News Volkswagen ID.1 EVERY1: Neue Software-Architektur für den 20.000-Euro-E-VW

romeon schrieb:
Kommt mir wieder wie so eine Totgeburt oder Alibiauto vor wie der Smart.
Also dafür sehe ich sehr viele Smarts auf der Straße ...
romeon schrieb:
Nach wenigen Jahren liegt die Reichweite bei einem Drittel der Angaben.
Das ist bei heutigen Batterien mit vielen Zellen und ordentlichen BMS nun wirklich nicht wahr.
Selbst Smartphones alteren nicht so schlimm und die haben nur 1 Zelle und ein mäßiges BMS.
Ergänzung ()

An21 schrieb:
Mal davon abgesehen, dass die Grundausstattung der meisten Fahrzeuge heute deutlich besser ist, als sie es damals war.
Was durch Regularien auch teils erzwungen wird.
An21 schrieb:
Damals gab es eben noch keine 20 Zoll Displays in der Mittelkonsole.
Die Infotainment-Systeme hatten schon immer unangemessene 4stellige Preise. Ein 20" Display kostet nicht 4stellig ...
An21 schrieb:
Ich persönlich empfinde es als wichtig die hiesige Wirtschaft zu unterstützen und damit meine ich die Menschen die in der EU leben und darauf angewiesen sind, dass die Autos von hier kommen.
Ob das Auto nun in Slowenien oder China gefertigt wird, welchen Unterschied macht das?
An21 schrieb:
Natürlich hat VW ziemlich gepennt, aber einen gewissen Teil trägt auch gerne unsere Politik dazu bei, die alles nur keine eindeutigen Zeichen, was das Thema Elektromobilität anbetrifft, setzt.
Was hinderte VW (und die anderen) daran, selbst klar Ziele zu setzen? Im Gegenteil haben sie mit Millionen Lobbyarbeit finanziert, damit das gerade nicht von der Politik festgelegt wird.
 
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ReactivateMe347 schrieb:
Ob das Auto nun in Slowenien oder China gefertigt wird, welchen Unterschied macht das?
EU Wirtschaftsraum. Slowenen kaufen eher auch andere Deutsche Produkte. Die Fabriken werden eher mit Deutschen oder Europäischen Maschinen bestückt. Mehr Wohlstand für Slowenien = weniger Transferleistungen innerhalb der EU, Zulieferer sind eher deutsche oder europäische Firmen. Damit auch weniger Know-How Verlust etc. Da ließe sich sicher noch mehr und deutlich präziser finden.

Gleiches könnte man sagen: Wieso ein bayrisches (z.B.: AUDI) Auto und kein sächsisches (ID.3)? Was macht das für nen Unterschied (klar sind im gleichen Land die Abhängigkeiten noch größer und der Vergleich hinkt).

MFG
 
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ReactivateMe347 schrieb:
Ob das Auto nun in Slowenien oder China gefertigt wird, welchen Unterschied macht das?

Was hinderte VW (und die anderen) daran, selbst klar Ziele zu setzen? Im Gegenteil haben sie mit Millionen Lobbyarbeit finanziert, damit das gerade nicht von der Politik festgelegt wird.
Weil die Fahrzeuge, die von Volkswagen-China, die in China produziert werden, für den chinesischen Markt bestimmt sind, während die VWs, die in Slowenien, Belgien, Tschechien etc produziert werden, für die EU etc bestimmt sind.
Das ist ein erheblicher Unterschied.
 
Es kann und wird zur heutigen Zeit keinen "Volkswagen" von Volkswagen selbst geben. Klar, es ist ein e-Auto, aber sie sollten das lieber den Tochterfirmen Seat oder Skoda überlassen, um zu diesem Preis auch etwas Gescheites vorweisen zu können und nicht so ein seelenloses Grundgerüst.
Das fancy Design könnte man zudem auch einfach sein lassen...
 
ReactivateMe347 schrieb:
Was durch Regularien auch teils erzwungen wird.
Da stimme ich dir zu. Aber eben genau das spiegelt sich nachher auch wieder im Preis wieder.

ReactivateMe347 schrieb:
Die Infotainment-Systeme hatten schon immer unangemessene 4stellige Preise. Ein 20" Display kostet nicht 4stellig ...
Das war auch nicht mehr Punkt. Sondern um den Einkaufspreis eines solchen Displays. Der ist heute deutlich Höher als früher.

ReactivateMe347 schrieb:
Ob das Auto nun in Slowenien oder China gefertigt wird, welchen Unterschied macht das?
Geopolitisch und Finanziell für die Menschen am Standort EU einen sehr hohen. Deine Aussage lässt zu dem suggerieren, dass Fahrzeuge bzw. deren Zulieferteile in der EU nur in Slowenien hergestellt werden. Dem ist ja nun mal nicht so, im Gegenteil.

ReactivateMe347 schrieb:
Was hinderte VW (und die anderen) daran, selbst klar Ziele zu setzen? Im Gegenteil haben sie mit Millionen Lobbyarbeit finanziert, damit das gerade nicht von der Politik festgelegt wird.
Gegenfrage, was bringt ein klares Ziel beispielweise nur noch Elektroautos produzieren zu wollen, wenn in der Politik ein andere Wind weht und damit keine Infrastruktur geschaffen wird, die erforderlich wäre um Käufer zu haben? Stichwort "Technologieoffenheit", ein Begriff den man erfunden hat, um einen Grund zu finden alte Technologien künstlich am Leben zu erhalten.
 
Rawday schrieb:
Als Hauptstadtmensch kennst du dann sicherlich auch die Fahrtzeiten die man hier brauch, ganz zu schweigen vom Klientel das mitfährt. ... Bei andere Städten, allen voran kleineren wie Hannover, Dresden, Leipzig etc, sind Öffis durchaus in Betracht zu ziehen.
Wobei ich da sagen kann, dass auch kleine Städte betreffen kann. Je nach Uhrzeit und Strecke gibt es auch lautes und sich nicht benehmendes Klientel in kleineren Städten (hier: Bremen und Bremerhaven) in den Öffis. Ich bin vor Corona jeden Tag mit dem Bus zur Arbeit gefahren, ich spreche daher aus Erfahrung. Also es ist nicht nur den Großstädten vorbehalten. Aber seit Corona gehe ich halt lieber zu Fuß. Soll laut meinem Arzt auch gesünder für mich sein als mit dem Fahrrad zu fahren.
 
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ReactivateMe347 schrieb:
Was durch Regularien auch teils erzwungen wird.
Wofür aber eben auch die Zahl der Verkehrstoten stark gesunken ist. Von ca. 8000 Anfang der 2000er zu 2800 in 2024. Und das ist nur die Zahl der Unfälle mit tödlichem Ausgang.

ReactivateMe347 schrieb:
Die Infotainment-Systeme hatten schon immer unangemessene 4stellige Preise. Ein 20" Display kostet nicht 4stellig ...
Ein 20" Display im Auto ist auch nicht mit einem 20" Display von Alibaba zu vergleichen. Das soll normalerweise jahrelang halten und muss Temperaturen und Erschütterungen vertragen, die bei Dir zu Hause wohl eher nicht vorkommen werden.
 
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MilchKuh Trude schrieb:
1. 2027 kommt der Emissionshandel 2 und wenn es "gut" läuft, kostet der Liter Benzin dann mindestens 20 Cent mehr.
Ich glaube von den 20 Cent mehr können wir nur träumen Anfang 2027...
Es sollte dieses Jahr der Liter "nur" 4 Cent oder so mehr kosten beim Diesel. Smarterweise ist der Preis dann vorher von 1,40€ auf jetzt 1,60€+ gestiegen. Und schon waren die 4Cent egal.
Ich denke wir kommen gut und gerne wieder über 2€ je Liter, aber dann dauerhaft.
Und das heißt für mich dann Umzug, weils einfach irgendwann zu teuer wird mim Fahren..
 
Eisbrecher99 schrieb:
Der Every1 hat auch ~3,9 m Länge. Wegen 80 cm ist das Auto dann für die Stadt nicht mehr praktikabel?
Das macht einen spürbaren Unterschied. Insbesondere bedeutet ein kürzeres Auto meistens auch einen kürzeren Radstand und dadurch häufig kleineren Wendekreis. Das erhöht die Agilität im Stadtverkehr und Einparken wird einfacher. Dafür leidet die Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten etwas. Macht aber nix, das ist ja eh kein Auto, mit dem man stundenlang auf der Autobahn rum kurvt.

Der VW up! hat einen Wendekreis von 9,8 m, der Tesla Model 3 SR hat einen von 11,6 m. Das spürt man überall, insbesondere da, wo man viel lenken muss.

Eisbrecher99 schrieb:
Der Hauptpunkt: VW muss endlich wegkommen von diesem Sonderausstattungs-Gedöns, sondern die jeweiligen Fahrzeuge in Vollausstattung anbieten
Die Forderung hast du dir nicht durch den Kopf gehen lassen.
Bei Vollausstattung gibt es keine Klein(st)wagen mehr für 20-25k €. Die fangen dann erst bei 30k € an. Dann wird ein Auto endgültig zum Luxusgut. Das ist angesichts des Klimawandels vielleicht aber auch eine gute Idee, um die Leute vom Auto wegzubekommen.

Eisbrecher99 schrieb:
bzw. kann dann auch per Software-Freischaltung bestimmte Funktionen extra vermarkten (bekommen die aber wegen ihrer Software-Problematik so wohl noch nicht hin).
Auch das hast du dir nicht durch den Kopf gehen lassen. In der Praxis bedeutet das dann, dass die Autos teurer werden, weil mehr (freischaltbare) Technik verbaut werden muss. Und wer will mit Technik rum fahren, die er nicht freigeschaltet hat und daher einfach nur unnötiges Gewicht bedeutet?

sekiseki schrieb:
Der Akku des Pedelecs ist jetzt nach +5 Jahren schon stark abgenutzt, fraglich das es bei den E-Autos anders sein wird...
Das ist schon anders. Andere Zellchemie, andere (deutlich intelligentere) Batteriesteuerung.
Die Hersteller geben alle so um die 8 Jahre bzw. 160.000 km Garantie auf den Akku (Quelle). Die Akkus sind dann natürlich noch nicht schrott, sollten dann sicher noch 70+% Restkapazität haben und noch einige Jahre länger funktionieren.

Versuch so eine Garantie mal von einem Pedelec-Hersteller zu bekommen.
 
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Chrissssss schrieb:
Der reicht auch als "Erstwagen". Du brauchst für deinen Weg zur Arbeit kein SUV und genauso wenig einen ID7 oder Passat Kombi.
Dieses dekadente Verhalten kann man sich mal verkneifen.
Sorry, ich wusste nicht, dass du meine Lebenssituation kennst ....

Wie bekomme ich denn 2 Kinderwagen hinten rein? Danke für deine Expertise im Voraus.
 
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jackii schrieb:
Durch Glück bei der Rohstofflotterie, einer Diktatur die einen für ihren Wirtschaftskrieg massiv subventioniert, keine >4000€/Mon. Löhne wie bei VW, ...
Und ne schaffen sie nicht, der BYD Dolphin Mini wird eher 20 als 10k kosten.
Siehe hier: BYD (Autobild) / BYD (Kronenzeitung AT) / Tata (factory-magazin) (ja indisch aber egal)

Interessant, wie schnell der Begriff "Diktatur" fällt. Dazu fällt mir nach den letzten 5 Jahren hier wirklich nichts mehr ein...

Des Weiteren sind wirkliche wenige Leute in Deutschland Großverdiener, und können sich Preise eines "Volkswagen" Konzerns neu leisten. Da ist Dacia und co. preislich wirklich passender.

@Chrissssss

Weil jeder Rentner sich in Deutschland einen neuen VW leisten kann? So unpassend finde ich den Vergleich nicht. In China werden auch teurere Autos verkauft. Ob es für die Masse ist, ist was anderes.
 
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Piktogramm schrieb:
Battery +15kWh -> 6.000€
Wird's nicht geben. Sonst hätten die den direkt mit maximaler Reichweite vorgestellt.

Blackfirehawk schrieb:
was hast du denn erwartet? Real hat sich an den Akkus die Letzten Jahre kaum was getan...
Stimmt nicht. Die Energiedichten sind in den letzten 10 Jahren um gut 40% gestiegen. Der neue Taycan bspw. (4 Jahre zum Facelift) hat 12% mehr Akku auf gleichem Raum bei besserem Kühlsystem und 10 kg weniger Gewicht ggü. dem Vorgänger.

Blackfirehawk schrieb:
du kannst mehr Reichweite nur durch n größeren Akku (=mehr Masse und Gewicht) erreichen..
[...]
in der Auto Größenordnung sind 250km unter Ideal Bedingungen bereits viel.
Öhm... der E-Up! hatte 6 kWh mehr als das ID.1 Concept, und das bei knapp 20 cm weniger Fahrzeug. Und das ist mein Hauptkritikpunkt. Eigentlich müssten locker 350 km mit dem Formfaktor möglich sein.
 
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Für unsere Batterieprofies hier.

Mein ID3 hat nach 3 Jahren und über 70k km noch immer seine 400+KM Reichweite im Sommer und 3XX Km im Winter. Stresst euch nicht so über Dinge die Ihr nicht kennt oder versteht.
 
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Dory schrieb:
nach spätestens 200 km auf Reserve schalten und dann bis zur nächsten Tankstelle tuckern.
Ich bin selbst Trabbi gefahren in jungen Jahren. Ein Freund von mir hat damals in Bad Kissingen gelernt, den war ich mehrmals besuchen. Von meinem Wohnort bis zur Raststätte Eisenach Nord (274 Km) bin ich bequem hingekommen, ja mit Reserve, um dort aufzutanken. Und selbst damals bin ich auch mit dem Trabbi zügig gefahren.
 
Mr.Zweig schrieb:
Ist aber nie in die Massenproduktion gelangt, also reines Concept Car. Kein guter Vergleich. Der Lupo war ein Allerweltsauto, welches auf völlig konventioneller Technik basiert hat.
Deine Vergleiche hinken.
BMW hat mit dem i3 Carbon Chassis in Masse produziert. Komplett digitale Cockpits waren damals zumindest bei VW noch reines Wunschdenken.
Wo Du deine 60000€ her nimmst weiss ich auch nicht. Ist aber auch völlig egal. Es ging nie um die direkte preisliche Vergleichbarkeit, sondern den technologischen Vorsprung. Den muss VW für viel Geld bei Rivian dazukaufen, weil ihnen die eigene Software um die Ohren geflogen ist. Das ist schon ein Armutszeugnis für „Das Auto“.
Wie Du es auch drehen und wenden magst. Dein Argumente sind schwach.


Irgendwelche nicht bezahlbaren Techniken (Aluminium, CFK) für leichte Karosserien konnte man bei VW 2006 schon in MASSE produzieren. Wurde dann bei einer Tochter hergestellt und hat man dann R8 genannt (Preis spielt ja keine Rolle). Da hat BMW noch nicht mal vom i3 geträumt. Am ende dann doch vom VW Konzern abgeschrieben.

Jeder andere Hersteller hätte es auch geschafft, ein Auto im Polosegment für einen Preis (der keine rolle spielt) auf den Markt zu bringen. Nur wenn die kisten nicht verkauft werden? Man war ja nicht mal in der Lage 260.000 Stück zu verkaufen. Ist für fast 10 Jahre nicht so viel. Mal gucken wie viele vom ID1 nach 1 Jahr in den Büchern stehen.

Was ist für dich ein komplett digitales Cockpit? Der Hardwareknopf der Sitzheizung im i3? VW hat 2014 (ein jahr nach dem i3) ein digitales Kombiinstrument in serie gebracht. Viel mehr unterschiede im "digital" sehe ich dann auch nicht mehr.

Bei den 60.000€ muss man halt wieder bisschen um die ecke denken
Damals hat der i3 das gleiche gekostet wir der 3er bmw. der 3er kostet inzwischen 60k in der basis. Somit wird der i3 nicht allsoweit entfernt sein. Technik wird zwar mit der zeit günstiger und zugänglicher, hat aber beim 3er offensichtlich auch schon nicht geholfen.
Kannste dir aber auch über inflation hochrechnen. Ist ähnlich wie die Milch die 2013 irgendwo zwischen 60 und 65 cent gekostet hat und heute bei 1,09€ L liegt.

Zu glauben das BMW ihre Autos selber entwickelt ist auch recht naiv. Dort müssen genau so die EDAGs, Bertrandts IAV, etc. mit unterstützen wie bei jedem anderen Hersteller auch. (das sind Ingenierusdienstleister und keine Teilelieferanten)
VW hat sich in dem Fall Rivian für Software gekauft (Vielleicht spielt Geld hier auch keine Rolle wie bei dem UVP des i3?)
 
Khorneflakes schrieb:
Da hast du dich aber kräftig verrechnet, weil das auf unrealistischen Annahmen basiert.

Sowohl der Verbrauch von 17 kWh, der nicht bei jedem Fahrprofil und nicht ganzjährig erreicht wird, als auch die Kosten von 69 Cent pro kWh sind nicht besonders realistisch.

Für die meisten Menschen sind die Kraftstoffkosten eines Elektroautos deutlich niedriger als die eines vergleichbaren Verbrenners. Von den allgemeinen Betriebskosten reden wir dann noch garnicht.

Ich hab zuletzt öffentlich ~35 kWh für ~15€ ohne Abo nachgeladen, und das ist nicht mal extragünstig gewesen. Für Winter / Autobahn reicht das für ~175 km, für Sommer / Stadt eher 300 km. Worst Case ~8,80€ für 100 km, Best Case 5 Euro für 100 km. In meinem Jahresschnitt sind es so ca. 7 Euro für 100km.

7 Euro für 100 km schaffen auch manche Verbrenner, aber nicht mit 6 Litern auf 100 km. Bei den von dir angenommenen Preisen dürften es also nicht mehr als 4 Liter sein. Und würde ich nicht öffentlich laden, dann wären die Kosten aktuell nochmal ca. 20% geringer, d.h. wir sind bei 3,2 Liter. Strompreise haben eine fallende Tendenz, während der Benzinpreis eine eher steigende Tedenz aufweist. Was du da vorrechnest ist eine Milchmädchenrechnung.
Ist immer noch nicht überzeugend bzw. ebenso eine Milchmädchenrechnung, was du präsentierst, wenn man die Lebensdauer der Fahrzeuge miteinbezieht.

Ein gut gemachter Verbrenner hält locker 20 Jahre und 400.000 km. Ein EV ist aufgrund des Akkus bereits nach 10 Jahren praktisch (außer für Kurzstrecke) kaum noch brauchbar, sodass man für 20 Jahre zwei davon bräuchte.
Gehen wir mal von 40.000€ Anschaffunspreis eines gut ausgestatteten heutigen Kompaktautos aus, macht das zunächst einmal einen Kostennachteil von eben jenen 40.000€ aus.

Bei den Energiekosten würde der reine Benziner mit 6L/100km ca. 11€ pro 100 km kosten. Der EV würde mit realistisch kalkulierten 6€ also ca. 5€ pro 100 km wieder reinholen. Auf 400.000 km hochgerechnet wären das also 20.000€. Der Nachteils des Elektrofahrzeugs würde also lediglich von 40.000€ auf 20.000€ schrumpfen.

Kommen wir also zu den Wartungskosten.
Die größten Kostentreiber, zumindest bei mir, sind Reifen und Bremsen. Diese würden ebenso auch bei einem EV anfallen. Tendenziell sogar noch stärker als beim Verbrenner
  • Weil die EVs deutlich schwerer sind, brauchen sie größere, teurere Reifen, die sich schneller abnutzen
  • Weil sie ebenso schwerer sind, brauchen sie für den Notfall entsprechend größer dimensionierte teurere Bremsen. Weil diese Bremsen wegen Rekuperation aber seltener benutzt werden, besteht gleichzeitig die Gefahr, dass sie schneller einrosten und unplanmäßig oder häufiger getauscht werden müssen
Manche Wartungspositionen sind bei beiden Antriebsarten identisch. Das betrifft bspw. den Wechsel der Bremsflüssigkeit, Scheibenwischer, Beleuchtung, Innenraumfilter, Klimaservice, Pflege usw.

Somit hat der Verbrenner als Nachteil folgende Positionen
  • Motorölwechsel: 1 pro Jahr 100€ = 2000€ für 20 Jahre
  • Motorfilterwechsel: 1 alle 3 Jahre 50€ = 300€ für 20 Jahre
  • Getriebeölwechsel: 1 alle 5 Jahre 100€ = 300€ für 20 Jahre
  • Batteriewechsel: 1 alle 5 Jahre 150€ = 450€ für 20 Jahre
  • Zündkerzenwechsel: 1 alle 5 Jahre 200€ = 600€ für 20 Jahre
  • Einstellung der Ventile/Steuerkette/Zahnriemenwechsel: 1 alle 5 Jahre 200€ = 600€ für 20 Jahre
  • Motorkühlmittelwechsel: 1 alle 10 Jahre 100€ = 100€ für 20 Jahre
  • Kraftstofffilterwechsel: 1 alle 10 Jahre 200€ = 200€ für 20 Jahre
In Summe kommt man also auf einen Wartungsnachteil i.H.v. von ca. 4500€ über einen Zeitraum von 20 Jahren.

Der Nachteil des E-Autos sinkt dadurch auf "nur noch" 15.000€ oder durchschnittlich rund 750 € pro Jahr Betriebsdauer.

Quintessenz: Das E-Auto ist auf dem derzeitigen technologischen Niveau nur vermeintlich günstig und umweltschonend. Das trifft nur dann zu, wenn man schon vorher seine Autos nach 10 Jahren weggeschmissen hat. Für eine Wegwerfmentalitätsgesellschaft, in der man alle 2 Jahre die neuste 90-er Karte von nVidia und sein neues iPhone haben muss, mag das vielleicht zutreffen, aber besonders nachhaltig oder aus betriebswirtschaftlicher Sicht sinnvoll ist das Ganze nicht unbedingt.
 
Tomsenq schrieb:
Also ich fahre mit meinem Diesel seltenst schneller wie 130, ist mir viel zu nervig und der Verbrauch steigt halt um ein gutes Stück.
wäre ja auch blöd wenn jeder auf der straße genau gleich fahren würde :D es gibt halt alles, von schleichern, über richtgeschwindigkeit fahrern bis zu rasern. kann ja jeder machen wie er will ;)
 
Orcon schrieb:
Von meinem Wohnort bis zur Raststätte Eisenach Nord (274 Km) bin ich bequem hingekommen, ja mit Reserve, um dort aufzutanken. Und selbst damals bin ich auch mit dem Trabbi zügig gefahren.
Wenn er gut eingestellt ist, sicher machbar.

Gut, zugegebenermaßen habe ich auch unterschlagen, dass unsere Ostseezurlaube auch immer mit 4 Mann und vollem Gepäck bei grandioser Spitzengeschwindigkeit von 95 km/h stattfanden. War ein 78er De Luxe in grün mit grauem Dach. :D Irgendwie vermisse ich diese unbeschwerte Zeit. :heilig:
 
Chrissssss schrieb:
Der reicht auch als "Erstwagen". Du brauchst für deinen Weg zur Arbeit kein SUV und genauso wenig einen ID7 oder Passat Kombi.
Dieses dekadente Verhalten kann man sich mal verkneifen.
Stimmt, als Erstwagen reicht der Super.
Der Zweitwagen kann dann ein Kombi oder SUV sein.
 
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@Nightmar17
Kombi braucht man auch erst ab zwei Kindern, oder wenn man regelmäßig 20 Ster Holz transportiert.

SUV brauchst du eigentlich gar nicht, außer du hast Pferde etc.
 
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