Windowssoftware unter Ubuntu

Wlan-Kabel

Lt. Junior Grade
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Heyho,
ich hab grad n bisschen Entscheidungsschwierigkeiten, weil mir auhc noch etwas das Wissen fehlt. Hab im Moment Ubuntu neben Windows 7 installiert und überlege komplett umzusteigen. Mein Problem: die Windowssoftware unter Linux zum laufen zu bekommen. Programme auf anderen Betriebssystemen kenn ich jetzt 3 Möglichkeiten:
1. Wine:
So wie ich das gelesen habe das was mir eigentlich gefallen würde: Winprogramme unter Linux, nur dass halt viele, besonders neue Software nicht läuft... das stört mich, neue Software hat meist Vorteile, die besonders den Workflow verbessern, auf die ich nicht verzichten möchte. (Lieg ich da so richtig?)

2. Virtuelle Maschienen:
DosBox, Virtualbox, etc. man holt sich halt nen virtuellen Rechner auf den PC und installiert das da. Es läuft halt alles (zumindest nicht schlechter als unter Windows selber), aber es gibt viele unnütze Funktionen die man eh nicht nutzt. Frage dazu: Wechle virtuelle Maschiene würdet ihr empfehlen?

3. Der mischmasch:
Weiß nicht ob das bei anderen virtuellen Maschienen auch möglich ist, aber unter Windows 7 gab es den XP-Mode, das fänd ich eignetlich am besten. XP Programme funktionierten halt genau wie unter dem richtigen OS, aber man konnte die Win7-Oberfläche nutzen. Und falls es doch mal nötig war konnte man die XP-Oberfläche starten und als Fenster ausführen. Ich vermute mal etwas in dem Umfang gibt es nicht unter Linux, aber für den Fall der Fälle wäre das natürlich hammer.

Wenn es Möglichkeit 3 nicht gibt, habe ich dann recht mit den Einschränkungen unter Möglichkeit 1? und wenn ja welche virtuelle Maschiene unter Punkt 2 empfehlt ihr? Oder hab ich ne Möglichkeit vergessen?

danke für ne Antwort
 
Also auf Arbeit ist Punkt 2 bei uns an der Tagesordnung, überigens auch an der Uni. Super easy zu nutzen mit Virtualbox.
Auf Virtualbox installierst du Win 7 oder XP oder sonstwas und nutzt es einfach als wärs nativ auf deinem PC. Was du jetzt mit unnötigen Funktionen willst weiss ich nicht genau.
 
Hallo Wlan-Kabel

1.) Ja ist richtig. Die neuste Software läuft meistens nicht. Bzw. wenn Sie DLLs benötigt die noch nicht Reverse Engineered wurden. Z.b. Microsoft Office 2010 läuft nicht. Edit: 32Bit scheint nun zu funktionieren.

2.) DosBox ist keine virtuelle Machine. Das ist ein Emulator. Eine virtuelle Machine bildet einfach eine Hardware nach, worauf du dann ein anderes Betriebsystem installieren kannst. Es ist also nur ein Container. Was du darin installierst ist dir überlassen. Es gibt also nicht verschiedene virtuelle Maschinen, sondern nur verschiedene Produkte die das ermöglichen und meinetwegen verschiedene Ansätze dafür. (Hardware-Emulation/Virtualisierung oder Paravirtualisierung).
Als Produkt würde ich Virtualbox oder VMware Player empfehlen. Ist am einfachsten zu bedienen..

3. Einen MischMasch gibt es so nicht. Bzw. das ist eigentlich Punkt 1 mit Wine. Dein Windows-Program bettet sich dann einfach in den Linux-Desktop ein, so wie vorher dein XP-Programm in Windows 7.

1. Frage:
Wieso willst du nochmals auf Linux umsteigen wenn du ein Windows-System haben möchtest ?? Irgendwie sehe ich den Sinn nicht darin..


1. Hinweis:
Ob dein Windows-Programm mit Wine unter Linux funktioniert, kannst du easy hier nachschauen:
http://appdb.winehq.org/objectManag...Applications&sOrderBy=appName&bAscending=true
 
Zuletzt bearbeitet:
Was verwendest du den für Programm für die es unter Linux keine Alternativen gibt?

Gruß Zoldyck

Edit:
Office 2010 bzw. zumindest Word und Excel läuft mittlerweile - siehe Datenbank
 
Keiner, der mir bekannt ist..
Blöd ist nur wenn der vorhandene Installer irgendwie 64Bit-Libraries verlangt..
 
Der Windows XP-Mode ist einfach Microsoft Virtual PC.
VirtualBox kann auch einen nahtlosen Modus betrieben werden, dann werden die Fenster - wie beim XP Mode - in die bestehende Umgebung integriert.

Mir persönlich ist ein virtuelles Linux unter Win7 übrigens lieber als umgekehrt, aber im Prinzip ist das nur Geschmackssache.
 
Boeby schrieb:
Blöd ist nur wenn der vorhandene Installer irgendwie 64Bit-Libraries verlangt..

Hallo,

na das will er wohl, wenn Du versuchst die 64Bit Version zu installieren. Und selbst unter Windows sollte man die wegen großen Inkompatibilitäten nicht nutzen.

Grüße,

Blubbs
 
Das einfachste und sinnvollste wird wohl die Virtuelle Maschine sein.
Ich selbst benutze dazu Virtualbox, da gort gibt es den sogenannten "Nahtlosen" Modus. Alles was man dann noch sieht sind die einzelnen (Windows)-Programmfenster und die Taskleiste und man kann die Windows und Linux Fenster wunderbar nebeneinander benutzen. Der einzige Nachteil ist, dass die Windows-Fenster nicht in der Linux-Taskleiste auftauchen, dafür muss man dann die eingeblendete Windows-Taskleiste nutzen.
Es ist sehr gut möglich, dass VMware dies auch unterstützt, da habe ich leider keine Ahnung.
 
@fi.sh
Ja VMware unterstützt das auch - Nennt sich Unity.

BlubbsDE - Ja, da hast du Recht. Leider habe ich nur diesen Installer, aber das ist ein anderes Thema. Lassen wir nun das mit meinem Office :) Darum solls hier ja nicht gehen - Danke aber für die Information über Inkompatibilitäten.
 
erstmal danke für die vielen antworten!
also die programme die im moment noch nicht auf Wine funktionieren, die ich brauche/will und für die es (soweit ich weiß) keine entsprechende Alternative gibt sind:
Powerpoint 2010,
einige Adobe CS5 Programme,
einige 3D Programme
und eigentlich spiele ich recht gerne hin und wieder mal ein aktuelles Game... (ja es gibt auch viele gute "ältere" Spiele, aber an neuen kann ich mich länger begeistern)
Den Desktop selber brauche ich eigentlich nicht, wäre halt praktisch für notfälle, falls man mal irgendwem helfen muss und man will windows ja jetzt auch nicht verlernen.
und im Notfall findet man halt immer n relativ gutes Programm für Windows, was bei Linux, wenns nicht grade was im Softwarecenter gibt, nicht der Fall ist.
Die Vorherrschaft von Windows ist nunmal zu berücksichtigend.

Warum ich Linux statt windows benutzen will? Ich arbeite viel am Rechner und es gibt unheimlich viele Möglichkeiten Linux an die eigenen Bedürfnisse anzupassen, um den Arbeitsfluss zu verbessern.
Das mit dem Nahtlosmodus werde ich mir dann die Tage mal ansehen, klingt auf jeden Fall vielversprechend! Immerhin weiß ich schonmal wo ich anfangen muss ^^.
 
Also spielen und allgemein 3D werden schwierig. VirtualBox hat zwar durchaus eine begrenzte 3D-Unterstützung aber für neuere Spiele reicht das mit Sicherheit nicht.
Mit Glück geht einiges mit WINE, allerdings würde ich für Spiele und ernsthaftes Arbeiten mit 3D-Programmen wirklich ein richtiges Windows als Dualboot installieren.
 
Kann ich mich nur anschließen, wenn es darum geht aktuelle Spiele ans Laufen zu bekommen fällt die Möglichkeit über VMs flach.
 
Wenn man Linux installiert, nur um dann sowieso nur Windows Programme irgendwie zum Laufen zu bekommen oder 90% seiner Zeit in einer Windows VM arbeitet, kann ich nur raten: bleib einfach bei Windows. Ist einfacher und stressfreier.
 
bleib einfach bei Windows. Ist einfacher und stressfreier.

DAS würde ich niemandem raten. Wenn er Lust hat, lass ihn seine eigenen Erfahrungen machen.

@TE Ich habe ein W7 zum Zocken und für so Sachen wie PS, ID etcpp, aber größtenteils nutze ich nur Linux, vor allem beruflich. Klar, es ist eine Umstellung und du wirst am Anfang sicherlich ein paar Probleme haben, die hat jeder. Aber ich muss sagen, ich bereue es nicht. Schnupper einfach mal rein, notfalls per VM ;) Ein Linux kann ein Windows nicht ersetzen, aber das gilt auch andersrum^^
 
Klar, Linux ist eine tolle Sache. Nur wird man nicht damit glücklich, wenn man sich ständig ärgert und Windows-Programme vermisst.

Bei mir ist das anders. Ich vermisse kein einziges Windows Programm so sehr, dass ich mir Wine oder Windows ans Bein binde. Die Opensource Gemeinde hält für fast jeden Zweck ein passendes Programm parat. Wenn man aber die Bereitschaft nicht hat, diese Programme auszuprobieren, dann ist Linux vielleicht nicht das Richtige für einen.
 
Wlan-Kabel schrieb:
OpenOffice bzw. LibreOffice bieten doch auch so n Kram, bei LibreOffice heißts Impress (bei OOo auch, oder?)

einige Adobe CS5 Programme,
Photoshop -> Gimp (leicht unterlegen, z.B. mangels Ebenengruppen)
Illustrator -> Inkscape (weit überlegen, weil es sauberen SVG-Code erzeugt, den man 1:1 in HTML5 einbetten kann)
InDesign -> Scribus (unterlegen. InDesign bedient sich einfach sauberer. Arbeiten kann man mit Scribus aber trotzdem gut)

Das einzige, was man nicht durch Open Source ersetzen kann ist Flash.

einige 3D Programme
Welche? Blender läuft unter Linux problemlos, was braucht man mehr? *g*
OK, ich glaub es gibt keine anständige Alternative zu AutoCAD.

und eigentlich spiele ich recht gerne hin und wieder mal ein aktuelles Game... (ja es gibt auch viele gute "ältere" Spiele, aber an neuen kann ich mich länger begeistern)
Alte Spiele laufen meist auch in Wine. Bei allen anderen Fällen hilft nur ein natives Windows.

und im Notfall findet man halt immer n relativ gutes Programm für Windows, was bei Linux, wenns nicht grade was im Softwarecenter gibt, nicht der Fall ist.
Wenns OpenSouce ist, dann gibts sicherlich auch den passenden Kram, den du nur noch durch den Compiler jagen musst. Wenns kein OpenSouce ist, dann musst du dir eh über Lizenzgebühren Gedanken machen, also ist nix mit "mal schnell".

Troublegum schrieb:
Wenn man Linux installiert, nur um dann sowieso nur Windows Programme irgendwie zum Laufen zu bekommen oder 90% seiner Zeit in einer Windows VM arbeitet, kann ich nur raten: bleib einfach bei Windows. Ist einfacher und stressfreier.
Seh ich auch so. Wenn man sich von der Windows-Software absolut nicht losreißen will oder kann (z.B. weil man Flash braucht), dann sollte man bei Windows bleiben. Ich habs zum Gaming und für einige Kleinigkeiten auch noch da, wozu gibts Dualboot? Platte hat genug Platz dafür...

Troublegum schrieb:
Bei mir ist das anders. Ich vermisse kein einziges Windows Programm so sehr, dass ich mir Wine oder Windows ans Bein binde. Die Opensource Gemeinde hält für fast jeden Zweck ein passendes Programm parat. Wenn man aber die Bereitschaft nicht hat, diese Programme auszuprobieren, dann ist Linux vielleicht nicht das Richtige für einen.
Die OS-Gemeinde hat viel, aber für manches hat sie eben keine Lösung. Das erste Problem lautet Gaming. Danach kommen die ganzen Spezialanwendungen, die eben jenseits von etwas Audio-, Bild- oder Videobearbeitung liegen. Es gibt viele Anwendungen, für die es eben keinen Ersatz gibt. Wenn man auf eine davon angewiesen ist, dann gehts nicht ohne Windows, und sei es als Dualboot oder VM. Linux Only ist ein Traum, den nur einige wenige Geeks träumen können.
 
kein open source office kann wirklich mit nem Microsoft office mithalten...
Gimp und Photoshop ist genauso kaum ein Vergleich.
Blender soll zwar recht gut sein, aber braucht eine lange Einarbeitungszeit, weil man das meiste wohl nur durch Hotkeys erreicht.

Mal eben schnell ist heutzutage bei Software gang und gebe... Die Zeiten wo man um ein Programm zu kaufen im Laden nen Datenträger organisieren muss sind vorbei. 3 Klicks und der Kaufvertrag ist geschlossen, noch 2 Klicks und 10 Minuten Download und die Software ist auf dem Rechner.

Ich wollte mein Linux eigentlich auf ne SSD haun.. da ist der Platz nicht ganz so groß wie bei ner HDD, vor allem, wenn da auch noch Programme wie Photoshop, Aftereffects, Office und co drauf sollen.
Wie gesagt, ich würde Linux gerne benutzen, weil es sich damit einfach besser arbeitet. Aber um spontan mal ein Bild zu bearbeiten oder ähnliches wollt ich halt eigentlich nicht rebooten. Den Dualboot hab ich ja im Moment schon. Aber wenn ihr sagt anders wird das nichts :/
 
Also GIMP und Blender unterschätzt du ziemlich sicher, bei Office muss ich dir recht geben.
Blender ist inzwischen übrigens recht benutzerfreundlich.

Aber für deine Anwendungsgebiete wirst du um Windows sowieso nicht herumkommen.
 
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