Wie E-Auto Förderung sinnvoll gestalten?

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rgbs schrieb:
Na toll, mein Benziner hat auch Standheizung (da ich keine Garage habe) und eh eine Klimaanlage.
Eine Standheizung beim Verbrenner ist aber halt nach wie vor Luxus... Eine autark funktionierende Klimaanlage ist noch seltener (gibts das überhaupt beim Verbrenner? Kenne nur Standheizung)

beim BEV ist das Serienausstattung ;)
 
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MrMorgan schrieb:
Eine autark funktionierende Klimaanlage ist noch seltener
Das wäre jetzt nicht für mich der dealbreaker.
Für mich wäre es eine sinnvolle Förderung, die entsprechende (Lade)Infrastruktur auch überall zu schaffen.
Aber das kostet halt und dauert auch seine Zeit.
Wie ich ja schon in #50 schrieb, für mich klappt es halt nicht, weil die Voraussetzungen fehlen.
Ich habe noch gut die Zeit in Erinnerung, als ich während die Umstellung auf bleifreies Benzin lief, mit zwei 10L Kanistern im Kofferraum meine Dienstreisen gemacht habe, da bleifrei nur an wenigen Tankstellen verfügbar war.

Gruß
R.G.
 
Ich denke das es noch sehr lange einen Bodensatz an Verkehrsteilnehmern geben wird für die ein BEV einfach keine praktikable Option ist. Außer wir haben irgendwann flächendeckend wie von BYD angekündigt ein Ladenetz wo ich innerhalb von 5 Minuten vollladen kann ohne dem Akku zu schaden.
_killy_ schrieb:
Da brauchst du HVO und eFuels.
Aber Efuels wird es für den Individualverkehr nicht geben und auch HVO sehe ich eher im landwirtschaflichen Bereich oder Baugewerbe.

Ich denke eine direkte Förderung wird am Ende keinen grossen Unterschied machen. Das Ganze muss für die breite Bevölkerungsschicht alltagstauglich werden. Viele Modelle im Kleinwagensegment, günstiges Laden überall....
 
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Buttkiss schrieb:
einen Bodensatz an Verkehrsteilnehmern geben wird
Ich gehe davon aus, dass dies eher anders herum sein wird, einige Privilegierte werden halt oben schwimmen.
Da werden ja dann auch das Solardach auf der Villa und der zweit (Hybrid)SUV üppig gefördert.

Gruß
R.G.
 
Das ist ja der aktuelle Zustand. Wenn die (gebrauchten) BEV nicht mehr kosten wie die Verbrenner und man an jeder Ecke günstig laden kann werden es eher die Privilegierten sein die sich noch das Tanken eines Verbrenners leisten können.
 
Am Ende ist die ganze Diskussion ziemlich müßig. Man redet vom E-Auto als Verkehrswende, aber zurzeit ist es nur eine Antriebswende.

Die Jahresfahrleistung des einzelnen PKW ist wohl gesunken in den letzten Jahren. Das wurde aber von steigenden Fahrzeugzahlen mehr als ausgeglichen. Dazu kommt dann noch der Trend nach immer größeren/schwereren Fahrzeugen (ca 300 kg mehr pro Fahrzeug zwischen 2000 und 2020).

Im Prinzip weiter wie bisher, nur mit anderer Antriebsart bringt für den Grundgedanken recht wenig. Stromtechnisch mag es sich dann steigenden Regenerativen etwas besser ausgehen, aber bspw. beim Reifenverschleiß (Mikroplastik!) wird der Ressourcenverbrauch sogar größer.

Fürs Klima wäre eine selbst mit Verbrennern mit einer Verringerung der Fahrleistung und Fahrzeuggröße wohl deutlich mehr erreicht als stumpf 90 % Elektroanteil beim Antrieb.
 
@Buttkiss

Bei der aktuellen Entwicklung der Absatzzahlen der BEVs hoffe ich definitiv auf mehr HVO in Deutschland (in restlichen Europa geht dies ja auch) und entsprechend auch mehr eFuels, damit bspw. Wind- & PV Parks wg. fehlenden Batteriespeicher & Leitungskapazitäten nicht mehr abgestellt werden.

Am Ende wissen wir heute ja schon, dass bei normaler Nutzung und der jetzigen Fahrzeugflotte, jenseits der 300 Millionen Verbrenner-Fahrzeuge in Europa unterwegs sind. Dafür braucht es auch eine Lösung.

PS das was die Kraftstoffe teuer macht - hat ja der Staat selbst in der Hand - es ist ja durchaus möglich, dass wir keine CO2 Abgabe mehr auf Kraftstoffe mehr erheben - und dann? Ich würde fossile Energieträger lieber durch mehrere Optionen ersetzen - sowohl BEVs als auch umweltfreundliche Kraftstoffe

PPS wir haben ja auch gesehen, dass als wir noch BEVs sehr großzügig mit Steuergelder bezuschusst haben, dass selbst da die Zulassungsquoten nicht in der Höhe waren, so dass wirklich die Verdränger nur ein Nischendasein führten
 
Seit einiger Zeit bin ich auf der Suche nach einem neuen Transporter, da der aktuelle viel zu klein ist.
Anwendung hauptsächlich Kurzstrecke in der Stadt (Berlin), ein paar mal im Jahr Langstrecke 450KM

Soo groß sind ansich die Preisunterschiede zwischen Verbrenner und BEV eigentlich gar nicht mehr, zumindest wenn ich in der Fahrzeugklasse VW Transporter/Mercedes Vito schaue. Ich habe mal für jede Antriebsart ein Modell konfiguriert, da kommen dann nach Abzug der Einkaufsbedingungen durch den deutschen Mittelstandsbund +- etwa folgende Nettopreise raus:

Elektro:
Mercedes Vito, 90kwH Batterie und 204 PS Motor (den kleinen mit 115PS und 250nm bei einer Karre mit Leergewicht 2,5 Tonnen nein danke, kostet auch nur nen tausender Aufpreis von daher) Netto ca. 36K €.
Mit Geschwindigkeitsbegrenzung wltp über 470km Reichweite, ohne Begrenzung geht die wltp Reichweite auf dem Datenblatt runter aber wenn man auf der Autobahn gemütlicher fährt und ab und an mal Windschatten mitnimmt sollte man damit recht weit kommen.
Nicht so schön: nur 700KG Zuladung, das Teil ist durch die große Batterie Sackschwer. Bei längeren Fahrten muss man wohl ab und zu Wucherpreise an Ladesäulen hinnehmen.

PHEV:
Ford Transit Custom, ca. 50km rein elektrische Reichweite, Systemleistung 230PS angegeben, 2,5L Benziner. Nettopreis ca. 32K €
Im Stadtverkehr würde ich mit der Batterie zu 90% hinkommen. 2-3 mal die Woche muss ich zum Großmarkt und dann unsere Restaurants damit abklappern, das sind ca. 40KM pro Tour. Wenn ich im Büro bin könnte der per Schuko in unserer Lagerhalle laden für 0,31€/kwh Brutto oder wir lassen eine Wallbox einbauen.
Längere Strecken würden dann per Benziner laufen. Rechne ich mit dem derzeitigen Verhältnis aus Stadt- zu Autobahnfahrten und dem jeweiligen Verbrauch der derzeitigen Karre entfällt ca. 80% des derzeitigen Spritverbrauchs auf den Stadtverkehr. Bei 90% elektrischer fahrt in der Stadt würde der Hybrid den Spritverbrauch also vrs. um gut 70% senken können. Bei Autobahn muss man sich keinen Stress wegen der Reichweite machen.
Und einen großen Vorteil hat der PHEV: 400KG höhere Nutzlast, da der Wagen viel leichter ist als der Stromer. Trotz zweier Motoren.

Diesel:
Ford Transit Custom, 170PS Diesel Automatik -> ca. 33K€ der ist sogar teurer als der Hybrid. Klar, kleinerer Motor mit Automatik ist 1.500€ günstiger aber dann auch deutlich schwächer als die anderen, Handschaltung lasse ich mal ganz außen vor sonst wird der Vergleich völlig unfair. Für mich ist der Diesel an dieser Stelle raus.

Fazit für mich:
Preislich liegen da wirklich keine Welten mehr dazwischen, was mich beim Stromer mit guter Reichweite stört ist hauptsächlich die geringere Zuladung. Persönlich finde ich den PHEV derzeit am attraktivsten für meine Anforderungen.
 
Lost_Byte schrieb:
Wie sollte eurer Meinung nach der E Auto Absatz angekurbelt werden?

So schnell wie möglich ein Wechselakkusystem standardisieren. Der Ladesäulenquatsch ist nicht massentauglich.

  • "Halbschnell-Lader" mit Blockiergebühren sind für Pendler völlig praxisuntauglich.
  • Langsamlader an allen Straßenparkplätzen sind utopisch.
  • Schnellader, die den Bedarf während der Rush Hour bedienen müssen, würden gigantische Spitzenlasten verursachen, für die es weder das Leitungsnetz, noch Zwischenspeicher für erneuerbare Energien gibt.

Wechselakkus könnte man langsam laden, wenn Solar-/Windenergie zur Verfügung steht.
 
Ratterkiste schrieb:
Fazit für mich:
Preislich liegen da wirklich keine Welten mehr dazwischen, was mich beim Stromer mit guter Reichweite stört ist hauptsächlich die geringere Zuladung. Persönlich finde ich den PHEV derzeit am attraktivsten für meine Anforderungen.

muss man für sich halt durchkalkulieren ob die 700kg Zuladung ausreichend sind. Wenn ja, ist der STromer sicher die beste Wahl. Und wenn man vorab etwas plant, sind die "Wucherpreise" bei Langstrecke auch nicht mehr so hoch ;)
 
JMP $FCE2 schrieb:
So schnell wie möglich ein Wechselakkusystem standardisieren. Der Ladesäulenquatsch ist nicht massentauglich.
das mit den Wechselakus klingt erstmal toll aber ich halte das für noch weniger alltags- und massentauglich und ich glaube auch nicht das sich das durchsetzen wird. Schon aus dem Grund weil die meisten Hersteller das nicht bauen wollen.
Die Wechselstationen funktionieren mechanisch, sind fehleranfällig und wenn die eine Station ausfällt dann kommst du evtl. nicht mehr bis zur Nächsten. Und wieviele Akkus willst Du vorhalten wenn am Osterwochenende alle los wollen? Bei den Ladesäulen musst du im schlimmsten Fall mal 10 Minuten auf eine freie Säule warten.
Knergy schrieb:
Fürs Klima wäre eine selbst mit Verbrennern mit einer Verringerung der Fahrleistung und Fahrzeuggröße wohl deutlich mehr erreicht als stumpf 90 % Elektroanteil beim Antrieb.
Das stimmt natürlich aber ich glaube diese Entwicklung kannst du nicht mehr rückgängig machen. Es wird produziert was die Leute wollen und die Politik wird sich hüten dem Deutschen seinen Stadtpanzer wegzunehmen.
 
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Buttkiss schrieb:
Das stimmt natürlich aber ich glaube diese Entwicklung kannst du nicht mehr rückgängig machen. Es wird produziert was die Leute wollen und die Politik wird sich hüten dem Deutschen seinen Stadtpanzer wegzunehmen.

Bei einem Auto für 90k Verkaufspreis erhält der Staat 17.100 Euro Mehrwertsteuer. Bei einem Auto für 25k Verkaufspreis bekommt der Staat nur 4.750 Euro Mehrwertsteuer.

Ja, die Politiker haben absolut kein Interesse daran, dass kleine kompakte Wagen verkauft werden. Dies wird erst geschehen, wenn die Politiker auf der Ausgabenseite fleißig kürzen - dann verkraften sie auch den Wegfall von Steuereinnahmen.

Ist doch logisch, oder?
 
nur das sich ein Auto für 25k deutlich öfters verkaufen wird auf dauer.
 
@MrMorgan

Ah, da würd ich jetzt mal zweifeln. Du kaufst dir nicht 2-3 Autos, nur weil sie 25k Kosten. Sondern du kaufst dir nur ein mal ein Auto.

Das 90k Auto wird dann irgendwann gebraucht angeboten für 50k -> hierauf bekommt dann der Staat wieder 9.500 Euro Mehrwertsteuer. Der Staat profitiert somit immer von den hochpreisigen Fahrzeugen, da ja auch bei gebrauchten Autos ebenfalls wieder Mehrwertsteuer anfällt.

Ich bleibe somit bei meiner Aussage, die Politiker haben so absolut kein Interesse daran, das Autohersteller Neuwagen für 25k oder weniger anbieten. Erst wenn die Politiker auf der Ausgabenseite sparen - können sie auf der Einnahmenseite verzichten.
 
_killy_ schrieb:
Bei einem Auto für 90k Verkaufspreis erhält der Staat 17.100 Euro Mehrwertsteuer.
Neuwagezulassungen sind durch die Bank zu einem sehr großen Teil Firmenkunden. 60-80% in den unteren Preisklassen und bei den teuren Autos geht's ziemlich schnell Richtung 90+ Da kassiert der Staat bis die Dinger irgendwann mal gebraucht in zweiter dritte Hand landen erstmal überhaupt nichts.
 
@BOBderBAGGER

Also bei 60%-80% Firmenwagenquote kassiert der Staat weiterhin bei den verbleibenen 20%-40% der Neuwagen. Auch gibt es Firmenwagen, wo der Staat dennoch Mehrwertsteuer bekommt, da die Branche an sich nicht Vorsteuerabzugsberechtigt ist, da sie die Dienstleistungen Mwst-frei anbieten. (Banken, Versicherungen, Rechtsanwälte, Steuerberater ...)

Und auch gebraucht dann für 50k bekommt der Staat fleißig Mehrwertsteuer. Und wenn der Staat somit dann nicht beim Neuwagen zuschlagen kann - dann hat dieser doch erst Recht ein Interesse daran, dass beim Gebrauchten viel Mwst rüber kommt. Dies funktioniert nur, wenn die Neuwagen schön groß und teuer sind.

Ansonsten lassen sich ja BEVs auch nicht wirklich "klein" bauen - die Batterien wiegen schon so einiges. Beim VW Up ca 250kg und beim Tesla Model 3 500kg. Zum Vergleich - beim VW Up wiegt der 1 L Motor grob 100kg.
Batterien haben halt eine deutlich schlechtere Energiedichte als Flüssigkraftstoffe. Du sparst dir zwar die großen Motoren - aber dies geht direkt auf Kosten Größe und Gewichts der Batterie wieder drauf.
 
BOBderBAGGER schrieb:
das fängt bei ~14 für sowas wie einen Corsa an und geht bis ~40 für die ganz dicken Bomber. Die Auswahl ist weder klein noch sind das totgerittene karren mir bergen Kilometern.
Wir fahren momentan noch 2 Verbrenner und hatten schon mal überlegt auf ein Fahrzeug zu reduzieren. Deswegen verfolge ich lose die Diskussionen um E-Autos. manchmal wenn jemand in so einer Diskussion schreibt, der Elektro Gebrauchtmarkt hat sich deutlich verbessert, schaue ich mal kurz auf mobile ob es inzwischen was passendes für meine Suchkriterien gibt.

Suchkriterien: ab 2018, bis 100.000 km, bis 15.000 €, Anhängelast gebremst ab 1.000 kg, mit Anhängerkupplung.

Und ja, es gibt jetzt tatsächlich 5 Treffer für Elektro. Leider halt nur einen Caddy und 4 Nissan e-NV200 Kastenwägen, Preise ab knapp 12.000 €. Also nicht wirklich das was ich privat suche. Bei Wechsel auf Benzin/Diesel bekomme ich hingegen 880 Treffer.

An dieser Situation wird sich vermutlich auch so schnell nichts ändern. Gut, liegt dann halt an meinem Suchfilter bzw. meinen scheinbar exotischen Anforderungen. Dazu kommt noch, dass ich derzeit weder im Wohnort Hause noch auf der Arbeit laden kann. Zu Hause könnte ich nachrüsten, aber so eine Wallbox kostet auch Geld, die ich dann auf den Anschaffungspreis mit anrechnen müsste.

Für mich ist es also hauptsächlich mein Preislimit, dass mich daran hindert ein E-Auto zu kaufen. Aber gut, dann fahre ich halt weiter Verbrenner.
 
Knecht_Ruprecht schrieb:
bis 15.000 €, Anhängelast gebremst ab 1.000 kg, mit Anhängerkupplung.
Das glaube ich das du da nicht viel findest. Anfangs waren die meisten BEV für AHK in der Größenordnung gar nicht freigegeben. Vielleicht findest du eher was ohne AHK die du aber selbst nachrüsten lassen kannst.
Als spontanes Beispiel der E-Corsa, bei dem man eine AHK nachrüsten lassen kann. Mit deinen Suchkriterien 366 Treffer.
Soweit ich weiss haben die Standard BEV ab Werk keine AHK verbaut.
 
AHK nachrüsten schön und gut. Aber die sind dann oft nur für diese Fahrradkupplungsträger zugelassen und nicht für echte Anhängelasten.
 
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