Welche ist die schonenste Art seinen Akku zu laden?

Chief_Justice

Commander
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Ich habe aktuell das Galaxy S6.

Mir stehen drei Varianten zum Laden zur Verfügung:

  • Schnellladegerät (orig. Samsung mit 2A)
  • normales Ladegerät (orig. Samsung mit 1A)
  • induktive Ladestation (orig. Samsung, lädt in etwa zu schnell wie 1A)

Welche ist die beste für den Akku?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich weiß es nicht genau, aber ich könnte mir vorstellen, dass das induktive Laden am schonensten ist: Niedriger Ladestrom + kein mechanischer Verschleiß.
 
Geringe Ladeströme schonen Lithium-Akkus generell. Wenn es nicht auf die letzte Minute bei der Laufzeit ankommt, kann man den Ladevorgang z. B. bei 90-95% abbrechen, was ebenfalls der Lebensdauer des Akkus zugutekommt. Dies ist jedoch nur dann sinnvoll, wenn der Akku danach nicht sehr tief (bis auf ca. <20%) entladen wird.
 
Moin,

am besten bei mäßigen Temperaturen, also weder Wüste noch Eisschrank, den Akku möglichst immer im Bereich zwischen 20% und 85% halten. Naja, und Idealerweise nicht mit dem maximal möglichen Ladestrom, also würde ich wenn die Zeit es erlaubt, aufs Schnellladen verzichten.

Gruß vom dude

P.S. Es kann sein, dass mit der Zeit die Anzeige der Akkukapazität ungenau wird, dann einfach entladen bis das Telefon abschaltet und einmal komplett laden.
 
Am besten das "normale" Ladegerät. Schnell ist nicht gut, heiß auch nicht - also fallen 2A und Induktion raus.

Und am meisten hilft regelmäßig laden, nicht erst wenn sich das Handy ausschaltet.

mfg
 
Die Induktionsschale wird nicht warm.
 
Du kannst auch ein 100A Netzteil verwenden. Das zu ladende Gerät entscheidet, wie viel Ladestrom es sich nimmt. Und wenn es mit 2A geladen werden kann, dann kann man das auch machen. Ohne das der Akku davon schlechter wird.

Wenn es nicht auf die letzte Minute bei der Laufzeit ankommt, kann man den Ladevorgang z. B. bei 90-95%

Auch so was regeln heutige Geräte selber. Und tiefenentladen kann man sie auch nicht mehr. Zuvor schaltet sich das Gerät einfach aus.
 
Der Offliner schrieb:
Geringe Ladeströme schonen Lithium-Akkus generell. Wenn es nicht auf die letzte Minute bei der Laufzeit ankommt, kann man den Ladevorgang z. B. bei 90-95% abbrechen, was ebenfalls der Lebensdauer des Akkus zugutekommt. Dies ist jedoch nur dann sinnvoll, wenn der Akku danach nicht sehr tief (bis auf ca. <20%) entladen wird.
Die Elektronik im Akku/im Handy zeigt bei ~85% voller Kapazität schon 100% an und 0% Handy Akku entsprechen auch nur 25% Zellenladezustand. Würden die Akkus wirklich von 0% bis 100% geladen und entladen werden, würde kein Akku das erste halbe Jahr überleben.
2A Ladestrom bei einer einzelnen Zelle mit ~3Ah sind auch völlig unproblematisch, weniger ist natürlich besser. Ob 1A oder 2A ist hier weniger wichtig, als die Temperatur des Akku, der sollte nämlich nie kalt sein.
 
Schnellladen macht der Akku nicht lange mit.
Wobei mir die Daten unbekannt und wie die Software rechnet, also wie oft ein Schnellladen überhaupt zulässt....
Bei E-Autos verliert man die Garantie auf den Akku, wenn man öfter als 3x im Jahr schnell lädt. :)

Ich würde auch sagen das induktive Laden ist am schonensten.

So oder anders ist der Akku aber spätestens nach 800-2000 Ladevorgängen am Ende.

2A mit 5V sind natürlich kein Thema.
Aber beim Schnellladen wird ja mit ~12V/24W draufgefahren, bei 3.0 mit bis zu 20V
http://www.giga.de/zubehoer/qualcomm-snapdragon-810/specials/quick-charge-2.0-was-ist-das/
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn du schonend Akkus laden willst, dann nimm den USB 2.0 Anschluss.

Neben dem erwähnten Ladestrom ist die endgültige Zellenspannung entscheidend. Maximale Zellenspannungen ermöglichen große Kapazitäten bei kleinen Zellen, dafür mit verkürzter Lebenszeit.

Messt, wenn es möglich ist die Spannungen eurer Akkus aus?
Dann wisst ihr, ob es sich lohnt bis 100% zu laden oder drunter.

Meine älteren HTC Li-Ion Akkus laden bis maximal 4.10V und schalten bei 3.6V ab. Hier sind noch weit über 600 Ladezyklen möglich. Lade ich bis 80-90% auf und damit um 4V, sind über 1000 Ladezyklen drin, wenn die Betriebstemperaturen nicht zu hoch
ausfallen. Mein erster HTC Akku hat daher gut 6 Jahre ohne merkbaren Kapazitätsverlust durchgehalten, bis eine Zelle verschliss.

Samsung scheint selbst andere Akkumischungen zu verwenden, was Spannungen bis 4.3V erlaubt. Eher wird es dazu gedacht sein hohe Kapazitäten bei wenig Speichereinsatz zu ermöglichen. Viele Hersteller überstrapazieren ihre verbauten Akkus und ich glaube nur die wenigsten Akkus werden das erste Jahr bei täglicher Ladung auch wirklich überleben, gleichgültig der Ladetechnik. Dafür verkaufen sich hohe kapatizätswerte auf der Verpackung wieder gut. Es hat schon Gründe, warum nur ein halbes Jahr Akku Garantie oder Gewährleistung angeboten wird. 182,5 Tage oder Ladezyklen sind für Li-Ion nichts. Bei Li-Po kann es schon anders sein. Die scheinen noch heute anfälliger zu sein, können aber in ihrer Form udn Größe besser angepasst werden.

Potenziell für den Kunden müssten gute und damit viele Smartphones zwei Millimeter dicker sein, ein bis zwei Zellen zusätzlich oder nur größere Zellen haben und bis 4V geladen werden.
 
Der Nachbar schrieb:
Es hat schon Gründe, warum nur ein halbes Jahr Akku Garantie oder Gewährleistung angeboten wird. 182,5 Tage oder Ladezyklen sind für Li-Ion nichts.

Wobei man sagen muss, dass der fest verbaute Akku des S6 ein Jahr Garantie hat.

Zudem ist Hitze nicht gut für den Akku, Wärme aber in der Regel kein Problem. Hitze fängt wohl bei etwa 50-60° an, genaueres könnte man vielleicht herausfinden.

Insofern sollte man sich um das Laden des Akkus nicht zu viel Gedanken machen, denn die Regelelektronik schützt den Akku üblicherweise gut.

Gegen einen defekten Akku kannst du auch mit diversen Vorsichtsmaßnahmen nicht viel machen.
 
Je nach Akkutyp beginnt schon ab 45°C der Verschleiss.
Optimal ist es den Akku unter 40°C zu halten, was mit Li-Ion höhere Langlebiegkeit bringt.

Die Ladelektronik lässt sich heute über die Software steuern.
Problematisch sind daher die dünnen Geräte und die vielen, unausgereiften Softwareupdates, die auf Kosten des Akkus gehen. Eine kaputte App und der Verschleiss steigt ebenso an.


Ich habe in meinem BB leider auch einen gängigen Li-Po mit hoher 4,35V Spitzenladespannung verbaut. Sollte der Hersteller auf diesen Wert laden lassen, damit man mit Verkaufskapazität punkten kann, wird der Akku womöglich keine 300 Ladungen durchhalten. Für ein Produktivgerät wäre das desaströs und unwirtschaftlich.

Wenn Samsung selbst 365 Ladezyklen garantiert, machen wir 400 draus, dann ist es für einen modernen Akku in einem Smartphone ein miserabler Wert, den man mit besserem Technikeinsatz problemlos verdoppeln bis verdreifachen könnte. Langlebiegkeit bis zur nächsten Generation, aber das können sicher die S4/S5 Besitzer bei starker Nutzung vielleicht entkräften, wenn natürlich Samsung nicht seine Strategie mit dem S6 geändert hat.
 
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