VPN zu Hause?

Ray Donovan

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Hi,

was das Thema VPN angeht bin ich noch recht frisch unterwegs, habe aber schon einiges gelernt. Da VPN ja mehrere Einsatzzwecke hat und ich jetzt doch die Lust bekomme, etwas rumzubasteln stelle ich mir folgende Frage.

I.d.R setzt man einen VPN ja ein um von überall aus auf sein auf ein bestimmtes Netzwerk zugreifen zu können - für welchen Zweck auch immer. Dann gibt es noch den Weg einen externen VPN-Anbieter zu nutzen um seine IP zu verschleiern, Dienste zu blocken etc.

Da ich vor kurzem selbst ein Problem mit einem VPN hatte und viel rumgesucht habe, ist mir aber aufgefallen, dass es einige Leute gibt, die einen VPN Server zu Hause eingerichtet haben (z.B Raspberry Pi) um Ihren Verkehr zu verschlüssen und diverse Dienste/Werbefirmen zu blocken und nicht um von überall aus ins Netzwerk zu kommen. Also ein weiterer Einsatzbereich. Die ersten beiden Einsatzzwecke genannten habe ich mittlerweile vollständig begriffen, den letzten aber leider noch nicht.

Jetzt ist die Frage, ist das sinnvoll? Also wirklich lokal, mit einem eigenen VPN.

Warum macht ihr das?
Ich würde gerne mehr darüber wissen. Insbesondere den Verkehr zu verschlüsseln.
Das passiert per https:// doch sowieso? Oder geht es nur darum, die lokalen Daten im Netzwerk zu verschlüsseln (bei WLAN macht das ja WPA2).

Danke für euren Input!
 
Ray Donovan schrieb:
Warum macht ihr das?
z.B. um im Ausland (oder jedem öffentlichen WLAN) Seiten aufzurufen, die das Land gesperrt hat. (Dubai ist so ein Kandidat). Man surft so quasi von zuhause.
 
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Also ich finde vpn einfach allgemein ganz geil weil da kann der Staat auch nicht gucken was du im Internet machst dazu schützt man sich vor Virusangriffe.
 
@till69 unter anderem dafür, aber auch um z.b. im Wlan der DB oder im Cafe selbst bei einer ManIntheMiddleAttack (fake Hotspot) sicher, verschlüsselt und getunnelt auf einen vertraulichen Anschluss zu verbinden (eigener Anschluss zuhause z.b.)
@Warakqay47 äh nein, den Virus von einer verseuchten Website kannste dir trotzdem ziehen und Papa Staat bekommt aus den hunderttausenden Anschlüssen die dein VPN Anbieter bündelt über Log`s auch deine IP raus. Und ob jetzt Google oder dein Provider deine Surfgewohnheiten kennt oder ein dubioser russischer VPN Anbieter wäre jetzt auch eine Frage die ich mir stellen würde. NordVPN macht ja massig Werbung, wollen die aber in Europa arbeiten müssen sie mit Strafverfolgungsbehörden auf Richterliche Anordnung zusammen arbeiten. Ansonsten werf ich da mal Safe-Inet und DoubleVPN ein.
 
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Ich kenn da Einige die sich trotz Nutzung von VPN die eigenen Kisten selbst "verwanzt" haben. @Warakqay47
Auf allen drei Wegen der VPN-Nutzung die hier im Thread angerissen sind.
 
Ray Donovan schrieb:
I.d.R setzt man einen VPN ja ein um von überall aus auf sein auf ein bestimmtes Netzwerk zugreifen zu können - für welchen Zweck auch immer.
Berufliche Zwecke stehen da im Vordergrund.

Ray Donovan schrieb:
Dann gibt es noch den Weg einen externen VPN-Anbieter zu nutzen um seine IP zu verschleiern, Dienste zu blocken etc.
Was sowieso eig. nichts bringt.
 
Warakqay47 schrieb:
Also ich finde vpn einfach allgemein ganz geil weil da kann der Staat auch nicht gucken was du im Internet machst dazu schützt man sich vor Virusangriffe.
bitte aus der NordVPN-Bubble ausbrechen und informieren...
 
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Ray Donovan schrieb:
Das passiert per https:// doch sowieso? Oder geht es nur darum, die lokalen Daten im Netzwerk zu verschlüsseln (bei WLAN macht das ja WPA2).

Ja, und um so zu tun als wäre man daheim obwohl man es nicht ist.

Außerdem: Arbeiten per remote/Zugriff auf NAS-Inhalte und insgesamt genau 1 Schnittstelle nach Haus, anstatt jedem Gerät mit Zugriffsfunktionen einzeln zu vertrauen, dass sie Sicherheit können.
 
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Na nö, Variante "3" ist eine Anwendung von "1" (das "warum auch immer" dort).

Grundlegend gibts nur zwei. Entweder ich nutze ein selbst kontrolliertes VPN oder ich nutze ein fremd-kontrolliertes.

Müßig zu erwähnen, daß die zweite Option Unsinn ist: Man bezahlt dort nicht mit seinem Geld, man bezahlt auch nicht mit seinen Daten; nein, man bezahlt mit seinem Geld UND seinen Daten.

Option 1 dann, wenn ich auf Inhalte aus "meinem anderen Netzwerk" zugreifen will oder muß. Meist ist das im Sinne von Bürotätigkeiten, einschließlich Home Office. Aber halt nicht immer.

Natürlich macht man sich auch ein Loch in sein eigentliches privates Heimnetz auf, aber das muß man dann halt abwägen, was einem lieber ist.

Option 2 ist für Leute mit irgendwo links abgebogenen Sicherheitsbewußtsein, solche ohne VPN-Kompetenz und natürlich Faule.
 
madmax2010 schrieb:
wpa3 bitte :)
wpa2 ist kaputt.
Meine fritz.box kann leider nur WPA2+WPA3. Nur WPA3 geht (noch?) nicht.

Also nochmal, dass die meisten sich einen VPN installieren, um von überall aus im gewünschten Netzwerk reinzukommen, habe ich verstanden. Das es viele auch machen um Geoblocking zu umgehend und/oder ihre IP zu verschleiern habe ich auch verstanden. Beides aber vorher schon ;)

Ich habe hier schlicht etwas verwechselt, es ging da eher um PiHole, was neben dem VPN noch erwähnt wurde.

Einsatzzweck 1.) Das lokale Netzwerk überall zugänglich machen
Einsatzzweck 2.) Einen externen VPN-Anbieter um eine andere IP zu erhalten (GeoBlocking z.B).

Zusammengefasst: Ein lokales VPN macht für jemanden, der Einsatzzweck 1.) nicht braucht, keinen Sinn.
Allerdings finde ich die Idee sämtlichen Traffic über einen Raspberry Pi laufen zu lassen schon cool (schafft die 1 Gbit?). Die fritz.box ist auch gut individualisierbar aber auch recht träge.

Mich würden noch weitere Einsatzzwecke interessieren, warum Leute neben einem Router zu Hause noch eine Raspberry Pi laufen lassen:

  • VPN (s.o), dürfte deutlich besser und schneller als der der fritz.box oder diversen NAS sein
  • per PiHole/AdGuard inkl. unbound Werbung (außer CB natürlich) und Malware-Seiten automatisch sperren (wobei das mit Quad9 als DNS in der fritz.box auch schon geht?)
  • wenn man Kinder hat, kann man bestimmte Dienste damit einschränken, oder (z.B dieses unsägliche FUT in FIFA, wenn meine Kinder da später jemals auch nur einen Cent reinstecken... :D)?
  • als NAS nutzen (die meisen NAS sind echt teuer und unfassbar träge im Interface)

P.S Ich kann den Threadtitel leider nicht mehr ändern. VPN passt hier nicht mehr ganz...
 
Zuletzt bearbeitet:
Du hast einen Zweck vergessen.
Um per VPN nach Österreich auf ORF Formel 1 gucken zu können.

Bei mir ist diese Endstelle die Fritzbox eines Bekannten in Lienz.

Sprich die Umgehung von Geoblocking.
 
xammu schrieb:
Du hast einen Zweck vergessen.
Um per VPN nach Österreich auf ORF Formel 1 gucken zu können.

Bei mir ist diese Endstelle die Fritzbox eines Bekannten in Lienz.

Sprich die Umgehung von Geoblocking.

Hä? :D

Ray Donovan schrieb:
Einsatzzweck 2.) Einen externen VPN-Anbieter um eine andere IP zu erhalten (GeoBlocking z.B).
 
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Warakqay47 schrieb:
Also ich finde vpn einfach allgemein ganz geil weil da kann der Staat auch nicht gucken was du im Internet machst dazu schützt man sich vor Virusangriffe.

Oh ... den Schutz von Viren Angriffen durch ein VPN musst uns allen mal erklären ..

ganz zu schweigen das der Schadecode nicht durch eine "normalen" Hardwarefirewall blockiert werden kann da man ja durch VPN direkt bis zum dafür verwendeten Endgerät verschlüsselt durchtunnelt.

Also wer wenig Ahnung davon hat und dann auch noch die speziellen Seiten aufruft hat schnell viel spass.
 
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Ray Donovan schrieb:
Ein lokales VPN macht für jemanden, der Einsatzzweck 1.) nicht braucht, keinen Sinn.

Wieso lokal? Der essentiellste Punkt eines Virtuellen Privaten Netzwerkes ist exakt der, dass es eben nicht lokal ist, aber dennoch mit denselben Funktionen genutzt werden kann, ganz gleich wer da etwas dagegen hat.

Der zweite: Man verschlüsselt seinen Traffic der mitgeschnitten werden kann - also bspw. an offenen Hotspots, via Deep Packet Inspection vom Provider oder sonstwie.

Ja, ein VPN eröffnet auch viele Sinnbefreite Wege, ebenso wie es Küchenmesser aber halt auch tut. Die Frage ist wofür man selbst es einsetzt, womit der Nutzen für einen selbst auch eh geklärt ist.

RalphS schrieb:
und natürlich Faule.

Da komme ich jetzt nicht mit, wie meinst du das?
 
UNDERESTIMATED schrieb:
Wieso lokal? Der essentiellste Punkt eines Virtuellen Privaten Netzwerkes ist exakt der, dass es eben nicht lokal ist, aber dennoch mit denselben Funktionen genutzt werden kann, ganz gleich wer da etwas dagegen hat.
Schon klar. Umschrieben meinte ich: Wer von außen keinen Zugang zu seinem Netzwerk will, brauch auch keinen VPN.
 
Das ist eine Entscheidungsfrage, was man nun braucht oder nicht.

Es reicht durchaus manchmal, dass man anderes noch weniger will. Nicht auf dem Festnetz erreichbar zu sein oder nicht von unterwegs mit gewohnter Nummer faxen zu können bspw.
 
dazu schützt man sich vor Virusangriffe.
Irrglaube, was das Surfen im Internet betrifft. Ob du einen Virus herunterlädst oder eine gehackte Webseite mit oder ohne VPN besuchst, macht keinen Unterschied.
 
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