Wie E-Auto Förderung sinnvoll gestalten?

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xexex schrieb:
Wie kommst du drauf? Glaubst du in der Stadt kannst du Ladesäulen einfach so irgendwo an die vorhandene Infrastruktur anschließen?
Hast du den was Belegbares? Aber grundsätzlich ist es schon richtig, dass in D eben mal nicht ohne zig-Anträge etc gebaut werden darf. Ist halt alles zu kompliziert u/o nicht willens es zu ändern.

Und bitte; Warum müssen überall 11/22/50/+x kW-Ladesäulen installiert werden. Ich würde das viel dezentraler machen. Z.B. reichen über Nacht auch 5kWh an Ladeleistung, sind bei 8h auch 40kWh = 200-300Km Reichweite. Man muss sich halt auch mal gedanklich umstellen. Dann noch an neuralgischen Punkten die 22kW oder Schnelllader.
 
Thorle schrieb:
Warum müssen überall 11/22/50/+x kW-Ladesäulen installiert werden
Weil sonst überall solche Säulen stehen müssten. In meiner Seitenstraße stehen aktuell knapp 100 Autos und es gibt für sie eine Ladesäule. Noch sind die meisten Fahrzeuge Verbrenner, aber wie stellst du dir das dann vor, wenn da 80 Elektroautos stehen würden?

Es gibt nur ein entweder/oder und vieles zwischendrin. Entweder du rüstest den ganzen Straßenzug mit Steckdosen aus, dann kann jeder sein Auto einfach anklemmen und es wird dann halt irgendwann voll, oder du hast einzelne Ladepunkte, aber dann muss da auch was rauskommen. Eine einzelne AC Ladesäule ist nutzlos, da würde dann ein einzelnes Auto die ganze Nacht stehen.
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Thorle schrieb:
Hast du den was Belegbares?
Ein Kilometer Hybridleitung kostet ca. 2 Mio. €, die Gleichstromleitung kostet 500.000 € . Die Kosten von einem Kilometer Erdkabel liegen bei 8 bis 10 Mio €.
https://www.bayern-innovativ.de/de/seite/stromnetzausbau-stand-kosten-eingriffe/

Pauschal ist sowas natürlich schwierig, hängt von der Gegend, dem Aufwand, der Bodenbeschaffenheit etc. ab. Südlink mit den 700km Länge soll knapp 15 Milliarden kosten, wie wir öffentliche Aufträge kennen, rechne lieber mit 20 Milliarden. Den Schätzungen zufolge wird uns der Ausbau der Stromnetze bis 2045 zwischen 650-750 Milliarden Euro kosten und die wollen irgendwie eingetrieben werden.
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_killy_ schrieb:
Wir haben doch schon heute die Möglichkeit flexible Tarife abzuschließen. Auch sind die Ladesäulen vernetzt - da du dort vor Ort ja auch ans Zahlungssystem angebunden bist.

Eine direkte Förderung der E-Autos macht nur die Autos teuerer und erhöht nicht die Zulassungszahlen. Es muss an den Stellen angesetzt werden, die es für den normalen Kunden aktuell komplizierter macht den Umstieg zu wagen.
Du wiederholst das was ich bereits selbst gesagt habe! Eines nach dem anderen, bedeutet zunächst "low hanging fruits" abzuernten. Flexible Tarife an den Ladesäulen und eine gesetzliche Obergrenze für den Strompreis, sind mit ein paar "Klicks" realisierbar. Da bin ich voll bei dir!

Autos zu fördern oder Millionen in Elektrobusse zu stecken, war eine Sackgasse und falsch angelegtes Geld, aber diese Subventionen sind nun zum Glück vom Tisch. Bitter an der Stelle ist nur, das Geld ist versenkt worden, statt es in langfristigen Ausbau zu investieren. Es hilft nur nicht über die Fehler der Vergangenheit zu sinnieren, man muss es in der Zukunft besser machen.

Die Ampel hat eine "übers Knie brechen" Politik gemacht, man kann aber nicht alles auf einmal umwerfen. Billiger Strom, dann werden Elektroautos interessant und auch bei den Heizungen werden sich die Leute selbst nach Wärmepumpe umschauen. Sinnlos Käufe zu fördern, obwohl weder die Infrastruktur da ist noch die Betriebskosten sich rechnen, ist reine Geldverbrennung.
 
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Es geht in der Regel nicht um die Anträge sondern um das alte Stromnetz das zusammenbrechen würde, wenn du auch nur eine 11kw Wallbox anklemmst. Genauso wie der Windpark- oder PV-Freiflächenbetreiber der seine Leitungen teilweise über viele km bis zum nächsten Übergabepunkt (USW) verlegen lassen muss, muss der Ladepunktbetreiber das auch tun. Über Land kann das teilweise sehr schnell im Pflugverfahren getan werden. Kostenstreiber sind da aber nicht nur die Baukosten sondern auch Ausgleichszahlungen für die Grundstückseigentümer über die die Leitung verlegt werden muss. Das sehen wir z.B. gerade bei Südlink extrem.
 
Kassenwart schrieb:
Dafür ist genau das gerade Marktreif:
Das ist sogar schon länger Marktreif und wird wie angegeben bereits in Köln getestet. Nur bis sowas an allen Parkbuchten installiert wird, wenn überhaupt, vergehen Jahrzehnte.
1747842361686.png

https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/presse/mitteilungen/26679/index.html

Die Frage an dieser Stelle ist, brauchen wir das überhaupt? Ist ja nicht so als könntest du heute dein Auto ebenfalls am Straßenrand überall auftanken, von einem Kanister mal abgesehen. Natürlich macht es die Nutzung von Elektromobilität bequemer, aber mir persönlich wäre es egal ob ich an solcher Dose, an einer "Tankstelle" oder beim Arbeitgeber laden können würde, einzig der Preis ist heutzutage ein großer Problem.

Das zweite Problem sieht man schon an der Steckdose selbst, wieso kann sich das Auto nicht einfach selbst authentifizieren, wieso brauche ich dafür eine Karte? Ist alles schon da, die Standards liegen vor, aber es braucht schlichtweg Zeit.

Jetzt driftet das aber zu weit ins OT, das Thema haben wir hier im Forum schon öfter durchgekaut, also halte ich mich zurück. Fakt ist, das Geld muss in die Netze und nicht als Kaufanreiz genutzt werden, fertig. Es gewinnt die bequemste und günstigste Lösung, also müssen wir E-Mobilität günstig und bequem machen, statt mit Verboten und Geld um uns zu werfen.
 
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Buttkiss schrieb:
Schon aus dem Grund weil die meisten Hersteller das nicht bauen wollen.

Das werden sie wohl müssen, wenn sie nicht das Bürgergeld für die vom Arbeitsplatz abgeschnittenen Billiglohnpendler mitfinanzieren wollen. Ohne massentaugliche Mobilität gibt es schlicht keinen Schichtdienst zum Billiglohn mehr. Da hilft auch kein dummes Gezicke der Politik, dann heißt es Arbeitsplatz in Fahrradreichweite oder Grundeinkommen rüberwachsen lassen, sonst Fackeln und Mistgabeln.

Buttkiss schrieb:
Die Wechselstationen funktionieren mechanisch, sind fehleranfällig und wenn die eine Station ausfällt dann kommst du evtl. nicht mehr bis zur Nächsten.

Vieles ist mechanisch, und trotzdem nicht fehleranfällig, wenn es vernünftig konstruiert und gewartet ist.

Nebenbei ist ein Schnelladestecker für Leistungen im Megawattbereich auch mechanisch nicht trivial. Nvidia hat es sogar geschafft, einen Stecker für alberne 0,0006 Megawatt zu verbocken, der noch nicht einmal viele Steckzyklen verkraften muss.

Buttkiss schrieb:
Und wieviele Akkus willst Du vorhalten wenn am Osterwochenende alle los wollen? Bei den Ladesäulen musst du im schlimmsten Fall mal 10 Minuten auf eine freie Säule warten.

Auf jeden Fall nicht mehr, als stationäre Akkukapazität für die Schnelladesäulen notwendig wäre. Das ganze ist sowieso utopisch:

https://www.focus.de/auto/ratgeber/...-eigenes-kraftwerk-brauchen_id_260763309.html

„Schon einfache Rechenbeispiele zeigen, dass nur wenige Elektroauto-Nutzer von den Schnelladesystemen profitieren können und dass auch an normalen Ladesäulen die Ladevorgänge immer häufiger länger als erwartet dauern werden, weil es die geforderten Stromleistungen nicht geben wird“, so Willner.

Ladeleistung für nur ein E-Auto = 1440 kW = 1,4 Megawatt. Ladeleistung für 1000 E-Autos = 1,4 Gigawatt. „Das heißt, für nur lächerliche 1000 Autos, die das superschnelle BYD-Ladesystem gleichzeitig nutzen wollten, müsste man ein zusätzliches Großkraftwerk anwerfen“, so Willner - und die Ladeleistung für nur 50.000 Fahrzeuge würde mit 70 GW dem derzeitigen Strombedarf von ganz Deutschland entsprechen.
 
Morgens ist der Sprit im allgemeinen etwas teurer als abends ... was zur Folge hat, dass Tankstellen abends deutlich besser besucht sind als tagsüber. Zum Einen hat man dann die "Feierabend-Tanker", die halt irgendwann zwischen 15 und 22 Uhr Feierabend haben, und auf dem Heimweg noch tanken, zum anderen aber auch die "Geier", die irgendwann zwischen 20 und 22 Uhr einsehen, dass der Sprit wohl heute nicht mehr billiger werden wird.

Jeden Tag findet ein "trace to the bottom" zwischen den Anbietern statt ... zu sehen an Preisänderungen im Minutentakt ... 1c rauf, 2c runter, 3 c rauf, 1c, runter, 1c, runter, 1c runter.

Und den Zirkus wollt ihr durch flexible Tarife auch an öffentlichen Ladesäulen haben?

Die Ladesäule auf unserem Gelände wird den ganzen Tag über gut besuhct, WEIL sich dieser Preis nicht ändert. Würde er das tun, hätte man da wohl die gleiche Konzentration auf Zeiten, in denen es halt günstiger ist.

Ich beobachte die Spritpreise nun seit 5 Jahren ... irgendeine Logik (abgesehen von "wer kann am billigsten") scheint da nicht drin zu stecken.
Da darf es stark bezweifelt werden, dass die Strompreise an den Ladesäulen der selben Anbieter einfach dem Spot-Markt folgen würden. Da kann ich als Tankwart nur sagen: "träumt weiter".
 
xexex schrieb:
Weil sonst überall solche Säulen stehen müssten
Und genau später gibst du schon dir selbst die Antwort. Genau das meinte ich mit kreativen Lösungen. Nur werden die lieber mit irgendwelchen vorgeschobenen Gründen blockiert. Im schlimmsten Fall kommt dann noch die DSGVO als Einwand. :p

Es braucht keine flexiblen Tarife, es braucht einfach nur günstige Tarife für Standardladen bis max 11kW. Und das sollte so bei max 20Cent liegen.
 
@JMP $FCE2
Ich selbst finde das Wechselsystem total sinnvoll. Damit könnten auch Mieter ohne eigenen Stellplatz sofort auf ein BEV umsteigen aber ich sehe auch das sich das hier nicht durchsetzen wird. Wenn das in China ein einzelner Hersteller anbietet, in einem Land wo es in weiten Teilen kein ausgebautes, alternatives Ladenetz gibt, kann sich das gut verbreiten. Das sich hier alle übrigen Hersteller auf neue Standards einigen, ihre BEV Flotte praktisch neu erfinden da der fest verbaute Akku ein zentrales Fragment der Karroseriestabilität darstellt, ist vollkommen utopisch.
Ich sehe bei der aktuellen Entwicklung des Strombedarfs und der Verbreitung der BEV noch keine Probleme. Trotz der aktuell 1,65 Millionen BEV und 2-3 Millionen Wärmepumpen geht der Stromverbrauch in Deutschland seit Jahren zurück. Die hohen Ladeleistungen werden über Puffer bereitgestellt und belasten das Netz nicht zwangsläufig, auch laden nicht alle gleichzeitig.
Die theoretischen Ladeleistungen werden praktisch nie erreicht werden. Mein Auto kann bis zu 235 kW schnell laden. Der Wert wird aber nur selten erreicht und ist immer unterschiedlich, obwohl man an den gleichen Ladenpunkten lädt.
 
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Thorle schrieb:
Genau das meinte ich mit kreativen Lösungen.
Inwiefern ist es denn kreativ, statt einer 100kW Säule, zehn 10kw Steckdosen zu bauen? Die Problematik bleibt gleich und es wird noch teurer.

Nicht falsch verstehen, natürlich wäre es dann für jeden einzelnen bequemer und man könnte mit flexiblen Tarifen arbeiten, trotzdem ist der größte Kostenfaktor derzeit das Netz selbst. Zudem sind solche Lösungen eigentlich schon bei der Installation veraltet!

Wie ich bereits sagte, existiert schon lange "Plug&Charge", womit gar keine Karten notwendig wären. Wie viele aktuelle Fahrzeuge neben Tesla beherrschen es bereits? Wie viele Ladesäulen? Wie sieht es mit Induktionsladen aus? Gibt es ebenfalls schon längst, wäre eine noch viel einfachere Lösung, einfach Fahrzeug hinstellen Knopf betätigen und fertig.

"Kreative Lösungen" gibt es viele, aber keine Stadt baut 100.000 Steckdosen hin und bevor sie damit fertig ist, ist diese Lösung längst veraltet, selbst wenn das Stromnetz überhaupt soweit ausgebaut wäre. Ich verstehe also die Zurückhaltung durchaus und wie ich bereits sagte, das Geld muss zunächst in die Infrastruktur fließen, denn egal wie am Ende der Strom ins Auto kommt, er muss zunächst in der Straße ankommen.
Ergänzung ()

DerOlf schrieb:
Und den Zirkus wollt ihr durch flexible Tarife auch an öffentlichen Ladesäulen haben?
Ja! Weil es völlig unverständlich ist, wieso während einer Hellbrise am Spotmarkt Deutschland den Strom verschenkt, während der Autofahrer 80 Cent pro kW bezahlt.
 
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xexex schrieb:
Inwiefern ist es denn kreativ, statt einer 100kW Säule, zehn 10kw Steckdosen zu bauen?
Weil dann 10 Autos statt einem gleichzeitig geladen werden können. Und ich denke mal es auch günstiger und besser ist, von der notwendigen Ausstattung.

Ich möchte auch keine 5 Schnellladesäulen an der Straße stehen haben, weil ich nicht nach 0,5-1h wieder zum Auto traben müsste um umzuparken.
 
xexex schrieb:
Ja! Weil es völlig unverständlich ist, wieso während einer Hellbrise am Spotmarkt Deutschland den Strom verschenkt, während der Autofahrer 80 Cent pro kW bezahlt.
Und du glaubst wirklich, dass flexible Tarife dazu führen werden, dass du dein Auto für lau volladen kannst?
Die dabei erbrachte Dienstleistung soll wohl umsonst sein, die Netzwartung und der Ausbau kosten auch nichts und irgendwelche Unternehmen mit Profitinteresse gibt es ohnehin nicht.
Du machst die Rechnung dabei nicht nur ohne den Ober, sondern igrorierst das gesamte Personal im Restaurant.

Ich bin eher für noch höhere Energiepreise. Weil ich nämlich etwas seit den 1980ern schmerzlich vermisse ... und das ist der WILLE zum Energiesparen.

Jede KWh, die du nicht verbrauchst, musst du auch nicht bezahlen.
Das ist bei Benzin und Diesel natrürlich das gleiche ... weniger verbrauchen -> weniger bezahlen.
Eigentlich trifft das auf sämtliche Konsumgüter zu ... man hat es selbst in der Hand, wie teuer der Konsum wird.
 
DerOlf schrieb:
Ich bin eher für noch höhere Energiepreise. Weil ich nämlich etwas seit den 1980ern schmerzlich vermisse ... und das ist der WILLE zum Energiesparen.

Jede KWh, die du nicht verbrauchst, musst du auch nicht bezahlen.
Das ist bei Benzin und Diesel natrürlich das gleiche ... weniger verbrauchen -> weniger bezahlen.
Eigentlich trifft das auf sämtliche Konsumgüter zu ... man hat es selbst in der Hand, wie teuer der Konsum wird.
Klingt zunächst logisch, ist jedoch in der Konsequenz sehr kurz gedacht: Das Potenzial zum Energiesparen ist grob gesagt proportional zum Einkommen des Haushalts. Menschen ohne Kapital, also zum Beispiel Mieter mit niedrigem Einkommen, können kaum nennenswert Energie sparen, sofern ihnen nicht absolute Grundbedürfnisse wie Warmwasser, Kochen oder grundlegende Elektronik verweigert werden sollen.

Haushalte mit höherem Einkommen und entsprechend hohem Energieverbrauch, etwa durch ein großes Haus, könnten durchaus ihren Verbrauch senken, müssen es aber nicht. Zudem haben sie durch Solaranlagen beispielsweise die Möglichkeit, einer Verteuerung auszuweichen. Die Energiekonzerne würden sich über diesen Gedankengang sicherlich freuen, ebenso die Aktionäre,selbstredend. Und die E-Mobilität wäre damit wohl auch erst einmal Geschichte.

Ich meine, das hier schon einmal angesprochen zu haben. Generell wundert es mich, dass im Gesamtkomplex Energiewende und E-Mobilität die Vorschläge (und auch die reale Umsetzung) immer wieder darauf hinauslaufen, die sozial Schwächsten proportional am härtesten zu belasten, während gleichzeitig die Förderung mit steigendem Einkommen zunimmt. Woher kommt das?
 
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Nach unten tritt es sich leichter als nach oben. So ganz allgemein gesprochen, damit spreche ich niemanden aus dem Thread hier persönlich an.
 
DerOlf schrieb:
Und du glaubst wirklich, dass flexible Tarife dazu führen werden, dass du dein Auto für lau volladen kannst?
Ich würde sogar weiter gehen, flexible Tarife + Vehicle-to-Grid würden dazu führen, dass wir keine/weniger teure Stromspeicher irgendwo in der Pampa aufstellen müssten, sondern die eh schon vorhandenen Akkus dazu nutzen könnten. Die Technik ist da, die Gedankenspiele schon lange, an der Umsetzung hakt es noch.

Nochmal.... Wir verschenken Strom derzeit bei Überangebot auf dem Spotmarkt und schalten Windräder ab, wenn zu viel Wind da ist. Selbst 10 Cent Verdienst an diesem Strom sind mehr als gar keins und flexible Stromtarife sind längst seitens der EU verabschiedet worden, ist halt nur noch nicht an den Ladesäulenbetreibern angekommen und gesetzlich hierzulande noch nicht erzwungen.

Eine Steuerung des Verbrauchs brauchen wir übrigens sowieso, wird werden nie 50 Millionen Autos alle nach der Arbeit um 18 Uhr laden können, flexible Stromtarife und die Möglichkeit günstig laden zu können, würden dabei sofort das Interesse an E-Autos erhöhen.
 
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Nazrael schrieb:
Ich meine, das hier schon einmal angesprochen zu haben. Generell wundert es mich, dass im Gesamtkomplex Energiewende und E-Mobilität die Vorschläge (und auch die reale Umsetzung) immer wieder darauf hinauslaufen, die sozial Schwächsten proportional am härtesten zu belasten, während gleichzeitig die Förderung mit steigendem Einkommen zunimmt. Woher kommt das?

Der Staat müsste an der Stelle einfach mal die Maßnahmen umsetzen, die dieser eigentlich hierfür vorgesehen hat.

Beispielsweise sollte der CO2 Beitrag "Haushaltsneutral" eingeführt werden. Sprich, die Einnahmen werden dann pauschal auf alle Bürger wieder ausgezahlt.
Somit erhalten dann Haushalte, die wenig CO2 verursachen deutlich mehr Geld zurück, als sie mal gezahlt haben. Haushalte mit hohen CO2 Verbrauch, erhalten weniger.

Die Ampel-Regierung hat es aber leider verpasst, dieses Wahlversprechen auch entsprechend einzulösen und umzusetzen.
 
Lost_Byte schrieb:
An zu wenig Ladesäulen hapert es derzeit nicht. Die bestehenden sind so gering ausgelastet, dass die sich häufig gar nicht rechnen Quelle
Leider geht die Aussage nur sehr rudimentär auf die Ursachen ein. Wenn die Ladesäulen natürlich dorthin gebaut werden wo es keinen interessiert, wundert es mich nicht. Hingegen sehe ich an wichtigen und sinnvollen Orten die Ladesäulen immer belegt. Und leider sind die Planer wohl auch selber noch nie E-Auto gefahren. Man muss im Kopf umdenken.

Ladesäulen gehäuft auf Einkaufsparkplätzen, bei Behörden und beim AG wären viel hilfreicher mMn.
Ein fehlerhafte Planung ist für mich auch z.B. bei Ikea zu sehen. Wenn die Planer stolz verkünden das noch mehr an Schnellladern gebaut werden soll, geht das an der Praxis völlig vorbei. Welcher Einkäufer rennt denn nach 30min aus dem Möbelgeschäft raus und parkt um. Mehr an Standardladern wären viel hilfreicher.

Und bitte ganz schnell das V2G umsetzen.
 
Also ich will mich nicht länger als 30 Minuten in einem Ikea aufhalten 😊
Ich hab keine Ahnung wie das vernünftig umgesetzt werden soll in einer Großstadt die ganzen Parkflächen mit Lademöglichkeit für Verbrenner zu sperren wenn da eh schon Parkchaos ist.
 
naja du brauchst halt mind. 22kw oder besser 50kw Lader an Einkaufmärkten, sonst lohnt es scih ja nicht wirklich ;)
 
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