Warum kein Ubuntu?

Ich nutzte als Desktop Alma Linux 10 (mit Flatpack), vorher Fedora und seit vielen Jahren zuverlässig Ubuntu-Server auf meinen Homelabs. Nun aber der Grund warum gerade eben wieder Ubuntu Desktop 24.04 LTS auf meinem Lenovo Thinkpad X9 15 gelandet ist. Ich habe mich daran erinnert das Lenovo Ubuntu LTS offiziell unterstützt. Also normale 24.04 LTS Iso untergeladen und siehe da, alles läuft (sieht man auch beim Installer in den Details wie er Lenovo ppa`s abruft). Selbst ein Firmware Bios Programm ist dabei, was ich auch schon genutzt habe. Das einzige was unter Linux immer noch nicht out the Box geht ist die Unterstzützung von der Windows Hello Kamera. Da versuche ich mit dem einem OpenSource Projekt aber auch noch dran. Ich kann aber jetzt zum Glück wegen der Kamera mein Lenovo auf Linux Basis weiternutzen und muss nicht auf das Windows zurückgreifen. Somit, es hat auch Vorteile wenn eine größere Firma manchmal hintendran steht und Verträge mit anderen hat :-) Ich weiß alles böse, aber ich bin froh weiterhin mein Linux zu nutzen. PS: Dank Heroic Games und Flatpack kann ich selbst unter Alma Linx auf meinem Desktop flüssig spielen, es benötgt nicht immer eine "Gamer Distro"! Ich benötige LTS Distro`s, die einfach laufen wenn ich sie einschalte.

PS: Snap an sich stört nicht und man kann sie einfach ignorieren. Sonst, einfach deinstallieren wie hier beschrieben https://wiki.ubuntuusers.de/snap/snapd_deinstallieren/ Ich habe das in einer VM getestet, keine Nachteile bis jetzt. Auf meinem Lenovo trau ich mich noch nicht ;-)

PPS: Tatsächlich habe ich meinen Mini PC mit Linux Mint vergessen ;-) Ach, wenn man soviel Hardware rumstehen hat verliert man den Überblick ;-)
 

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fixedwater schrieb:
Mensch muss es immer wieder sagen: Dieses Ranking bei Distrowatch bildet immer noch keine Nutzerzahlen ab (und hat das auch noch nie getan), sonden nur Seitenaufrufe auf Distrowatch. Steht da auch. Und auch hier im Thread...
Ja wer lesen kann ist klar im Vorteil. Hab gar nicht richtig rauf geguckt und dachte wirklich die Zahlen sind das Ranking wie viele Downloads es gab und dementsprechend habe ich gedacht das es dann +- X User hat.

Mein Fehler. Sry

chatbot schrieb:
Ich hoffe, das ist kein Trollversuch ;-)
*H.P.D = hits per day
Nein war echt keiner.
Joa das HPD hab ich glatt überlesen, war von den Zahlen so überwältigt.
hits per day klingt da schon logisch, hätte ich mal das Kürzel gelesen 🙈🙈

Das pro Tag... Oh man..
 
Rottman schrieb:
Warum wird, wenn es um Empfehlungen in Sachen Linux Distributionen geht, nie Ubuntu genannt?
Ich glaube es ist ein "Bubble-Problem" Hier im Forum gibt es eine grosse "Gaming" Bubble und es gibt Distributionen die "Out-of-the-Box" besser für Gaming vorkonfiguriert sind als das Ubuntu ist. Ich selber betreibe kein Gaming habe nicht mal einen Steam Account.

Für einen Arbeitsrechner bleibt Ubuntu aus meiner Sicht das absolute Highlight. LTS Option ist super - Die Paketquellen sehr sehr gross. Egal was man braucht im Grunde ist alles das.


BOBderBAGGER schrieb:
Müsste die Frage nicht eigentlich heißen warum überhaupt Ubuntu ? Was macht es besonders das ich lieber das anstatt ka Fedora installieren sollte ?
Weil man Fedora spätestens alle 9 Monate upgraden muss. In einem professionellen Setting macht das halt wenig Sinn.

Um meine Aussage, dass das ein "Bubble" Problem ist zu belegen ziehe ich die jährliche Stackoverflow Umfrage an. Stack Overflow macht jährlich weltweit eine umfangreiche Umfrage bei Software-Entwicklern. Unter anderem wird dort nach dem Betriebssystem gefragt:

Es gibt dort noch eine Trennung zwischen ob man es privat oder für die Arbeit nutzt, ich nehme hier einfach mal die Zahlen für Private Nutzung:
Zahlen aus den Ergebnissen von 2025

Windows: 56.7%
Mac OS: 32.7%
Ubuntu 27.8%
Debian: 11.4%
Arch: 9.7%
Fedora: 5.8%
Sonstige Linux kommen zusammen auf: 17.6%

Und ja die Zahlen sind nicht für die ganze Welt repräsentativ. Aber wenn ComputerBase ein "Entwickler" fokussiertes statt ein Gaming fokussiertes Forum wäre - würde der Thread hier heissen "warum empfiehlt niemand Bazzite Linux?"

Quelle der Zahlen: https://survey.stackoverflow.co/2025/technology/
 
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Ich verwende verschiedene Systeme je nach Anwendungsfall. Auch Debian und Ubuntu LTS basiert, weil das von vielen Programmen hauptsächlich supportet wird.
Ich habe aber auch eine CachyOS-Installation auf einem Bastelrechner. Da habe ich aber nicht den Anspruch, dass alle Updates 100% stabil sind.

Anfängern würde ich deshalb eigentlich nicht CachyOS empfehlen, aber andererseits verstehe ich auch, dass man auf einem Gamingrechner aktuellste Software haben will (keiner wartet gerne auf FSR4, besseres Raytracing usw.). Für manche RDNA3-Besitzer ist FSR4 vielleicht sogar der Grund gewesen, auf Linux umzusteigen.
Egal welches System, sollte man eben Snapshots machen und regelmäßige Backups durchführen. Dann ist man gegen Fehler gewappnet.
 
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Die Leute, die den App-Store Flathub betreiben, haben ganz interessante Zahlen veröffentlicht:
Im Jahr 2025 wurden 446 neue Apps hochgeladen, womit die Gesamtzahl der auf Flathub verfügbaren Apps auf 3.251 wuchs.
https://linuxnews.de/rueckblick-auf-flathub-2025/
Habe mir angewöhnt, bei der Suche nach Programmen auch immer zu schauen, ob es ein Flatpak gibt.
Das Angebot ist sehr umfangreich, Tendenz weiter steigend.
Hauptkritikpunkt ist, das die Pakete so gross sind, insbesondere die Runtimes. Dafür werden halt alle Abhängigkeiten mitgeliefert.

Im Vergleich sind die Snaps schon eine Insellösung von Canonical, die ausserhalb der Ubuntu-Welt wenig Begeisterung auslöst. Lustig, das sogar im Wiki von Ubuntuusers erklärt wird, wie man die vorinstallierten Snaps wieder loswerden kann. Das wird irgendwann möglicherweise nicht mehr funktionieren, wenn wichtige Systempakete nur noch als Snaps vorhanden sind.
 
Ich nutze aktuell selbst kein Ubuntu. Dennoch ist das Ubuntu-Gebashe was man in einschlägigen Communities hört teils nicht sehr sachlich.
Naja CB ist nicht wirklich repräsentativ. Hier ist Gaming das Hauptnutzungsszenario. dagegen ist nichts einzuwenden. Wenn ich mich außerhalb des Gaming umsehe, hat Ubuntu nach wie vor eine hohe Verbreitung. Ich würde mich sogar so weit aus dem Fenster lehnen, dass Ubuntu auf Produktivmaschinen eine Art de-facto Standard darstellt. Man darf nicht vergessen, dass Distributionen wie openSUSE vor nicht allzu langer Zeit das Einrichten eines Druckers durch ihr Yast-Eigengewächs unnötig kompliziert gemacht haben.

Bei den ganzen Arch-Derivaten sollte man zudem bedenken, dass diese von Hause aus kein besonders weit verbreitetes Paketformat benutzen. Native Arch-Pakete sind außerhalb der eigenen Paketquellen quasi unbekannt.
Man ist hier auf Gedeih und Verderb auf Flatpak angewiesen. Und NEIN; es gibt nicht alles als Flatpak. Ich nenne nur mal RStudio als prominentes Beispiel. RStudio ist ganz sicher keine Nischenapplikation sondern in manchen Bereichen ein unverrückbarer Standard. So wichtig, dass, sollte eines Tages die RedHat-Version von RStudio unter SUSE den Dienst verweigern, müsste ich umgehend sofort die Distribution wechseln.
 
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garfield121 schrieb:
Hauptkritikpunkt ist, das die Pakete so gross sind, insbesondere die Runtimes.
Aber auch da werden ja mittlerweile geteilte Abhängigkeiten verwendet. Das erste Flatpak ist immer das schlimmste. Danach sind die Größen meist verkraftbar.
 
Was klar für Ubuntu spricht, das es im Netz sehr viele Infos gibt, also eine grosse Community.
Zumeist aber auch für Linux Mint und die anderen Derivate nutzbar.
 
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rollmoped schrieb:
Anfängern würde ich deshalb eigentlich nicht CachyOS empfehlen, aber andererseits verstehe ich auch, dass man auf einem Gamingrechner aktuellste Software haben will (keiner wartet gerne auf FSR4, besseres Raytracing usw.). Für manche RDNA3-Besitzer ist FSR4 vielleicht sogar der Grund gewesen, auf Linux umzusteigen.
Als Einsteiger könnte man ja statt zu CachyOS auch zu Nobara oder Bazzite greifen, die beide auf Fedora basieren und auf "Gaming" hin optimiert sind. Da würde man den Problemen eines Rolling Release Modells aus dem Weg gehen und hätte trotzdem ein ausreichend aktuelles Gaming-Linux. Bazzite basiert zusätzlich sogar auf Fedorat Atomic, setzt also auf ein immutable Basissystem, wo ein unerfahrender Nutzer nicht wirklich etwas kaputtinstallieren kann (weil es gar keine Systempakete de-/installieren kann).
 
garfield121 schrieb:
Lustig, das sogar im Wiki von Ubuntuusers erklärt wird, wie man die vorinstallierten Snaps wieder loswerden kann.
Eigentlich nicht!
Erst mal ist es die reine Info und das gehört halt dazu.
Des weiteren sind die Altvorderen bei Ubuntusers eh schon lange keine Ubuntuuser mehr, wenigstens auf Produktivsystemen.
Darfst halt nicht vergessen, dass es keinerlei Verpflichtungen oder Verbindungen zu Ubuntu/Canonical gibt oder entsprechende Unterstützung. Träger ist ein e.V. für den das gleiche gilt. Man lebt alleine von Spenden (keinerlei Werbung).
Aber wehe du willst Support für ein Nicht-Ubuntu OS. Dann werden sie kiebig! 🤷‍♂️
 
garfield121 schrieb:
Ja, in den Ubuntu-Foren.....
Gibt ja sonst kein deutschsprachiges mehr.
Das anfangs ebenfalls gute Forum 'Ubuntuforum.de' von Herbert Feiler, dem Vertreiber von Tuxedo Rechnern, hat dieser an die Wand gefahren. Dabei hätte es ihm beim Support seiner Rechner hilfreich sein können. Erst fahrlässig mit der Forensoftware umgegangen, sich dann einfach nicht mehr drum gekümmert und der Moderation überlassen. Jetzt seit einiger Zeit tot.
Insofern schade, weil man da keine 'Berührungsängste' mit anderen OS hatte. Einige sind dann im Mint-Forum gelandet. Das ist aber wohl auch nicht mehr das was es mal war.
 
Kommt darauf an, bei linuxmintusers.de bin ich seit Jahren aktiv, da gab es immer mal wieder Stress. Details werde ich aber hier nicht ausbreiten. Dann gibt es das internationale https://forums.linuxmint.com/index.php

Gelegentlich schaue ich noch bei Ubuntu Mate vorbei, das habe ich längere Zeit genutzt (2016 -2021).
Die haben Probleme, weil der Chefentwickler wohl keine Lust mehr hat, bzw. andere Prioritäten.
 
garfield121 schrieb:
Kommt darauf an, bei linuxmintusers.de bin ich seit Jahren aktiv, da gab es immer mal wieder Stress. Details werde ich aber hier nicht ausbreiten. Dann gibt es das internationale https://forums.linuxmint.com/index.php
Wenn du da auf die Startseite gehst, hast eigentlich schon keine Lust mehr weiter zu machen. ;)
Und früher gab es mal so was selbstverständliches wie ein Impressum....!?
Schafft nicht gerade Vertrauen.



garfield121 schrieb:
Die haben Probleme, weil der Chefentwickler wohl keine Lust mehr hat, bzw. andere Prioritäten.
Andere Prioritäten trifft es wohl ganz gut. Martin Wimpress, früher die Allzweckwaffe bei Canonical nun die Allzweckwaffe für Linux im Allgemeinen.
Arbeitet bei Determinate Systems (Schwerpunkt Nix/NixOS), ist aktiver Community-Contributor und Linux-Advokat, ist aber nach wie vor Projektleiter bei Ubuntu-Mate.
 
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wegen Ubuntu und Derivaten hier wieder ein positiv Beispiel. Wie weiter oben beschrieben wollte ich das Windows-Hello Thema nochmal angehen. Siehe da, mit der Anleitung hat es geklappt :-) https://ubuntuhandbook.org/index.php/2024/10/howdy-ubuntu-2404/ Es ist ein wenig langsamer beim login, aber er erkennt mich und anstatt meinem Finger entsperrt mein Lenovo bei gesperrtem Login nun per Windows Hello :-) Ich freu mich gerade. Ich hatte neben meinen ganzen Linux Maschinen mein Lenovo noch mit Windows laufen und mit Fedora und anderen Distros die Kamera nicht zum laufen bekommen.
 
Also ich persönlich vermeide ubuntu seit deren move zu unity-desktop, Upstart/systemd, Snap/Flatpak.

Jahrelang kam die neue Ubuntu Version vor der neuen Gnome-Version, so dass es immer eine Version lang eine alte Gnome Version gab, also es gab immer nur alte Gnome-Versionen von 2016-2023.

Unity heißt jetzt Lomiri, Upstart gibts nicht mehr und wir arbeiten daran, Snap zu beerdigen :)

Generell ist nichts gegen Konzerne im OSS Umfeld zu sagen, Fedora hängt wohl auch an Red Hat/IBM

Der Nachteil bei Snap ist, dass nur ausschließlich Cannonical einen Snap-Store betreiben kann.
Bei Flatpak kann es unterschiedliche Repository Anbieter geben, zb auch nur Firmenintern.

Bei der Umstellung von bereits Installierten zb Firefox oder Gimp von Deb auf Snap wurden die Konfigurationen nicht übertragen, Gimp ging als Snap mglw nie - also so richtig gut funktioniert das mmn nicht.

Insgesamt hat Cannonical bei mir keine gute Reputation (mehr) und ich muß dem Distro-Anbieter ja vertrauen, dass mein System nach einem Update noch gut funktioniert. Deswegen hatte btw früher Fedora keine gute Reputation, was sich aber auch so 2015-2018 herum geändert hat, weil die das Projekt neu organisierten.

Bei servern war ich bisher immer bei Debian gut aufgehoben, aber mittlerweile würde ich Alma/Rocky/RHEL oder einfach fedora nehmen weil wegen podman und selinux integration statt apparmor und docker. Bezüglich Anleitungen hab ich da keinen Nachteil zu Debian/Ubuntu empfunden - ist nur ein anderer Suchbegriff.
 
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Ubuntu ist Geschmackssache, der eine mag Gnome, der andere nicht. Ich war auch am überlegen für meinem Laptop Ubuntu oder Mint. Ich habe mich für Mint entschieden, da es ressourcenschonender als Ubuntu sein soll. Ich denke für das bisschen surfen und Bildbearbeitung wäre das bei mir vielleicht sogar egal gewesen.
 
imago71 schrieb:
Ubuntu ist Geschmackssache, der eine mag Gnome, der andere nicht. Ich war auch am überlegen für meinem Laptop Ubuntu oder Mint. Ich habe mich für Mint entschieden, da es ressourcenschonender als Ubuntu sein soll.
Na ja, gibt noch 7 weitere offizielle *buntu Desktops, von leichtgewichtig (Lubuntu) bis Schwergewicht (Ubuntu, Kubuntu).
 
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