Eigtl ist das doch heute auch schon so: die IP-Zuweisung erfolgt über DHCP, und da gibt es eine bestimmte Lease time. Jedes Mal wenn der Router den DHCP-Lease erneuert (was regelmäßig passiert, in der Regel ja schon 1x pro Tag oder öfter), geht die Lease time von neuem los.
Was im Zuge der Vorratsdatenspeicherung gespeichert wird, sind ja letztlich die DHCP-Protokolle, eine andere Datenbank mit der Zuweisung IP<->Nutzer gibt es meines Wissens ja nicht.
Selbst wenn also ein Nutzer über Monate oder gar Jahre immer wieder die gleiche IP zugewiesen bekommt, enthält bei einer Speicherfrist von drei Monaten das Protokoll trotzdem nur die Erneuerung der DHCP-Leases der letzten drei Monate.
Aufgrund dieses Protokolls allein ist also nicht zu beweisen, dass der Nutzer auch in der Zeit vorher bereits dieselbe IP-Adresse zugewiesen bekommen hat. Es ist vielleicht wahrscheinlich, aber kein Beweis. Es könnte sein, dass kurz vor den drei Monaten der DHCP einem anderen diese IP gegeben hatte.
Selbst wenn protokolliert wurde, dass es immer nur eine Erneuerung des Lease und keine Neuzuweisung war, besagt es nur genau das: dieser Nutzer hat innerhalb der letzten drei Monate den DHCP-Lease immer wieder erneuert.
Ob er diese IP aber bereits 12 Monate vorher, oder aber nur 1 Tag vorher erstmals bekommen hat, geht daraus dann gar nicht hervor. Ergo kann damit auch nichts von vor drei Monaten nachgewiesen werden.