News Wegen Standort-Tracking: Google muss 403 Millionen Euro Strafe zahlen

mischaef

Kassettenkind
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Die irische Datenschutzbehörde hat gegen Google eine Geldbuße von 403 Millionen Euro verhängt, Grund dafür ist die jahrelange rechtswidrige Verarbeitung personenbezogener Aktivitäten und Standortdaten. Damit stellt die DPC nach rund acht Jahren Untersuchung bei drei Google-Funktionen Verstöße gegen die DSGVO fest.

Zur News: Wegen Standort-Tracking: Google muss 403 Millionen Euro Strafe zahlen
 
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Was sind schon 403Mio., das ganze hat Google vermutlich mehrere Milliarden eingebracht...
Ein Trauerspiel das Großkonzerne praktisch alles machen können was sie wollen, ohne mit ernsthafen Konzequenzen rechnen zu müssen. Gerade weil die Urteile so lasch sind wird sowas einfach eingepreist :rolleyes:
 
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400 Millionen Euro tun einem Multimilliardendollarkonzern auch nicht sonderlich weh. Das muss mehr sein.
 
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Das tut schon weh, schließlich ist Google börsennotiert. Ausserdem darf man sich jetzt unter Beobachtung wähnen. Nicht vergessen: Diese Einnahmequelle ist jetzt weg. Und so eine Entscheidung kann weitere Klagen nach sich ziehen.
 
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Portokasse. Aber so steigt die Chance, dass sie das ohne Murren bezahlen, und nicht jahrelang dagegen prozessieren.
 
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400 Millionen Euro gibt keiner gerne her. Auch Google nicht.
 
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war da nicht mal was mit bis zu 4% vom Vorjahresumsatz des obersten Mutterkonzerns? 403 Mio sind bei 403Mrd Umsatz bei Alphabeth leider ein bisschen zu wenig.
 
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Verarbeitung personenbezogener Aktivitäten und Standortdaten
Wird dann auch die EU bestraft für den digitalen Euro und Altersfreigabechecks und Anruflisten und Mautkameras?
(da werden doch Daten gesammelt ohne Ende)

btw.
Google fragt doch eigentlich, ob man die eigenen Standortdaten freigeben will.
In einem anonymen Fenster surfen geht in den meisten Fällen auch.
(insofern ist es dem Nutzer überlassen, was er Google zeigen will)
 
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d3nso schrieb:
Was sind schon 403Mio., das ganze hat Google vermutlich mehrere Milliarden eingebracht...
Ein Trauerspiel das Großkonzerne praktisch alles machen können was sie wollen, ohne mit ernsthafen Konzequenzen rechnen zu müssen. Gerade weil die Urteile so lasch sind wird sowas einfach eingepreist :rolleyes:

Mit dem Verkauf haben sie locker alles wieder reingeholt.
Abgesehen davon ist es so ähnlich wirkungslos wie z.B. einen Top Fußballer eine 10.000 Euro Strafe für irgend ein Vergehen aufzubrummen - das zahlt er vermutlich aus der Portokasse.
 
Also das ist jetzt die Strafe die eine Behörde angesetzt hat, da wird die Rechtsabteilung von Google erstmal Einsprung einlegen. Dann wird es das vor Gericht verhandelt und am Ende trifft man sich bei einer ganz anderen Zahl.
Das hier ist nur eine Medien wirksame hohe Zahl.
 
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Ich finde es ja toll, dass sich Irland und die Iren weltweit für das Völkerrecht stark machen. Aber ihr Umgang mit den bei ihnen beheimateten Konzernen ist so zaghaft und augenscheinlich interessengeleitet...400 Millionen nach acht Jahren sind ein Witz!
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Scirca schrieb:
Also das ist jetzt die Strafe die eine Behörde angesetzt hat, da wird die Rechtsabteilung von Google erstmal Einsprung einlegen. Dann wird es das vor Gericht verhandelt und am Ende trifft man sich bei einer ganz anderen Zahl.
Die Strafzahlung ist so gering, da wird sich das Google zwei mal überlegen ob sie dagegen vorgehen.
 
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@MrBravissimo
Wir leben zum Glück in rechtsstaatlichen Strukturen. Für Google und den Fußballer gilt: Die Strafe ist der erste Warnschuß. Das leere Führungszeugnis ist jetzt nicht mehr leer, so dass weitere Vergehen viel teurer werden. Wenn Google das nächste mal auffliegt, reden wir bereits von 4% des weltweiten Umsatzes.

@Ruff_Ryders88
Nein, Google wird nicht dagegen vorgehen. Weißt Du, warum das 8 Jahre gedauert hat? Weil die Behörden eine wasserdichte Beweiskette für sowas brauchen, und die zauberst Du nicht mal eben aus dem Hut. Google hat sich schon oft in der Vergangenheit gewehrt, und wenn sie es jetzt nicht tun, dann, weil sie keine Chance sehen und Gefahr laufen, mehr zahlen zu müssen.

Warum sind es nur 400 Millionen? Weil sich die Summe nach dem Zeitraum des Vergehens richtet. Natürlich wäre es schöner, wenn die 400 Millionen das Google von vor 8 Jahren getroffen hätte, dann hätte die Summe ein anderes Gewicht. Aber dazu hätte die Behörde schneller und weniger genau arbeiten müssen, was die Beweiskette schwächt. Wenn der Beweis nicht lückenlos wäre, dann wäre Google auf jeden Fall dagegen vorgegangen.
 
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Scirca schrieb:
Das hier ist nur eine Medien wirksame hohe Zahl.
die viel zu niedrig liegt: die Ansetzbare Strafe laut DSGVO wären eigentlich 16,12 Mrd also entwa das 40 Fache.
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Balikon schrieb:
reden wir bereits von 4% des weltweiten Umsatzes.
woher hast du die Info, dass das erst bei der Zweiten Strafe gilt?

nach kurzer google suche finde ich kein Argument dass die Höchststrafe nicht bereits beim Ersten Vergehen angesetzt werden kann und das wären soweit ich das sehe die ca. 16 Mrd $. Nett wären natürlich auch noch 8 Jahre Zinsen und Inflationsausgleich auf den Betrag, aber das ist wunschdenken, das ist mir bewusst.
Dennoch würde es die Großen Unternehmen animieren, nicht noch 10 Jahre zu Prozessieren nur um die Zahlung herauszuzögern. Nehmen wir die 400Mio € 3% Jährliche Inflation 5% Strafzinsen währen 8% pro Jahr inkl. Zinseszins wären das dann schon ca 700Mio € ... wenn man den Spaß mit den 16Mrd machen würde, hätte Google ernstafte Cashflow Probleme.

Ich bin der Meinung, man muss mind. eine der Großen Datenkraken mit einer solchen Strafe in den Ruin treiben bevor auch nur einer von denen Anfängt Datenschutz ernst zu nehmen.
 
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Hat sich ganz schön lange gezogen mit den 8 Jahren.
 
Trinkgeld für Google, aber hey, Europa tut ja was.
Soll ja bloß keiner behaupten, es wäre das Gegenteil der Fall.
 
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Pyrukar schrieb:
die viel zu niedrig liegt: die Ansetzbare Strafe laut DSGVO wären eigentlich 16,12 Mrd also entwa das 40 Fache.
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woher hast du die Info, dass das erst bei der Zweiten Strafe gilt?
Weil das ein rechtsstaatliches Prinzip ist. Man haut erst mit der Hand auf die Finger, bevor man den Hammer nimmt. Es heißt nicht umsonst "bis zu".
 
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6-8 Jahre in der Vergangenheit. Nach diesen Maßstäben werden viele Tech Konzerne bald noch blechen müssen.
 
Balikon schrieb:
Weil das ein rechtsstaatliches Prinzip ist.
na ja Rechtstaatlich heißt verhältnismäßige Strafe ... Vorsicht übertriebenes Beispiel zur Veranschaulichung:

Wenn Jemand einen Grausamen und Kaltblütigen Mord begeht ist die Strafe auch direkt Lebenslänglich mit Sicherheitsverwahrung und nicht irgenwie 10 Jahre davon 2 auf bewährung weils ja das erste mal ist.

Solange man den Datenkraken nur die Portokasse plündert passiert halt nix. Und bei Millionen Fachem Schweren Verstoß kann man mMn auch gerne mal direkt die oberen Register ziehen. 1/40 der Maximalstrafe ist absolut lächerlich und Unverhältnismäßig niedrig.
 
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@supertramp
Gut Ding will weile haben. Wer schnell arbeitet, arbeitet ungenau und wird den Google Juristen zum Fraß vorgeworfen.
Und Du hast vollkommen Recht: Europa tut wenigstens etwas. Du glaubst doch hoffentlich nicht, dass sich irgendwer sonst auf der Welt um sowas schert. Und weil es Europa ist, ist die Strafe überhaupt messbar. Wäre das eine rein Deutsche Angelegenheit, wäre die Strafe noch viel geringer, denn dann zählt nur, was in Deutschland verdient wurde.
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Pyrukar schrieb:
Wenn Jemand einen Grausamen und Kaltblütigen Mord begeht ist die Strafe auch direkt Lebenslänglich mit Sicherheitsverwahrung und nicht irgenwie 10 Jahre davon 2 auf bewährung.
Da hilft mal das Lesen des Gesetzestextes: Bei Mord verlangt das Strafgesetzbuch direkt die Lebenslange Haftstrafe. Da gibt es kein "bis zu". Dein Vergleich ist nicht hilfreich.
https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__211.html
Und ja, ansonsten gilt das Prinzip der Verhältnismäßigkeit. Nur, wenn der Mord einwandfrei nachgewiesen ist, greift die Rechtsnorm mit der direkt härtesten, denkbaren Strafe. Das Recht kennt aber nicht ohne Grund die Bestände "Totschlag" mit Abstufungen wie "Totschlag im Affekt".
Der Rechtsstaat ist eben kein Rache- sondern Erziehungsinstrument. Ihr alle geht nur von Rache aus "Google muss richtig bluten". Und wie gesagt, der Rest der Welt gibt einen Scheiß auf Datenschutz.
 
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