Was tun nach Abitur?

Mit 3,4 bezweifle ich, dass man einen Job als Bankkaufmann bekommt. Wartesemester ftw. Aber stell dich darauf ein, dass du nach dem Studium eh umziehen musst. Eine Stelle vor Ort, als Studierter ist fast undenkbar.
 
Finde es auch schon grenzwertig sich über diesen Schnitt auszulassen. Es gibt in diesem Land Tausende die alles für nen Abitur machen würden, aber nicht die Möglichkeiten haben.
Wenn du wirklich beabsichtigst zu Studieren, dann sollteste bis zu den Sommersemester warten. Naturgemäß ist der NC da höher. Die Zeit kannste mit nem Praktikum gut überbrücken wobei dies ja in künstlerischen Studiengängen nur selten eine Voraussetzung ist :D
 
P.S. meines wissens wird eine Berufsausbildung nicht als Wartesemester anerkannt.
 
Danke für die Posts, echt nett von euch.

@ Selissa. Ja nach dem Studium kann ich umziehen, aber ich bine rstmal 3-4 Jahre hier gebunden.
 
@ Gug

ich hab das Abi wiederholen müssen weil ich beim ersten Mal durchgefallen bin. Meine Abiprüfungen waren beim zweiten Versuch an sich gut. Beide LKS 9 Punkte (Englisch Powi). Rest auch ok.

Das Problem war halt, dass ich in der 12.ten Klasse nicht so gut war. (Stress mit Freundin) und ich muss auch zugeben dass ich faul war, mit anderen Worten die Schule vernachlässigt habe.
In der 13. hat mich meine Freundin verlassen. Ich glaub mehr brauch ich nich zu sagen. Ihr könnt mich feige nennen, macht mir nix aus:=)
 
dein schnitt ist nicht alles. die noten in den einzelnen fächern ist ebenso wichtig. ich hab in mathe im abi ne glatte 0 rausgehauen weil ich einfach kein mathe kann. bankkaufmann damit, und wenn du nen 2,0 schnitt hättest - nö. weißt was ich mein?

jura - vergiss es. sprich mal mit nem jurastudenten. ich denke dass du kein idiot bist, sondern lernfaul. und jura ist nur lernerei. zudem haben viele studenten gehaltsvorstellungen die utopisch sind.

lehramt ist deine kombination nicht so der bringer. so wie ich das sehe sind das halt nur nebenfächer. und das kannst heute eigtl vergessen.

architektur ist recht interessant. ein kollege hat auch ein 3,4 abi und studiert das in wien. er ist begeistert. du siehst also dass dein schnitt manches erschwert, aber nichts unmöglich macht.

dein großes problem ist: unflexibilität. um was aus deinem schnitt zu machen wirst du weg müssen.

ach ja: und an so nem schnitt ist nichts erbärmlich...so leicht ist ein abitur auch nicht, bzw kommts aufs bundesland und die schule an.
ich hab nen schnitt von 3,3. faulheit halt. ich hab sowohl in ethik, philosophie, deutsch, englisch, bio, politik, geschichte schriftliche bestnoten gehabt, aber mündlich nichts gemacht. und daran ist nichts erbärmliches oder sonst was, sondern es geht dich simpel auch nen scheiß an was er für eine lernhaltung einnimmt oder welche gründe auch immer seinen schnitt verursachten. er sucht beratung und nicht so ein arrogantes gesabber.

und zum schnitt...ein kollege hat einen 3,1 schnitt und studiert elektro- und informationstechnik und kommt gut zurecht. der andere bekannte hat ein 1,3 abitur, hat raumfahrttechnik studiert und hat jetzt einen fahrradladen.


@ GUG: wegen den menschen die kein abi machen können:

meine mutter ist 50% schwerbehindert und kann kaum laufen geschweige denn wirklich arbeiten. wir hätten für einen haushalt mit 2 kindern und einer alleinerziehenden mutter hartz 4 und 150 euro kindergeld pro kopf. weißt du wie wenig das für eine familie ist? hätte ich meinen stiefvater nicht, der uns finanziert, hätte ich längst abbrechen müssen um zu arbeiten, damit geld in die familienkasse kommt. und so etwas ist auch hier in der westlichen welt oder dem exportmeister deutschland kein einzelfall.


edit: und mach dir nichts draus - ich hab wegen demselben grund wie du die 12te wiederholt...;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Studiere das was dich interessiert und das was dir spaß macht.
Es ist komplett egal was andere sagen.

Wenn es dir Spaß macht ist es um einiges wahrscheinlicher, dass du das Studium erfolgreich absolvierst.
Und der Abischnitt ist nicht ausschlaggebend. Gibt Leute mit 1,x Schnitt welche das Studium versemmeln...
 
Sorry wegen der Threadzerstückelung.

Wer sachlich beraten kann, soll weiter posten.
Alle anderen, Finger still halten, persönliche Bewertungen haben hier nichts zu suchen!
 
In der heutigen Zeit muss man einfach Flexibel sein.

Ich selbst hatte einen Schnitt von 3,1, weil mir der Kram in der Schule einfach keinen Spaß gemacht hat.
Bin dann von NRW nach Thüringen gezogen um zu Studieren (NC frei, Guter Uniruf, keine Studiengebühren).
Und die Sache läuft seitdem super.

Was ich sagen will: Wäre ich nicht umgezogen hätte ich bestimmt nicht so schnell studieren können oder an einer (vom Ruf her) wesentlich schlechteren Universität.
 
Noten sind Schall und Rauch, naja fast zumindest.

Beschäftige dich mit den Studienfächern/Berufsbildern, sieh zu ob du da über Ferienarbeiten oder Praktika irgendwie mal reinschnuppern kannst und entscheide dann ob das was für dich ist. Ein Studium in einem Fach das einem liegt fällt einem um ein vielfaches leichter als wenn man sich durch so gut wie alle Fächer quälen muss um zu bestehen. Außerdem kann man in dem Fall nicht davon ausgehen das es im Beruf dann deutlich besser wird, die Inhalte sollten ja eine Gewisse Deckung mit dem Stoff des Studiums haben.

Habe selber Realschule gemacht, 2,3 Schnitt. Dabei hatte ich das oben schon erwähnte Problem, ich war faul. Stinke Faul. Wenig bis nix mündlich getan. Aus heutiger Sicht wäre da mehr drin gewesen. Während der Schule Praktikum bei der Bank, für gut befunden aber ohne Abi oder Höhere Handelsschule keine Chance auf Ausbildung. Also Höhere Handelsschule gemacht, sehr schnell gesehen: Das ist mal so gar nichts für mich. Bis auf VWL fand ich das alles absolut langweilig. Hab mir dann lange überlegt ob ich nach dem 3/4 Abbreche oder das irgendwie durchziehe. Habe mich dann für letzteres entschieden und da mit so wenig Aufwand wie möglich meinen Abschluss zusammengebaut, nen gigantisch guten Schnitt von 3,4 oder 3,3 :D Aber immerhin als einer von 13 die es geschafft haben von 70 die es versucht haben:)
Danach Schlosser gelernt, den Vertrag hatte ich nach diversen Ferienarbeiten schon 1 Jahr vorher in der Tasche, 2 Jahre als Geselle gearbeitet und dann Maschinenbau studiert. Schnitt von 2,0 und auch im Studium wieder die ein oder andere Phase gehabt wo ich mehr hätte machen können.

Wo kommt denn nun der ganze Text her? ;)

Lass dich nicht verunsichern, wenn du studieren kannst und willst versuch dich dran. Mehr als auf die Schnauze fallen kannst du damit nichts. Lieber 1 Jahr damit verbringen um herauszufinden dass das Studium bzw das Fach nichts für einen ist als sich später zu fragen warum man es nicht versucht hat.
 
also meiner einschätzung nach bist du noch recht unreif wenn dir unter anderem jetzt erst einfällt zu überlegen was nach dem abi ist... Du stellst dir des auch ein wenig einfach vor mit dem studeiren.
Klar hier gibts zB leute die im studium noch die kurve gekriegt haben und es bergauf ging mit den noten aber das ist bestimmt nicht die regel. Ich habe viele freunde die einfach nur ständig am lernen sind und manche sind durch einige prüfungen gefallen sind.

Ich will nicht alles negativ reden aber die wahrheit kann schon grausam sein und über eine ausbildung nachzudenken wäre auch nicht ganz verkehrt. Danach kann man immer noch studieren was auch viele machen. Ist meiner meinung nach für dich die bessere wahl da es vielen dann auch leichter fällt.
Zweiter wichtiger punkt den du beachten musst ist, dass du wohl nicht wegziehen kannst (warum auch immer) aber nach dem studium ist das sehr oft der fall wenn man einen guten job haben will. Mit einer ausbildung hast du viel bessere karten nicht umziehen zu müssen
 
Guck dich mal im Staatsdienst um !
Dort gibts duale Studiengänge, bei denen nur ein FH Schnitt von 3.0 gebraucht wird und das Entgelt ist gut (im Studium 971€ pro Monat), danach gehobener Dienst und mit 27 Beamter auf Lebenszeit.

Ich geh grad diesen Weg mit meinem Abi (2.4) und viele meiner Kumpels ("normale Studenten") sind leicht neidisch, da diese dank Bafög wenig Geld in der Tasche haben und jeden Euro dreimal umdrehen müssen, während das bei mir etwas besser aussieht.

Klar, ist nicht der einfachste Bildungsweg, aber dafür bekommst du auch was dafür und eine Übernahme nach Studium + Ausbildung ist sehr wahrscheinlich.
 
devgenc schrieb:
Marcel sag das nicht. "Abitur ist nicht schwer". Wieso macht dann nicht jeder Abi?

Warum nicht jeder Abi macht ist ganz einfach, mit war zum Beispiel früh klar das ich erst mal eine Ausbildung machen wollte. Und deshalb bin ich von der Realschule in die Lehre.

Anschließend habe ich meine Fachhochschule Reife errungen und jetzt beginnt mein Studium.

Alles ohne Abi und weil ich einfach die Ausbildung wollte.
 
@nkler

OK das ist natürlich ein Grund, wenn man einfach andere Ziele und Vorstellungen schon früh genug hat.
Aber es gibt einfach viele Schüler die Abi machen, auch wirklich was dafür tun, aber trotzdem nicht packen, weil es für diese Leute zu hohe Anforderungen sind. Das ist nunmal so.
Und ich muss auch ganz klar sagen, dass meine Schule hier in der Region bekannt ist für ihren Schwierigkeitsgrad und viele Lehrer stolz auf mich waren, dass ich als Schüler mit Migrationshintergrund sein Abi gepackt hat.
 
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