@Gonzo, Puppert Master und Deltafox
Naja, "easy listening" ist die neue Guardian sicherlich nicht, aber wenn man der Scheibe ein wenig Zeit gibt, wird man merken, welch Perlen Songs wie "Battlefield", "Punishment Devine" oder " And then there was silence" sind.
Man könnte sagen, die Scheibe sei ein wenig überproduziert (200 Spuren bei ATTWS...), aber ich persönlich finde, dadurch lässt sich immer wieder noch etwas neues entdecken und die Scheibe nützt sich nicht so schnell ab. Dass man sie mit den alten Klassikern wie "SFB" oder "Tales from the twilight world" nur bedingt vergleichen kann, sollte auch klar sein. Aber es wäre ja schade, wenn sie nach 10 Jahren immer noch das selbe Zeug spielen würden. Einigen Metallern scheint der Begriff "Weiterentwicklung" ein Dorn im Auge zu sein. Wenn man unter "Weiterentwicklung" das versteht, was Metallica seit "Load" betreiben, nämlich ihre Stärken und "roots" zu vernachlässigen, stimme ich dem zu. Dies trifft auf ANATO jedoch nicht zu, das Gaspedal wird immer noch ordentlich durchgetreten und einen Rapper konnte ich auch noch nicht ausmachen...

Wenn man Stillstand will, soll man Running Wild hören, die treten seit Jahren konsequent auf der Stelle, aber wem´s gefällt, dem sei´s gegönnt. Nichts gegen "Pile of skulls" ("Treasure Island" ist immer noch arschgeil), "Black Hand Inn" etc. , aber die Ideen, die BG in ATTWS verbraten, hätten bei RW für ein halbes Dutzend Alben gereicht.
Für mich ist allerdings auch klar, daß BG die Sache mit den x-hundert Spuren nicht noch weiter treiben sollten und mit dem nächsten Album produktionstechnisch vielleicht doch einen kleinen Schritt zurückgehen sollten, sonst ufert die ganze Geschichte aus.
So, war jetzt etwas ausführlicher, um zum eigentlichen Thema zurückzukommen
Blind Guardian - Welcome to dying - Tales from the twilight world