Welche Kamera für mich? "Sportfotografie"

Orca schrieb:
Du kannst Dir natürlich auch mal die neu Nikon D60 anschauen.

Naja, das Problem ist nicht, sich einen DSLR-Body anzuschaffen. Bei Sportfotografie geht es vielmehr um ein gutes Objektiv, das schnell fokussiert und dadurch die Kameraauslösung nicht "blockiert". Macht man die Bilder in Innenräumen, ist zudem noch die Lichtstärke von Bedeutung. Und nun haben wir noch nicht einmal über die resultierende Qualität der Bilder gesprochen. ;)
 
Wenn du:

- viel draussen knipst
- sportaufnahmen machst

dann wäre doch vllt eine gebrauchte 350D + ein Objektiv dieser Art (vllt nicht genau das, aber einer der richtig Plan hat kann ja noch eines empfehlen):
http://geizhals.at/deutschland/a199044.html

Vllt als Kompromiss recht praktisch. 5 Sekunden Dauerfeuer sollten langen, die Lichtstärke müsste auch ausreichen und zum üben bzw. um das ein oder andere richtig gute Bild zu schießen auch reichen.

Manchmal muss man eben zurückstecken und lieber mit nicht optimalem Equipment Erfahrungen sammeln und üben als gar nicht zu fotografieren. Manche tun so als ob man unter einer 30D mitsamt einem Objektivfuhrpark für 2000€ nichts gescheites durch den Sensor geschleust bekommt.

Was meinen die Experten? Ich bin ja auch noch am lernen ...
 
Das denke ich auch, erstmal einen Gang zurückschalten und dann, später wenn man Erfahrungen gesammelt hat kann man ja über eine bessere Ausstattung nachdenken.

Für das Objektiv kann ich bis zum Sommer sparen^^
 
@Tankred: Das ist richtig. Die Objektive für diese Art von Fotografie sind sehr wichtig.
@Oktopeter: Ich würde zu einem Body raten und die Objektive einzeln kaufen.
 
Die Objektive sollten auf jeden Fall Ultraschallmotoren haben, damit sind die Dinger sau schnell und recht leise.

Wenn du auf nen Skater 15m (A) entfernt fokusiert hast und dann einer auf 4m (B) durchs Bild huschent siehst du A scharf, dann einen dunkeln schatten direkt gefolgt von B in scharf und dann wieder A in scharf. Vorallem für Sport unverzichtbar.

Und bei genug Kontrast vergreift sich der Autofokus auch nicht wirklich oft udn das hat man im allgemeinen bei Tageslicht. Ausschuß bei Bilderserien ist abhänig was man fotografiert, wie die Lichtverhältnisse sind und was genau man ablichten will irgendwo zwischen 10 und 90%.

Fotografiere selber öfter mal Tanzsport (meist nicht so gut beleuchtete Hallen und mit Blitz) und da gehen 20-40% der Bilder wegen Belichtung oder Fokus fliegen. Rest Bild ist qualitativ ok, und Inhaltlcih ist dann immer so die Frage.
Denke aber dass man bei Tageslicht mehr schafft.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gut erklärt, danke sehr. :) Ist die Zusammenstellung von Gehäuse und Objektiv denn für den Anfang gut ?
 
Geht.
Das 50 1,8 hat nicht den besten Ruf, zurecht sagt man ihm eine billige Verarbeitung und große
Serienstreuung nach. Das Teil hat übrigens auch ein Plastikbajonett und der Tubus soll locker sitzen.
Nicht, dass ich die Linse jetzt schlecht reden möchte, Fotos machen kann man mit ihr, prinzipiell sogar
hervorragende, sofern der Mann am Sucher weiß was er tut.

Erwarte nur keine Wunder. Aber da das Budget ohnehin begrenzt ist, ist die Wahl wohl OK.
Am Crop sind das ja immerhin auch 80mm Brennweite.
 
Okay, dann werde ich mir das so zusammenkaufen.

Vielen Dank an alle Helfer :)

Eine Frage noch: Kann ich die Kamera direkt an den Pc anschließen oder muss ich mir für die CF-Karten noch einen Cardreader besorgen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Mit dem 50 1,8 musst du viel zu nah ran. Mittlere Brennweiten um die 200 oder 300mm sollten es schon sein. Dei grösstes Problem wird die Lichtstärke der " normal Objektive" sein. 4 bis 5,6 sind bei der Sportfotographie nicht wirklich berauschend. Ein 300hunderter hälst du erst ohne Verwackler fest, wenn 1/300 einstellen kannst. Ohne beste Lichtverhältnisse haben die Objektive echte Schwächen. Mit Offenblende hast du zu dem auch Abschattungen im Aussenbereich der Bilder. Also brauchst du mindestens Blende 8 für gute Bilder. Mein Tipp für dich währe das 28-105 Ultrasonic 3,5-4,5. Das hat ganz gute Qualität und kostet nicht viel. kauf dir bitte unbedingt auch die Sonnenblende, egal welches Objektiv. Ich hab das eigentlich immer drauf wenn ich bewegte Bilder festhalten will. ( 105mm)
 
@Oktopeter: Du kannst die Cam über USB direkt an den PC anschliessen. Beachte dabei einfach dass der Accu immer voll geladen ist. Vorteil eines Card-Readers ist dass er die Speicherkarte viel schneller lesen kann. Darum würde ich noch einen Card-Reader kaufen.
 
Welchen Cardreader könntet ihr empfehlen? Sollte nicht zu teuer sein:)
 
Das ist doch auch selbstverständlich...ich wollte nur wissen ob auch jeder Reader CF lesen kann. Aber da keine Widerworte kamen, gehe ich davon aus das ich den von mir oben genannten nehmen kann.;)
 
steht aber auch unter "Unterstützte Kartenformate ":
"...Compact Flash (CF) Serie:CF I, CF I Pro, CF I Pro II.."
 
Okay, damit haben sich alle Fragen geklärt und ich bin glücklich. Danke sehr nochmals an alle :)
 
Ich weiß ja nicht, wie ernst es Dir mit dem Photographieren ist und welche Anforderungen Du an die Qualität stellst. Sollte es Dir ernst sein und die Bildqualität soll, vielleicht für Gallerien oder Präsentationen der Skater, top sein, ist Dein Budget nicht einmal annähernd ausreichend, da bist Du sehr weit entfernt.
1. Du brauchst eine Kamera mit sehr schnellem AF, also 20D/30D/40D, oder auch noch besser
2. Du brauchst für verschiedene Situationen mindestens 2 Objektive. Ein Weitwinkel Zoom (z.B. EF 17-40/4L), wenn Du beispielsweise einen Skater ablichten willst, der über Dich springt. Und Du brauchst ein gemäßigtes Telezoom (z.B. 70-200/2.8L) für alle Situationen, in denen Du vom Skater etwas Abstand halten mußt. Außerdem brauchst Du zu Aufhellen mindestens einen externen Blitz. Wenn Du das erste Bild von unten nach oben mit einem sonnenüberfluteten Himmel als Hintergrund gemacht hast, wirst Du sehen, was ich meine, das Gesicht ist dann viel zu dunkel. Deshalb werden für wertige Bilder in solchen Situationen Blitzanlagen eingesetzt.
Die beiden vorgeschlagenen Objektive habe z.B. einen Ring-USM AF, besserer als diese Technik in Zusammenarbeit mit einer Kamera mit schnellem und präzisem AF geht es derzeit nicht. Ring-USM hat außerdem 2 Vorteile, Du kannst im AF Betrieb manuell nachfocussieren und beim Zoomen ändert sich Dank Innenfocussierung die Schärfe nicht.
Willst Du nur private Schnappschüsse machen, bei denen es auf die Qualität nicht so ankommt, dann kannst Du durchaus eine 350D/400D/450D nehmen, diese dann vielleicht mit einem gebrauchten EF 17-40/4L kombinieren, das sollte dann preislich noch halbwegs im Rahmen bleiben.
Die genannten beiden Objektive setze ich übrigens erfolgreich in der Sportphotographie ein, z.B. bei Pferderennen.
Da in einem Beitrag erwähnt wurde, daß Du mit längeren belichtungszeiten als 1/500s nicht anfangen brauchst, das ist auch Quatsch. Ist die Zeit zu kurz, erstarrt das Motiv und das Bild wird langweilig. Bei Sportbildern will man für gewöhnlich die Dynamik darstellen, bei Motorsport klappt das z.B. sehr gut mit Mitziehern, kombiniert mit 1/200s Belichtungszeit.
baXus1 schrieb:
dazu das Tamron 17-50 2.8.
An sich ein gutes Objektiv, wenn man ein richtig justiertes erwischt, für Sport aber eher untauglich, zu langsamer AF.

Edit: zur Veranschaulichung des Themas Belichtungszeit habe ich mal 2 Bilder angehängt.
Das erste, der Mountainbiker in Leogang, habe ich aufgenommen, als ich in Sachen Sportphotographie angefangen habe. Die Belichtungszeit betrug 1/1600s. Dadurch ist der Biker in der Luft erstarrt, die dynamik des Sprunges kommt nicht im Geringsten rüber, das Bild ist schlicht und einfach langweilig.
Das zweite habe ich vergangenen Sommer aufgenommen, Belichtungszeit 1/200s. Hätte sogar noch ein wenig länger sein können. Mitgezogen. Dadurch ist das Motorrad scharf, die verwischte Umgebung verdeutlicht die Dynamik der Fahrt, die Räder sind nicht erstarrt.
 
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Danke sehr für die Mühe! :)

Ist dieses hier für den Anfang in Ordnung? Canon Objektiv EF 50mm 1.8 II
 
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