vServer - Welche Leistung ist notwendig

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=DarkEagle=

Gast
Hallo,
privat arbeite ich schon etwas länger (1,5 Jahre) mit Debian und überlege gerade mir einen vServer mit Debian zu holen.
Ich hatte letztes Jahr einen Rootserver mit Debian, der sich aber nicht gelohnt hat, für das, was ich mache.

Die günstigsten vServer Angebote im Internet lauten:

256 MB RAM
600 MHz CPU

Wenn ich einen nackten Debianserver + Apache auf dem Server laufen lasse:
Wie viele Besucher können sozusagen gleichzeitig drauf zugreifen.
Die Website, die ich hosten werde, wird nur aus HTML und etwas PHP bestehen.
Bisher betreibe ich die Website auf meinem Webspace bei Hetzner, aber vermisse
doch schon die Freiheiten eines Servers.

Sind vServer mit entsprechenden Ressourcen zu gebrauchen? Was ist bei einem
vServer für eine Website, die nicht soviel CPU-Last du Scripte erzeugt, wichtiger?
RAM oder doch CPU?

Ich kann mir zwar lokal in einer VM ein Debian + Apache aufsetzen, aber wie soll ich
da entsprechende Website Zugriffe simulieren?

Jmd. ne Idee? Danke!
 
RAM kann schnell zu einem Problem werden, je nachdem was du für ein System einsetzt. Wir müssen z.B. einem unserer Magento-Shops für manche Funktionen (v.a. Analyse der Besucher- und Verkaufszahlen) gute 400MB RAM zuweisen, ist aber ein echter Extremfall.

Wordpress kann übrigens auch zu einem Problem werden:

Aus der default-constants.php:
PHP:
if ( ! defined( 'WP_MAX_MEMORY_LIMIT' ) ) {
		define( 'WP_MAX_MEMORY_LIMIT', '256M' );
	}

In verschiedenen anderen Dateien, z.B. der admin.php, wird das dann so hier genutzt:
PHP:
if ( current_user_can( 'manage_options' ) )
	@ini_set( 'memory_limit', apply_filters( 'admin_memory_limit', WP_MAX_MEMORY_LIMIT ) );

Du siehst... 256MB RAM können selbst bei einem Wordpress schon klamm werden. Wenn du eher handgeschriebene, sparsame Scripte verwendest geht sichs hingegen recht gut aus, wobei du einige MB RAM natürlich für das OS rechnen musst.

Außerdem musst du dir überlegen:
1.) wie viele Webseiten (mit unterschiedlichen Rechten) sollen auf dem Ding laufen? Nur die eine? Welche PHP-Implementierung für Apache ist hier die optimale Wahl hinsichtlich Leistung und RAM-Auslastung?
2.) Wie hoch wird mein Datenbank-Durchsatz? Wie hoch muss ich also den SQL Query Cache einstellen?
3.) Wenn ich einen OpCode-Cache für PHP verwende (bringt verdammt viel Power), wie viel RAM opfere ich dafür?
 
Kommt eben ganz stark auf den Einsatz an. Nach eigener Erfahrung musst du ungefähr 100MB RAM für das Linux System einplanen. Alles darüber sind die Dienste. Mit 250MB kann man durchaus bequem Linux, MySQL und Apache2 für eine/zwei/drei kleine Webseiten (mit PHP und Datenbankzugriff) laufen lassen.
 
Danke Leute! Ich werde das ganze mal durchtesten :-)
Es ist wirklich nur eine kleine Seite, wo selten Besucher gleichzeitig raufgehen :-)
 
geht ja nicht nur um gleichzeitig, sondern auch um die Größte/Komplexität der einzelnen Anfragen.
 
Die Anfragen sind jetzt auch nicht groß. Ein paar PHP-Scripte, die aber nicht viel ausmachen.
 
Ok, dann läufts wohl alles sauber. Wirklich übel sind z.B. komplexe Datenbankabfragen, aus deren Ergebnismenge komplexe Objekte erzeugt werden. Schlimmer sind Bild-Berechnungen via GD oder Imagick. Deshalb ist Wordpress auch so eigenartig konfiguriert: es geht davona us, dass Leute da ihre 10MPix-Bilder hochladen und in Echtzeit manipulieren.
 
Es werden hauptsächlich 2 Arrays zum Einsatz kommen, die ca. jeweils 9-10 Einträge aus einer sich ständig aktualisierenden TXT-Datei auslesen und diese Inhalte teilweise als Links darstellt. Ich setze mir nachher einmal mit VirtualBox einen entsprechenden Server aus und teste das Script durch.
 
Das ist so pille-palle, da solltest du noch nicht einmal Apache verwenden. Da braucht der reine Webserver mehr RAM und CPU-Leistung als dein Script selbst. Guck dir für sowas lieber nginx oder lighttpd an.
 
Apache2 ist halt ein richtiges Monster. Er trumpft auf, wenn du sehr komplexe Vorgänge, insbesondere mit mehreren Seiten auf einem Server (Virtuelle Hosts) hast. Er hat eine ganze Latte an extrem nützlicher Erweiterungen, angefangen von Authentifizierung via MySQL über Statistiken bis hin zu (rudimentärer) DDoS-Protection.
Was Apache dabei eben nicht hat ist Sparsamkeit. Er frisst ein Vielfaches der Ressourcen im Direktvergleich mit den Leichtgewicht-Servern.

Es macht stellenweise sogar Sinn, einen Lightwight-Dienst parallel zu Apache laufen zu lassen, der dann vor allem statische Ressourcen (Bilder, CSS, JS-Files) ausliefert. Das können diese Dienste um einiges effizienter als der Apache und eine Kombination kann die Leistungsfähigkeit der Maschine deutlich steigern. Das ist aber eher Königsklasse, für Seiten mit extremer Last.

Für dich interessant sind eben eher die "kleinen" Server wie:
- nginx
- lighttpd
- cherokee
Gerade von Cherokee hab ich schon so einiges Gutes gehört.
 
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