Wer gibt den Geist auf?

Folgendes tun:

Zuerst: Schuhe aus, kurz an Heizkörper oder Schuko Schutzkontakt fassen (statische Entladung). Dann Reinemachen:
  • Alles raus.
  • Kabel ab.
  • CPU Kühler ab.
  • Speicher raus.
  • Ja wirklich: Alles raus an Kabeln und Hardware. Das Board und NT kann natürlich bleiben.
Dann:
Alles ausblasen / aus"husten" / aussaugen an Staub. Auch im Netzteil. Beim Saugen: Pinsel zur Hilfe nehmen.

Nun System kontrollieren:
  • Sind Fremdkörper / Schrauben drauf (oder schlimmer: drunter!)
  • Sind die Abstandshalter alle montiert? (oder schlimmer: an falscher Stelle) Vorwiegend aus Metall (Erdung)?
  • Wird die Northbridge anständig gekühlt? (Bei Towerkühlern / Grafikkarte mit heißer Rückseite nicht immer gewährleistet
  • Ist die Wärmeleitpaste der CPU eingetrocknet? Wenn ja: Erneuern. Mit Isoalcohol reinigen, Verdünnung nur im Notfall (kann Hardware angreifen wenn zu viel "danebengeht". Geht Kühler nicht ab: Kühler fönen, dannn "herunterdrehen". Mitunter bleibt die CPU kleben - wieder einsetzen ^^
  • Speicher: Saubermachen, mit Alcohol die Kontakte reinigen (alternativ: Tuch gut anfeuchten, drüberreiben, jedoch Tuch keinesfalls trocken lassen (statische Entladungen) Dann ein / zwei mal in den Speicherslot rein und wieder raus, wenn drin leicht wackeln. So reiben sich evtl. Oxidschichten an den Kontakten ab.
  • Netzteil: Hast Du abnehmbare Kabelstränge (Kabelmanagement?) Wenn ja: Kabel mehrmals rein und rausstecken, löst Probleme, vor Alllem mit Stromversorgung der Grafikkarte. Mituntern sind auch die Stecker defekt, vor Allem bei der Grafikkarte führt dies zu seltsamen Abstürzen unter furmark - Last.

Nun Grundsystem aufbauen:
  • Einen Speicherriegel in den dem Prozessor am Nähesten gelegenen Slot stecken
  • wenn Onboardgrafik: die Grafikkarte weglassen, Onboard nehmen.
  • nur die Bootplatte anschließen
  • nur SATA Kabel benutzen, der einen Metallklip hat, der auch gut einrastet (vorher mal in die Ports reinpusten.) Fehler bei der Verkabelung finden sich in CrystalDiskInfo in den SMART Werten. Dann häufen sich Fehler wie CRC Error Count etc. Wenn das der Fall sein sollte: Kabel direkt in die Tonne. Hinweis: Leuchtet bei einem Absturz die HDD Led permanent ist dies ein Hinweis darauf!

Das BIOS zurücksetzen - und zwar richtig
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  • Stromkabel (230V) vom Netzteil ab
  • Powerknopf mehrmals drücken (entläd Kondensatoren)
  • Batterie raus, den CMOS Clear Jumper setzen wenn vorhanden Wenn nicht: Batteriehalterkontakte mit Centmünze oder Schraubenzieher kurzschließen
  • dann Batterie wieder rein, Strom dran, rein ins BIOS, "Load Default Settings". Dann speichern und Neustart, dann wieder ins BIOS. Nun grundlegende Sachen einstellen: BIOS Bootreihenfolge, Sata Controller auf AHCI wenn Win mit AHCI läuft. Am Speicher nichts machen erstmal. Das muss so laufen!


Erste Testläufe starten:

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  • Memtest (wenn genug Gedult) mindestens 6 Std.
  • unter Windows: Diverse Belastungen durchtesten:
  • Prime95 Stresstest: erstmal die CPU stressen (Small FFT oder so), dann den Speicher (Blend)
  • Intel CPU Burn 5 Durchgänge. Temperaturen im Auge behalten!
  • dann Tests parallel: Prime (Blend) parallel zu FurMark im Fenster, dazu parallel im Browser eine Flashseite (kein Witz!) mit der Maus eine gewisse Zeit hoch und runterscrollen und Fenster bewegen. Der Arbeitsspeicher wird so bei Nutzung von Onboardgrafik extremst belastet. Aber auch mit Grafikkarte wird genug Wechsellast erzeugt.

Wenn OK: restliche Komponenten dazustecken. Prime und Furmarktest wiederholen.


Dabei immer die Temperaturen im Auge behalten.


Viel Spaß !^^


Gruß
Bernhard
 
So, ich wollte gerade den PC anmachen und es ging erstmal garnix. Kein Bild, kein Beep, nichts. Nach vielen Versuchen hat er dann mal ein Bild gezeigt, ist aber nach wenigen Sekunden, während dem POST abgestürzt. Danach wieder eine Zeit lang kein Bild. Ich bin dann irgendwann für einen Moment in Windows gekommen, dann hat er einfach neugestartet. Nach dem Reboot hat er die Festplatte nicht mehr erkannt, SSD und LW hingegen schon. Gestern gab es übrigens noch ein paar einzelne Bluescreens. Der RAM läuft im Moment 1600 MHz 9-9-9-24, 2T und 1,6 Volt, wobei andere Einstellungen ja auch net funktionieren.

@bernieserver: Danke für den langen Post, ich habe aber alles schon ausprobiert oder kann es einfach ausschließen. :(

Hat noch irgendwer eine Idee? Ich glaub, ich such schonmal nach der Rechnung von dem Board... So ne RMA bei ASUS dauert doch in der Regel recht lange, oder? :/
 
Kann vllt auch die CPU sein ;)
Habe ich vor wenigen Tagen gehabt, wirst du dann aber merken, wenn das neue Board keinen Unterschied macht.
 
Hmm, CPU glaub ich eher net. Wirklich stark OCed war sie net und ansonsten geht ne CPU ja auch eher selten kaputt. Außerdem würde er ansonsten net problemlos Prime95 mitmachen, wenn er grade mal läuft.

Edit: Gerade eben ist er mal wieder aus heiterem Himmel neugestartet. Die Festplatte wird übrigens immernoch net erkannt, er bleibt sehr lange beim AHCI Drive Init hängen.

Edit 2: Mein Laufwerk ist gerade mal wieder zum Spaß aufgegangen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Meine war kein Stück übertaktet, trotzdem hat sie den Geist aufgegeben, das etwas irgendwann mal irgendwie läuft ist ja auch noch kein Grund irgendeine Peripherie auszuschließen, es reicht ja wenn sie halbdefekt ist, der Fehler also nur manchmal auftritt.
 
Hmm, ich hab kein anderes System, wo ich den Prozessor mal testen könnte und ich kenn auch niemanden, bei dem ich es probieren könnte.

Mir ist noch was aufgefallen: Jedes mal wenn ich auf den Reboot-Taster am Gehäuse drücke, öffnet oder schließt das Laufwerk, ebenso bei jedem Reboot, der vom System ausgeht. Ansonsten öffnet und schließt es während des Betriebs immer wieder. Das Öffnen/Schließen beim Reboot ist das Einzige, was ich reproduzieren kann.
 
Habe schon alle möglichen Taktraten für den Speicher probiert, geht net.

Ich habe mittlerweile die Datenkabel von der FP und vom LW getrennt, sowie ein paar nicht benötigte USB-Geräte abgenommen, geht nach wie vor net.
 
Also ich lese hier nur von kaputtem Arbeitsspeicher und Panikmache des Threaderstellers, die sich auf erweiterte PC-Hypochondritis ausgeweitet hat, indem Symptome, die auch und vor allem bei kaputtem RAM auftreten, detailiert ausgebuddelt werden und dadurch alles noch viel mysteriöser klingt.
Ich sehe hier nur einen Memtest-Durchlauf mit Fehlern -> RAM im Eimer. Die Setting-Geschichte wurde ja oft genug durchdiskutiert. Wen interessiert, ob es einige Durchläufe gibt, in denen kein Fehler gefunden wird? Kannst genauso gut an den Strand gehen, einen Eimer voll mit Wasser füllen und basierend darauf sagen "Es gibt keine Fische im Meer.".
 
Aha.

Mir ist durchaus bewusst, dass soetwas vom RAM kommen kann. Mir ist aber auch bewusst, dass es das Board sein kann. Und die Tatsache, dass ansonsten alle Durchläufe von irgendwelchen Benchmarks problemlos klappen, lässt mich denken, dass es eher das Board ist. Denn auch ein Fehler in einem einzelnen Memtest-Durchgang, wenn alle anderen Durchgänge problemlos klappen, kann vom Board kommen.

Wenn du meinst, kann ich ja bei der nächsten Absturzserie nochmal einen Riegel herausnehmen, ob allerdings diesmal was anderes herauskommt, wage ich zu bezweifeln.
 
Naja.

Gestern Abend ist er mir zweimal abgeschmiert, danach hab ich ihn ausgemacht, weil ich keine Lust mehr hatte. Heute morgen erkennt das Board nurnoch 126 MB RAM (auch nach mehreren Reboots) und Windows bootet nicht mit der Bluescreen-Meldung "BAD_SYSTEM_CONFIG_INFO". Anscheinend mag Windows die 126 MB RAM nicht.

Also habe ich einen Speicherriegel rausgenommen und es waren nach wie vor 126 MB. Dann hab ich den Speicherriegel wieder rein und dafür den anderen rausgenommen. Nix, immer noch 126 MB. So, dann hab ich den Riegel noch in einen anderen Slot gesteckt-> Immer noch 126 MB. CMOS-Reset -> Jetzt sind es immerhin 127 MB, super!

Ich denke, jetzt ist der defekte RAM wohl endgültig ausgeschlossen, nicht?
 
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