Wie häufig sind Ausschreitungen gegen Ausländer in anderen Ländern?

Odium

Captain
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Hallo zusammen.

Man in den letzten Tagen einiges über die mir bis dahin unbekannte Stadt Mügeln gehört. Heute habe ich diesen Artikel gelesen, bei dem zwei Farbige Opfer von Gewalt wurden.
Diese Nachrichten stehen immer im Kontext zu unserer Vergangenheit, einerseits zu Periode ausgesprochener Willkommenheit gegenüber Ausländern in den '60ern, andererseits natürlich an die Zeit vor 70 Jahren.

Meine Frage daher an alle, die bereits länger im Ausland waren, dort möglicherweise gearbeitet haben und mehr als Bars und Strände gesehen haben, ist einfach, ob die Gewalt gegen mutmaßliche Ausländer hier auf durchschnittlichem Niveau anzusiedeln ist, oder ob sie dagegen häufig oder selten vorkommt.

Natürlich ist klar, dass man zu Regionen mit Krieg, Bürgerkrieg (sei er noch im Gange oder erst ein paar Jahre her) keinen echten Vergleich ziehen kann, aber ich habe keine Vorstellung davon, wie es in anderen westlichen Länder wie Spanien, USA, Großbritannien oder Italien aussieht.

Bitte keine Ausschweifungen mit möglichen, ausgedachten Begründungen, persönliche Angriffe oder dererlei.
Gruß,
Odium
 
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Fremdenfeindlichkeit ist keine deutsche Erfindung. Die Übergriffe gegen Ausländer/Migranten können dabei die verschiedensten Ursachen haben (z. B. religiöser Extremismus, übertriebenener Nationalismus, Sozialneid, historisch begründete Rivalität usw.). Man schaue sich nur die zahllosen Neonazi-Aktivitäten in den verschiedenen Ländern an. Einzelbeispiele für Übergriffe findet man überall, aber es wird natürlich nicht immer darüber berichtet, wenn jemand körperlich angegriffen oder subtil diskriminiert wird.

http://www.focus.de/politik/ausland/fremdenfeindlichkeit_aid_125003.html

http://www.fes.de/fulltext/asfo/00256toc.htm

http://www.europolitan.de/cms/?archiv_ausgabe=67&tid=2&aid=2253&

http://www.politische-bildung.de/Download/download.php?LinkID=961

http://www.wsws.org/de/2004/nov2004/gogh-n18.shtml

http://www.doew.at/information/mitarbeiter/beitraege/fpoedtbn.html

http://www.faz.net/s/RubCC21B04EE95...4DAB9A265C8920511D~ATpl~Ecommon~Scontent.html
 
Warum wird sowas in Deutschland immer wieder nur hochgepusht, wenn mal wieder ein Vorfall war? Das geht dann zwei-drei Tage und dann interesssiert das sowieso niemanden mehr. Das ist dabei das Verwerfliche. Es ist doch nicht neu und es wird wieder und wieder passieren. Aber solange jeder Einzelne, egal ob Politik oder Privatperson das nach einer Woche wieder aus dem Gedächtnis streicht, wird sich sowieso nie etwas ändern. Jetzt wird es wieder eine Woche aufgrund des aktuellen Anlasses mit etlichen Threads durchgekaut, groß und heiß diskutiert um dann wieder in der Versenkung zu verschwinden.

Ich wette Threads mit Ausländerfeindlichkeiten und dergleichen gibt es zuhauf hier, die alle nur wie irgendwann dieser hier, in der Versenkung verschwunden sind.
 
Bei mir in Portugal gibt es ebenfalls Nazi-Gruppierungen die seit einigen Jahren von sich reden lassen. Es gab schon etliche Übergriffe aus Schwarze sogar mit Mord.

Das gößte Problem, finde ich, sind nicht unbedingt diese Nazis, sondern der Alltags-Rassismus der Menschen in den jeweiligen Ländern.

Habe mal eine Studie gelesen wonach Belgier und Deutsche mehr rassistische und antisemitische Tendenzen aufweisen wie zB. Portugiesen oder Franzosen. Aber Spanier und Italiener sind auch eher anfälliger für Rassismus als zB. Holländer.
 
Wir haben ein Ausländer Anteil von über 22%, auch wir haben Probleme mit Ausländer, aber im gross und ganzen haben wir trozdem wenig Probleme verglichen mit Frankreich, Deutschland oder anderen ländern in der EU.

Wen man von Ausländern spricht solte man vorallem auf eines immer achten, dass man über diese spricht die der eigentliche Problem fall sind, die Kriminelen.

Hier muss man direkt anpacken, das macht die Schweiz nun seit längerem auch in dem Kriminele schneller ausgeschaft werden. Die Statistik hat klar gezeigt das Ausländer am meisten Kriminalitäten behen in der Schweiz.

Entweder man haltet sich an die Regeln oder man tragt dafür die Konsequenzen.
 
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Man kann über Deutschland sagen was man will.. aber Nationalismus oder Ausländerfeindlichkeiten sind hier auch nicht mehr vertreten als in anderen Ländern.. man ist nur sehr empfindlich aufgrund der vergangenen Geschichte hier..
Komischerweise scheinen die ehemaligen Verbündeten Japaner weniger Probleme damit zu haben... wobei ich deren Rassismus vllt sogar höher einschätzen würde.
 
Gerade derzeit wird dieses Thema ja wiedermal hochgekocht. Was ich ehrlich nicht verstehen kann ist, dass die Medienwirksamsten Übergriffe gerade im Osten von Deutschland stattfinden. Wo wir doch hier im Westen und besonders im südwesten die meisten Ausländer haben. Die Wirtschaftsstärksten Regionen ziehen nicht nur Deutsche sondern eben auch Ausländer an. Ich glaube kaum, dass die Leute im Osten besonders in diesen ländlichen Regionen mit Ausländern zu kämpfen haben. Wir "Großstädter" dagegen schon eher. Aber hier passiert nichts. Bzw. kaum etwas. Leider sind Angriffe auf Deutsche bei weitem nicht so spannend und Schlagzeilenträchtig wir Angriffe auf Ausländer....
Ich möchte auch nochmal betonen, dass ich hauptsächlich von kriminellen Ausländern spreche. Leider schätze ich die Anzahl auf ca. 60%. Hier in München haben wir einen Ausländeranteil von 25%. 60% davon sind Kriminell. Ein bisschen mehr Abneigung gegen Krimininelle und Krimininelle Ausländern würde Deutschland sicher nicht schaden!
 
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Der Unterschied liegt wohl darin, dass die Täter im Fall von Rheinland-Pfalz nicht unmittelbar greifbar waren und die Polizei deshalb nichts verlauten ließ. Das änderte sich erst nach den Verhaftungen. In Mügeln war der Mob für alle sichtbar und man sollte meinen, dass es dann auch einfacher sei, die Täter zu fassen. Aber die Polizei war wohl während der Übergriffe nicht anwesend, weshalb es z. B. auch keine Beweisfotos gibt. Und wenn die Anwohner im Nachhinein mauern, stehen die Ermittlungsbehörden eben vor einem Problem.
 
@keshkau
Das mag schon die Ursache sein, doch mir ging es mehr um die grundsätzliche Berichterstattungsmentalität der Medien, was übrigens nicht das erste mal ist, jetzt auch nicht nur beim Thema Rechtsradikalismus, generell Gewalt.
Auch nach Veröffentlichung/Bekanntgabe von Rheinland-Pfalz scheint sich immernoch kaum einer dafür zu interessieren, weder in den Medien, noch unterm Volk. Mügeln wird hingegen hoch- und runtergebeten in jedermanns Kopf.
Rechtsradikalismus im Osten scheint wohl populärer, populistischer oder interessanter zu sein, der Rest wird verdrängt? Oder liegt es an Kurt Becks weisser Weste und Heimat, dass man das besser nicht so sehr an die grosse Glocke hängt? Zweierlei Maß? Mügeln ist wohl als kleines ostdeutsches Nest Freiwild, soll den ganzen Hass in der Republik als Buhmann auf sich alleine ziehen? Also den Eindruck habe ich schon seit längerem gewonnen.
Stichwort: "neue Debatte über die rechtsradikale Gewalt in Ostdeutschland"
Mehr wollte ich damit eigentlich nicht aussagen. :)
 
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Jace schrieb:
Sich erst über ein verfälschtes Bild von Medien beschweren und dann Zahlen wie "60% der Ausländer in München sind kriminell" in den Raum werfen.. jaja. o_O

Ich hab mich doch gar nicht beschwerd sondern nur klar gestellt. Ausserdem werfe ich keine 0815 Behauptung in den Raum. Das sind lediglich Einschätzungen die auf Tatsachen beruhen!
 
@saberrider
Wie, du hast dich nicht beschwert? Wenn du schreibst, dass du dir generell mehr Abneigung gegen kriminelle Ausländer wünschst, dann ist das deshalb eine Beschwerde weil es ja deiner Ansicht nach im moment zu wenig Abneigung gibt. Also red dich da mal nicht raus ;) Du beschwerst dich eindeutig.

Aber dann frage ich dich: Wo ziehst du die Grenze zwischen einer Forderung nach pauschaler Abneigung gegenüber Kriminellen (und hier frage ich mich auch noch wie man Kriminelle tagsüber auf der Straße identifizieren soll, denn auf der Stirn steht ihnen das sicher nicht geschrieben) und einer Forderung nach pauschaler Abneigung gegenüber Ausländern allgemein?

Die Antwort kann ich dir geben: Deine Forderung ist echt gefährlich, denn schneller als du denkst forderst du allgemein stärkere Abneigung gegen Ausländer, ergo Ausländerfeindlichkeit...und so willst du ja hoffentlich nicht verstanden werden...oder? ;)
 
@th3o:
Meine Aussage war auf die Beschwerde den Medien gegenüber betreffend.
Genau wie du es sagst. Leider wird die Abgneigung kriminellen Ausländern oftmals gleich mit allgemeiner Ausländerfeindlichkeit gleichgesetzt. Daher trauen sich oftmals die Leute nichts über dieses Klientel zu sagen. Sei es Politiker oder Otto Normal Bürger. Gleich wird man in die Rechte Ecke gedrückt.
Leider muss ich dir widersprechen. Man kann den Leuten sehr wohl ansehen ob sie kriminell sind. Besonders den Gewaltkrimininellen. Hier in Bayern würden wir sie als Grattler beschimpfen. :) Berufsbedingt kann ich den Menschen sehr wohl ansehen ob sie schon als "Gewalttäter" aufgefallen sind. Wirtschaftskriminelle sind hier eine Ausnahme.
Wenn man als Otto Normalo durch die Straße marschiert und Angst haben muss von Ausländern überfallen oder geschlagen zu werden, dann hat Deutschland wohl ein Problem. Sicher gibt es Deutsche die genau so schlimm sind. Aber gegen die können wir ausser mit dem Strafrecht nichts machen. Bei den Ausländern gibts da sehr wohl eine Möglichkeit. Und die heisst Abschiebung und Einreiseverbot!!! Das ist der Unterschied.! Aber eins könnt ihr mir Glauben. Es ist bei weitem nicht so leicht einen Ausländer abzuschieben wie es sich die Gesellschaft wünschen würde. Sprecht mal mit einem von der Ausländerbehörde. Die sind echt am kotzen dort!
 
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Das Thema ist: "Wie häufig sind Ausschreitungen gegen Ausländer in anderen Ländern?" und ist im 1. Beitrag klar definiert.
Bitte daran halten, gilt auch für die "Hellseher" hier im Thread.
 
Wo wir doch bei anderen Ländern sind hier was ganz feines aus Israel:

Jüdische Neonazis festgenommen
Die Polizei hat in der israelischen Stadt Petah Tikwa eine Bande von acht Neonazis verhaftet. Sie sollen orthodoxe Juden ein Jahr lang terrorisiert und Synagogen mit Hakenkreuzen beschmiert haben.

weiter lesen...

Also da fällt mir nix mehr zu ein. Es ist schon schlimm genug das es im Ostblock Neo-Nazis gibt, nun auch noch Juden als Nazis. Wahrscheinlich kennt keiner von denen die Weltanschauung des 3.Reiches........

Weiß garnicht ob ich diese Welt noch ernst nehmen soll, bald sehe ich noch Schwarze im Ku-Klux-Klan und George Bush mit CCCP-T-Shirt.
 
Der Mensch fürchtet von Natur aus und seit jeher das Fremde, egal welcher Nation oder "Rasse" er angehört. Und solange man sich darüber im klaren ist, dass das irrational ist, solange ist das auch nicht schlimm. Egal, welche Begriffe man für irgendwelche Leute verwendet. Ich sage Schwarze zu Schwarzen, weil sie nunmal schwarz aussehen. Wer da eine Wertung rein pfuscht, der hat m.E. ernste Probleme mit seinem Charakter.

Am Ende kann langfristig nur Transparenz, eine Versachlichung und öffentliche Auseinandersetzung helfen, den menschlichen Ur-Instinkt zu überlisten. Dass man im Falle von Deutschland (wie auch in anderen europäischen Ländern) dringend an der Einwanderung und Integration arbeiten muss, das versteht sich ja von selbst. Denn sonst entstehen Parallelgesellschaften, die die Landessprache und Kultur nicht interessiert. Und damit ist niemandem geholfen. Egal ob es um Türken in Deutschland oder Mexikaner in Nordamerika geht.

PS: Die Ereignisse in einer bestimmten Stadt in Ostdeutschland halt ich für aufgebauscht. CB könnte titeln "Plant Müngeln den Rassenkrieg?". ;)
 
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@BessenOlli,
da kann man nur zustimmen, ich glaube in der Beziehung ist Deutschland einiger als manche das wahrhaben wollen, nach dem Motto alles schlecht im Osten der Rest ist sauber.
Auch in vielen anderen Ländern werden Ausländer an den Rand der Gesellschaft gedrängt, siehe die Unruhrn in Frankreich die letztlich die gleiche Ursache haben.
 
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