Weltwährungs Prototyp offiziell vorgestellt

Mr.Wifi

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Beim G8-Gipfeltreffen in L'Aquila stellte Russlands Präsident Dmitri Medwedew eine Münze vor, die als Entwurf für eine "Weltwährung für eine vereinte Zukunft" dienen solle. Medwedew versuche damit, den Dollar als Leitwährung zu ersetzen.

Die in Belgien geprägte Münze wurde allen G8-Teilnehmern vorgeführt und trägt die englische Inschrift "Unity in Diversity" ("Einheit in Vielfalt"). Die Münze zeige, dass man sich auch bei den Münzanstalten bereit mache, und es wichtig sei, zu erkennen, wie abhängig man voneinander sei.....

http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601087&sid=aeFVNYQpByU4

http://www.shortnews.de/start.cfm?id=775037


Ging ja ziemlich schnell, anscheinend glaubt man nicht mehr wirklich dass sich der Dollar noch erholt. :freak:
 
Naja - was heißt ging ja schnell. Russen und Chinesen sind ja schon länger gegen den Dollar als Weltleitwährung, und die Münze ist IMHO da nichts weiter als eine Art "Werbegag" für diese Position. Das daraus in naher Zukunft eine Art globale Währung entsteht glaub ich nicht, die USA werden den DOllar mit Zähnen und Klauen verteidigen.
 
Naja, wenn Nordkorea eine Alternative zum Doller anbieten würde, würde jeder gleich wissen dass es wieder nur ne Provokation ist. Ich denke so ähnlich ist es in diesem Fall auch: Man nutzt die Gelegenheit, um dem alten Gegner mal ordentlich an's Bein zu pissen. Mit so einem Vorstoß gegen den "Holy Dollar" dürfte man in den USA offene Türen einrennen ;)

Ich glaube es ist keine Überraschung, dass sowas ausgerechnet von Mededew kommt.
Darüber, dass China bei der Idee ebenfalls mit im Boot sitzt wundert sich ja sicherlich auch keiner. Man versucht halt durch eine eigene Leitwährung in die Position zu kommen, welche die USA derzeit innehaben.

Ausserdem ist da ja immer noch der Euro, der nicht nur dem Dollar ordentlich einheizt sondern Chinas und Russlands Träume auf eine Vorherrschaftsposition ebenfalls torpediert. Letztenendes MUSS man was tun, um nicht die nächsten 50 - 100 Jahre entweder am Doller oder am Euro zu hängen, so scheint jedenfalls der Gedankengang hinter diesem Vorstoß zu sein. Angriff ist die beste Verteidigung.
 
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.Gibt es da auch ein größeres Bild dazu?
 
MRM schrieb:
Das daraus in naher Zukunft eine Art globale Währung entsteht glaub ich nicht, die USA werden den DOllar mit Zähnen und Klauen verteidigen.

Dann hoffe ich, dass die deutschen Goldreserven vorher auch wieder den Weg nach Deutschland finden, auch wenn das Anegbot der Amerikaner, die Lagerung zu übernehmen, wirklich, wirklich freundlich war. ;)

MFG
 
also nix mehr mit günstigen wechselkursen, und es fallen dann auch die billigen standorte weg, weil sie 1:1 sehen können, was man anderen orts dafür verlangen kann..
dann blieben noch die steuervorteile am standort X, also wird dort mehr gekauft, die nachfrage steigt, das angebot aber nicht mit, ergo steigt der preis, im selben atemzug werden aber die kosten ebenso ansteigen, da die anderen standorte ja nich mehr so viel absetzen, weshalb man noch weniger bekommt, und am ende des tages geht die gewinnmaximierungsspirale noch ne ecke höher, weil die standorte ja nicht genug abwerfen, muss wegrationalisiert werden...... blablabla...
alles schon x-mal gehört. der euro lässt grüßen: juhu, einigkeit - was? weniger geld in der tasche?
 
Nossi schrieb:
Ich glaube es ist keine Überraschung, dass sowas ausgerechnet von Mededew kommt.
Darüber, dass China bei der Idee ebenfalls mit im Boot sitzt wundert sich ja sicherlich auch keiner. Man versucht halt durch eine eigene Leitwährung in die Position zu kommen, welche die USA derzeit innehaben.

Das China sich gegen den Dollar stellt ist sehr wohl verwunderlich. Denn China hat die weltweit größten Dollarreserven (ca. 2 Billionen Dollar) und schneidet sich also ins eigene Fleisch, wenn der Dollar an Macht verliert.
Es wird aber vermutet, dass China eine Aufwertung seiner eigenen Währung verhindern möchte. Dies wird versucht, indem man den Dollar schlecht redet und somit auch seine eigenen Währungsreserven schlechter erscheinen lässt.
Dies hat zur Folge, dass der Renminbi kaum an Wert gewinnt oder sogar im Wert verliert, was den für China extrem wichtigen Export stützen würde. Da dadurch die chinesischen Produkte weiterhin sehr günstig auf dem Weltmarkt angeboten werden könnten.
Denn auch in China ist die Weltwirtschaftskrise zu spüren.
 
so eine Weltwährung hat doch bestimmt seine Vorteile, es wird so oder so in 50 bis 100 Jahre nur eine " Welt " geben wo auf der ganzen Welt die gleichen Gesetze gelten und auch die gleiche Währung. Natürlich davor wird es noch denn 3ten Weltkrieg geben und danach wird die ganze Welt so gespaltet das sich alle zusammen tun müssen um zu überleben.
 
e-ding schrieb:
Dann hoffe ich, dass die deutschen Goldreserven vorher auch wieder den Weg nach Deutschland finden, auch wenn das Anegbot der Amerikaner, die Lagerung zu übernehmen, wirklich, wirklich freundlich war. ;)

MFG

Ich wäre auch dafür, die zurück nach Deutschland zu holen. Die Gefahr das uns die Russen in nächster Zeit überrennen scheint mir doch recht gering zu sein. Aber wer weis schon so genau, was so alles im Kleingedruckten von diversen Abkommen steht ...

@ Zanza - was verleitet dich denn zu dieser Prognose? Kann genau so gut sein, das sich die Welt wieder auseinanderentwickelt ( Peak Oil -> weniger Welthandel und Verkehr - Reregionalisierung )

Auserdem weis ich gar nicht ob gemeinsame weltweite Gesetze so erstrebenswert wären. Wer weiß schon ob die uns gefallen würden ...
 
Zanza schrieb:
so eine Weltwährung hat doch bestimmt seine Vorteile, es wird so oder so in 50 bis 100 Jahre nur eine " Welt " geben wo auf der ganzen Welt die gleichen Gesetze gelten und auch die gleiche Währung. Natürlich davor wird es noch denn 3ten Weltkrieg geben und danach wird die ganze Welt so gespaltet das sich alle zusammen tun müssen um zu überleben.

So lange dauert das glaube ich nicht wenn alles so weitergeht wie bisher. Guck dir Europa an, die wirklich relevanten Gesetze die die Bevölkerung betreffen werden auf EU Ebene von ein paar Männeken entschieden, auch EU Komission genannt. Ihnen fehlt nur noch die irische Stimme damit es dann richtig losgehen kann... :rolleyes:

In Afrika, Asien und Nord / Mittelamerika wird gerade die Infrastruktur geschaffen um ebenfalls kontinentale Unionen zu bilden. Der nächste Schritt ist dann natürlich ein Zusammenschluss dieser kontinentalen Unionen. Wie die EU wird man es der Bevölkerung durch multi Kulti und freiheitsgepredige verkaufen.
 
@MRM

der 3 Weltkrieg wird es geben das ist ohne Frage, die Frage ist nur wann und wer als erster anfängt aber denn wird es geben. Und wenn der zu Ende ist und je nach dem mit welchen Waffen der geführt wird, wird er schnell vorbei sein oder auch nicht, vieleicht länger als der 2te . Danach wird sich die ganze Weltbevölkerung um ein großes % sinken oder vieleicht auch ganz von der Erde verschwinden, und wenn ein Teil überlebt dann werden die entweder die restlichen Menschen die nicht zu ihrers gleichen gehören auch " auslöschen " oder die schlissen sich zusammen und gründen eine neue Weltordnung wo alle das gleiches essen zu der gleichen Gesellschaft gehören und sogar zu einem Gott stehen usw..
 
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@ Zensa wenn es einen 3. Weltkrieg mit nur wenigen % Überlebenden geben sollte - dann wird danach sämtliche Infrastruktur zerstört sein und irgendwo verstreut einzelne Gruppen ums Überleben kämpfen. Die werden dann ganz andere Sorgen haben, als sich zu entscheiden den Rest auch noch auszurotten oder sich mit denen zusammen zu tun. Zumindest hielte ich in einem solchen Fall ein solches Szenario am wahrscheinlichsten.
 
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Zanza,
jetzt beschreibst du die Auswirkungen eines evtl. 3. Weltkrieges, aber sagst nicht warum er geführt werden sollte.
Ich sehe im Moment keine Gefahren für einen dritten Weltkrieg. Im Gegenteil, die Chancen auf eine friedliche Welt waren wohl selten höher als in unserer heutigen Zeit und das Denke ich trotz des Jihad.
 
Der "Krieg gegen den Terror" oder "Achse des bösen"ist bereits der 3. Weltkrieg mMn. Nur dass er in einer anderen Form geführt wird und wohl nie aufhören wird solange man damit kräftig Geld verdient und die Menschen mit einem Sicherheit gegen Freiheit Tausch bei der Stange hält.

Eine grosse Mitschuld haben die Massenmedien da sie es sind die für die Meinungsbildung der Bevölkerung verantwortlich sind. Das ist auch der Grund der Internetsperren bzw. der Zensur, ein freies informatives Internet ist da natürlich nicht gewünscht da dort nicht alles manipuliert werden kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das sehe ich nicht so. Nach meiner Meinung gehört zu einem Weltkrieg, dass sich so gut wie die ganze Welt an diesem Krieg beteiligt UND das "normale" Leben aufhört zu existieren. Sich so gut wie alles nur noch um Militär und Rüstungsgüter dreht und insbesondere die Männer zum Kriegsdienst eingezogen werden.
Und von diesen letzten Punkten sind wir eindeutig weit entfernt.
Beim "Krieg gegen den Terror" von einem dritten Weltkrieg zu sprechen halte ich für extrem unangebracht. Wenn man bedenkt wie viel Leid die ersten beiden Weltkriege verursacht haben. Und wie wenig Menschen wirklich direkt von diesem Krieg betroffen sind.
Wobei dies natürlich weder das Leben dieser betroffenen Menschen noch deren Leid, herabwürdigen soll.

Dennoch halte ich es, wie gesagt, nicht für richtig in diesem Zusammenhang von einem 3. Weltkrieg zu sprechen.

Edit:
Inwiefern kann man denn mit dem Krieg Geld verdienen? (Mit Ausnahme der Rüstungsindustrie?)
 
meinst du, das wirtschaftswunder hätte es gegeben, wenn nichts zerstört worden wäre?
deutschland hatte nichts und brauchte alles - der perfekte markt.

befass dich mal ein wenig mit marktwirtschaft und du wirst sehen, dass es keinen besseren motor für die wirtschaft gibt, als kriege zu führen und hinterher das land wieder aufzubauen ;)

eigentlich ne simple rechnung, oder?
 
Ich glaube nicht, dass wir Europäer uns den Euro so schnell wieder nehmen lassen... jetzt wo er so hoch im Kurs steht.

Desweiteren gab es doch solche Vorschläge schon vor Jahren, z.B. in den 70ern sofern mich meine Geschichtskenntnisse nicht im Stich lassen... das geht genauso unter wie eine "Weltsprache", die auch mal erfunden werden sollte.

@Zanza
Zum 3. Weltkrieg fällt mir nur ein Zitat von Einstein ein:

Albert Einstein schrieb:
Ich bin nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen.

back to topic:

Da hab ich noch eins:

Albert Einstein schrieb:
Wir leben in einer Zeit vollkommener Mittel und verworrener Ziele.
 
Heretic Novalis schrieb:
meinst du, das wirtschaftswunder hätte es gegeben, wenn nichts zerstört worden wäre?
deutschland hatte nichts und brauchte alles - der perfekte markt.

befass dich mal ein wenig mit marktwirtschaft und du wirst sehen, dass es keinen besseren motor für die wirtschaft gibt, als kriege zu führen und hinterher das land wieder aufzubauen ;)

eigentlich ne simple rechnung, oder?

Ich denke schon, dass ich ein bissel was von Marktwirtschaft verstehe.
Das mit dem Wirtschaftswunder stimme ich dir natürlich zu.
Aber das erklärt nicht, wie man zu dem Schluss kommen kann, dass an mit einem Krieg Geld verdienen kann. Im Gegenteil, der Volkswirtschaftliche Schaden ist immens. Alleine der Schaden an Infrastruktur, Gebäuden und somit auch Fabriken dürfte in die Milliarden gehen. Hinzu kommen die Ausgaben für die Rüstungsindustrie.
Und zum zweiten Weltkrieg und dem späteren Wirtschaftswunder, meinst du, es hätte ein Wirtschaftswunder ohne amerikanische Wiederaufbauhilfe gegeben? Sagt dir der Marshallplan etwas? Ohne den würde es in Deutschland heute vermutlich nicht so gut aussehen. Und auch der Rest von Europa wäre vermutlich nicht so "reich" wie es heute ist.

Es ist also eine gewagte These, dass Krieg zu mehr Wohlstand führt. Denn wozu sollte man Krieg führen, wenn man erst hinterher die Wirtschaft ankurbeln kann. Das würde doch nur Sinn ergeben, wenn man meint hinterher mehr Wohlstand zu haben. Oder täusche ich mich da?

Also noch einmal meine Frage, inwiefern kann man mit einem Krieg Geld verdienen, außer die Rüstungsindustrie?

@topic:
Nach meiner Meinung würde eine Weltwährung zu mehr Stabilität der Welt führen, da für eine Weltwährung miteinander kooperiert werden müsste, wie es auch in Europa geschieht. In Europa hat der Zusammenschluss der Länder zu weniger Spannungen geführt und wohl auch allgemein zu mehr Wohlstand.
Eine Weltwährung wird es nach meiner Meinung aber in absehbarer Zeit nicht geben, da hierfür die Unterschiede der einzelnen Länder noch viel zu groß sind.
 
Cotom schrieb:
Zanza,
Ich sehe im Moment keine Gefahren für einen dritten Weltkrieg. Im Gegenteil, die Chancen auf eine friedliche Welt waren wohl selten höher als in unserer heutigen Zeit und das Denke ich trotz des Jihad.

das sieht die weltuntergangsuhr *etwas* anders...
Seit dem 17. Januar 2007 steht sie auf fünf Minuten vor zwölf (Stand Januar 2007).
 
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