Vollzeitarbeiten und studieren?

reiskocher83

Commander
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Hi,
trifft das bei Euch zu? Habe vor, mir nexte Woche Infos ranzuholen bei der Uniberatung.

Mich nervt mein Job, mache den schon bald mit Ausbildung 10 Jahre. Schon länger vorgehabt, diesbezüglich was zu ändern aber es ist die Faulheit nach Feierabend.

Möchte mich vorsichtshalber auch umbewerben, um einen Job zu finden, wo ich erst mal nicht mehr auswerts arbeiten muss, geregelte Arbeitszeiten habe und endlich den Blaumann ablegen kann, dafür danach lernen kann.

Macht sowas jemand von Euch? Wie gut klappt das? Wenn ich Fernstudium machen würde, müsste ich im Hotel pauken. Sicherlich schwer, aber ich will mir weiterhin etwas mehr leisten können als ein typischer Studi. Deshalb sind Nebenjobs eher wengier mein Ding.

Abi ist leider nicht vorhanden, aber kannkann einmal den NAK belegen, oder eben in NRW abilos studieren, bestimmt auch an der Fernuni in Hagen. Wenn Ihr was dazu zu sagen habt, schreibt es ruhig. :)


gruß
jan :)
 
Zunächst mal sei dir ans Herz gelegt, Beiträge nach dem Verfassen nochmal Korrektur zu lesen. Das von dir Geschrieben ist wirklich nicht angenehm zu lesen.

Ansonsten muss man sich bei einem Fernstudium bewusst sein, dass dafür sehr viel Freizeit drauf gehen wird. Es ist somit eine erhebliche Zusatzbelastung, die nicht immer einfach zu bewältigen sein wird. Man muss Abstriche im Privatleben machen. Wenn man dann auch noch ständig auf Achse / Montage oder ähnlichem ist, erleichtert es das Ganze natürlich nicht. Klipp und klar: "Faulheit nach Feierabend" und Fernstudium ist kein Erfolgsduo!
Außerdem kann ich schwerlich deine Fähigkeiten für ein Studium beurteilen. Eins sei jedoch gesagt, im Regelfall ist auch ein Fernstudium, bei dem sich die Dozenten durchaus über die Doppelbelastung der Studenten bewusst sind, anspruchsvoll und nicht mit dem Anspruch an das Abitur oder gar eine Lehre / Ausbildung zu vergleichen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Abi ist leider nicht vorhanden
mache den schon bald mit Ausbildung 10 Jahre

Mit einer Ausbildung und 3 Jahren Berufserfahrung hat man meines Wissens aufjedenfall Fachabi. Beim "richtigen" Abi weiss sich das grade nicht (Bzw man hat kein Abi, aber man hat damit die Möglichkeit sich bei der FH oder Uni zu bewerben).
Sei dir bitte auch bewusst, dass bei einem Fernstudium auch viel Motivation auf der Strecke bleibt, eben weil man nicht jeden Tag in die Uni/FH musst ;). Nach der Arbeit kann sich dann nicht jeder dazu aufraffen^^.

Hast du schonmal an eine Umschulung gedacht?
 
Vollzeit arbeiten und studieren ist sehr hart aber durchaus machbar. Was schwebt dir denn z.b zu vor?
das du kein Abi hast, macht es schwieriger aber nicht unmöglich. Mit deiner Berufserfahrung und Ausbildung kannst du dir das "recht" erwerben bestimmte Studiengänge zu belegen. Ein bekannter hat als gelernter Elektriker nach 4 Jahren Arbeitsleben angefangen E-Technik zu studieren. Dafür war er in der Uni und musste dann beweisen das er in der Lage ist zu studieren. Das hat er dann auch alles geschafft und darf jetzt E-Technik und glaube ich noch was studieren.
Aber logischerweise kann er nicht zu den Wirtschafts- oder Geisteswissenschaften wechseln.
 
Wie lang hast du vor zu studieren?

Es geht schon, ich mach das schon 1 Jahr lang, aber es ist heftig. Viel Freizeit wirst du nicht haben. Und aus Urlaub wird auch nichts, da du es wahrscheinlich für Prüfungen aufbrauchen wirst.

Fernstudium klingt toll, aber man muss sehr viel auch selber machen. Du kannst 20h für das Fernstudium nebenbei planen (und das ist nicht übertrieben!)
 
Vollzeitarbeiten und Studieren ist kein Problem!

Warum ich diese kühne Aussage treffe? Weil ich BWL im Fernstudium studiert habe, neben einem Vollzeitjob und weil ich gerade auf MBA studiere - auf die gleiche Art.

Aber ich stimme auch meinen Vorrednern zu, Faulheit und Fernstudium geht nicht Hand in Hand, Urlaub geht für Prüfungsvorbereitung drauf und finanziell ist das ganze auch kein Leichtgewicht, einige Tausend Euro gehen dabei drauf (aber steuerlich absetzbar).

Bevor ich hier groß weitertippe, zum Thema Fernstudium gibt es hier bei CB eine menge Threads und Geschriebenes (auch von mir bereits) - einfach mal suchen und lesen.

Abitur: an vielen FHs ist kein Abi notwendig, insb. beim Fernstudium. Das heißt aber nicht, das es leichter ist, evtl fehlen dir einige Grundlagen, aber schaffbar ist das allemal.

Viel Erfolg.
 
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Vollzeitarbeiten und Studieren ist kein Problem!

Das mag für einige wenige (wie dich) zutreffen aber i.d.R. wird das mit einem Präsenzstudium doch schwierig.

Der TE hat weder Abitur, noch irgendeinen konkreten Studienwunsch, noch kann er sich halbwegs gut ausdrücken, alles in allem nicht gerade die besten Voraussetzungen, um zu studieren.
 
Doc Foster schrieb:
...Der TE hat weder Abitur, noch irgendeinen konkreten Studienwunsch, noch kann er sich halbwegs gut ausdrücken, alles in allem nicht gerade die besten Voraussetzungen, um zu studieren.

Hier würde ich sagen, dass der erste Eindruck nicht immer der Richtige ist. Wie oft wurde hier im Forum darüber diskutiert, das schulische Leistungen nicht alles sind und das man seine Träume verwirklichen sollte.
Im Grunde bin ich sonst oftmals derjenige, der gerne auf erste Eindrücke, Zeugnisse und Lebensläufe schaut, aber ich würde auf Grund dieser Angaben niemanden davon abhalten wollen, ein (Fern)Studium zu beginnen. Bildung ist nur durch noch mehr Bildung zu ersetzen.

Der fehlende konkrete Wunsch heißt ja nicht, das der TE zu gar keinem Studium fähig ist (man kann ja auch erst mal ganz allgemein Infos sammeln), ein fehlendes Abitur sollte auch kein Grund sein ihn daran zu hindern. Wer hat schon die besten Voraussetzungen? Abi, ein präziser Studienwunsch - perfekt, aber sollte das fehlen, dann ist Unterstützung angesagt, Beratung und Hinweise. Zweifel wird der TE schon genug selber haben ;).

Ich unterstütze jeden mit dem Wunsch nach mehr Bildung und Ausbildung, solche Wünsche sollte man niemals mit Zweifeln begegnen oder von Anfang an abblocken. Versagen tun die Leute schon von alleine, und auch das ist dann eine Art Schule, die nicht schadet.

timurinamanu schrieb:
...Fernstudium klingt toll, aber man muss sehr viel auch selber machen. Du kannst 20h für das Fernstudium nebenbei planen (und das ist nicht übertrieben!)

Man muss eigentlich alles selber machen, Präsenzphasen sind bei meiner FH alle 3-4 Wochen (Freitags/Samstags). Aber das gute ist, man lernt selbständiges Arbeiten, das ist später gerne gesehen bei Unternehmen.

Meine Rechnung war und ist:

- 2 Stunden pro Tag (z.B. abends)
- 4 Stunden pro Wochenendtag (insg 8)
- die gesamte Woche vor einer Klausur Urlaub, um zu lernen
 
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Ich bin ja der Meinung das es einfach schöner ist wenn man "normal" studiert. Vollzeitarbeit und studieren mag zwar klappen, aber ist es das wirklich Wert sich solch einem Stress auszusetzen? Ich meine, beides ist alleine für sich teilweise schwierig genug, aber das dann noch verbinden...
Ich finde das Studium soll auch noch Spaß machen und eine wichtige Komponente dabei sind andere Kommillitonen und Professoren die man auch tagtäglich trifft. Dieses soziale Umfeld einer Universität fehlt einem beim Fernstudium einfach komplett. Auch die Erfahrungen eines Auslandssemesters und ähnliche Dinge.
 
Es gibt aber auch Leute die bereits mitten im Berufsleben stehen und ebenfalls daran aus manigfaltigen Gründen Spass haben. Diese möchten ihren Job nicht aufgeben bzw. können sich das ggf. gar nicht leisten (!), wollen sich aber dennoch weiter- / fortbilden. Für diesen Personenkreis ist ein Fernstudium um eine hochwertige Zusatzqualifikation zu erlangen eigentlich alternativlos.
 
sebocz schrieb:
Ich bin ja der Meinung das es einfach schöner ist wenn man "normal" studiert. Vollzeitarbeit und studieren mag zwar klappen, aber ist es das wirklich Wert sich solch einem Stress auszusetzen? Ich meine, beides ist alleine für sich teilweise schwierig genug, aber das dann noch verbinden......

Wer bereits arbeitet und evtl Familie hat, hat keine Chance sich komplett aus dem Berufsleben zurückzuziehen und zu studieren. Dann hängt es auch vom Alter ab, Bafög gibt es nicht ewig und man will ja auch nicht von kleinen Jobs leben. Wer bereits im Berufsleben steht gibt ein volles Gehalt nicht gerne auf.

Spaß macht auch ein Fernstudium, es gibt Kontakte zu Profs, Dozenten und Mitstudies während der Präsensphasen und dazwischen.

Und ob es das wert ist? !!! Auf jeden Fall, sei es in Form besserer Job-Aussichten, neuen Karrieremöglichkeiten, der persönlichen Entwicklung. Bei mir hat sich der Studiumsabschluss sofort direkt in Euro und einem neuen Job bemerkbar gemacht - es hat sich in jeder Hinsicht gelohnt.

Selbst wer mit 40 (50) Jahren ins Fernstudium einsteigt hat noch ca. 27 (17) Berufsjahre vor sich. Also beantworte deine Frage selbst - lohnt es sich?

Gerade die Verbindung ist je nach Studium perfekt. Ich habe BWL studiert und konnte meine Berufserfahrung mit einbringen und meine Studiumserfahrung in den Job mitnehmen. Klar muss man schauen ob das immer so klappt, aber die meisten Fern- und Spätstudenten studieren meist das, was sie bereits arbeiten (IT, Kaufmännisch).
Und diese Verbindung, auch Doppelbelastung genannt, wird positiv bei Personalchefs gesehen, wer ist belastbarer und motivierter als ein Student/Absolvent, der nebenher einen Vollzeitjob macht!?
 
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Natürlich gebe ich euch recht! Und die Leute die ein Fernstudium neben einer Vollzeitarbeit machen haben größten Respekt für die Leistung die sie da vollbringen verdient! Ich finde halt das man ein Studium "genießen" sollte, es ist einfach eine tolle, wenn nicht sogar die schönste, Zeit die man hat. Deswegen würde ich jedem raten, wenn es möglich ist, ein Vollzeitstudium zu beginnen und nebenbei zu arbeiten. Ich schätze mal der TE ist um die 25/26, vielleicht hat er noch keine Familie und kein eigenes Haus o.ä. wie ein 40/50 Jähriger. Und er ist auch kein Kandidat der gerade viel Spaß an seinem Beruf hat. Mit dem Alter bekommt er sogar noch Elternunabhängiges Bafög für die Berufsoberschule (Abi nachholen) und er hätte dann evtl auch noch einen Anspruch fürs Studium.
 
sebocz schrieb:
Ich finde halt das man ein Studium "genießen" sollte, es ist einfach eine tolle, wenn nicht sogar die schönste, Zeit die man hat. Deswegen würde ich jedem raten, wenn es möglich ist, ein Vollzeitstudium zu beginnen und nebenbei zu arbeiten. Ich schätze mal der TE ist um die 25/26, vielleicht hat er noch keine Familie und kein eigenes Haus o.ä. wie ein 40/50 Jähriger.

Word. ;)

Die freie Zeiteinteilung ist einfach grandios. So flexibel wird man im Leben erst wieder ab dem Rentenalter
 
Cokocool schrieb:
...Die freie Zeiteinteilung ist einfach grandios. So flexibel ...

Warum ließt man dann von den Bachelor Studenten genau das Gegenteil? Verschult, keine freie Zeiteinteilung, starrer Stundenplan, gestrafftes Lehrprogramm, kaum Zeit für Auslandssemester - muss wohl wirklich toll sein.

Im Fernstudium: tatsächlich freie Zeiteinteilung (der wöchentliche Zeitraufwand ist ja beim normen Studium auch nötig), man kann sein Studium strecken über mehrere Jahre (keine Regelstudienzeit), man kann sogar die Klausuren schreiben wann man will (abhängig von den Terminen, die man aber selber zusagen kann ohne festen Zeitplan). Das ist ein Beispiel meiner FH, aber ich kenne das auch von anderen Fern-Studiengängen von Kollegen, Zeit haben wir alle.
 
Ich kann nur von meiner eigenen Erfahrung als angehender Bauingenieur sprechen und da treffen die Punkte "Verschult, keine freie Zeiteinteilung, starrer Stundenplan, kaum Zeit für Auslandssemester" nicht zu. Das kann in anderen Studiengängen aber gut möglich sein.
 
Fu Manchu schrieb:
Warum ließt man dann von den Bachelor Studenten genau das Gegenteil? Verschult, keine freie Zeiteinteilung, starrer Stundenplan, gestrafftes Lehrprogramm, kaum Zeit für Auslandssemester - muss wohl wirklich toll sein.

Klar ist der Stundenplan fest. Man kann sich z.B. also einfach mal ein langes Wochenende machen. Man hat immer die Wahl ob man hingeht oder nicht. Man muss natürlich alles nachholen. In den Semesterferien hat man teilweise mal 7 Wochen frei - wobei in der Zeit oft noch Klausuren geschrieben werden :)

Auslandssemester sind eigentlich auch kein Problem. Man muss natürlich darauf achten, dass die CPs transferiert werden können

(das ganze schwankt natürlich je nach Uni,FH, Studiengang)
 
Oh Gott, so viele Antworten. Habe den Thread total vergessen. Erstmal alles lesen...

gruß
jan
 
zum Thema Doppelbelastung von Berug und Studium.

Muss der derzeitige AG nicht dieser Belastung ebenfalls zustimmen - ähnlich wie bei Nebenjobs?

Denn in (in fast allen) Arbeitsverträgen wird doch drinstehen das man sich voll und ganz auf den derzeitigen Job zu konzentrieren hat.
 
theblade schrieb:
...Muss der derzeitige AG nicht dieser Belastung ebenfalls zustimmen - ähnlich wie bei Nebenjobs?...

Nein, ein Studium neben dem Job ist reines Privatvergnügen und nicht zustimmungspflichtig und muss auch nicht den Chef gemeldet werden. Meldepflichtig sind entgeltliche und unentgeltliche Beschäftigungsverhältnisse, also wenn man seine Dienste einem anderen Dienst'herren' zukommen lässt, neben seinem Chef.

Ich habe aber auch schon andere Behauptungen gehört, die IMO aber nicht stichhaltig sind. Ich bin jetzt in meinem 2. Fernstudium bei 4 Arbeitgebern über den Zeitverlauf, habe meinen Arbeitgebern das zwar angegeben, aber nur aus Gründen der Unterstützung und des Entgegenkommens, nicht der Information aus Verpflichtung wegen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Also ich studiere Fahrzeugtechnik (Maschinenbau) an einer FH und kann schon sagen, dass es verschult ist. Du hast kleine Klassen, in welchen der Dozent / eher Lehrer seinen Stoff vorträgt. Es gibt sogar Hausaufgaben.

ABER : Du entscheidest ob du zur Vorlesung gehst, es gibt keine Pflicht. Hausaufgaben kannst du machen, musst aber nicht. Es gibt lediglich ein paar Pflichttermine im Semester (zB wenn man programmiert oder eine Konstruktionsübung hat) , aber diese halten sich in Grenzen. (ca 8 im Semester !!)

Ich weiß nicht, wie es in anderen Fächern ist, aber ich finde es gerade sehr entspannt. Klar, man hat recht viel Stoff, aber mein Fach ist kein Auswendiglernfach, sodass das für mich in Ordnung geht.
 
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