Windows-Defrag geht nicht

Sonni85

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Hallo Leute,
ich benutze Windows XP Home mit SP2.
In letzter Zeit geht bei mir alles etwas langsam (z.B. Ordneröffnen dauert einige Sekunden). Also hab ich mir gedacht, ich defragmentiere mal meine Festplatte.
Nachdem ich das Systemprogramm gestartet hatte, stand da ca. 10 Minuten lang "Komprimieren der Dateien" und dann war plötzlich Schluss.
Es kam die Meldung, dass einige Dateien nicht defragmentiert werden konnten...?
Wenn ich die Festplatte mit dem Programm überprüfe, sieht es genauso aus wie vorher und es kommt auch die Meldung, dass sie defragmentiert werden sollte.
Also warum passiert dann nichts?
Der freie Spreicherplatz beträgt 20%.
Jemand einen Tipp für mich?
Sonja
 
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Bei 20% freier Speicher tut sich das Defragmentierungsprogramm recht schwer. Lösche bitte alle
temporäre und überflüssige (große) Dateien. Eventuell auch noch alte Wiederherstellungspunkte.
Danach kannst du noch einmal das Defragprogramm durchlaufen lassen. Es wird aber immer eine
Restfragmentierung vorhanden sein. Dieses sollte allerdings kein Problem darstellen. Die "klinisch"
sauber defragmentierte Festplatte gibt es nicht.
 
klinisch sauber tut ja auch nicht Not, nur nicht so wild verteilt vielleicht.
Kann ja mal ein paar Sachen löschen, aber ob's dann funktioniert?
Ich werd's feststellen...
 
Du kannst ja erstmal die Dateien defragmentieren die sich nicht im Betrieb verschieben lassen z.B mit PageDefrag

Nutzt Du Jahrelang den WindowsMessenger hast Du auch überall auf der Festplatte, Fragmente die sich auch nicht defragmentieren lassen. Da hilft nur in Ausführen "fsutil usn deletejournal /D X:" einzugeben, ohne "" und wobei X ist die Dokumente& Einstellungen Partition ist.

Nach einen Neustart solltest Du normal defragmentieren können.
 
Zuletzt bearbeitet: (SF)
Du kannst auch einfach ein anderes Tool nehmen, um zu defragmentieren, weil die Windows Defragmentierung einfach langsam und ineffizient arbeitet. Ich benutze entweder contig (von SysInternals) oder Dirms.

Ich bin von beiden Tools sehr überzeugt und wenn du dich nicht davor scheust, das ganze über die Kommandozeile zu machen, würde ich es einfach mal versuchen. Aber auch bei den beiden gilt, dass das Ergebnis besser wirdm je mehr Platz frei ist.
 
Windows-Defrag ist einer der effizientesten und besten Defragmentier-Programme überhaupt, selbst heute noch. Das einzige kommerzielle Programm was wirklich und nachweislich (lt. c´t-Test) besser ist heisst "O&O-Defrag". Man sollte es halt nur mal etwas öfter verwenden. Im übrigen beziehe ich mit damit nur auf den Defragmentierer von XP/2003 Server, zu Vista kann ich nix sagen.

Vor der Defragmentierung der Laufwerke/Partitionen die "Fehlerüberprüfung" durchlaufen zulassen ist in der Tat immer ein guter Rat. Im Prinzip führen alle Defragmentierer diesen "chkdsk" in Kurzform vorher aus, aber nicht immer in der notwendigen Tiefe.

Wenn nur 20% physikalisch frei sind auf der Platte, dürfte Windows-Defrag schon die Meldung bringen dass nicht ausreichend Platz für die Defragmentierung zur Verfügung steht und es gerne mindestens 15% frei hätte. Die im ersten Schritt etwas widersinnige Aussage rührt daher, dass standarmäßig auf einer Festplatte 10% des Gesamtkapazität für den "Papierkorb" reserviert sind (Rechtsklick->Eigenschaften->Papierkorb). Also erstmal genug Platz schaffen für Windows-Defrag (Papierkorb für das Laufwerk verkleinern/Dateien löschen). Jetzt kann Windows-Defrag überhaupt erst richtig arbeiten. Je nachdem wie zerrupft die Dateien auf der Platte sind, macht auch ein 2. und sogar 3. Durchlauf Sinn um die "blauen Bereiche" näher zusammen und an den Anfang der Platte zu bekommen.

Wenn größere Bereiche immer noch "rot" bleiben, macht es Sinn im Abschlußprotokoll zu schauen welche Dateien das sind und evtl. geöffnete Programme und Dienste die auf die Dateien zugreifen vor der Defragmentierung zu beenden. Als nur ein Beispiel sei etwa eine 2GB große Outlook-Datendatei angeführt die nicht defragmentiert werden kann solang Outlook geöffnet ist oder es in der Sitzung einmal war, weil die Zugriffe nach Beendigung eines Programms nicht immer sofort frei gegeben werden. Dies gilt natürlich auch für Torrent-/Emule-Zeug solang die Host-Prozesse noch darauf zugreifen kann nicht ordentlich defragmentiert werden.

Grüne Blöcke sind etwa Systemdateien wie die Windows-Auslagerungsdatei. Diese kann so nicht defragmentiert werden. Sollte die in vielen grünen Bereichen zerhäckselt sein, sollte man die Auslagerungsdatei wenn möglich vor der Defragmentierung auf ein anderes Volume umlegen und später wieder zurück, so wird sie automatisch in möglichst großen zusammen hängenden Bereichen neu angelegt.

Wenn man dies alles beherzigt kann man mit Windows-Defrag mehr als nur brauchbare Resultate erzielen, sie liegen sogar vor denen der Allermeisten freien und kommerziellen Produkte am Markt. Wer noch ein paar Prozentpunkte mehr Performance rausquetschen will greift zu O&O Defrag 11 Professional.
 
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