Wie funktioniert DDR2 ??

THE NOXIER

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Hallo!

Hab da mal eine Frage: wie funktioniert DDR2 im Vergleich zu DDR1 (bei Ramriegeln natürlich)

Wenn die Frage schon beatwortet ist bitte ich um den link! ich hab nix gefunden....


danke schon mal!
 
Was ich bisher über DDR2 weis ...

Mehr Massepins, Geringere 1.8 anstatt 2.6Volt-Core-Spannung und dadurch weniger heis sowie "on-Die"-Termination für sauberere Signale durch Wegfallen von Reflektionen sind die wohl wichtigsten Neuerungen bei DDR2. Beides sorgt für höhere physische sowie höhere "signalreinere" Taktbarkeit.

Wenn du bei jetzigen DDR am Board guckst kannst du entlang den Speicherslots so kleine Bauteile wie eine "Kette" aneinandergereiht genau parallel zu den Slots erkennen :
https://pics.computerbase.de/1/3/4/6/5/18-1080.1802287985.jpg (schwarze "Dinger", sehen aus wie Spinnen :D )
Das sind "Abschlusswiderstände" welche das durch die Speicherchips durchgeschleifte Signal terminieren (BUS abschliessen) Bei DDR 2 ist das nicht mehr nötig und die Dinger werden vom Board verschwinden. Das Signal wird im Chip selber eben "on Die" terminiert und dadurch bleiben die I/0-Bitwerte auf entsprechenden Leitungswegen saubere, sind nicht so "verauscht" weil der Terminierungsweg so auch viel kürzer, quasi 0 ist (da ja im Chips selber) - Reflektionen über das Ende längerer Terminierungsstränge bis ausserhalb der Speicherlost wie bei DDR1 (siehe Bild die "Abschlusswiderstände) fallen weg. I/O-Interpretationen fallen den Speichercontroller leichter da das Signal aller Module "sauberer" ankommt, da dieser negative "Signalrausch-Effekt" mit zunehmenden Takt unter anderem da Lambda-Halbe steigt zudem mehr als nötig ->weniger Gefahr auf Datenkorruption.
DDR2 jedoch wird viele Anwender anfangs verwirren : Angegebene CAS-Latenzen von 5 oder höher sind nun üblich da die geringeren CAS´s von DDR1 bei so hohen Frequenzen kaum noch zu sauber adressierbaren Ergebnissen führen, das aber heisst nichts den im Gegensatz zu hier gestiegenen Latenzen kann DDR2 in einem Tyktzyklus über chipintern verdoppelt-breiten Interface Daten ausgeben.
Fortschritlichere und kompaktere "µ BGA"-Chipbauformen auf den Modulen mit "Punkt zu Punkt-Verbindungen" sorgen ausserdem gleich nochmal für optimalere Signalwege, ebenfalls dienlich der Signalreinheit bei höheren Frequenzen.

Oder guck mal hier, diese Artikel zu DDR2 :
http://www.3dcenter.de/artikel/2003/04-03.php
http://www.lostcircuits.com/memory/ddrii/

! Leider wird und kann aber DDR2 NICHT kompatibel zu jetzigen Motherboards sein, erstens soll DDR2 mehr Pins haben (mehr "Massepins" - ebenfalls dienlich beim reinhalten der Signalwege), eben eine niedrigere Corespannung(DDR-Voltage) und zudem komplett andere Latenzen sowie ein wegfallen der Abschlusswiderstände entlang von Speicherslots da interne Terminieung - daher allein deswegen ein neues Boardlyout nötig, hier muss also das Boardlayout,BIOS, Speicherslost,Speichercontroller, sprich : zu 100% zwingend komplett neues Board her.

Ausserdem eben weil :

DDR1 : 184 Anschlusspins
DDR2 : 240 Anschlusspins

Die kommenden Intel-Prescots mit 1066FSB werden zum Beispiel vermutlich als erstes mit DDR2-Unterstützung ab vermutlich 2-3Q 2004 ausgestattet sein, hat einen einfachen Grund : Wen Intel beim Prescott den FSB später auf 1066 anheben wird kann nur noch DUAL-CHANNEL-DDR2 die entsprechend hohe Bandbreite liefern (DDR533 x 2 da Dualchannel = 1066/für 1066MhzFSB) - spätestens aber dann beim Prescot-Nachfolger "Tejas" da der schon mit 1066FSB an den Start geht.

cu
 
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