Wiedergabefrequenz beschränken für Musik und Filme

Calmalor

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Hallo,

kennt hier jemand eine Möglichkeit die Wiedergabefrequenz am Pc für alle Programme zu beschränken, sodass zum Beispiel nur noch die Frequenzen von 1 - 24000 Hertz wiedergeben werden?

Mit dem Equalizer von meinem Soundtreiber komme ich nur bis 16000 Hertz und alles darüber kann ich so nicht wegschneiden.

MfG Calmalor
 
Schau mal, ob deine Soundkarte überhaupt Frequenzen oberhalb 16kHz ausgibt...
 
Calmalor schrieb:
Mit dem Equalizer von meinem Soundtreiber komme ich nur bis 16000 Hertz und alles darüber kann ich so nicht wegschneiden.

Ein EQ ist kein Filter, zumindest nicht in dem Sinne von Hochpass/Tiefpass.

Die Frage ist, wieso willst Du unbedingt die "Wiedergabefrequenz" einschränken? Deine Lautsprecher/Kopfhörer können sowieso nur bis zu einer gewissen Frequenz wiedergeben, und wenn Deine Klangquelle z.B. ein mp3 ist, brauchst Du Dir um allzu hohe Frequenzen im MHz-Bereich sowieso nicht allzu viele Gedanken zu machen.

Einzig ein Hochpass hinter einem Schallplattenspieler in Bereichen ab 20Hz könnte noch Sinn machen, wenn die Platten sehr verzogen sind.
 
Mein Soundchip kann bis zu 192000 Hertz ausgeben, allerdings habe ich es auf 44100 Hertz beschränkt.
Beschränken will ich die Ausgabefrequenz, weil ich hier ältere Lautsprecher stehen habe, die nur für Frequenzen bis zu 24000 Hertz gebaut. Wenn man sich aber heute aktuelle Filme anschaut, dann sind die Tonspuren aber ausgelegt bis zu 192000 Hertz. Das stellt bei erhöhten Pegeln eine zusätzliche Belastung für die Hochtonkalotten dar. Weshalb es zu klirren kommen kann, denn die Lautsprecher wurden nie für so ein weites Frequenzspektrum gebaut. Mich interessiert einfach ob das Klirren davon kommt und dafür bräuchte ich ein Programm, was die ausgegebenen Frequenzen nach oben abriegelt.
 
Also, die Angabe ist natürlich ein reines Werbeversprechen. Das menschlich Gehör kann so maximal 16-20kHz wahrnehmen.

Alles weitere liegt im esoterischen Bereich.
Die 192kHz machen eigentlich nur für die D/A Wandlung Sinn, da dann der Sinus genauer extrapoliert werden kann. Es ist eher die Samplingrate und nicht das analoge Signal gemeint.

Nenne mal deine Soundkarte.

Ansonsten gibt es meistens Filter bzw. Erweiterungen, die man im Wiedergabegerät aktivieren kann. Vielleicht kannst Du da mal was deaktivieren.
 
Ich weiß echt nicht ob ich Weinen oder Lachen soll...

Das ist totaler, also absoluter, gnadenloser, riesengroßer Schwachsinn.
Es gibt zwei Sachen die einen Lautsprecher in 99% der Fälle kaputt machen:
Clipping, was entsteht, wenn der Verstärker zu wenig Leistung bringt. Hierbei kann es gut passieren, dass die Hochtöner mal den Geist aufgeben.
Und die eigene Bedienung. Wenn ich +10 auf Bass einstelle und lauter höre als sonst, muss ich mich im Nachhinein nicht wundern wenn ich die Membran oder Schwingspule geröstet habe.

Dass was du beschreibst ist wirklich kompletter Blödsinn und sollte dich gar nicht weiter beschäftigen, mal abgesehen davon dass glaub ich ab 18000 Hz vom Menschlichen Ohr sowieso kaum noch was wahrgenommen wird, glaubst du doch nicht dass du dann mit einem HUNDERTNEUNZIGTAUSEND Hz Ton den Hochtöner kaputtmachen kannst. Das ist so hoch, das ist nicht reproduzierbar und auch schon LANGE nicht mehr hörbar.
 
Das das menschliche Gehör so hohe Frequenzen nicht wahrnimmt weiß ich auch. Klar sind diese hohen Angaben auch gut für die Werbung, allerdings gibt es diese Frequenzen auch wenn wir sie nicht hören. Soweit ich weiß will man damit nur Interferenzen vermeiden, die bei der gedeckelten Hochtonwiedergabe entstehen könnten.

Aber darum geht es hier ja auch gar nicht, sondern darum, dass ich die Höhe der Wiedergabefrequenz beschränken will, um sie vor Belastungen zu schützen für die sie eigentlich gar nicht gebaut worden. Ob das dann wirklich einen hörbaren Unterschied ergibt, will ich dadurch ja feststellen.

@Vossten Mein Verstärker hat weder zu wenig Leistung noch liegt es an der falschen Bedienung und den Bass oder die Höhen aber auch sicher nicht auf +10 stehen. :freak:
Also ist es für dich kein Problem wenn man Bauteil außerhalb seiner Spezifikation betreibt? Natürlich kann das zu Problemen führen.
 
Ich glaube nicht, daß Du dir irgendwelche sorgen machen mußt.

Diagramme über Frequenzgänge kann man ja schon finden, hier mal ein Beispiel von http://www.reviewstudio.net/1744-as...w-pc-s-high-end-audio/testing-amp-performance

Die etwa 160€ teure ASUS Xonar Essence STX regelt bei etwa 20khz ab:
(Quelle: http://www.reviewstudio.net/1744-as...w-pc-s-high-end-audio/testing-amp-performance)
ASUS_Essence_STX_II_-_Frequency_Response.jpg
 
Mich würde ja mal interessierne woher du diese Infos hast. Das muss dir doch irgendjemand ins Ohr geflüsstert haben.

Ansonsten bau dir doch einen Hochpassfilter ^^
 
Zuletzt bearbeitet:
Calmalor schrieb:
Also ist es für dich kein Problem wenn man Bauteil außerhalb seiner Spezifikation betreibt? Natürlich kann das zu Problemen führen.

Wenn bei Lautsprechern 10 - 24kHz steht, heißt das nicht das sie bei Frequenzen über 24kHz kaputt gehen. Das heißt nur das Frequenzgang nach 24kHz schon um einen gewissen Wert abgefallen ist. Meistens steht ja auch etwas wie 33 - 23.000 Hz bei ±3dB da.
 
@TheGhost31.08 Natürlich aus dem Hifi-Forum. Ob das stimmt würde mich einfach mal interessieren. Wie baue ich den denn?
@Sive Da gibt es auf meinen Lautsprechern so ein klasse Diagramm auf den Lautsprechern.IMG_20140810_190153.jpg
 
Im Prinzip ist ein Hochpassfilter ganz einfach, auch zu bauen. Aber dazu müsste man deine Lautsprecher kennen und die einzelnen chassis/Lautsprecher.
 
Calmalor schrieb:
kennt hier jemand eine Möglichkeit die Wiedergabefrequenz am Pc für alle Programme zu beschränken, sodass zum Beispiel nur noch die Frequenzen von 1 - 24000 Hertz wiedergeben werden?
Die Samplerate auf 48kHz stellen macht das bereits. Du brauchst weder EQ noch Tiefpassfilter noch sonst irgendwas.
 
Calmalor schrieb:
Mein Soundchip kann bis zu 192000 Hertz ausgeben, allerdings habe ich es auf 44100 Hertz beschränkt.

Hier verwechselt offenbar jemand die Abtastrate mit dem Wiedergabespektrum. 192kHz Abtastrate bedeuten nicht ein Wiedergabespektrum von 0-192kHz. Wen's Interessiert, der kann sich gerne in den Wikipedia-Artikel oder auch diesen Artikel über Sinn und Unsinn hoher Abtastraten durchlesen. Für alle anderen: Mit der Abtastrate kann man die darstellbaren Frequenzen ebenfalls beschränken, der Rest wird durch die Beschaltung und die Bauteile der Verstärkerstufen limitiert, weitere Einschränkungen sind selbstverständlich die Lautsprecher und deren Beschaltung, sowie einfache elektronische Grundlagen.

Auch sind die meisten Transistor-Endstufen so ausgerichtet, daß sie sehr nahe am hörbaren Spektrum ausgeben, wenig darüber hinaus. Wenn man schon Fledermäuse wahnsinnig machen will, braucht man schon durchgängig Röhrentechnik sowie z.B. Piezo-Lautsprecher oder spezielle Sonderanfertigungen. Aber selbst für eine Röhrenendstufe ist ein Frequenzgang von 0-192kHz äußerst utopisch.

Wir können aber auch eine Leistungsbetrachtung machen, damit der Punkt ein wenig eindeutiger wird.
Hierzu "erfinden" wir einen Lautsprecher, der einen Wirkwiderstand von R=5Ω besitzt, sowie eine Induktivität von L=500µH. Ferner schalten wir einen idealen Verstärker ohne Anpassung mit fest eingestelltem Verstärkungsfaktor 5 vor. Das Signal (Sinus), mit dem wir den Verstärker belegen, hat als Ueff=1V, nach Verstärkung also 5V. Wir variieren nur die Frequenz, nicht den Pegel.

Ausgangsformeln:
[TABLE="class: outer_border, width: 500"]
[TR]
[TD]P=U*I=U²/R=I²*R[/TD]
[TD][P]=W=Leistung[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD][/TD]
[TD]=V=Spannung[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD][/TD]
[TD]=A=Stromstärke[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD]XL=2*π*f*L[/TD]
[TD][L]=H=Induktivität (der Schwingspule)[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD][/TD]
[TD][R]=Ω=(Wirk-)Widerstand[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD][/TD]
[TD][Z]=Ω=Scheinwiderstand[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD]Z²=R²+XL²[/TD]
[TD][XL]=Ω=Blindwiderstand[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD][/TD]
[TD][f]=Hz=1/s=Frequenz[/TD]
[/TR]
[/TABLE]

Nehmen wir drei Frequenzen,1kHz, 10kHz und 100kHz. Für XL ergeben sich somit:

1kHz: 2*π*10³Hz*500*10-6H≈3,14Ω
10kHz: 2*π*104Hz*500*10-6H≈31,41Ω
100kHz: 2*π*105Hz*500*10-6H≈314,16Ω

Die entsprechenden Impedanzen wären dann:
1kHz: sqrt((5Ω)²+(3,14Ω)²)≈5,9Ω
10kHz: sqrt((5Ω)²+(31,41Ω)²)≈31,8Ω
100kHz: sqrt((5Ω)²+(314,16Ω)²)≈314,2Ω

Somit ergibt sich für die einzelnen Frequenzen:
1kHz: (5V)²/(5,9Ω)≈4,24W
10kHz: (5V)²/(31,8Ω)≈786,2*10-3W
100kHz: (5V)²/(314,2Ω)≈79,6*10-3W

Natürlich ist diese Betrachtung nicht ganz vollständig, denn weitere physikalische Eigenschaften beeinflussen den Impedanzverlauf des Lautsprechers, jedoch mag dies eine erste Interpretationshilfe sein.

Bei gleichem Pegel ergeben sich drei sehr unterschiedliche Leistungswerte. Der geneigte Leser mag sich nun überlegen, welche der beiden Frequenzen den Lautsprecher mehr "belastet".

@TheGhost: Nicht ein Hochpassfilter wäre dazu geeignet, Frequenzen oberhalb der Grenzfrequenz "abzuschneiden" (besser: zu dämpfen), sondern ein Tiefpassfilter.
Da aber die Verstärker selber und auch die Physik bereits als eine Art Bandpassfilter agiert, braucht es hier nicht wirklich zusätzliche Bauteile, ein Schutz vor zu hohen Frequenzen ist nicht wirklich notwendig, nur vor zu hohen Leistungen. Das aber ist ein anderes Thema.
 
Also so einfach kannst Du das nicht sehen.

Der Lautsprecher hat zwar eine Induktivität auf der Primärseite, jedoch auch eine Tauchspule, die die Membran bewegt. Damit ist hier das Transformatorprinzip anzusetzen. Der Blindwiderstand steigt nicht linear mit der Frequenz sondern ist abhängig von der "Last" (hier der Zug/Druck auf die Luft).

Am besten schaust du dir mal Impedanzkurven zu Lautsprechern an.
 
miac schrieb:
Der Lautsprecher hat zwar eine Induktivität auf der Primärseite, jedoch auch eine Tauchspule, die die Membran bewegt. Damit ist hier das Transformatorprinzip anzusetzen.

Wohl eher Motor/Generator-Prinzipien. Darauf jedoch wollte ich nicht wirklich hinaus, da es das Thema zu komplex machen würde. Daher auch das Kleingedruckte im Vorpost. Es war lediglich als Hilfestellung gedacht, dem TE zu ermöglichen, zu erkennen, daß die Lautsprecher nicht durch zu hohe Töne beschädigt werden können, sofern man ihnen nich einen zu hohen Pegel vorgibt.

Fachlich korrekt das Thema zu erläutern würde schlichtweg den Rahmen sprengen. Wenn Du das magst, kannst Du dies gerne tun.
Ich beschränke mich auf zweckdienliche, stark vereinfachte Beispiele, die in diesem Falle durchaus ausreichen, um den TE zu beruhigen und auch der komplexeren Ausführung und deren Ergebnis nicht widersprechen.
 
Ja, aber dein Beispiel liegt doch um Zehnerpotenzen daneben und das kann man so nicht berechnen, nicht mal annähernd.
 
miac schrieb:
Ja, aber dein Beispiel liegt doch um Zehnerpotenzen daneben und das kann man so nicht berechnen, nicht mal annähernd.

Du bist herzlich willkommen, das Beispiel zu verbessern und dem TE verständlich zu erklären, warum es nicht notwendig ist, einen weiteren Tiefpass mit einer Grenzfrequenz über der Hörschwelle zu verbauen.
 
Habe ich ja bereits:
- Die Soundkarten / Verstärker geben oft nicht mehr als 20 kHz von sich.
- Die Lautsprecher sind meistens für einen Frequenzbereich ausgelegt und außerhalb davon werden die Frequenzen abgeschwächt (bauartbedingt)
 
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