Windows Datenerhebung

elftobelfto

Cadet 4th Year
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Sep. 2016
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65
Hallo zusammen,

Da ich weiß, dass viele Kenner unterwegs sind:

Was ist zur Zeit das aktuelle Fazit bzgl. Deaktivierung der ganzen Datensammlerei und anderer, teilweise als fragwürdig verschriener "Zusatzfeatures" von Windows10? Ich hatte das mal gemacht, da ich ne alte Möhre von einem Laptop mein eigen nenne und muss sagen die Performance hat sich merklich gebessert.

beste Grüße
 
Hey ho!

Was meinst du? Ob es Leistung bringt oder ob die Funktionen wirklich abgeschaltet werden?
 
Man hat relativ guten Zugang zum Datenschutz (Einstellungen). Du kannst aber nicht alles abstellen.
Möchtes Du Cortana nutzen, bekommt MS fast alles mit.
 
Die Daten werden auch mit Windows 7 / 8.x gesammelt, wenn bestimmte Updates installiert sind. Im Forum gibt es ein Thema wo die Updates aufgeführt sind, die nicht installiert werden dürfen.

Die Suche im Forum nach "+Windows 10 +Datenschutz" bringt die entsprechende Ergebnisse. Hier mal das Neuste:
Die neuen Datenschutz-Optionen im Creators Update

Cortana (Hommage an Halo) ist wie Siri (Speech Interpretation and Recognition Interface), Google Now, S Voice, oder Alexa (Amazon Echo) eine Spracherkennungssoftware, die eine Internetverbindung benötigt damit sie funktioniert. Die dabei erhobenen und gesammelten Daten sind dieselben.
 
Also leistung scheint es definitiv zu bringen(wahrscheinlich nur bei Schrottsystemen wie meinem merkbar&nötig).
Ich erinnere mich nur , dass es einerseits die Meinung gab, Microsoft würde gradezu kriminell vorgehen beim ausspionieren, und andererseits die, dass das ganze halb so wild und übertrieben dargestellt wäre.
Ist ne Weile her, deswegen frage ich obs was neues gibt ^^
Und was ich meine geht über die normalen Windows Einstellungen heraus, ich meine zB win10 anti spy tools (teilweise als malware bezeichnet), um alle versteckten telemetrie prozesse auszuhebeln.
Habe in meiner windows firewall auch diverse Microsoft websites geblockt.
 
Und was machst Du mit Deinem iPhone 6? Da ist das Thema Datenschutz dann egal?

Das aktuelle Windows Build bietet Dir genügend Bordmittel um die Datenschutzrelevanten Dinge zu konfigurieren.
 
Wie gesagt, ich bin weißgott kein Datenschutzfreak, und habe auch keine Angst vor der NSA, glaub mir, die interessieren sich nicht für meine WhatsApp Gespräche.
Bei mir der ausschlaggebende Punkt war eher, dass angesprochene Telemetric XY Prozesse in meinem Task Manager einen Großen Teil der Leistung gezogen haben. Das lies sich eben nicht über Bordmittel abschalten.
 
Wenn die Telemetrie den Großteil Deiner Rechnerresourcen brauchte, dann war der Rechner für heutige Dinge nicht mehr zu gebrauchen.

Nach einer frischen Windows (10) Installation macht der Rechner noch so einiges im Hintergrund. Das kann schon mal Resourcen gebrauchen.
 
Da stimme ich dir absolut zu :D Problematisch wurde es allerdings erst mit Windows 10, hätte den Wechsel wahrscheinlich nie machen sollen, aber du kennst das ja, wenns was umsonst gibt...
Allerdings zeigt das, dass Microsoft bei ihrem neuen System offensichtlich eine Schippe draufgelegt hat bei diesem Thema, worüber auch durchaus auf diversen Portalen diskutiert wurde.
 
elftobelfto schrieb:
Problematisch wurde es allerdings erst mit Windows 10, hätte den Wechsel wahrscheinlich nie machen sollen, ...
Am Anfang war ich auch skeptisch, jetzt würde ich nicht mehr auf Windows 7/8.1 zurückgehen. Wem Datenschutz (sehr) wichtig ist, kann nur Linux verwenden, da auch macOS / OS X nicht vertraut werden kann.
 
Je mehr ich mich mit der Materie beschäftige, desto mehr erfahre ich, dass es fast aussichtslos ist - aber nicht sinnlos, ich bleibe dran :) - sich um seine Privatsphäre zu kümmern, es gibt aber sicher ein paar Grundregeln.
Das Spielen an offensichtlichen Einstellungen ist dann nur oberflächlich, verbessert vielleicht die BS-Performance, da weniger Services laufen, und beruhigt vielleicht das Gewissen von schlichten Gemütern.
Ich kann höchstens sparsam mit meinen Realdaten umgehen und scripte sowie Inhalte teilweise blockieren, das wars dann schon im Groben.

Gegen Microsofts & Co's Spionagetätigkeiten im Verborgenen ist nur schwer etwas zu machen bis gar nichts.
Nur ein Beispiel aus https://privacy-handbuch.de/download/privacy-handbuch.pdf* Seite 36.

Mit Windows 10 hat Microsoft begonnen, das Schreibverhalten der An-
wender im Hintergrund durch das Betriebssystem analysieren zu lassen
und die erstellten biometrischen Profile an die Firma BehavioSec zu sen-
den, die mit der DARPA und Microsoft kooperiert. Laut Eigenwerbung
kann BehavioSec 99% der Nutzer korrekt erkennen. Die dabei entstehen-
den umfangreiche Sammlung der biometrischen Profile kann zukünftig
zum Tracking und zur Deanonymisierung genutzt werden.

Das heißt, selbst über VPN oder im Tor-Netzwerk ist ein Benutzer wiedererkennbar, wenn er nicht äußerst penibel auf alles verräterische achtet.

* und immer schön alles auf Glaubwürdigkeit überprüfen :evillol: .
 
Zuletzt bearbeitet: (RF)
Ja krass, auf sowas wollte ich raus, weiß nicht ob das spannend oder erschreckend klingt :freaky:
 
Wenn das so ist, betrifft es auch Android und macOS, da es von der US-Regierung vorgeschrieben wird. Es ist merkwürdig, dass Google mit Chrome OS / Android weiter geht und es keinen zu stören scheint.

Geheime Kommandozentrale: Google Play-Dienste
Ausgedient schrieb:
Wer möchte, dass das eigene Gerät ganz aufhört, Informationen an Google weiterzugeben, der muss sich von den Google Play-Diensten und von allen anderen Google-Apps trennen. Das bedeutet in der Praxis, ein neues Betriebssystem zu installieren, das ganz ohne Google auskommt. Eine beliebte Variante ist zum Beispiel das alternative Betriebssystem „ LineageOS“ (zuvor „Cyanogenmod“).

Das Thema wurd auch in dieser News "Windows 10: Vereinfachte Kontrolle für die Privatsphäre-Einstellungen" diskutiert.

P.S.
Wer so eine Behauptung aufstellt, sollte sie auch beweisen können und dies ist möglich.

Es gibt kein Entkommen mehr:
Deep Packet Inspection als Anti-Zensur-Maßnahme [heise.de, 03.08.2011]
IT-Sicherheit: Koalition will Deep Packet Inspection und Netzsperren [heise.de, 13.04.2017]
IT-Sicherheit: Bundestag erlaubt Deep Packet Inspection und Netzsperren [heise.de, 28.04.2017]
 
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