Also die verlinkte Seite macht auf mich einen amateurhaften und vor allen unseriösen Eindruck - an der Sache und den Argumenten ändert das imho allerdings nichts.
So, die Mondlandung soll also ein Fake sein. Wieso eigentlich?
Das Prestige-Duell, das sich die Machtblöcke im Kalten Krieg mit ihren Raumfahrtprogrammen geliefert haben, wird hier meiner Ansicht nach schwerst überwertet. Die Amerikaner sollen also eine nationale Lüge inszeniert haben, nur
um die ersten gewesen zu sein?

Das wäre ja noch schlimmer als im Sandkasten. Genau genommen war der Kalte Krieg auch eine einzige Sandkasten-Aktion, das stimmt schon. Aber man darf vor allem nicht aus den Augen verlieren, daß PR zu jener Zeit zwar wichtig war, jedoch nicht so lebenswichtig wie sie es heute zu sein scheint. Und mehr als PR war die Mondlandung eben nicht. Ergo riskiert man keinen nationalen Skandal, nur um einen albernen Prestige-PR-Wettlauf zu gewinnen. Die Amerikaner waren schon vollauf zufrieden, wenn sie an der nuklearen (Forschungs-)Front die Nase vorn hatten und darüber hinaus nicht mit sowjetischen Kriegs-Raumschiffen rechnen mußten - was die Sowjets ja bekanntlich auch nicht hinbekommen haben.
Jetzt kann man natürlich gleich fragen, warum es das Programm dann überhaupt gegeben hat, wenn es doch nur Selbstzweck war. Hier kommt die Überlegung ins Spiel, daß "die Amerikaner" eben nicht eine gesichtslose Masse mit einem Willen und einem Ziel sind, sondern sich - wie jedes Volk - in viele gesellschaftliche Gruppen aufteilen. Die Mondlandung war ein Lieblingskind der Wissenschaftler (übrigens auch nicht von allen), das durch die Unterstützung Kennedys und Johnsons zum Selbstläufer wurde. Das Projekt war teuer, gemessen an den Rüstungsausgaben aber fast schon wieder billig. Außerdem wurde es weitergeführt, weil die Militärs sich Anwendungszwecke daraus erhofften (wo wir wieder bei den Kriegs-Raumschiffen wären

).
Ich glaube demnach nicht an diese
Verschwörungstheorie, denn mehr ist es nicht. Daß es auf den ersten Blick recht plausibel erscheint, resultiert aus unserer geschichtlichen Distanz zu dieser Zeit. Wir unterschätzen die Technik der 60er völlig, weil wir zum Bersten stolz auf unsere 21st-Century-Technik sind und weil wir darauf basierend sehr leicht eine Überheblichkeit gegenüber den Vordenkern und Ingenieuren jener Zeit entwickeln.
@Stan
Das mußt du mir aber erklären, wie das genannte Equipment auf dem Mond einschlagen und sich dann hübsch brav von alleine aufbauen soll. Eine Fahne rammt sich auch nicht von alleine in den Boden - und an Robotor glaubst du doch hoffentlich nicht wirklich, oder? Das fände
ich dann völlig utopisch.