Durch die Partitionierung entsteht unter modernen Dateisystemen wie NTFS, ext3/4 usw. erst einmal kein Nachteil. Sie ist eine reine Verwaltungsangabe: "Diese Daten bitte hierhin, jene dorthin." Selbst erzeugt sie keine zusätzliche Belastung des Datenträgers.
Die Beschränkung von Schreibzugriffen auf bestimmte Bereiche des Datenträgers kann allerdings durchaus Auswirkungen haben. Wenn in einen Bereich viel geschrieben wird (zu kleine Windows-Systempartition), in einen anderen wenig (großer Ablageort für ein Filmarchiv, der einmal befüllt wird, und dann war es das), dann fallen bei einer Magnetfestplatte vermutlich eher einige der oft beschriebenen Blöcke im Bereich der Systempartition aus als welche im anderen. Aktuelle Festplatten besitzen aber genügend Reserveblöcke, so dass das während der üblichen Nutzungsdauer an und für sich abgefangen werden sollte.
Bei SSDs werden Schreibzugriffe durch das Wear Leveling ohnehin über alle Zellen verteilt. Inwiefern eine Partitionierung, abgesehen vom unten beschriebenen Fall, überhaupt noch Einfluss hat, kann ich nicht beurteilen. Dazu kann Moros vielleicht mehr sagen. Die Frage ist dann wieder, ob man bei der Lebensdauer aktueller SSDs überhaupt etwas davon merken würde.
Ein Fall, bei dem eine Partitionierung für eine SSD sogar lebensverlängernd wirkt, ist, wenn man sie so einteilt, dass nicht der komplette Speicherbereich belegt wird. Wenn ich eine SSD vollständig mit einem Dateisystem formatiere, ist sie aus Sicht ihres Controllers "voll". Er kann dann nur noch die vergleichsweise wenigen vom Hersteller festgelegten Reservezellen nutzen, wenn im aktiven Bereich welche ausfallen. Lege ich eine Partition an, die etwas kleiner ist als die Nenngröße der SSD, werden die Zellen aus dem dann ungenutzten Bereich der Reserve zugeschlagen. Es steht damit also eine größere Menge zum Ersetzen "toter" Zellen zur Verfügung. Das bringt aber wohl nur ab einer gewissen Mindestgröße der SSD etwas (120 G?).
Bitte korrigiert mich, wenn ich irgendwo falsch liege.