Wasser sparen

chinamaschiene

Lt. Commander
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Hallo,

ich finde es durchaus sinnvoll Wasser zu sparen. Erstens ist es ein wichtiger rohstoff und zweitens spart man geld. Dank der EU wird diese Meinung auch per Gesetz umgesetzt.

http://www.blick.ch/news/ausland/bruessel-legt-regeln-fuers-duschen-fest-127454

Nun mein Diskussionsansatz: ist es notwendig zum wassersparen verpflichtet zu werden oder denkt ihr dass die Bürger auch ohne ein gesetz diese einsicht erlangen würden? ich finde es persönlich schade dass manche die notwendigkeit sehen verantwortungsbewusstsein gegenüber der umwelt gesetzlich zu verabschieden und das selbst so ein privates thema wie das duschen gesetzlich reguliert wird. ich würde mich eher dafür ausprechen das dies in den köpfen der leute selbst stattfinden sollte. täusche ich mich etwa? ist die umwelt ohne gesetzliche pflicht doch verloren?

ich freue mich auf produktive antworten

@...
 
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Das gibt sicher wieder eine Post-Schlacht hier.

Sagen wir so, es ist eine gute Idee darüber nachzudenken, wie man Wasser, Strom, Umweltschutz betreibt. Eine andere Sache ist es, wenn ich dem Verbraucher vorschreibe was er tun soll.

Anstatt also die Wohnqualität des Bürgers mal in Augenschein zu nehmen werden hier mit "Peanuts" herumhantiert. Wenn jemand Baden möchte verbraucht er auch mehr Wasser. Außerdem eine Super Idee für Leute mit Durchlauferhitzer. Wenn der nicht genug Wasser bekommt, macht er dicht. Und wenn ich dann am regulieren bin und der deswegen zu wenig Wasser bekommt schaltet er ab. Somit sitze ich hier bei kalter Dusche und darf der Krankenkasse im nachhinein das Geld wieder abziehen durch Krankheit weil ich kalt geduscht habe.

Wie auch immer, man sieht daran, dass am falschen Ende nachgedacht wird.
 
Es ist immer gut Resourcen zu sparen!

Aber, gerade das Thema Dusche ist doch sehr fragwürdig. Zum einen, viele Leute baden und verbrauchen mehr sollen wir das denen verbieten? Ich dusche auch täglich und auch gern etwas länger, wenn ich jetzt Wassersparregler dazwischen schalte, habe ich persönlich ein ungutes Gefühl beim duschen und es dauert noch länger - alles scho ausprobiert!

Weiterhin muss ich sagen, dass wir hier in D ja das Wasser aufbereiten und somit ist das Thema eigentlich für die Dusche nicht wirklich relevant. Es entstehen höhere Kosten, ja, aber die bezahlen wir ja auch.

Wichtiger wäre, die Industrie zum sparen anzuhalten, da hier bei einigen Produktionszweigen Wasser nicht wieder verwendet / aufbereitet werden kann!
 
Natürlich ist es wichtig Wasser zu sparen, aber in Europa ist man doch gut dabei, insbesondere in Mittel- und Nordwesteuropa. Aber wenn ich da so an Griechenland, Bulgarien, Rumänien denke, oder auch an die baltischen Staaten (vermute mal wird da ähnlich wie Russland sein). Ich glaube da sollte man dann erstmal anfangen mit Wassersparen. Und nicht nur bei den Duschköpfen, sondern auch bei den Wasserhähnen und Toiletten.

Für mich mal wieder ne Schnappsidee der EU wie auch schon bei den Glühlampen.
 
Über die Ressource Wasser zu reden ist richtig.
Ich bin einer der achtet auf den Wasserverbrauch. Man kann schon sagen das in Deutschland doch recht gut mit Wasser umgegangen wird, nicht jeder beim Zähneputzen das Wasser laufen lässt. auch wird viel geklärt und aufbereitet.

Wichtig ist eher die südeuropäischen Länder (und andere auf die ich nicht weiter eingehen möchte) zu sensibilisieren - denn gerade diese werden enorme Probleme bekommen oder haben diese schon.
Im Falle von Spanien, welches ja enorme Gewächshäuserflächen für den Anbau von Gemüse hat, geht hier mit Wasser sehr verschwenderisch um. Es gibt einige Artikel die darum handeln das in Spanien dadurch Verwüstung einsetzt. Für ein Land das es mit Wasser nicht so hat ziemlich zerstörerisch, da wiegt auch noch der leichtsinnige verschwenderische Umgang der hiesigen Tourismusbranche doppelt so schwer.

Oder Israel, die enorme Mengen an Wasser aus Jordanien und anderen Ländern (was auch ein Konfliktargument ist) abzweigen um die gigantischen Paprikaplantagen bewirtschaften zu können - was sich dann in unseren Märkten wieder findet. Ich hab im Winter/Frühjahr danach geschaut, Lidl, Edeka, Nah & Gut, Aldi, Kaufland, Rewe - es fanden sich stets nur Paprika aus Israel. Es ist ein gewaltiges Unding das sich ein Wüstenstaat sowas erlaubt.
 
Manchmal frage ich mich echt ob die bei solchen Schnappsideen ihr Gehirn zu Hause gelassen haben.
Fakt ist nunmal, dass der Wasserdurchschnittsverbrauch (Deutschland) in den letzten Jahren durchaus gesunken ist. Selbstverständlich von Region zu Region unterschiedlich.
Was dazu führt, dass sich einige überdimensionierte Wasserwerke und Abwasseranlagen in ostdeutschen landlichen Regionen später "freuen" würden und kurze Zeit darauf der Kunde.
Unbestritten muss man viel Energie für die Erwärmung von Wasser zuführen.
Wer aber eine Solarthermieanlage auf dem Dacht hat, dem kann das ehrlich gesagt egal sein. Also müpssen solche Anlagen verpflichtend bei jedem aufs Dach?
Eher sollte man sich Gedanken darüber machen wieviel Wasser benötigt wird bis das leckere argentinische Rindersteak bei einem auf dem Teller landet. ;)
Und was Wasser- und Energieverschwendung angeht sollten die Herrschaften mal einen Exkurs zur Colorado River-Mündung nach Mexico machen. ;)
 
Ob jetzt ein anderes Duschverhalten oder Wasserspareinhandmischer effektiv Wasser sparen können, ist eine interessante Frage. Man muss aber viel weiter gehen, wenn man globale Faktoren, wie zum Beispiel den Verbrauch für die Produktion für Dinge des Alltags, Lebensmittel und Konsumgütern, berücksichtigen möchte. Wenn man bedenkt, dass zur Herstellung von einem Kilogramm Fleisch (Rind) 13000 Liter und mehr Wasser benötigt werden, ist da Duschverhalten eher ein Tropfen auf den heißen Stein.
 
Ja, Wasser muss gespart werden! Man kann Wasser zwar nicht verbrauchen, in unseren Breiten ist mehr als genug davon da, aber auf zur nächsten Verordnung.
 
im ökologischen sinne handeln finde ich auch richtig.

aaaber mal ehrlich.
das was ein jeder von uns zu hause an wasser einsparen kann
ist im grunde genommen lächerlich und quasi ein tropfen auf den heißen stein.

erst kürzlich kam wieder irgendwo ein bericht, in dem gängige verbrauchsgegenstände (nahrung, kleidung, usw) mal gegengerechnet wurden.
es ist erschreckend wie viel wasser für die herstellung der einfachsten dinge im leben verbraucht wird.

ich such mal ob ich dazu noch ne tabelle finden kann.

#edit .. zb hier .. zwar aus 2006 .. aber die größenordnung dürfte noch aktuell sein
http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/pdf_neu/HG_Wasserverbrauch_060600.pdf

und hier .. http://www.rp-online.de/public/bildershowinline/aktuelles/wissen/umwelt/42902


btw .. interessanter thread ..bin gespannt was so kommt
 
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Ich war erstmal geschockt und hab gedacht, man dürfte jetzt nur noch 2 mal die woche duschen oder so.
Das mit den wassersparenden duschköpfen finde ich nicht schlecht. habe schon seit 2 jahren so ein teil bei mir in der dusche. Hat keine sonderfunktionen wie massagestrahl oder son zeug, brauch ich aber auch net. Falls das pflicht wird, gäbs die eh bald auch mit solchen funktionen. also das juckt mich net. das thema glühbirnen schon eher :D
der aufwand wäre ja auch hier extrem gering. halt mal schnell im baumarkt oder so nen wassersparenden duschkopf gekauft - fertig.

@stefan_sch: die aufbereitung von wasser kostet geld. außerdem wird bei der aufbereitung auch die umwelt verschmutzt und energie benötigt.
 
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Gespart wird da nichts, oder hat hier irgendwer ein Konto mit und für Wasser?

Billiger wird es auch nur bedingt, das Wasserwerk, die Rohre, die Pumpwerke und die Klärwerke müssen trotzdem betrieben werden - ob nun mit etwas mehr oder weniger Wasser ist völlig egal. Respektive insbesondere in den Städten müssen die großen, alten Rohre sogar nachgespült werden. Oder noch schlimmer: es gibt Wasserwerke mit Mindestquote, da sonst umliegendes Land wieder zu Sumpf würde. Wer das Wasser nicht nutzen will, darf das natürlich, bezahlen tut er/sie/es auf lange Sicht aber trotzdem.

Zumal diese ganzen "Wassersparexperten" auch noch zu der Klientel gehören, die im nächsten Supermarkt Kistenweise Wasser einkaufen. Da mal den Literpreis mit dem des lokalen Wasserversorgers verglichen?

Schmeißt lieber nix ins Klo, was da nicht hingehört.
 
cl0udt schrieb:
@stefan_sch: die aufbereitung von wasser kostet geld. außerdem wird bei der aufbereitung auch die umwelt verschmutzt und energie benötigt.

  1. Wasser selbst kostet Geld!
  2. Die Umwelt wird durch eine Aufbereitung nicht verschmutzt, es sei denn du kippst unverträgliche Stoffe beim Duschen in die Wanne. Nicht der Wasserverbrauch ist das Problem, dieser ist sogar notwendig damit Kläranlagen effizient arbeiten, sondern die schädlichen Stoffe, die in das Abwasser geleitet werden. Eine Kläranlage arbeitet hocheffizient bei biologisch abbaubaren Stoffen.
  3. Energie spielt beim Einsatz von EE bei modernen Kläranlagen keine Rolle, zumal der Gesamtenergieverbrauch dieser Kläranlagen in Deutschland sehr gering ist. Daneben leisten Kläranlagen schon seit vielen Jahrzehnten einen Beitrag zur Stromerzeugung durch Verstromung des bei der Klärschlammbehandlung anfallenden Klärgases.
 
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Oh Gott, oh Gott. Wenn eine Boulevard-Zeitung unterster Schublade aus einem neoliberalem Blog (ja der bezeichnet sich so) zitiert und eine angebliche geplante Richtlinie androht, dann ist das natürlich Grund zur Panik.

Okay, dann suchen wir mal den Eintrag: http://www.ortneronline.at/?p=1585 Mmh, Quellen? Keine. Immerhin auf nachfrage verlinkt er ein Dokument zur Ökodesign-Richtlinie. http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2005:191:0029:0058:DE:PDF

Nur, hmm, auch da finde ich nichts zum Thema Dusche, denn diese Richtlinie ist eine allgemeine Regelung, wie zukünftige Anforderungen an umweltgerechtes Design zu handhaben sind. Irgendwie fühle ich mich gerade schmutzig, einem neoliberalem Scharlatan auf den Leim gegangen zu sein, denn diese Richtlinie ist weder neu, noch konkret, sie ist nur Grundlage für die bisherigen Regelungen, in dem sie allgemeine Ziele formuliert.

Also wie wär es mit einer echten Quelle, wer wann was dazu gesagt haben soll?

Und hier was die Ökodesign-Richtlinie der EU ausmacht: http://de.wikipedia.org/wiki/Ökodesign-Richtlinie Wer sich zu der Studie Warmwasseraufbereitung informieren will, der kann das hier tun: http://www.ecohotwater.org Dies sind im übrigen Ideen und Vorschläge, keine Richtlinien oder von der EU-beschlossenen Maßnahmen.
 
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"auch da finde ich nichts zum Thema Dusche,"

ob nun konkret das mit den duschköpfen kommt oder nicht spielt doch nichtmal eine große rolle. hast du mal teile der richtlinie gelesen? vorallem was produktionsbetriebe alles vorlegen müssen und wieviele gutachten sie erstellen müssen?
in einem satz wird erwähnt das diese energierichtlinie auch auf wasser übertragen werden kann/sollte.

"Sie ist nur Grundlage für die bisherigen Regelungen, in dem sie allgemeine Ziele formuliert."

genau das ist sie. sie ermächtigt die EU solche zweifelhaften dinge zu verabschieden. man kann sich also für jeden gesetzesentwurf darauf berufen, das ja nur die richtlinie umgesetzt wird. es muss noch nichtmal groß debattiert werden. und du kannst dir sicher sein dass da in zukunft noch mehr kommen wird. was hätte wohl jemand vor 10 oder vonmiraus 30 jahren gesagt wenn man ihm mitteilt dass der staat glühbirnen verbietet?
er hätte es wohl nicht geglaubt. und genauso schwierig ist es sich vorzustellen was sich da im namen des umweltschutzes noch für ein wirtschaftlicher schrott für die zukunft ausgedacht wird.

abgeshen davon sollten keine "allgemeinen ziele" gesetzlich (bzw. per "richtlinie") formuliert werden. man sollte über konkretie dinge debattieren meinetwegen experten fragen und dann ein spezielles gesetz machen für die sache um die es geht. eine doktrin auf der andere gesetze aufbauen sollen ist imho gar nicht notwendig und auch nicht in ordnung.
 
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Zu den ganzen Feldern wurden Studien ausgeschrieben und es werden die Optionen geprüft, wo Potential da ist. Natürlich sagt die Richtlinie, wir wollen das Sparen vorschreiben. Es geht aber um das wie. Und das konkret genannte Beispiel ist schlicht aus der Luft gegriffen. Daran habe ich Kritik geübt.

Und die Richtlinie sagt das was du willst. Es werden über konkrete Themenfelder Studien angefertigt und dann in einer speziellen Vorschrift umgesetzt, wenn es konkrete Möglichkeiten zur Einsparung gibt. Die Ökodesign-Richtlinie ist nur die Vorgabe unter welchen Voraussetzungen dies zukünftig zu geschehen hat. Im übrigen nimmt sie auch Bezug auf andere solche Richtlinien, die es schon vorher gab. Geräuschemmision, Energieeffizient usw. Sie ist also vorallem eine Zusammenfassung und Nachfolger unterschiedlicher Richtlinien mit einem grundsätzlich gemeinsamen Ziel.

Der Staat hat schon immer solche Regelungen beschlossen, sei es zum Thema Sicherheit, Schadstoffe (Waldsterben! Luftverschmutzung! Katalysator.) oder eben Energieeffizienz (Ölkrise! Sommerzeit.). Jetzt so zu tun, als ob das was unerhört neues wäre, ist Unsinn. Im Gegenteil, es ist schlicht Aufgabe des Staates sich darum zu kümmern. Der einzige Unterschied ist vielleicht der, dass man nicht wartet, bist die Bevölkerung protestierend vor der Tür steht oder neue Parteien gründet.
 
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wann hat denn der staat allgemeine richtlinien gesetzt? das wäre mir neu. zum Waldsterben, Emissionsverringerung gibt es konkrete einzelne gesetze und diese sind meiner meinung nach in ordnung und notwendig. außerdem wurden sie demokratisch erlassen. dass die EU nicht gerade ein paradebeispiel für eine demokratie ist (ganz im gegenteil) weißt du sicherlich selbst. und dann ist es umso gefährlicher dinge genauer regeln zu wollen als es die verschiedenen staaten selbst machen würden. bis ins kleinste detail wird alles geregelt und das soll dann auch noch für jeden Bürger der EU das richtige sein. ich kann als wähler das ja nicht beeinflussen! (EU-Parlamentswahl haha) das einzige was kommt ist sind beschränkung die niemand verstehen kann. seien es komische umweltrichtlinien, der biometrische pass oder oder oder. wir werden ja sehn was da noch alles auf uns zu kommen wird...
 
Oh stimmt, weil vor 50 Jahren niemand wissen konnte, wie schädlich FCKW ist, hätte man es nie verbieten dürfen (um mal die "vor 30 Jahren hätte niemand" Bemerkung aufzugreifen). Nur weil du es nicht verstehst, weil du Gesetze in gut und schlecht einteilst, in dem du deine persönliche Meinung zu einer Institution als Gradmesser nimmst, bedeutet das nicht, dass man sich nicht informieren braucht, Tatsachen durcheinander werfen, Unterstellungen verbreiten und man jedem Boulevard-Blatt und Neokonservativem hinterher laufen muss.

Du kritisierst, dass die Richtlinie allgemein ist mit der Begründung, dass alles bis ins kleinste Detail geregelt würde. ich denke, dass widerspricht sich. Tatsache ist, dass die Ökodesign-Richtlinie eine Grundlage schaffen soll für zukünftige Regelungen und vor allen verhindern, dass sich unterschiedlicher Vorschriften in den Mitgliedsstaaten Konkurrenz machen.

Sie legt eben sehr wohl fest, was die Anforderungen an zukünftige Regelungen sind. Das ist insofern sinnvoll, dass die Studien darauf Rücksicht nehmen müssen. Z.b. ist es recht sinnvoll vor ab zu regeln, dass nicht Techniken eines Herstellers von allen Konkurrenten übernommen werden müssen, um den konkreten Regelungen zu entsprechen. Wie das Gesetz sagt, wird hier der Rahmen geschaffen.

Erst dann wird konkret in den einzelnen Bereichen nach Einsparpotential gesucht und auf Grundlage eines einheitlichen Rahmens dann in ein eigens Gesetz gegossen werden, Genau so wie du das verlangst. Also die konkreten Vorschriften sind dann eben wie von dir gefordert (oder wahlweise kritisiert) sehr wohl einzeln geregelt.

Die EU mag nicht demokratisch genug sein, aber darum geht das Thema hier gar nicht. Auch wenn du das EU-Parlament lächerlich findest, so muss es den Richtlinien zustimmen, so wie es hierzulande der Bundestag und der Bundesrat macht. Selbst wenn die Mehrheit der Bevölkerung im Moment der Verabschiedung des Gesetzes dagegen ist, so ist es dennoch beschlossen durch die gewählten Vertreter.

Weiterhin frage ich mich inwiefern die Regelung zum biometrischen Pass nun mehr regelt, als die deutschen Regelungen. Du wirfst einfach Angst um die Privatsphäre und Umweltrichtlinien in einen Topf. Bleib doch einfach beim Thema oder sorge dafür, dass du nicht mehrere Themen in ein oder zwei Sätzen versuchst abzuhandeln.

Also Tatsache ist, dass die EU Dinge regelt, die vorher der deutsche Staat alleine für sich geregelt hat. Die Regulierungswut dürfte sich wenig nehmen, Deutschland hatte diesen Ruf schon immer.

Das es eine gewisse politische Stimmung gibt, die eine Einschränkung der Privatsphäre zugunsten der "Sicherheit" bevorzugt ist natürlich richtig, aber kein Problem des EU-Gesetzgebungsverfahrens, sondern der gewählten Vertreter. Oder willst du behaupten, dass es ohne EU keine Schäuble, von der Leyen, Guttenbergs und Zypries gäbe? Das es nicht die Initiativen solcher Politiker sind, die dann auf EU-Ebene beschlossen werden. Glaubst du, dass es gerade die sind, die gegängelt werden von der bösen EU?

Weiterhin ist der biometrisch Pass eine Empfehlung der UN an seine Mitgliedsstaaten gewesen. Die USA machen es zur Anforderung für die Einreise ohne Visum. die konkrete Umsetzung ist Aufgabe der Staaten selbst und Deutschland tat sich da gerne besonders hervor. Das Thema ist weit komplexer als ein Halbsatz. Aber wie gesagt hier auch gar nicht Thema.

Das Problem, was ich kritisiert habe sind deine Quelle und deren Quelle. Obwohl keinerlei konkrete Dinge genannt werden, wird das ganz als Tatsache hingestellt. Es wird Regulierungswut unterstellt, während man scheinbar ein "Was wäre wenn" Spielchen treibt. Skepsis ist keine Einbahnstraße. natürlich ist Skepsis bei den EU-Verfahren angesagt. Aber dafür gibt es genug existierende Beispiele, dazu braucht es keine hypothetischen Fälle oder Beispiele, die eigentlich in ganz anderen Bereichen spielen. Es sind Blätter wie oe24 (aka das unsägliche Boulevard-Blatt Österreich) und Journalisten wie Christian Ortner (der ein einflussreicher Schreiber ist und war, inklusive Herausgeber einiger einschlägiger Zeitungen), die aus Prinzip etwas schreiben, was sie nicht belegen und das als eigene Vorlage nehmen für eine unsachliche Abhandlung und billigste Wortspiele.

Wenn man sich nur aus solchen Schund informiert, dann ist die pauschale negative Darstellung der EU zwar kein Wunder, aber es ist kein Grund, es unkritisch weiter zu verbreiten. Deine Diskussionsansatz selbst hatte ich gar nicht kritisiert, sondern viel mehr den Auslöser dessen. es ist nicht mal verwerflich, dass jemand so etwas in sein Blog schmiert. Wenn es aber von einer Zeitung aufgegriffen wird und dann als Grundlage für ein Arsch-Bild und Allgemeinplätze benutzt wird, während man dem Blogger unterstellt, es wäre von ihm recherchiert, während er gar keine Quellen angibt, dann ist das Schund.
 
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1. Die meisten Dinge die die EU regelt sind sinnvoll.
2. Die EU ist nicht undemokratisch, sondern funktioniert nach dem Föderalismusprinzip in der Bundesrepublik, siehe Bundesrat.
 
"Oh stimmt, weil vor 50 Jahren niemand wissen konnte, wie schädlich FCKW ist"
du vergleichst FCKW mit glühbirnen und wasserverbrauch oder CO2?

"Nur weil du es nicht verstehst, weil du Gesetze in gut und schlecht einteilst, in dem du deine persönliche Meinung zu einer Institution als Gradmesser nimmst, bedeutet das nicht, dass man sich nicht informieren braucht, Tatsachen durcheinander werfen, Unterstellungen verbreiten und man jedem Boulevard-Blatt und Neokonservativem hinterher laufen muss."
das ist einfach nur beleidigend und mit sicherheit kein Argument. ich bin so frei und nehme mir das recht raus gesetzte zu beurteilen und diese beurteilung ist manchmal durchaus "gut" oder "schlecht" ja.
"Weiterhin frage ich mich inwiefern die Regelung zum biometrischen Pass nun mehr regelt, als die deutschen Regelungen."
du weißt das es in deutschland nicht durchgegangen wäre und von den befürwortern der umweg über die EU gewählt wurde?

"Oder willst du behaupten, dass es ohne EU keine Schäuble, von der Leyen, Guttenbergs und Zypries gäbe? ... Glaubst du, dass es gerade die sind, die gegängelt werden von der bösen EU?"
nein genau für solche leuten ist die EU wie ein gefundenes fressen. sie ermöglicht es viel einfacher undemokratische dinge durchzupressen. biopass z.b.!

"Wenn man sich nur aus solchen Schund informiert, dann ist die pauschale negative Darstellung der EU zwar kein Wunder, aber es ist kein Grund, es unkritisch weiter zu verbreiten"
was hat der inhalt der nachricht mit der person zu tun? sind nur dinge erlaubt die schwarz auf weiß bewiesen sind? ich kann natürlich ebensowenig beurteilen ob dieses gerücht stimmt oder nicht. aber sich zornig darin zu verbeisen wie du es tust ist auch unnötig.
ich halte es für mehr als glaubhaft das über soetwas in EU kreisen diskutiert wird und auch noch über wesentlich lächerlichere sachen. Einen konkreten beweis gibt es nicht. dieser ist für eine debatte auch nicht notwendig.
dein aufhänger sollte jetzt nicht die person sein die dieses gerücht in die welt setzt. Glaube es oder glaube es nicht. das reicht. unvorstellbar ist es definitiv nicht!

"Wenn man sich nur aus solchen Schund informiert,..."
wer tut das? wer hat das behauptet? was soll das? du bist derjenige der üblicherweise sachlichkeit verlangt.
Ergänzung ()

leute bitte:

Die EU ist das gegenteil von einer freien demokratie. sie hat auf jeden fall mehr züge einer diktatur als einer demokratie (im sinne wie wir sie in deutschland, frankreich, spanien den USA, asutralien etc. haben). man könnte die EU auch als instrument sehen.

Wikipedia formuliert es netter als "defizit"

http://de.wikipedia.org/wiki/Demokratiedefizit_der_Europäischen_Union
 
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chinamaschiene schrieb:
du vergleichst FCKW mit glühbirnen und wasserverbrauch oder CO2?

Ich sage, dass sich Perspektiven und Anforderungen ändern. Weiterhin war es ein Beispiel, was man sich vor so und soviel Jahren hätte nicht vorstellen können, dann aber eben doch beschlossen wurde.

du weißt das es in deutschland nicht durchgegangen wäre und von den befürwortern der umweg über die EU gewählt wurde?

Bitte was? Quellen? Tatsache ist, es wurde in Deutschland beschlossen. Unter Rot-Grün. Es wurde verschärft unter der großen Koalition. Was hat das EU-Verfahren damit zu schaffen? Wer genau hat den Weg über die EU genommen?

nein genau für solche leuten ist die EU wie ein gefundenes fressen. sie ermöglicht es viel einfacher undemokratische dinge durchzupressen.

Hmm komisch und ich dachte die wären bei uns an der Regierung und hätten die Mehrheit in Bundestag und manchmal auch Bundesrat. Weiterhin ist die Umsetzung immer noch Sache der Mitgliedsstaaten. Das Passgesetz hätte weder so aussehen müssen, noch war das eine Anforderung der EU. Und dass das ganze noch auf den Personalausweis ausgeweitet wird, ist natürlich auch die Verantwortung der EU?

Also inwiefern und gegen wessen Willen "pressen" die von dieser Regierung entsandten Kommissare und die gewählten Abgeordneten im EU-Parlament etwas durch? Also zumindest nicht gegen die vom Volk gewählten Vertreter hierzulande, das hast du ja bereits gesagt.

was hat der inhalt der nachricht mit der person zu tun? sind nur dinge erlaubt die schwarz auf weiß bewiesen sind? ich kann natürlich ebensowenig beurteilen ob dieses gerücht stimmt oder nicht.

Was hat der Inhalt mit der Person zu tun. Sehr viel will ich meinen, wenn es in einem Blog veröffentlicht wird. Weiterhin behauptet eine Zeitung, das dieser Journalist in seinem Blog "ans Licht gebracht hätte". Du kannst schrieben was du lustig bist, aber es gehört dazu zu schreiben, was es ist. Lüge, Wahrheit, Mutmaßung, Spekulation. Weißt du warum ich es nicht beurteilen kann? Weil es keine Quellen gibt, weil es keinerlei Anhaltspunkt gibt, wer das wo und wann gesagt haben soll.

Selbst hier im Forum verlangen wir unter bestimmten Umständen ja Quellen. Wir sind aber ein Diskussionsforum. Das ist die Presse, das sind Leute, die es gelernt haben sollte, wenigstens so zu tun, als ob man die Wahrheit schreibt. Wenn dort steht "Brüssel will das Duschen regeln", dann ist das eine Tataschenbehauptung. Der sollten dann auch Tatsachen irgendwelche zugrunde liegen. Es geht hier nicht um unterschiedliche Interpretation eines Fakts, sondern schlicht um die Ermangelung eines Fakts.

Verdammt nochmal, wer glauben will, soll in die Kirche gehen. Ohne konkrete Fakten ist das hier doch Blödsinn. Schweine können vielleicht fliegen, nur sollte mir das niemand ohne Beleg einfach so glauben, wenn ich das hier jetzt mal so schreibe. Eine Diskussionsgrundlage zur Flugfähigkeit von Schweinen ist es ohnehin nicht.

Die EU ist das gegenteil von einer freien demokratie.

Unfreie Demokratie, was ist das?

man könnte die EU auch als instrument sehen.

Von wem, als was, wofür? Und was hat es mit dem Gesetzgebungsverfahren in der EU zu tun? Hältst du das Gesetzgebungsverfahren in Deutschland für entscheidend demokratischer? Woran manifestiert sich das deiner Meinung? Keine rhetorischen Fragen!

Wenn in Deutschland der Atomausstieg perspektivisch beschlossen wird, ist das also im Sinne der Durchführung und Nützlichkeit besser als wenn in der EU ein Gesetz verabschiedet wird, dass sich die Einsparung im Bereich der elektrische betrieben Geräte zum Ziel setzt?

Natürlich gibt es demokratische Defizite und die liegen ausgerechnet darin, dass das EU-Parlament nicht die "Regierung" also die EU-Kommission wählt und nur ein Veto-Recht hat. Weiterhin sind Einspruchsmöglichkeiten und die Beteiligung des Parlaments unterentwickelt. Alles keine Frage und der Auflistung bei Wikipedia widerspricht keiner hier. Der Vertrag, der das hätte etwas bessern können wird von der Bevölkerung aber abgelehnt. Das heißt, die EU kann sich nicht hin zu einem Staat entwickeln und gleichzeitig will man aber nicht zurück, alles in Kleinstaaten zu regeln. Tatsache ist aber, dass die auf EU-Ebene beschlossenen Richtlinien durchaus dem Willen der von uns gewählten Vertreter entspringen, nicht der EU selbst. Wenn die EU überhaupt funktionieren soll, so ist die Umsetzung in den einzelnen Ländern obligatorisch.
 
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