Werden SSDs langsamer um so mehr Daten drauf sind?

Amiga500

Admiral
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Wie verhält sich das mit den SSDs, werden diese auch langsamer umso mehr Daten auf ihnen gespeichert sind? So wie es bei den Mechanischen auch ist oder kann man so viel Daten drauf installieren wie bis sie voll ist ohne nennenswerte verschlechterung der Geschwindigeit ?

Ich habe eine 2 TB MX500
 
Nur mal so am Rande:
Die Menge der Daten ist bei mechanischen Platten viel weniger entscheidend als die Frage, wie die Daten drauf liegen... dort gilt: Innere Spuren = langsamer, Hohe Fragmentierung = langsamer

Sind nur die inneren Spuren zu 80% belegt, sind die äußeren 20% immer noch gleich schnell wie am ersten Tag.


Zur SSD:
Wenn SSDs Teile des Flash-Speichers als SLC nutzen, dann kann das schon so sein. Wenn Trim nicht arbeitet sowieso.
 
Und wie sieht es da bei der MX500 aus ?
 
Die mx500 hat 12gb puffer, die sie dir nicht zur verfuegung stellt. Die werden halt genutzt, um defekte bereiche zu ersettzen und damit immer ein wenig frei ist, womit der Controller arbeiten kann.
Und sie hat dram Cache :)
 
Cyberpirat der Thread ist sehr alt ich denke die Entwicklung heutiger SSDs hat zugenommen ;-)

@madmax2010 also verstehe ich das richtig , das die 12 GB Puffer dazu da sind , die Geschwindigkeit nicht drunter leiden zu lassen, sobald ich die MX500 voll knalle?
 
Ja.

Und wenn sie fast voll ist: kauf eine 2. / Migrier auf eine groessere oder raeum auf :)

Auf einer ueber 90% vollen Platte, bei der man nichts weg raeumen kann ist es doch ohnehin nicht sonderlich gmuetlich :)
 
Zumal es um die Schreibgeschwindigkeit geht, die leidet... und je voller ein Datenträger wird, desto unwichtiger wird die doch auch...
 
Amiga500 schrieb:
Cyberpirat der Thread ist sehr alt ich denke die Entwicklung heutiger SSDs hat zugenommen ;-)

@madmax2010 also verstehe ich das richtig , das die 12 GB Puffer dazu da sind , die Geschwindigkeit nicht drunter leiden zu lassen, sobald ich die MX500 voll knalle?
Njein, vor allem sind sie dazu da defekte Teile zu ersetzen, Beschleunigung ist nur ein netter Nebeneffekt.
 
Die Lesegeschwindigkeit hat keine beeinträchtigung !? Ja dann wäre das eh halb so wild..ich habe mir meinen Rechner vor einer Woche geholt und bin sehr begeistert ..auch von der Geschwindigkeit der SSD nicht nur das Win10 unter 10 Sekunden lädt, auch in Spiele merkt man die Geschwindigkeit doch recht deutlich
 
Ich persönlich versuch immer ca. 80% 20% frei zu lassen.
SSD werden wenn sie voll sind langsamer, genau so wie HDDs
Auch wenn man bei einer NVMe zwischen 2000 MB/s und 3500 MB/s keinen Unterschied merkt. Das Problem ist, das selber nach dem Löschen der Daten die SSD irreversibel langsam bleibt.
Hier auch mal ein interessanter Artikel

https://www.speicherguide.de/storag...ibzyklen,-wenn-ssds-fast-voll-sind-24188.aspx
 
Zuletzt bearbeitet: (Grober Fehler)
Bei der MX500 muss man sich keine Gedanken machen. Nach dem Cache schreibt sie immer noch mit mindestens 300MB/s.
Die Sandisk Plus mit QLC-NAND und dynamischen Cache wird extrem langsam, wenn sie mehr als 75% gefüllt ist.
https://www.computerbase.de/forum/t...ormal-schreibgeschwindigkeit-langsam.2001104/
Bei den SSDs, wo man bei kleinen Größen TLC und QLC ab einer bestimmten Größe verbaut, muss man aufpassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
mcdexter schrieb:
Ich persönlich versuch immer ca. 80% 20% frei zu lassen.
SSD werden wenn sie voll sind langsamer, genau so wie HDDs
Auch wenn man bei einer NVMe zwischen 2000 MB/s und 3500 MB/s keinen Unterschied merkt. Das Problem ist, das selber nach dem Löschen der Daten die SSD irreversibel langsam bleibt.

Anders als HDDs kommt es hierbei sehr stark auf die spezifische SSD drauf an.

Bei HDDs ist die Verlangsamung durch das beschreiben der inneren Spuren verursacht und nicht umgehbar.

Bei SSDs lässt sich das sehrwohl durch Überprovisionierung, DRAM Cache und weitere 'Tricks' beeinflussen. Bei einer Enterprise SSD z.B. kannst du davon ausgehen, dass die bei 98% Fülle immernoch genauso schnell ist wie bei 2% Fülle.
Aber auch Consumer-SSDs verhalten sich nicht gleich... aber allgemein kann man durchaus sagen, das desto billiger die SSD, desto höher der Performanceverlust bei hohem Füllgrad.


Das 'auf ewig langsam' ist mWn eine Eigenheit des Phison E12 Controller, der gerne in billigen NVMe SSDs verbaut wird.
 
Rickmer schrieb:
Aber auch Consumer-SSDs verhalten sich nicht gleich... aber allgemein kann man durchaus sagen, das desto billiger die SSD, desto höher der Performanceverlust bei hohem Füllgrad.
Warum sollte das der Fall sein? Klar, bei günstigen Designs wird oft auf den DRAM verzichtet, mit QLC als günstigste Variante auch die langsamste genutzt, aber das Verhältnis wie eine SSD langsamer wird hat eher wenig mit der Hardware zu tun, sondern ist hauptsächlich ein FW Thema. Und der allergröße Teil an Consumer SSDs setzt da auf die Standard FW der Controllerhersteller und ist im allgemeinen auch sehr ähnlich konfiguriert: Hohe Burst Datenraten auf Kosten von gleichmäßigen Datenraten die auch am Ende der Kapazität die gleiche Geschwindigkeit liefern würde.
 
Chuuei schrieb:
Warum sollte das der Fall sein?
Faktoren die Performance bringen aber Geld kosten:
  • bessere Controller
  • DRAM Cache
  • besserer NAND (nicht nur QLC vs TLC, sondern wie auch beim RAM ist nicht jeder NAND Chip gleich gut/schnell)
  • höheres Overprovisioning

die billigsten SSDs haben halt nichts davon.

Um zu erklären warum das für den Grad der Verlangsamung relevant ist:
-> Controller: Dass der gewählte Controller (und die darauf vorhandene Firmware) von Relevanz ist muss ich ja hoffentlich nicht rechtfertigen
-> DRAM Cache: Wenn die SSD voll ist sind die noch beschreibbaren Zellen statistisch verteilt über die ganze SSD, daher wird der Controller auch für kleine Schreibvorgänge ständig neue Segmente der Mapping-Tabelle brauchen... und diese vom NAND aufrufen braucht Zeit und kostet damit Performance
-> NAND: Primär für SATA relevant: Jede SSD erreicht mittlerweile das Limit von SATA, daher je besser der NAND, desto näher bleibt die SSD am Limit der Schnittstelle bis sie voll ist - Samsung ist da z.B. sehr gut aufgestellt
-> Overprovisioning: Ja höher das Overprovisioning, desto mehr freien Platz hat der Controller noch zum mit arbeiten wenn die SSD voll ist und desto einfacher ist es für diesen noch Schreibvorgänge durchzuführen ohne Daten verschieben müssen oder halbvolle Blöcke löschen zu müssen

Chuuei schrieb:
das Verhältnis wie eine SSD langsamer wird hat eher wenig mit der Hardware zu tun, sondern ist hauptsächlich ein FW Thema
Wie kommst du darauf?

Falls du die in 1000x verschieden gelabelten SSDs mit Phison E12 / E16 mit dem billigsten grade verfügbarem NAND meinst, dann mag das stimmen, aber bitte verallgemeiner den Markt nicht auf diese SSDs.

Im Umsatz und Stückzahl hat z.B. Samsung einen riesigen Marktanteil, und die bauen ihre eigenen Controller - mit deutlich höherem Fokus auf durchgehend hohe Performance.
Aber auch andere Hersteller gibt es und im Bereich der SSD-Controller gibt es definitiv noch ein guten Grad an Konkurrenz. Marvell, SiliconMotion, Intel, ...
https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_flash_memory_controller_manufacturers
 
je voller eine SSD ist desto mehr Daten muß sie umschaufeln um freie Blöcke für eine Löschung zu bekommen um sie danach wieder beschreiben zu können. Zudem wird dann der SLC-Cache auch auf ein Minimum reduziert oder gar abgeschaltet. Overprovisioning entlastet diese Prozedere etwas aber bei Consumerlaufwerken ist der Bereich recht klein.
 
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