pufferueberlauf schrieb:
Das mit der Providerwahl ist sicher richtig, allerdings ist es gar nicht o schwer aus einem Vertrag zu kommen, wenn der Provider seine vertraglichen Verpflichtungen nicht einhält, siehe @h00bi s Thread zu dem Thema:
https://www.computerbase.de/forum/t...g-bei-zu-langsamem-internetanschluss.2039201/
Nachdem der Nachweis mittels Messkampagner erbracht wurde war es rein formell tatsächlich nicht schwer aus dem Vertrag zu kommen. Und auch die Bundesnetzagentur hätte hier auf eine Meldung hin innerhalb einer Woche ein Sonderkündigungsrecht für mich erwirkt.
Das Problem war hier nur:
Zuvor war ich bei der Telekom und die Leitung kam permanent mit 100/40 MBit/s störungsfrei an.
Dann kam ich zu Vodafone (Geschäftskundenanschluss!) und jeden Abend brach die Leitung für mehrere Stunden auf 2/32 MBit/s ein.
Da ich beruflich auf die Bandbreite angewiesen bin war ich in diesem Zeitraum erheblich in meiner Tätigkeit eingeschränkt. Teilweise konnte ich überhaupt nicht mehr arbeiten.
Formel war die Sonderkündigung zwar kein Problem, aber technisch dauerte die Umstellung zurück zur Telekom 3 Wochen (laut beider Provider war das bereits die kurzmöglichste Umstellung).
So lange hatte ich unter den Einschränkungen zu leiden.
Alternativen wie Glasfaser oder Kabel gibt es vor Ort nicht.
Es wurde mir vorübergehend ein LTE-Router von Vodafone angeboten. Hier wäre die maximale Bandbreite aber 25/? MBit/s gewesen. Zu Stoßzeiten allerdings auch weniger. UND vom Datenvolumen her limitiert auf 50 GB. Sämtliche Kosten hätte ich natürlich vorstrecken müssen!
Eine 2. DSL-Leitung ins Gebäude gibt es leider auch nicht, so dass ich nicht mal parallel VDSL von der Telekom hätte buchen können.
Kurzum:
Ich hatte für 3 Wochen wirklich große Probleme. Und alles nur weil Vodafone vertragliche Mindestbandbreiten zusichert obwohl man definitiv weiß, dass man diese zu Stoßzeiten nicht liefern können wird, und man nicht im geringsten daran interessiert ist hier auch nur irgendwie Geld in die Hand zu nehmen um den Kunden die versprochene Leistung zu bieten.
Dabei ein absolut unfähiger Kundensupport, Hinhaltetaktik und schamlose Lügen seitens Vodafone.
pufferueberlauf schrieb:
*) das sollte sich bei VF allerdings relativ schnell ueberpruefen lassen ob es L2-BSA oder L3-BSA ist, leider halt erst nach dem Wechsel.
Aktuell kann man tatsächlich noch den L2- bzw. L3-Status online bei Vodafone prüfen:
https://dslshop.vodafone.de/eshop/business/enterprise-locator/index.html
Allerdings ist das leider auch kein Garant dafür, dass mit L2 dann alles rund läuft.
rezzler schrieb:
Wobei man von L3-BSA-Überlast schon länger nichts mehr gehört hat. Und der L2-BSA-Ausbau (um eben die ganzen Telekom-BNG-Standorte mit eigenen Fasern anzuschließen) zumindest hier in der Region eigentlich am Ende ist, zumindest hab ich da länger nichts mehr mit zu tun gehabt.
Das Vodafone-Forum ist leider voll mit solchen Fällen.
Und das ist sicher nur die Spitze des Eisbergs, da ja bei einem Kapazitätsengpass
alle Vodafone-Kunden im Anschlussbereich betroffen sind.
Zumal sicher nur die wenigsten bei Bandbreitenproblemen technisch so versiert sind, eine L3-BSA-Überlast damit zu assoziieren.