Welches RAID und Festplatten?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Cr4sh0v3rr1d3

Cadet 4th Year
Registriert
Feb. 2008
Beiträge
93
Hi,

ich möchte für 3 ESX Hosts iSCSI Storage zur Verfügung stellen.

Dazu habe ich ein Synology DS1813+ und mehrere Festplattenserien zur Verfügung und kann mich nicht so richtig entscheiden.

Hab im Internet zum Thema RAID Level diesen Blog gefunden:

http://blog.wor.net/2012/10/08/raid50-vs-raid10/

Da die Diskstation die RAID Level 0,1,5,6 und 10 beherrscht bietet sich wohl ein RAID 10 an. Insgesamt sind auf den Hosts ca 18 virtuelle Maschinen.

Bei den Festplatten habe ich:

1) 4* Western Digital VelociRaptor 600GB (WD6000HLHX)
2) 6* Western Digital Caviar Black 1TB (WD1001FALS)
3) 6* Western Digital RE3 1TB (WD1002FBYS)

Bei Position 2 + 3 müsste ich keine Festplatten mehr nachkaufen, da ich effektiv ca. 2,7 TB Speicher habe. Bei den Raptoren müssten auf jedenfall noch 2 dazu kommen.

Welches RAID und welche Festplatten würdet ihr nehmen?
 
Raid 10 ist doch nur 1+0. Ich würde zumindest ein Raid 5 aufsetzen bzw. eher Richtung Raid 6 gehen um eine größere Redundanz zu erzeugen.
 
Ein Raid sollte immer nach Bedarf eingerichtet werden. Also ob die Daten eher Schnell oder eher Redundant angeboten werden sollen.
 
Das kommt immer drauf an, was Du brauchst.
Bei Geschwindigkeit Level 10, bei Ausfallsicherheit würde ich eher auf Level 5 setzen.
Allerdings ist dann auch wieder die Frage, wieviel Speicher Du haben möchtest.
Von Deinem Server 1 bleibt bei Level 10 nur die Hälfte übrig, also ganze 1,2 TB.
Variante mit Level 5 wären es 1,6 TB bei langsamer Geschwindigkeit.
Bei wichtigen Servern wäre es eh besser Level 5 zu nehmen, weil man im laufenden Betrieb eine defekte HDD tauschen und die Daten wieder rekonstruieren kann.
 
Wenn virtuelle Maschinen auf dem Storage liegen sollen, dann würde ich die Raptoren nehmen, da dort die Zugriffszeit geringer ist.
Du musst nichtmal neue nachkaufen, du kannst den Hosts ja zusätzlich Storage auf den 7200er Platten (egal obl Black oder RE3) geben und den VMs als Datengrab Storage von diesen Disks geben.
 
Naja Performance ist da wichtig.

Bei einem RAID 5 kann mir eine Festplatte ausfallen. Bei einem RAID 10 kann mir eine Festplatte pro Subarray ausfallen. Also mehr Datensicherheit hab ich mit einem RAID 5 nicht gewonnen.
 
Ich setze eigentlich immer RAID 5 + HotSpare ein. Dann hast Du eine hohe Ausfallsicherheit und falls Du mal ein Wochenende nicht vor Ort bist, um eine Platte zu tauschen, bist Du mit der Hot Spare auf der sicheren Seite.
 
Nur eine kleine Ergänzung pro Raid-10:

Wenn mal eine Festplatte ausgefallen ist, dauert es nur ein Bruchteil der Zeit gegenüber Raid-5 nach Austausch/Hotspare-Aktivierung, um das Raid wieder voll funktionsfähig zu haben.
 
18VMs, was läuft in denen? Haben die ESX mehr als ausreichend Ram, damit die Gäste auf keinen Fall swappen müssen?

Ich würde jetzt einfach mal behaupten, dass die Performance in jedem Fall einfach nur traurig sein wird, wenn Betriebssystem und Programme auf dem NAS liegen.

Gruß.
 
Jedes RAID hat seine Vor- und Nachteile, sonst würde es nicht so viele verschiedene geben. Du musst für dich einfach nur die passende Mischung von Ausfallsicherheit, Geschwindigkeit und Plattenplatz ausloten. ;)
 
@Basket

Im Gegensatz vom Heimnetz gilt in der wirklichen Welt nur eins: VERFÜGBARKEIT + PERFORMANCE
und dies möglichst 24/7.
 
Ich vermute auch, dass die I/O Performance unterirdisch sein wird. Am performantesten sollte aber ein Raid 10 sein, gefolgt von 5 und als letztes 6.
 
Alle 3 ESX haben jeweils 32 GB RAM. Jeder Gast hat durchschnittlich einen RAM Verbrauch von 4 GB. Also swappen müssen die nicht.

Da läuft dann halt ein Domänennetz drauf. 2 DCs, DHCP, FTP, Exchange (mit mehr RAM natürlich), vCenter Server und noch paar kleinere Anwendungsserver. Da ist sicher nicht Dauerschreiben angesagt aber etwas Festplatten Performance wird halt schon gebraucht.

@davidbaumann: Was wäre dein Lösungsvorschlag? Klar wäre eine Netapp mit Fibre Channel und 15K Platten flotter aber das steht halt dann finanziell auf einem anderen Blatt.

Bei 4x 1Gbit am NAS und einem vorhandenen HP Procurve managed Switch sollte der Lastenausgleich hinsichtlich Netzwerk keine Probleme darstellen. Bei den Festplatten tendiere ich auch Richtung Raptoren und vielleicht wie DunklerRabe meinte noch 4 von den REs als Datengrab. Könnte natürlich auch noch 2 REs bestellen und dann mit 8 Festplatten im RAID 10 laufen lassen. Sollte eigentlich auch Durchsatz bieten.
 
Nr. 1.
Für mehr als 5 Festplatten solltest du auf Enterprise-Laufwerke gehen, wegen der entstehenden Schwingungen.
Da raten selbst die NAS-Hersteller und HDD-Hersteller von NAS-Platten ab.


Warum nicht einfach 2x 4 TB kaufen für ein RAID 1 und die ganzen Platten entsorgen? :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Weil du aus zwei Platten nur vergleichsweise wenige IOPS raus kriegst. Performance heißt ja nicht nur Durchsatz. Und mehr Spindeln bringen dir neben mehr Durchsatz auch noch mehr IOPS.

Was genau nötig ist kann man aber nicht sagen, dazu müsste man die Anforderungen mal genau spezifizieren.

18 VMs, die kein Disk IO verursachen, sind harmlos. 18 VMs, die auf ihren Platten Amok laufen wie blöd, machen dir den Storage derart dicht, dass da dann sehr schnell garnix mehr geht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wieviel Speicherplatz brauchen denn die VMs?

Die Lese-Performance eines Raid 6 kann mit einem Raid 10 mithalten (denke hier limitieren so die 4 GLAN Anschlüsse), natürlich ist die Schreib-Performance schlechter da 2* XOR berechnet werden muss. Ich persönlich würde 6-8 Rapotors (je nachdem wieviel Speicher du brauchst) im Raid 6 (auf keinen fall Raid 5, ab 4 Platten viel zu gefährlich) verwenden, denn welche der VMs braucht schon wirklich Schreib-Performance? Exchange und sonst ... ? Alle anderen dürften ja kaum mehr als ein paar Log- und Konfig-Files schreiben.
 
Hallo,

habe einen Exchange betreut mit 5 Usern. Der saugt schon viel Ram, und geht auch gut auf die Platte los!
Den würde ich schon mit 16GB Ram konfigurieren.

Wo liegen die VMs denn aktuell? Eventuell solltest du das NAS nur als Backup für das vorhandene System nutzen.

MfG.
 
Wenn ich Thick Provisioning habe komme ich auf ca. 1,5 TB. Sind aber durch Thin weniger. 60 GB Standard für Server OS und der vCenter wird für den Updatemanager noch zusätzlich Speicher haben. Der Exchange und Microsoft SUS auch.

Ich habe grad mal die 6 Black Editions, die momentan an einem Adaptec RAID Controller im RAID 50 hängen gemessen. Die Lesegeschwindigkeit liegt da bei ca 350MB/s mit einer Zugriffszeit von 7ms. Das sind meiner Meinung nach die langsamsten Festplatten die ich zur Verfügung habe, da die REs ein bischen schneller sein müssten und die Raptoren sowieso.

Bei 2x 4TB im RAID 1 schaff ich bestimmt so um die 100MB/s. Also keine Alternative ;)

Noch eine Möglichkeit um mehr IOPS zu bekommen wäre: Das Synology NAS wurde mit zusätzlichen 2 GB RAM gekauft. Hat also 4 GB RAM. Dazu 6 normale Festplatten + 2x Samsung SSDs im RAID 0 als SSD Cache.

Nimmt man dann 6x 1TB WD REs im RAID 10 komme ich auf ausreichende 2,8TB + einen SSD Cache.

@IndianaX: Hmm hast du dazu mal eine Quelle zur Performance eines RAID 6?
 
Hast du denn überhaupt eine Vorstellung wie viel Performance du brauchst? Es kann sich ja nur noch um die Menge der IOPS handeln, da der Durchsatz sowieso auf 4x Gigabit beschränkt wird?
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben