aber nicht an der Faser selbst.
Bei mir haben sie irendwann auf 49,99 erhöhnt. Ich meine aber auch, dass es mal als 39,99 für lange beworben wurde. Weißt du vllt noch ungefähr, wann das beworben wurde?
OPAL ist doch das beste Beispiel. Das wurde in den 90ern gelegt und später teilweise wieder herausgerissen bzw mit Kupfer überbaut. Grund: Die Telekom hat damals DSL nur in den Vermittlungsstellen ausgebaut, und mit OPAL gab es nur ISDN-Speed. Man hätte zwar auch schon damals VDSL1 ausbauen können (in Asien ist das teilweise passiert) und die OPAL für FTTC hernehmen können, aber man hat sich dagegen entschieden. FTTC kam dann erst mit VDSL2 in Deutschland.
Ob die Faser physisch taugt, weiß ich nicht. Für GPON wird jetzt aber meines Wissens komplett neu verlegt.
Efaniel schrieb:
Keiner kauft Wasserstoffautos weil es kein vernünftiges Tankstellennetz gibt
Es gibt kein vernünftiges Tankstellennetz weil keiner ein Wasserstoffauto kauft.
Sehe ich anders. Wasserstoffantriebe in PKWs eignen sich schlicht nicht so wirklich zur Dekarbonisierung. Das ginge nur mit Wasserstoff, der aus Elektrolyse gewonnen wird, die mit EE-Strom betrieben wird. Und der Wirkungsgrad davon ist grausam. Das Zeug ist also tendenziell teuer und wird dort gebraucht, wo es nicht anders geht. Bei PKWs sind aber batterieelektrische Antriebe sinnvoll möglich... Daher gibt es keine günstigen Wasserstoffautos und die wird es wohl auch auf absehbare Zeit nicht geben. Entsprechend kauft sowas auch kaum jemand, Tankstellennetz hin oder her.
Ja der "Durchbruch" der GF war dort zwischen 2000-2005 so, da ging es ab und die 10% Marke haben sie in 2007 geknackt, dafür musste aber vorarbeit geleistet werden - die fing bereits gegen Ende der 80er an.
10% in 2007 ist 14 Jahre vor uns die 10% Marke erreicht.
Klar wurde schon vorher Vorarbeit geleistet, aber das Verlegen ins (Privat-)Haus ging eben nach der Jahrtausendwende los.
Das Problem war das Glasfasertechnik lange Zeit recht teuer blieb. Für den Massenmarkt (also Privathaushalte) muss die Technikaber eben insbesondere auch ausreichend günstig sein.
In einem Report von 2001 schreibt die OECD z.B. auf Seite 20, dass "Glasfaser wieder für die letzte Meile in betracht gezogen wird" ("the use of fibre is once again being considered as a possible technology for the ‘local loop’ connection to homes."), und nennt explizit die japanische NTT als einen Anbieter der FTTH plant: "Some incumbents also have plans for using ‘fibre to the home’, most notably NTT, but it is likely to be several years before the service is widely available."
Das war eben der Status Quo um die Jahrtausendwende. Natürlich wurde Glasfaser vorher insbesondere im Backbone und bei gewerblichen Nutzern verwendet. Aber das war ja in Deutschland auch nicht anders. Die erste Glasfaserverbindung zwischen Städten startet hier 1984 (zwischen Hamburgund Hannover), und 1985 plante man ab 1986 in mehreren Städten Glasfasernetze mit einem Fokus auf gewerbliche Kunden zu bauen. Auch in der Hoffnung dadurch die Preise für die Technik runter zu bekommen, so dass man in den 90ern den Ausbau für Privathaushalte starten könnte. Die Bundespost hatte bei ihrer Auflösung 1994 ja immerhin ein Netz aus 80.000km Glasfaserkabel.
Es gibt ja auch in Deutschland keinen Mangel an Glasfaser allgemein. Aber was es in Deutschland im internationalen Vergleich eben relativ selten gibt (insbesondere bis vor ein paar Jahren) ist FTTB/H. Und das ist eben eine Entwicklung der letzten gut 20 Jahre.
Ergänzung ()
Web-Schecki schrieb:
OPAL ist doch das beste Beispiel. Das wurde in den 90ern gelegt und später teilweise wieder herausgerissen bzw mit Kupfer überbaut.
Oder eben mit Glasfaser. In Dresden hatte die Telekom OPAL für VDSL über FTTB verwendet. Als das Stadtviertel dann 2013 auf FTTH (GPON) umgerüstet wurde, wurden nochmal ein paar hundert Kilometer Glasfaserkabel verlegt und neue Verteiler aufgestellt, weil die Netzstruktur nicht passte, insbesondere die Anzahl an Fasern.
Ich verstehe das die Technik neu und teuer war, wie so alles zu Anfang. Skalierungseffekte gibt es aber durch breite Nutzung nicht durch gezielte Einzelnutzung und ich sehe es eher so, dass man sich für den günstigen aber nicht langfristig richtigen Weg entschieden hatte.
Die Netzstruktur war natürlich auch nicht dafür ausgelegt, OPAL war eine Totgeburt. Ich argumentiere daher, dass wenn man frühzeitig auf flächendeckenden Ausbau gegangen wäre es zu solchen topologischen Entscheidungen gar nicht gekommen wäre, da für ein FTTH ausbau ungeeignet.
Das festhalten an VDSL war auch eine rein wirtschaftliche Entscheidung eines Privatunternehmens die mit so wenig Invest wie möglich den größtmöglichen Gewinn erwirtschaften wollten.
Strukturbedingt bin ich der Meinung hätte die Telekom NIEMALS die letzte Meile bekommen dürfen.
Die hätte in staatliche Hand gehört um so den Wettbewerb einfacher gestalten zu können.
Südkorea hatte z.B. früh Kabel verlegt die bereits 96+ Fasern hatten, während wir hier noch 6er oder 12er Fasern verlegten.
Heute ist es halt so wie es ist, auch in Japan wird viel oberirdisch verlegt, was auch wieder kosten senkt.
Mein Post war mehr ein meinem alter geschuldeter Nostalgischer "was wäre wenn" Post.
Interessant fände ich den Gedanken aber ungemein.
@Web-Schecki du hast natürlich Recht, BEV sind da viel sinniger. Ich wollte trotzdem ein vergleich ziehen, da er nicht ganz fern ist - nicht im Sinne der Dekarbonisierung aber des Angebot und Nachfrage-Prinzips. :-)
@Efaniel
Der nächste wo es nicht versteht. Davon ab, was für ein Hellseher bist du denn, der weiß, über was andere informiert werden wollen oder nicht? Bildest dir viel ein, denn damit liegst du falsch. Ergo hast du falsche Vorstellungen und bist der nächste in der Runde, wo es nicht nicht verstanden hat.
Ich habe es verstanden, es waren Tests und es steht auch drin, das es in der Höhe des Uploads nicht flächendeckend angeboten werden wird. DENNOCH war NUR die Rede von den 400-500 MBit und es wurde nicht relativiert. Also gesagt was dann so kommen könnte.
Da kommt doch keiner auf die Idee, das VF mit 25 MBit mehr angekrochen kommt bzw. mit max. 75 MBit.
Weniger geht ja kaum noch. Als ich das gelesen habe, musste ich mich halb kaputt lachen.
Schreibst ja selbst, das du ja schon von min. 100 Mbit, also auch von noch mehr ausgegangen bist, das die mal kommen.
Ich bin kein Experte in der GF Technik aber ich weiss das die Singlemode Fasern damals Dämpfungswerte von 0,5-1.0 dB bei 1300nm und etwas später sogar die 0,2-0,3 dB bei 1550nm Werte hatten.
Damals war halt weder die Technik noch die Montage bereit, jedem Haushalt seine eigene Faser oder ein PON hinzubauen. 12 Fasern zwischen Vermittlungsstellen waren High-End, inkl. tagelangem Montageaufwand. Heute hat das jedes größere MFH bis zum NVt.
Efaniel schrieb:
Die Aussage stimmt so nicht. Man muss hier drei Dinge sauber trennen: die Glasfaser selbst
die Kabelkapazität (Anzahl Fasern) und die Netzarchitektur (OPAL vs. echtes FTTH)
Was langfristig richtig ist sagt sich jetzt aus der damaligen Zukunft halt leicht. In den 80ern/90ern war Internet weit weg von einer Priorität oder Wichtigkeit.
Efaniel schrieb:
Das festhalten an VDSL war auch eine rein wirtschaftliche Entscheidung eines Privatunternehmens die mit so wenig Invest wie möglich den größtmöglichen Gewinn erwirtschaften wollten.
Kann man einem Privatunternehmen schlecht vorwerfen.
Efaniel schrieb:
Strukturbedingt bin ich der Meinung hätte die Telekom NIEMALS die letzte Meile bekommen dürfen.
Die hätte in staatliche Hand gehört um so den Wettbewerb einfacher gestalten zu können.
Ich verstehe die Intention, ob es damit billiger/schneller geworden wäre wäre halt die Frage. Flächendeckende Verfügbarkeit von Anbietern war mit DSL schon nie gegeben und ist es auch jetzt mit FTTH nicht, selbst wenn man sich eine eigene Faser zum Kunden mieten könnte.
Ich verstehe das die Technik neu und teuer war, wie so alles zu Anfang. Skalierungseffekte gibt es aber durch breite Nutzung nicht durch gezielte Einzelnutzung und ich sehe es eher so, dass man sich für den günstigen aber nicht langfristig richtigen Weg entschieden hatte.
Letztlich ist Glasfasertechnik durch weltweit immer breitere Nutzung immer günstiger geworden. So dass sie nach 2000 auch für Privatkundenanschlüsse wirtschaftlich wurden. Und ich denke Deutschland hat durch seine großen Investitionen in "glasfaserbasierte" Anschlussnetze da seinen Teil beigetragen (auch wenn die selbst technisch eine Sackgasse waren). Man war halt leider nicht mehr dabei als es dann mit den "richtigen Glasfasernetzen" losging.
Natürlich kann man annehmen dass unter einer Regierung Schmidt das alles irgendwie viel schneller vonstatten gegangen wäre, schneller als es die ganze Welt ohne einen Bundeskanzler Schmidt konnte oder wollte. Das halte ich aber für reichlich spekulativ.
Gut möglich dass sich die Glasfaserpläne auch unter einem BK Schmidt im Laufe der Jahre weiterentwickelt hätten, und dass sie laufend der realen technischen Entwicklung hätten angepasst werden müssen. Das ist letztlich das Schicksal vieler langfristiger Pläne, auch und gerade der von Politikern. Und technisch detailliert waren diese Pläne ja damals sowieso noch nicht. Der "Plan" (oder eher die Vision) von damals steht deswegen noch heute unverändert, weil kurz danach die Regierung gewechselt hat (und so wenig darüber bekannt ist dass jeder das reininterpretieren kann was er möchte).
Was langfristig richtig ist sagt sich jetzt aus der damaligen Zukunft halt leicht. In den 80ern/90ern war Internet weit weg von einer Priorität oder Wichtigkeit.
Aber die Tatsache das Schmidt das auf den Weg bringen wollte zeigt ja eigentlich schon, dass es da welche mit der nötigen Weitsicht gab, ansonsten wäre es ja nicht angebracht worden.
Ich mache es der Telekom nicht zum Vorwurf, ich sage nur das es ein Fehler war - meine bescheidene Meinung.
Heute ist das alles sowieso Wasser unter der Brücke.
Für mich steht allerdings fest, dass wir da die falschen Weichen gestellt hatten und zu lange auf Brückentechnologien gesetzt haben und vor allem auch, dass man bei der privatisierung der Telekom vieles falsch gemacht hat was uns Jahre an Entwicklung gekostet hat.
Kann man streiten. Ohne Brückentechnologien wären wir halt in Frankreich, wo man FTTC übersprungen hat und dann, je nach Entfernung zur Gegenstelle, zwischen ADSL1 oder FTTH wählen kann. Wie es dort mit Wettbewerb aussieht ist mir allerdings unbekannt.
Efaniel schrieb:
und vor allem auch, dass man bei der privatisierung der Telekom vieles falsch gemacht hat was uns Jahre an Entwicklung gekostet hat.
Rein logisch gesehen wären die Trennung von Netz und Betrieb natürlich super und man hätte mit langfristiger Planung viel Tiefbau und so einsparen können. Aber ein (staatlicher) Monopolist weckt in mir halt eher Skepsis und ob es in der Fläche dann mehr Auswahl bei den Anbietern gegeben hätte erscheint mir angesichts des Verlaufs bei (A)DSL auch zweifelhaft.
Aber ein (staatlicher) Monopolist weckt in mir halt eher Skepsis und ob es in der Fläche dann mehr Auswahl bei den Anbietern gegeben hätte erscheint mir angesichts des Verlaufs bei (A)DSL auch zweifelhaft.
Aber genau das hatten wir defacto doch eine ganze Zeit einen quasi Monopolisten der auch noch privatisiert war. Ich bin der Meinung das die Dinge die in die Grundversorgung gehören auch in staatliche Hand gehören. Da mögen die Meinungen auseinander gehen.
Ich glaube aber das wir, wäre das Netz verstaatlicht worden und die letzte Meile zum Kunden für alle offen gewesen mit einem einfachen System dann wäre ein besserer Wettbewerb entstanden. So könnte man sich zu lange ausruhen auf bereits staatlich gebauter Infrastruktur und gleichzeitig noch Gatekeeper spielen.
Das Argument zu bringen, dass die anderen ja ihr eigenes Netz hätten aufbauen können, ist dann angesichts dessen, dass zu der Zeit alles durch staatliche Mittel aufgebaut wurde auch sehr unfair.
Aber Geschichte ist anders verlaufen, 100%ig wird man nie wissen wie was gelaufen wäre.
Vodafone hat einen Service aus der Hölle. Ich würde alles nehmen außer Vodafone.
Beispiel: Man erklärt den Mitarbeitern wiederholt, dass sie gegen Kriterium 1 und 2 der Bundesnetzagentur verstoßen - und auf mehreren Kanälen wiederholen diverse Mitarbeiter "Ja aber Kriterium 3 ist erfüllt, was ist ihr Problem". Erst ein Schlichtungsverfahren und dann ein Beschwerdeverfahren bei der Bundesnetzagentur haben irgendwann zur Einsicht und damit zum Sonderkündigungsrecht geführt. Aber wer denkt, dass es damit endlich erledigt war, der hat die Rechnbung ohne Vodafone gemacht. Sonderkündingung durch den Kunden oder einen neuen Anbieter? Mit oder ohne Rufnummernportierung? - Jedenfalls hat VF trotz SK-Recht mehrfach der Telekom die Kündigung zum Ende der regulären Mindestlaufzeit bestätigt, obwohl ich zwischendurch jeweils mit VF Kontakt hatte "Sorry, jetzt sollte es aber klappen".
Davon, dass der Support mit Begriffen wie DualStack light nichts anfangen kann, brauche ich nach der Geschichte wohl auch nicht mehr eingehen.
Ergänzung ()
millen schrieb:
Wenn Vodafone das machen würde, könnte jeder die 75Mbit/s nutzen, man würde grundlos die Spitzenlast in allen Segmenten erhöhen.
SK bei VF? Viel Spaß. Siehe oberer Beitrag von mir.
millen schrieb:
Telekom hat bei Erhöhung des Uploads bei FTTH von 200 Mbit/s im Upstream auf 500 Mbit/s im Upstream (Beim 100er Tarif) auch nicht von sich aus erhöht man musste da auch wieder auf einen Neuvertrag mit 24 Monaten Laufzeit umstellen.
Dann sei doch einfach froh damit dass du keine Nachbarn hast die dir Bandbreite von diesem Shared Medium wegnehmen. Ein paar Poweruser gleichzeitig in deiner Straße und du hast eine ganz andere Erfahrung.
oder einfach einen nicht überbuchten verteiler, wer weiß, vielleicht nur vodafone oder ich habe einfach das glück nicht in einem MFH in einer Stadt wohnen zu müssen, wer weiß, vielleicht nur Vodafone.
aid0nex schrieb:
Äußerst unglaubwürdig. Kupferkabel wurden in den letzten 10 Jahren gar nicht mehr verlegt. Es wurde höchstens bei vorhandener Infrastruktur (Super-)Vectoring ausgebaut, was aber 50-250 Mbit/s entspricht.
ah, du kennst meine briefe und verträge besser als ich, das ist natürlich ein starkes stück, vielleicht muss ich mir gedanken machen, ob du bei mir eingebrochen bist und das gelesen hast, was die telekom mir da geschrieben hat. schon immer wieder komisch zu beobachten, wie leute, die mich nicht mal persönlich kennen besser wissen, was in meinen briefen und verträgen stehen soll, als ich selber