Notiz Wechsel: AMDs Semi-Custom-SoC-Chefin arbeitet jetzt für Intel

Ich hab langsam das Gefühl, dass alle denken einen Person hätte den SoC aus der Asche geholt oder gar Ryzen als one-man-show entwickelt. Da stecken hunderte Menschen dahinter - alles kluge Köpfe.

Jim Keller ist nach Ryzen 1000 gegangen und die Entwicklung wurde nicht plötzlich schlechter oder langsamer oder brach ab - NEIN, sie ging weiter und zwar sehr erfolgreich.

Raja ist weg und seine Vega Karte war jetzt nicht wirklich der Riss - riesige Rohleistung, die nie auf die Straße kam. Er hat zwar die Roadmap mit gestaltet für die Zukunft aber mit Big Navi dürfte er schon nicht mehr viel zu tun gehabt haben.

Und auch im GPU Sektor geht es ohne ihn weiter.

Es kommen neue Leute, neue Ideen und AMD wird weitermachen.

Wären alle alten Köpfe noch da, würde sich nie was ändern.
 
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Mr. Rift schrieb:
Alle guten Leute wechseln nun zu Intel oder haben es bereits getan. Da sieht man aber auch, das bei Intel die Schublade wirklich leer war. ;)
Die Schublade mit den Designplänen war wohl leer oder das war alles für den nicht funktionierenden 10nm-Prozess gedacht. Die Geldschublade war wohl prall gefüllt und der Inhalt wird nun genutzt ......
 
iNFECTED_pHILZ schrieb:
Weil diese selbst in der juristischen Abenteuerwelt USA oft ungültig sind. In DE sowieso.
Du bist nun mal was du bist, und weißt was du weißt. Das definiert deinen Wert am Arbeitsmarkt. Ein zusätzliches Behindern mittels solcher Klauseln wird halt von Gerichten oft einkassiert.
Ein Wechsel des Arbeitgebers ist zumindest nach 4-5 Jahren für die persönliche und fachliche Entwicklung sowieso meist die bessere Wahl. Mal ganz abgesehen vom finanziellen Aspekt.
Solange du keine USB Sticks mit Interna mitgehen lässt ist ja auch alles gut.

Das ist so nicht ganz korrekt.
In Kalifornien ist lediglich das nachvertragliche Wettbewerbsverbot strittig und nicht umsetzbar. Das vertraglich vereinbarte beim schließen des Arbeitsvertrages jedoch nicht.

Die Amerikaner gehen dabei noch weiter, denn dort ist diese Vereinbarung bis zu 36 Monaten vereinbar unter Garantie einer Karenzentschädigung.

In Deutschland hat das vertragliche Wettbewerbsverbot ebenso Bestand als auch die Karenzentschädigung und ist in gewissen Branchen Usus. Wobei man hier auf 24 Monate beschränkt ist als maximale Zeitspanne. Das nachvertrragliche geht hier auch, ist aber mit strengeren Auflagen verbunden.

Wobei die deutsche Rechtssprechung hier eher auf Seiten des Arbeitnehmers steht. So kannst du hierzulande beispielsweise nicht ohne weiteres ein bundesweites Verbot aussprechen.

Bei Dell, Software AG, SAP, Bechtle, sage, etc etc etc etc sind diese Klauseln standard.

Ich selbst habe, weil mein ehemaliger Arbeitgeber mit eins auswischen wollte, da er die Klausel im Vertrag vergessen hatte, erfolgreich auf die Karenzentschädigung geklagt und auch erhalten. Dabei war es mir vordergründig egal, ob ich mich an das Verbot halten sollte, da ich ohnehin die Branche gewechselt habe.

So einen monatlichen garantierten Obolus schlägt man dann auch nicht aus. Wobei hier auch Obergrenzen gelten und das irgendwann anrechenbar wird.

Aber dazu gehe ich hier nicht weiter ins Detail. Zu off-topic.
 
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Da war AMD wohl nicht großzügig genug, der Dame gegenüber. :D
 
Warum wird das vorgehen von Intel mit dem FC Bayern verglichen?
Intel ist international sicherlich nicht zweitklassig
 
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Volkimann schrieb:
Also wenn ich bei der Konkurrenz mehr Geld bekomme/verdiene so heißt es dann "Herausforderung"... Verstehe 🤪

Heißt es offiziell bei Firmenwechseln doch immer, egal ob man mit dem neuen Chef nicht kann oder was auch immer sonst die Gründe sind.
 
Benji18 schrieb:
das sind Führungskräfte die entwicklen garnichts außer zumeist heiße Luft wo die das dann machen ist eigentlich egal.
Senior Verification Engineer/ASIC Design Engineer
DEC Digital Equipment Corporation
1991 - 19998 Jahre 1 Monat
Hudson, MA
Logic Designer and Senior DV engineer and DV lead for various Alpha Chips and Chipsets.

Das ist nicht nur eine Managerin.

Im Gegenzug könnte man fast schon von alten Bekannten sprechen, denn das was bis 1999 unter DEC entwickelt wurde, wurde im gleichen Jahr von Intel aufgekauft und mit einem Budget von $800 Millionen aufgestockt.

Siehe

https://www.eetimes.com/intel-will-spend-800-million-to-upgrade-fab-bought-from-dec/

Wenn man dazu noch beachtet, daß das heutige Hyperthreading eigentlich auf deren Entwicklung von 1995 basiert und Intel eigentlich mehr oder weniger nur die Umsetzung und Implementierung vorgenommen hat, werden die Facetten eher zu einem Bild von alten Bekannten.

Siehe auch

https://www.zdnet.com/article/intel-hyperthreading-traced-to-dec-tech/
 
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Aliosy schrieb:
tut nicht so scheinheilig, für mehr Geld würdet ihr auch wechseln. Es dreht sich alles um Geld und/oder Macht...

Leider nicht (!) Ich habe mal meinen Job aufgrund eines wesentlich höheren Gehalts gewechselt. Der alte Job war eigentlich ideal: Fantastische Kollegen, 15 Minuten Anfahrtszeit, abwechslungsreich uvm. Der Job in den ich gewechselt bin, hat 30% mehr Kohle gebracht, nach 6 Monaten stand ich kurz vorm Burnout. Eklige scheinheillige Kollegen, über eine Stunde Anfahrtszeit (40% meiner Freizeit in der Bahn/Bus verbracht), der Job war eintönig und unterfordernd, etc.
 
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Aliosy schrieb:
tut nicht so scheinheilig, für mehr Geld würdet ihr auch wechseln. Es dreht sich alles um Geld und/oder Macht...
Nein, meine Wenigkeit wechselt nicht wegen dem Geld! Es zählen noch zahlreiche andere Dinge dazu, warum man bei einem Arbeitgeber ist.
 
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Unterfordernd und Burnout ? Naja.......
 
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kann ich verstehen, Intel ist z.zt. ja wirklich eine Herausforderung :)
 
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Wenn jemand von Intel weg geht heißt es "die Ratten verlassen das sinkende Schiff..."
Nun geht jemand von AMD weg, und auch noch nach Intel. Was ist los mit Euch ?
 
Rollo3647
Haha ja genau. Wie viel Jahre durfte man diesen Satz lesen, sobald jemand von AMD gegangen ist oder dass AMD eh bald Konkurs ist. Bezüglich Intel habe ich den Satz zum ersten mal von dir gelesen. Du bist der erste. Also Gratulation zur selbst-reflektierende Aussage.

Was die News angeht. Zuerst ein Manager von GF und jetzt diese Dame und die jüngsten Aussagen von Intel bezüglich backporting. Intel dürfte da wohl bemüht sein, ihre Fertigung mehr zu öffnen und flexibler zu machen.
Um selbst flexibler zu sein. Bei AMD wurde das Custom Design ja oft belächelt, besonders die Konsolen Deals. Aber am Ende zeigt sich, dass AMD aktuell sehr flexibel mit ihrer IP und Integration zu anderen ist. Man hat ja insgeheim in den meisten CPUs einen ARM Core.
 
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Rollo3647 schrieb:
Nun geht jemand von AMD weg, und auch noch nach Intel. Was ist los mit Euch ?
Während amd auch derzeit auf dem aufsteigenden Ast ist und man daher nicht wirklich von einem "sinkenden Schiff" sprechen kann, kann man das von Intel sehr wohl.
 
Ich sehe schon die morgigen Schlagzeilen:
"Intel kauft AMD (indirekt)!"

Klar ist es schon merkwürdig, dass eine Mitarbeiterin welche 15 Jahre im Betrieb war, nun zum Konkurrenten wechselt.
Aber die Lücke die entsteht bleibt ja nicht ungefüllt. Es rückt jemand nach, von dem AMD sich eben mehr erhofft.

Als Raja Koduri gewechselt ist hat sich ja auch jeder gefragt, was nun mit dem GPU-Sektor ist und wie es da weitergehen soll? Nun hat AMD mit RDNA nachgelegt und kann zumindest den Vorsprung von NVIDIA etwa schmälern und vielleicht schon bald mit RDNA2 temporär aufschließen. Mit Kudori und VEGA wäre es kaum möglich gewesen.
Was ich damit sagen möchte ist, AMD befindet sich immer noch in der Umstrukturierungsphase, wessen bedeutet, nur wer alte Zöpfe abschneidet, kann sich eine neue zeitgemäße Frisur zulegen.
Auch dieser Posten wird von AMD besetzt werden, vielleicht von jemanden, der sogar besser geeignet ist.

Zuletzt wurde ihre Arbeit mit Beförderungen auch bei AMD anerkannt.

Masooma Bhaiwala wurde wohl einfach weggelobt, was man an den internen Beförderungen schließen kann und nun geht sie eben komplett. :D
 
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Ein Stück weit doch auch an Lob an AMDs Strategie in den letzten Jahren.

Bleibt nur zu hoffen das man guten Nachwuchs findet.

Der blaue Riese schlägt alsbald zurück.


teufelernie schrieb:
mit Moral kannst du 2060+ aber nicht deine Wasser, Strom und Sauerstoffversorgung bezahlen ;)

Deshalb wirst du für Ihn bezahlen, ... ist doch alles Gut.
 
DaDare schrieb:
Wundert mich, dass die Arbeitsverträge keine offensichtliche Sperrklauseln beinhalten.

Tun sie nicht? Wie lange war sie denn Deinen Informationen zufolge vor dem Wechsel frei gestellt?
Ergänzung ()

Volkimann schrieb:
Ich weiß, in weiten Teilen der heutigen Gesellschaft ist ein moralischer Kompass verpöhnt.

Als Zyniker würde ich annehmen dass genau die Teile der Gesellschaft, die niemals vor dem Dilemma "sehr viel Geld - oder Moral" stehen, vehement die Wichtigkeit des moralischen Kompasses betonen. Und da gibts dann wiederum eine recht große Schnittmenge zu denen die hemmungslos jedes für sie relevante Sozialsystem oder Regelwerk mißbrauchen sobald sie die Chance dazu haben.

Sorry für OT, aber musste mal raus. Ich geh dann mal die Luft anhalten...
 
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wenns um Kohle geht dann ist schluss mit Romantik :D
 
Roche schrieb:
Im Fall von Raja Koduri war es wohl sogar ganz gut, dass er gegangen ist. Vega ist ja nun nicht gerade der große Knaller geworden.
Bei der Veröffentlichung von Vega wurde doch mehrfach gesagt, das Koduri kaum noch was an Vega entwickelt hat. Er war hauptsächlich für Navi zuständig, was ja ein architektonisch Riesenerfolg ist.
iron-man schrieb:
Unterfordernd und Burnout ? Naja.......
Wenn du ständig im Hamsterrad rennst, bist du nicht unbeding intellektuell gefordert. Da kommt das Burnout schnell.
 
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