Warum fühlt sich mein 11 Jahre alter 2600k Desktoprechner schneller als viele moderne Laptops an?

sinkpäd

Lt. Commander
Registriert
Aug. 2009
Beiträge
1.600
Hallo zusammen,

ich habe seit Ewigkeiten den in meiner Signatur genannten Desktoprechner im Einsatz. Als OS ist Windows 10 21H2 drauf, welches sicherlich seit acht Jahren keinen Cleaninstall mehr gesehen hat.

Mir fällt immer wieder auf, dass moderne Laptops z.B. mein Thinkpad T490 von der Arbeit oder diverse noch neuere Kundenrechner selbst mit nagelneuen Windows 10 Cleaninstalls sich nicht so snappy anfühlen wie mein doch sehr in die Jahre gekommener Desktoprechner, egal ob jetzt ein i5, i7 oder Ryzen Prozessor verbaut ist. Die Unterschiede sind nicht weltbewegend, aber deutlich und sorgen beim Arbeiten einfach für ein etwas besseres Feeling.

Frage: Woran liegt das? Taktet eine Desktop-CPU nicht so weit runter? Liegt es eventuell an der dedizierten Radeon 5700 vs Onboardgrafik in den meisten Laptops?
 
Das kann an vielen Dingen liegen. Nicht zu vergessen ist dabei der Bildschirm, der macht einen sehr großen Anteil an diesem Gefühl aus. An deiner Stelle würde ich den Laptop da mal anschließen und testen, wie sich das ganze verhält.

Die DCP-Latenz ist auch nicht unerheblich, kann durchaus sein dass der SB Interrupts schneller verarbeiten kann, weil bei ihm einfach weniger los ist und keine Gerätetreiber die CPU mit Anfragen vollspammen.

Auch die Eingabegeräte und deren Anbindung spielen da mit rein, das ist auch der Grund warum viele alte Rechner aus der DOS/Amiga Zeit sich im Terminal so gut anfühlen. Das hab ich bei modernen Rechnern und USB-Tastaturen schon ganz anders erlebt, da konnte ich den Buchstaben zeitverzögert beim Erscheinen zusehen, nachdem ich den Satz geschrieben hatte.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: electronish und Baal Netbeck
Vermutlich weil deine CPU besser ist als die des Laptops.
Du hast ja auch 16GB RAM und vermutlich eine SSD.

Nur das Alter sagt wenig aus.
 
du kannst halt keine cpu mit 15 w gegen eine vergleichen die soviel ziehen darf wie sie möchte. Nimm lieber als beispiel ne cpu mit 35w
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: High_Beam_Flash und TouchGameplay
ghecko schrieb:
An deiner Stelle würde ich den Laptop da mal anschließen und Testen, wie sich das ganze verhält.

Mein Arbeitslaptop hängt im Homeoffice regelmäßig an den gleichen Bildschirmen wie mein Desktop-PC, auch hier ist der Unterschied spürbar.

Baal Netbeck schrieb:
Du hast ja auch 16GB RAM und vermutlich eine SSD.

Mein Thinkpad hat auch 16GB RAM und sogar ne NVME im Gegensatz zur SATA SSD im Desktoprechner.
Destyran schrieb:
du kannst halt keine cpu mit 15 w gegen eine vergleichen die soviel ziehen darf wie sie möchte.

Interessanter Punkt. Ist Takt daher nicht immer gleich Takt?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Baal Netbeck
Hab ich auch festgestellt und trifft seit ich die Systeme nutze (also seit ca 15 Jahren) zu.

Ich habe bemerkt, dass Premium Notebooks wie z.B. richtig teure Dells hier besser abschneiden.
Aber der Standardlaptop im 500-1000€ Bereich wie ich sie zu Hauf für bekannte gekauft und eingerichtet habe sind selbst mit nem Intel i7, SSD und ausreichend RAM (auch nach Clean install) gefühlt langsamer als der 10 Jahre alte Intel Celeron Desktop PC meines Vaters.

Warum das so ist? Keine Ahnung... Da sich selbst die meisten Smartphones und Tablet schneller anfühlen und auf dem Papier sogar deutlich langsamere Desktop PCs, kann ich den Herstellern nur Absicht unterstellen.

Denn auf Desktop PCs macht es seit über 10 Jahren praktisch keinen Unterschied, ob du nen Celeron oder i7 verbaust, ob das Teil 5-10 Jahre alt ist oder topaktuell. Windows selbst (ordner öffnen, durch menüs navigieren, nen Browser starten usw) fühlt sich immer gleich an, die Unterschiede kaum zu spüren. Nur bei den Laptops macht es dann plötzlich nen deutlichen Unterschied, ob das Teil 500€ oder 2000€ kostet.

Ein Schelm, wer böses dabei denkt...
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: sinkpäd
@Destyran Trotzdem sind moderne "U" -CPUs auch mit 15 Watt schneller als ein 2600k. Sowohl im Multicore und besonders im Singlecore Speed.
Dieses Gefühl von flüssigerem Arbeiten muss an etwas anderem liegen. Evtl. am Monitor, wie bereits gesagt wurde.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: TomH22
o_dosed.log schrieb:
Dieses Gefühl von flüssigerem Arbeiten muss an etwas anderem liegen. Evtl. am Monitor, wie bereits gesagt wurde.

Wie gesagt, den Bildschirm würde ich ausschließen, da ich zumindest meinen Arbeits-Laptop regelmäßig an den selben Bildschirmen betreibe und er sich auch hier langsamer anfühlt als der Desktop-Rechner.

Eventuell ist es doch die RX5700, welche die Animationen usw. flüssiger darstellt als die billige Intel-Onboard-Grafik...
 
bumbklaatt schrieb:
Mein Thinkpad hat auch 16GB RAM und sogar ne NVME
Ok, dann wird es daran nicht liegen.
Im Alltag ist es nahezu egal ob SATA oder Nvme, aber es dürfte zumindest nicht schlechter sein.
bumbklaatt schrieb:
Ist Takt daher nicht immer gleich Takt?
Jein. Der boost Takt von aktuellen CPUs liegt selten wirklich an.

Und wenn der Takt ähnlich wäre, sollte die neue CPU schneller sein, da über die Jahre die IPC gestiegen ist.

Trotzdem gibt es auch Rückschritte. Mich hat letztens jemand gefragt ob er Laptop X kaufen soll und die CPU hat laut Notebookcheck 92 punkte im Cinebench R15 gemacht....mein 15 jahre alter C2Q 9550 macht 312 Punkte....es gibt halt auch neu produzierten Schrott.

... Aber das wird bei dir nicht der Fall sein!
Da liegt es an etwas anderem.
 
ghecko schrieb:
Die DCP-Latenz ist auch nicht unerheblich, kann durchaus sein dass der SB Interrupts schneller verarbeiten kann, weil bei ihm einfach weniger los ist und keine Gerätetreiber die CPU mit Anfragen vollspammen.

Also es kann viele Gründe geben, aber DAS mit sicherheit nicht. Seitdem bekannt ist wie durchlöchter Intels CPUs sind (mit Sicherheitslücken) hat Intel doch um die 15-20 Patches geliefert um diese zu stopfen. Diese Patches haben die Intel CPUS komplett an die Wand gefahren. Nicht nur das die Leistung deutlich schlechter ist (müsste sich mittlerweile auf um die 20% weniger Leistung belaufen wie vor den Patches), auch laufen die CPUs deutlich problembehafteter
 
InsideInfinity schrieb:
Also es kann viele Gründe geben, aber DAS mit sicherheit nicht
Aber sowas von. Die agilsten Systeme waren bei mir idr. auch die mit der niedrigsten Latenz. Das vor allem Intel-CPUs mit der Zeit nicht schneller geworden sind ist allen klar und in Benchmarks ersichtlich, im Alltag spürt man davon allerdings kaum etwas. Da sind andere Faktoren ausschlaggebender.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Qyxes und Baal Netbeck
InsideInfinity schrieb:
Intels CPUs sind (mit Sicherheitslücken) hat Intel doch um die 15-20 Patches geliefert um diese zu stopfen. Diese Patches haben die Intel CPUS komplett an die Wand gefahren.
Die haben keine 15-20 CPU Microcodes die diese Lücken dann stopfen,
sonderen nur einen. Die CPU Microcodes werden eben aktualisiert mit der Zeit
und die kommen dann auch über Windows Update, wenn nicht über das BIOS gepatcht wird.
Und bei AMD ist das nicht viel anders, dort werden auch Microcode Updates geladen
wegen Sicherheitslücken. Nix als Intel bashing der Beitrag.
 
Die letzten Desktopsysteme, die ich gebaut habe, fühlen sich wesentlich schneller an, als jeder Laptop, den ich hatte (Asus, HP, Lenovo, Dell, ...).

Das liegt an den vielen Kernen, meiner Meinung nach.

Die alten PCs hatten bei weitem nicht so viele angeschlossene Geräte.
Das Polling frißt da bestimmt viel Performance.

Apple ist eine Ausnahme, die waren immer sehr schnell.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Chris3344
Ich persönlich kann das aus eigener Erfahrung nicht bestätigen. Mein 2021er Laptop mit Ryzen 7 4800U (15-25W) dreht auch geführt Kreise um meinen alten Standrechner mit Xeon 1230V3 (81W) (in etwa i7 4770).
Beide mit SSD und 16GB RAM. Der Laptop hat dabei keine dedizierte Grafikkarte, daran liegt es also auch.

Aus meiner muss es also etwas anderes sein, vielleicht nur auf der gefühlten Ebene...
 
Noch ein paar Gedanken dazu:
  • Hast du deinen 2600k (stark) übertaktet? Dann ist der eh so schnell wie ein 6600k oder 7600k stock und es gibt einfach keinen großen Leistungsunterschied zu nem 8th/9th/10th Gen U Prozessor mit 4 Kernen und 15W.
  • Welches Energieprofil läuft auf dem Laptop? Wenn man da maximale Performance einstellt läuft und nervt der kleine Lüfter die ganze Zeit, daher hat man das vielleicht eher auf Balanciert gestellt wo er nicht so viel Strom ziehen darf und daher nicht so lange und nicht so hoch taktet
  • Normalerweise ist ja die single core Leistung ausschlaggebend dafür die "snappy" sich der Rechner anfühlt und da sind aktuelle Laptops ähnlich schnell oder schneller wie dein 2600k (je nach Takt), aber dann halt auch nicht immer Dauerhaft. Bei 15W ist beim i7-8565U oder i7-10510U im T490 z.B. nur ein Takt von 1,8-1,9GHz garantiert wenn alle Kerne ausgelastet sind - da ist der Desktop unter Volllast weiterhin bei ~4.5GHz und daher schneller.
  • Hast du Bildschirmskalierung auf dem Laptop und/oder externen Bildschirm an? Das kann sich mit dem Onboardchip der sich ja beim Arbeitsspeicher bedient einfach minimal zäher anfühlen. Eventuell hast du aufm Desktop vor 8 Jahren auch die Animationen ausgeschaltet oder beschleunigt?
Ich hab auch nen 8565U mit 16GB in nem T490s als Arbeitsnotebook, wenn ich da komplexe Berechnungen laufen lasse ist das zum Teil um den Faktor 10 langsamer als auf meinem Desktop mit 9600k und 96GB, liegt bei mir dann aber größtenteils am RAM der zu knapp ist :D
 
lordlaschi schrieb:
Hast du deinen 2600k (stark) übertaktet? Dann ist der eh so schnell wie ein 6600k oder 7600k stock u
Aber uninteressant im Idle bzw unter Windows, etc, egal wie hoch da das OC ist.
Hier wird er die meiste Zeit nahe dem Idle (1600MHz) sein und wenn merkt man da keinen Unterschied
ober mal kurz auf 3.5 oder 4.3 GHz.

Er redet ja nicht von Games, Benchmarks oder so, sondern eher so rein vom Gefühl her.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: o_dosed.log
lordlaschi schrieb:
Hast du deinen 2600k (stark) übertaktet?

Der läuft komplett stock, da es ein nicht sehr übertaktungsfreudiges Modell ist und ich den Rechner trotz der einigermaßen okayen RX5700 (irgendwann mal für 285 EUR beim Black Friday geschossen) tatsächlich fast nur für reinen Officebetrieb nutze.

lordlaschi schrieb:
Welches Energieprofil läuft auf dem Laptop?

Habe schon alle durchprobiert. Selbst auf Höchstleistung und händischem Anpassen des Mindesttakts auf 100% tut sich an der gefühlten Geschwindigkeit am Laptop nicht viel.

lordlaschi schrieb:
Hast du Bildschirmskalierung auf dem Laptop und/oder externen Bildschirm an?

Sowohl der Laptop als auch der Desktop laufen immer auf 125% Skalierung an den beiden identischen Dell-WQHD-Bildschirmen. Desktop geht per MDP an DP und Laptop via DP an MDP in die Dells. Von Dell1 auf Dell2 wird gedaisychained.



Wie gesagt, das "Problem" besteht nicht nur mit meinem Thinkpad, erst vor wenigen Tagen habe ich wieder für eine Bekannte einen neuen HP Officelaptop mit Ryzen 5-5500U CPU, also 6-Core frisch in Betrieb genommen und die selbe Erfahrung auch ohne externen Bildschirm gemacht -> alles einfach eine kleine Spur träger als am Desktop trotz moderner CPU und NVME.

Wie gesagt, es sind Nuancen, wir sprechen von 85% zu 100% Snappiness :D aber wenn man eben weiß, wie gut es auf dem eigenen alten Desktop laufen kann, fühlen sich selbst diese 15% Differenz irgendwie "klebrig" an.

Ich glaube ich teste als nächstes mal die Onboard-Grafik des 2600K anstatt der Radeon 5700 :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe ein Aspire V3-571G V2.21
CPU: Intel i7-3630QM (8) @ 3.400GHz
GPU: Intel 3rd Gen Core processor Graphics Controller
GPU: NVIDIA GeForce GT 640M
Memory: 1202MiB / 7846MiB

Der rennt sowas von nach meinem Samsung P580 vorweg, extra damals auf die 2,26Ghz gewartet.
 
Nickel schrieb:
Die haben keine 15-20 CPU Microcodes die diese Lücken dann stopfen,
sonderen nur einen. Die CPU Microcodes werden eben aktualisiert mit der Zeit
Das ist mir schon klar, aber durch die Sicherheitslücken wurde der Microcode etlcihe male ZUSÄTZLICH gepatched und das größtenteils auch auf die schnelle, wodurch die Patches alles andere als hochwertig ausfielen. Ich selbst hab es am eigenen Leib erlebt mit meinem alten Intel System, bei dem die Spiele sogar anfingen Microstuttering zu haben etc, was vorher nie der Fall gewesen ist (bestes Beispiel war z.b. Destiny 2, welches ich vor dem ersten Sicherheits-Lücken Patch viel gezockt hab und dann nach den ersten paar Patches ebenfalls. Der Unterschied war verherrend, plötzlich konstantes Microstuttering ohne das mans fixen konnte, vorher immer butterweich...
 
Zurück
Oben