Was gute Medien ausmachen

mcflash

Ensign
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März 2004
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Hi Community,

ich möchte an dieser Stelle aus gegebenem Anlass einmal einmal Alle, die nicht eh schon darauf achten, darauf aufmerksam machen, wie wichtig gute Rohlinge sind. Zumindest, wenn man lange was von den gespeicherten Daten haben möchte!

Vor knapp einem halben Jahr sind meine Frau und ich umgezogen. Da unser Arbeitszimmer nun deutlich kleiner als zuvor (von 25 qm auf 9 qm) ist, konnte ich meine ganzen Altlasten (CDs, DVDs, Computerbauteile etc.) nicht mehr unterbringen. Der ganze Kram, den ich über eine ganze Ewigkeit von Wohnung zu Wohnung mitgeschleppt hatte lag in Umzugskisten im Kinderzimmer. Da dieses nun ziemlich bald seiner zugedachten Bestimmung zugeführt wird, muss ich also ausmisten, da der Keller ebenfalls kleiner als in der vorigen Wohnung, und schon fast völlig belegt ist.

Dabei habe ich reichlich alte gebrannte CDs und DVDs gefunden, die allerlei Daten enthalten, die ich irgendwann mal wichtig genug fand, sie zu sichern. Nun sehe ich mir jeden Datenträger an, und sortiere aus. Die älteste CDR, die ich bisher in Händen hatte ist aus dem Jahr 1995. Ein Rohling von TDK. Und was soll ich sagen... der läuft absolut einwandfrei! Nach fast 18 Jahren! Habe auch noch CDRs sehr viel jüngeren Datums gefunden, von Medion, bei denen sich die Datenschicht schon sichtbar aufgelöst hat.

Auf die Lagerung habe ich nie geachtet. Hier zeigt sich m.E. wie wichtig es ist, wirklich gute Rohlinge zu kaufen!
 
Habe schob längst alle Rohlinge weggeschmissen die ich gefunden habe.

Da waren auch nie wichtige Sachen drauf,
alle wichtigen Sachen sind auf Festplatten, gut gebackupt,

Welchen Sinn hatte das eigentlich Sachen auf DVDs zu lagern?!

Die nehmen doch Platz weg, und vor 10 jahren gabs auch
schon 300 GB Festplatten.
 
Nachdem der erste Rohling nach ca. 1,5 Jahren Rostlöcher bekommen hat und nachdem zusätzlich einige Rohlinge direkt nach dem Brennen nicht leesbar waren, bin ich von diesen Speichermedien ganz schnell weggegangen.
Somit kann ich den TE nur unterstützen; wer unbedingt optische Speichermedien nutzen will, sollte gut aufpassen.
 
Mittlerweile kaufe ich auch keine Rohlinge mehr, dafür die Platten doppelt. Zumindest für das, was wichtig ist. Aber damals war das Geld knapp! Und wenn ich mich daran erinnere, was meine erste Festplatte mit 2GB gekostet hat... Da waren CDs eine echte Alternative! Und man dachte ja auch, die halten ewig. Heute weiss ich es besser. Aber, wie ich geschrieben habe, die wirklich guten Rohlinge von TDK, BASF und Verbatim laufen heute immer noch ohne Mucken. Da schau mal wie das mit Festplatten ist! Habe hier neben den ganzen Rohlingen auch 7 uhralte Platten überprüft. Davon funktionieren noch 4.
 
Ich habe die optischen Laufwerke und damit verbunden die optischen Medien auch schon länger abgeschafft. Für den Fall der Fälle staubt noch irgendwo ein externes LW rum.
Trotzdem würde auch ich den TE voll unterstützen...wer weiterhin an den Silberscheiben hängt sollte beim Kauf auf Qualität achten, die investierten paar Cent mehr machen je nach dem schon einiges an Haltbarkeit aus.

MfG
 
Was glaubt ihr eigentlich, ist eine zukunftssichere Technologie für Daten, die man auch in 40 Jahren noch zugreifbar haben möchte? Festplatten? Da habe ich so meine Zweifel! Dann werden die Schnittstellen so viele Generationen weiter sein, dass man die garnicht, oder nur für horrende Preise nachrüsten kann. Da für Fotos der gute alte Film im Grunde ausgestorben ist, was bleibt uns? Mikrofilm ist sicher nicht die Alternative für die Masse! Wie kann ich meinen Kindern noch Bilder aus ihrer Kindheit bewahren? Die Optischen Medien haben sich bisher sehr gut gehalten, aber wie sieht das zukünftig aus!?
 
mcflash schrieb:
Wie kann ich meinen Kindern noch Bilder aus ihrer Kindheit bewahren?

Wie wärs mit entwickeln lassen?

Ansonsten steigt man halt auf das nächstbessere Medium um, wenn das alte "ausstirbt".
 
grünel schrieb:
Wie wärs mit entwickeln lassen?

Ansonsten steigt man halt auf das nächstbessere Medium um, wenn das alte "ausstirbt".

Das ist, soweit ich das sehe, auch die einzige Möglichkeit. Aber schön ist das nicht! Das muss ich dann die SATA2 Platten auf die SATA4 Platten kopieren und die SATA4 auf die SATA8 usw. Das ist mal ein Fall, wo es früher wirklich besser war. Allerdings konnte man dafür früher auch nicht quasi umsonst eine Million Fotos machen ;-)
 
Naja, wie lange hat sich IDE gehalten? Wie lange hält SATA jetzt schon?

Ich denke, alle 20 Jahre mal umkopieren ist durchaus vertretbar.

Man kann den Fortschritt halt nicht aufhalten ;)
 
Wie handhabt/lagert ihr eure Backup-HDD's, als externe Festplatte o. über Netzwerk?
Ist ja euch irgendwie so 'ne Sache.
 
Also ich habe ein CoolerMaster CM 690 II Advanced Gehäuse mit integriertem SATA Festplatten Dock und bisher 7 SATA Platten, die ich in ihrer Plastikverpackung im Schrank aufbewahre. Da sind die Daten (je nach Wichtigkeit einfach, doppelt oder dreifach) drauf. Für die generell benötigten Daten habe in neben den 2 SSDs (120 GB Samsung 830 Main Linux und 64 GB Crucial M4 für das Windows 7) im Rechner noch eine 2 TB WD Green Platte fest installiert.

So hoffe ich, dass ausser bei einem Brand, meine Daten Bestand haben werden. Werde noch ein Paar Platten in den Keller auslagern. Von der Cloud halte ich ehrlich gesagt nicht so viel. Zumindest nicht ohne sehr starke Verschlüsselung! Zumindest für private Daten. Meine Programme stehen eh alle unter GPL, da ist die Cloud natürlich kein Problem. Aber die ganzen Rechnungen (digitalisiere mittlerweile das Meiste) möchte ich sicher wissen!
 
Zuletzt bearbeitet:
Meine Backupplatten sind im Keller in einem Schrank, wo eine relativ gleichbleibende Temperatur herrscht.

Was das Thema Cloud angeht; das kommt mir nicht ins Haus. Viel zu unsicher und viel zu viele "Vereine" haben zugriff darauf (siehe z.B.: hier).
 
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