Wird "Aufstacheln" gegen den Staat künftig geahndet?

Na sicher ist es "merkwürdig", daß es recht wenige Kommentare die Problematik betreffend gibt.
Gesetze werden erlassen, die dem Interessierten durchaus eine kontinuierliche Entwicklung verdeutlichen - Kontrolle und Überwachung !
Anti-T.-Gestze, Kameraüberwachung in London und anderswo, Datenschutz vs. dem gläsernen Menschen, der neue Perso, der Trojaner uvm. ... bis hin zu aktuellen Gesetzen und mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter.
Zerfallserscheinungen in der Gesellschaft (Werteverfall, soziale Fehlentwicklungen, Abbau von sozialen, komunalen u.a. Leistungen usw.), die sich mittlerweile verstärkt in Gewalt, erhöhtem Krankenstand oder Verunsicherung zeigen, führen andererseits zum Verlangen nach einem starken Staat. Entwicklungen in diesem Zusammenhang sind mittlerweile erschreckend - nationalistisches Denken, offener Rassismus und mehr. Lesend bin ich z.B. auch bei "politikfore...n.net" (einfach 3 Punkte weglassen) unterwegs - es ist erschreckend !

Desinteresse mag eine Begründung für die aktuelle Lethargie sein; die Erfahrung des gegen eine Wand Laufens, also eine gewisse Ohnmacht, eine andere.
"Blindes Gottvertrauen" im Sinne - die Experten werden es schon richten, verhindert ein Nachdenken mit dem Kopf, die fehlende Fähigkeit, verschiedenste gesellschaftliche Bereiche als Ganzes zu sehen, tut ihr Übriges - man meckert über einen Sachverhalt bis man Bestätigung geerntet hat und akzeptiert den anderen.
... daß sich dabei Begriffe wie Demokratie, Rechtsstaat usw. relativieren scheint manchem nicht klar zu sein.

Diskussionen im Freundeskreis - ok ! Wir wissen alle was Kapitalismus bedeutet; entsprechend die Wertungen dessen, was Euro, Rettungsschirme, auch Europa oder neue Gesetze betrifft.
Führe ich derartige Diskussionen außerhalb dieses Freundeskreises wird schnell deutlich, daß man sich kaum bewußt ist, daß sich derartige Aspekte kaum im Sinne des Souveräns zeigen - man sieht eine gesellschaftliche Auseinandersetzung als nicht gegeben oder nicht notwendig.

Persönlich habe ich durchaus die Vermutung, daß so mancher leider die Tiefen des Seins wird auskosten müssen, um zu erkennen auf welche Seite er gehört.
... und dies wird leider noch dauern !

MfG.
 
Auch in den USA und Großbritannien wird man immer rigoroser, wenn es darum geht, Regierungskritik u.ä zu verbannen. So sind die Entfernungsanordnungen für Youtube-Videos im letzten Jahr in den beiden Ländern drastisch angestiegen. In den USA ist die Zahl der Entfernungsanordnungen sage und schreibe siebenmal so hoch wie in CHINA.!!

http://info.kopp-verlag.de/hintergr...gen-kritik-an-der-regierung-zu-entfernen.html

@ JohnnyBerlin

Leider kann ich das, was du über dein Umfeld etc. geschrieben hast, nur bestätigen. Es gibt da zwar einige, die durchaus sehr kritisch und teilweise auch wachsam sind. Daneben kenne ich aber leider auch viele, die scheinbar garnichts von der Bedrohlichkeit der Lage mitbekommen.
 
Den Kopp-Verlag und seine Ableger sind nicht unbedingt die zuverlässigsten Quellen. Zudem gibt es in dem verlinktem Beitrag nur wenige informationen darüber welche Videos nun wirklich gesperrt wurden. wie sie aufgemacht waren, welchen Inhalt sie konkret vermittelten usw. Wenn ich ein video aufzeichne, in dem im hintergrund das Hakenkreuz zu sehen ist, würde diesem Video zu recht das gleiche Schicksal ereilen.

Solche Meldungen sind doch immer mit vorsicht zu genießen.
 
Jelais99 schrieb:
Den Kopp-Verlag und seine Ableger sind nicht unbedingt die zuverlässigsten Quellen.
Solche Meldungen sind doch immer mit vorsicht zu genießen.

Ja (zu Deinem letzten Satz) und gleichzeitig nein. Bedenkt man wie die "offiziellen" Medien arbeiten und welche Interessen dahinterstecken, erachte ich Nachrichten vom Kopp-Verlag in jederlei Hinsicht als ebenbürtig :-) und ich glaube sogar, da steckt ironische Absicht hinter, wenn Du Dir diese Nachrichten einmal genauer anschaust.

Auch bietet der Kopp Verlag durchaus kritischen Menschen, Journalisten, Professoren etc. die Möglichkeit, ihre Sicht der Dinge in Form von beispielsweise Büchern zu veröffentlichen, und zwar genau dort, wo andere Verlage kneifen oder euphemistisch, deren Interessen divergieren.

VG
 
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Den Kopp-Verlag und seine Ableger sind nicht unbedingt die zuverlässigsten Quellen.

Woran machst du das fest?
Ich hab da bislang noch keine Fehlinformationen festgestellt.

wie sie aufgemacht waren, welchen Inhalt sie konkret vermittelten

Naja. Wenn die schon Videos sperren, wegen "Kritik an der Regierung", dann reicht mir das erstmal als Info.
 
Zuletzt bearbeitet:
***Der HERR sei mein Hirte***
(Lasst Euch doch nicht wie die Karnickel von jedem **** durch die Gegend jagen !)
(Das **** besteht daraus, dass es wie ein Karnickel riecht, aber kein Karnickel ist =>OTTO-Film)
 
Naja solche Artikel wie der folgende lassen micht daran zweifeln, dass es sich dabei um eine ernstzunehmende Quelle handelt: http://info.kopp-verlag.de/hintergr...traum-zuwanderung-wann-platzt-die-bombe-.html

Und nein es ist nicht ausreichend zu erwähnen, dass in den Videos Kritik geäußert wurde. die frage ist natürlich auch in welcher Art Kritik geübt wurde. wenn ich dies in einer beleidigenden Art und weise tue, darf ich mich nicht wundern, wenn etwas gesperrt wird. Das ist nur ein Beispiel, das aber durchaus aufzeigt, dass der Artikel nicht alle Informationen liefert die für eine Bewertung notwendig wären.
 
Ja. Der Artikel gefällt mir wegen seiner hetzerischen Art auch nicht. Ich hab ihn jetzt allerdings nur überflogen.
Dass da hin und wieder u.a. auch solche antisemtisch angehauchten Artikel veröffentlicht werden, heißt aber noch lange nicht, dass die dort verbreiteten Nachrichten nicht der Wahrheit entsprächen. Jedenfalls habe ich bislang dort noch keine Nachricht gelesen, die sich als falsch herausgestellt hätte. Aber ich les da auch noch nicht lange regelmäßiger.

Und nein es ist nicht ausreichend zu erwähnen, dass in den Videos Kritik geäußert wurde. die frage ist natürlich auch in welcher Art Kritik geübt wurde. wenn ich dies in einer beleidigenden Art und weise tue, darf ich mich nicht wundern, wenn etwas gesperrt wird.

Dann würde die Begründung vermutlich aber nicht "Kritik an der Regierung", sondern "Beleidigung der Regierung" lauten.
Aber stimmt schon. Die Infos sind recht dünn. Dennoch passt das ins Bild.
 
Wieso da keine nähere Information zu den gesperrten Videos zu finden sind, steht doch im Artikel: Angeblich steht im Bericht von Google nichts Genaues über einzelne Videos, weil es sich um eine reine Statistik handelt.

Und ja, den extrem verallgemeinernden Bericht über Afghanen finde ich auch krass.. Das ist in diesem Thread aber auch nicht das Thema :)
 
Zu dem Link in Richtung Steuerboykott hatte ich mich bewußt nicht geäußert.
Eine recht umfassende Ausarbeitung, die in verschiedenster Hinsicht Zusammenhänge verdeutlicht, die leider nicht jeder ohne Weiteres nachvollziehen kann oder will.

... und dennoch bleiben wesentliche Fragen offen :

- Warum z.B. Formulierungen aus vergangenen Gesellschaftsformationen?
"Feudalherren" oder "Sklaven" läßt zwar Deutungen zu, dem Sachverhalt, daß eine Entwicklung stattfand, wir leben im Kapitalismus, wird keine Rechnung getragen.
Sich gegenüberstehende Protagonisten lassen sich konkret bezeichnen, das Stadium der Entwicklung der Gesellschaftsformation beschreibt dann deren Situation !

- Das Geldsystem mit all seiner "Unlogik" (Zusammenhänge z.T. sehr gut herausgearbeitet) zum Buhmann gesellschaftlicher Entwicklung zu machen halte ich ebenfalls für falsch.
Richtg ist zwar, daß heute Herrschende dieses System geformt haben und es kompromißlos nutzen. Daraus ableiten zu wollen, man müsse das Geldsystem regulieren und alle sind fein raus ist allerdings falsch, da dadurch keinesfalls systemische Grundlagen geändert werden. Aus einem Krokodil macht man nicht einfach einen Vegetarier ! ... ebenso wenig wird ohne Auseinandersetzung erreicht werden, daß eine Interessenvertretung für den Souverän gestaltet werden kann - dies ginge nur gegen den heutigen Kapitalisten. Fragen der Eigentumsverhältnis sind zu beachten, der Begriff "Diktatur" müßte diskutiert werden !

- Die Rolle des Staates, als Herrschaftsinstrument bestimmender Ideen in einer Gesellschaft, scheint nicht verstanden !

- Bei "Rechtswek und Zahlungsstopp" kommt die Naivität von Sozialträumerei zum Ausdruck. Ein sich hinüberträumen in eine gerechtere Welt wird es allerdings nicht geben. Bereits heute sehen wir, daß ca. 25% der Gesellschaft quasi ruhiggestellt werden, keine Mühe, nicht mal Kriege werden gescheut, um Interessen durchzusetzen.
Der gemeinsame Besuch einer friedfertigen Messe oder das Gequassel eines Runden Tisches wird den Gegner des Souveräns also kaum beeindrucken.

- Die Einschätzung heutiger Politik scheint mir recht flatterhaft. Seit Jahrzehnten beobachten wir, daß Politik Sprachrohr also Vermittler der bestimmenden Interessen der Wirtschaft ist. Das Hoffen auf Paragraphen des GG ist also wiedereinmal eher naiv !
Will der Souverän eine Interessenvertretung, so hat er sich wohl bewegen zu müssen !

Im Kopp-Verlag, ich bin nicht im Fan-Club, finden wir heute recht viel "Kapitalismuskritik". Es werden reale Probleme angesprochen, leider feht es an denk- bzw. gehbaren Alternativen.
Senf, Popp oder auch Gesell scheinen mir selbst kaum geeignet, wirkliche Lösungen zu zeigen. Sie haben die Funktion der Ablenkung, da man sich mit Teilbereichen z.B. dem Geldsystem beschäftigt, den Bezug zu gesamtgesellschaftlichen Fragen allerdings umgeht. Eine Relevant zum Entwicklungsstand der Gesellschaft, ich denke an S.Gesell, sollte ebenfalls gegebne sein.
"Tauschgedanken" auf privater Ebene als Lösung ansehen zu wollen, läuft letztendlich auf moderne Maschinenstürmerei hinaus - es hieße gesellschaftliche Entwicklung aufheben zu wollen oder stagnieren zu lassen und ist daher keine Lösung !

Meine Herangehensweise ist deutlich ideologisch, im Sinne der materialistischen Philosophie, geprägt. Dies bedeutet lernen zu müssen aus der Vergangenheit; bietet aber durchaus auch Möglichkeiten zu werten und einzuschätzen.
Mein Fazit: Interessenvertretung für den Souverän ist keine sitzende Tätigkeit - er wird aufstehen müssen !

MfG.
 
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JohnnyBerlin schrieb:
Im Kopp-Verlag, ich bin nicht im Fan-Club, finden wir heute recht viel "Kapitalismuskritik". Es werden reale Probleme angesprochen, leider feht es an denk- bzw. gehbaren Alternativen.
Senf, Popp oder auch Gesell scheinen mir selbst kaum geeignet, wirkliche Lösungen zu zeigen.
MfG.


Wenn Du mir kurz erlaubst: Du hast in Deinem Beitrag wirklich sehr viele und teils auch gute Dinge angesprochen, leider macht es mir die Struktur extrem schwer, das Angesprochende sicher im jeweiligen Kontext zu erfassen :-)

Ich denke allerdings nicht, dass es keine Alternativen gibt. Sei es banal nur die Abschaffung des Zins(eszins), Tauschhandel im Alltag, oder gar andere politische Systeme wie den Anarchismus (der spanische Bürgerkrieg zeigte beispielsweise, dass so etwas funktionieren kann, wenn hier natürlich auch im Rahmen eines Feindbildes und innerhalb sehr begrenzter Zeit). Ich möchte Genanntes jetzt auch nicht bewerten, sondern nur darauf hinweisen, dass es eben doch Alternativen gibt, auch wenn sie nicht genannt werden. Würden viele der von Dir genannten Kapitalismus-Kritiker das tun, könnte man ihnen sogar "noch mehr" ausschließliches Eigeninteresse unterstellen oder für noch "Verrückter" erklären.

VG
 
Zuletzt bearbeitet:
DrToxic schrieb:
Und ja, den extrem verallgemeinernden Bericht über Afghanen finde ich auch krass.. Das ist in diesem Thread aber auch nicht das Thema :)

Nein, es ist nicht das Thema, aber ich wurde gefragt, warum ich denn den Kopp Verlag für eine nicht ernstzunehmende Quelle halte, die man durchaus auch hinterfragen sollte. Der Artikel war einfach nur ein Beispiel dafür
 
andiac schrieb:
...

Dann würde die Begründung vermutlich aber nicht "Kritik an der Regierung", sondern "Beleidigung der Regierung" lauten.
Aber stimmt schon. Die Infos sind recht dünn. Dennoch passt das ins Bild.
Je nach Ziel, welches der Journalist verfolgt mit seinem Beitrag, wird er verschiedene Wörter nehmen, um bestimmte Gefühle zu wecken.

Zudem darf man nicht vergessen, was für einen Kritik ist, ist für den anderen schon eine Beleidigung.

Mir hat schon jemand vorgeworfen, ich würde ihn beleidigen und "bloß stellen", weil ich auf seiner Kommentare schrieb: "Ich denke, dass du da aber was vergisst oder besser nicht beachtest."

War für ihn unhöflicher Ton war, war für mich nur eine neutral verfasste Aussage, wo ich ihn auf ein Denkfehler hinweisen wollte. Hier schreib ich zu jemanden: "Ich denke, du hast das gelesene nicht wirklich verstanden, zumindest habe ich so das Gefühl ..." und er sagt, dass er es gut findet, dass der Ton noch höfflich bleibt. ;)

Der Grad zwischen Kritik und Beleidigung ist also sehr schmal und wie jemand drauf reagiert ist nur sehr schwer abschätzbar.

Kurz um, wenn der Bericht hier von Kritik spricht, kann es sehr wohl in den Augen Dritter oder sogar schon der Justiz, den Tatbestand der Beleidigung erfüllen.

Daher ist es sowohl im realen Leben als auch in Foren/Chats immer ein Drahtseilakt, der echt, ohne es böse zu meinen, daneben gehen kann.
 
Species 8472 schrieb:
Der Gesetzentwurf ist im Endeffekt nur ein Instrument für Wirtschaftliche Zwecke.

Für welche?

andiac schrieb:
Leider ist das Ergebnis dann genau das, was die "Eliten" wollen. Nämlich dass wir mürbe gemacht werden und uns einander "feindlich" gegenüber stehen, anstatt gemeinsam an einem Strick zu ziehen und den Karren aus dem Dreck zu holen.

Wer sind diese ominösen Eliten?


andiac schrieb:
Aber ich denke die Antwort dürfte klar sein. Die Mainstream-Medien sind gelenkt. Und dies ist mal wieder ein eindeutiger Beweis dafür.

Auf folgender Seite kann man sich übrigens davon überzeugen, dass diese Nachricht der Wahrheit entspricht:
http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/2011/10/verlaengerung_sicherheitsgesetze.html
Für weitere Informationen zu dem Gesetz einfach "tbeg" oben in das Suchfeld eingeben!

Wer lenkt die "Mainstream-Medien"?

Und beißt sich das nicht? Eine Art 'geheime Verschwörung' behaupten, deren Existenz man dann z.B. mit einem Link zum Innenministerium belegen möchte? Warum veröffentlicht das BMI sowas?

Was ich wirklich gruselig finde, das die einzige Stimme der Vernunft hier Teralios ist, weil er es schafft, den wirr hingeworfenen Begriffsmist von Diktatur/autoritärem System etc. nicht zu aktzeptieren.

Das es in einer Gesellschaft immer gilt, die Antinomie von Freiheit und Notwendigkeit auszuloten, darauf kommt hier keiner.

Man schifft in der Diskussion dieses wirklich sowohl erschreckend als auch interessant zu diskutierenden Themas gemütlich auf einen Konsens zu, der sich darin erschöpft, daß angeblich alle anderen naiv und dumm sein, weil sie nicht die Einsicht haben, die hier die Illuminierten vor sich hertragen (kleiner Seitenhieb gegen die Verschwörungsnudeln).
Weil wohl alle anderen zu wenig Kopp-Bücher lesen. Prost Mahlzeit.
 
Abe81 schrieb:
Was ich wirklich gruselig finde, das die einzige Stimme der Vernunft hier Teralios ist, weil er es schafft, den wirr hingeworfenen Begriffsmist von Diktatur/autoritärem System etc. nicht zu aktzeptieren.

Du hast vergessen Dich zu erwähnen. :)

Man kann und sollte in diesem Rahmen (COMPUTERbase Forum) nicht von allen Diskussionsteilnehmern eine konforme und wissentschaftliche Verwendung der notwendigen Begrifflichkeiten erwarten und bei Nichteinhaltung, gleichzeitig alle Inhalte als "Begriffsmist" abtun.

Du solltest in meinen Augen alle Beiträge noch einmal lesen, dann beantworte ich auch gerne Deine Fragen, sofern einige dadurch nicht ohnehin beantwortet werden, zumindest wie sich bestimmte Dinge für mich darstellen.

Edit: Schon einmal etwas Futter:
http://de.wikipedia.org/wiki/ZDF-Fernsehrat
http://de.wikipedia.org/wiki/Rundfunkrat#Zusammensetzung
Ergänzung ()

Abe81 schrieb:
Das es in einer Gesellschaft immer gilt, die Antinomie von Freiheit und Notwendigkeit auszuloten, darauf kommt hier keiner.

Ah, die universelle Wahrheit. Aber in einer Hinsicht stimme ich Dir zu: Ein wenig mehr Diskussionsstoff wäre nicht schlecht, zumal das Thema alles andere als konsensbehaftet ist und die möglichen Folgen groß sein können :-)
 
Zuletzt bearbeitet:
Natürlich universelle Wahrheit! Um was wird hier denn sonst gestritten? Ansonsten kann man sich auch gleich auf ein Bier treffen, sich dann darauf einigen, daß jeder nunmal seine Meinung habe, auf die man sich zurückziehen könne, nichts besprechen - denn was gäbe es auch zu besprechen, wenn doch eh jeder seine Meinung hat - und zum Bier noch einen Korn bestellen.
Da kommt auch nichts "bei rum", aber wenigstens hat man einen Rausch.

Die von mir gestellen Fragen wollten ja nicht beantwortet werden - man nennt sie auch rhetorische. Mein Stil ist wohl zu schlecht, als daß man das erkennen könnte. Oder man liest eben schlecht. Zumindest sollte man sie nicht beantworten, wenn man sich nicht outen möchte...

Mir ging es darum, darauf zu verweisen, daß man sich den konkretistischen Verschwörungsmist sparen kann; die Frage nach Freiheit und Notwendigkeit in Zusammenhang mit diesen sicherheitspolitischen Maßnahmen, die für die Eröffnung dieses Threads verantwortlich sind, beantwortet sich in der Frage nach den Formbestimmungen des Staates schlechthin und dieses Staates im Speziellen. D.h. es wäre über staatliche Vergesellschaftung und die Spezfika deutscher Verkehrsformen dieser Vergesellschaftung nachzudenken, nicht darum, welcher Kasper welche Verschwörung aufgedeckt hat und den dazu im Kopp-Verlag publizierten Wortmüll dann auch noch "Buch" zu wagen nennt.

Dieses Zitat wäre zu diskutieren, wenngleich über 150 Jahre alt, vermag es mehr über das hier angeschnittene Thema zu verraten, als die gesamten 36 Beiträge davor:

„Aber die Antiautoritarier fordern, daß der autoritäre politische Staat auf einen Schlag abgeschafft werde, bevor noch die sozialen Bedingungen vernichtet sind, die ihn haben entstehen lassen. Sie fordern, daß der erste Akt der sozialen Revolution die Abschaffung der Autorität sei. Haben diese Herren nie eine Revolution gesehen? Eine Revolution ist gewiß das autoritärste Ding, das es gibt; sie ist der Akt, durch den ein Teil der Bevölkerung dem anderen Teil seinen Willen vermittels Gewehren, Bajonetten und Kanonen, also mit denkbar autoritärsten Mitteln aufzwingt; und die siegreiche Partei muß, wenn sie nicht umsonst gekämpft haben will, dieser Herrschaft Dauer verleihen durch den Schrecken, den ihre Waffen den Reaktionären einflößen.“
- Friedrich Engels; Von der Autorität
 
Dann solltest Du Dich präziser ausdrücken, worum es Dir geht. Es mag zwar schön sein über Staatstheorien und deren theoretischen/ideologischen/philosophischen Grundlagen spitzfindig zu diskutieren, nur halte ich das nach wie vor in diesem Rahmen, wie schon erörtert, für verfehlt und auch etwas deplaziert (genau so wie Deine Belehrungsversuche über Rhetorik), denn wie ich schon hinwies, ist der Minimalkonsens für eine solche Diskussion, dass entsprechende "Begrifflichkeiten" der jeweiligen Wissenschaft zu nutzen sind (Du, wie#35 zeigt, sogar Beiträge, die sich nicht an diese Konventionen halten, indirekt als unvernünftig abtust) und diese nicht jedem Diskussionsteilnehmer (mich eingeschlossen) zur Verfügung stehen.

Oder um Dich direkt anzusprechen: Wie möchtest Du diskutieren? Philosophisch, theologisch, soziologisch oder gar politikwissenschaftlich? Denn genau davon hängt die Verwendung der von Dir bemängelten Nutzung des "Begriffsmists" ab, unterscheiden diese sich im jeweiligen Gebiet und Kontext sogar teilweise recht deutlich. Und wie möchtest Du sicherstellen, dass die Mitdiskutanten diese Begrifflichkeiten ebenfalls in dem wissenschaftlich korrektem Kontext benutzen, damit deren Argumente in Deinen Augen auch formell korrekt sind und somit Gehör bei Dir finden?

Zuletzt entziehst Du Dir, ironischerweise, mit Deinen Äußerungen selbst den Grund, weiter zu diskutieren:

Verliert man nämlich initial den von Dir abfällig bezeichneten "konkretistischen Verschwörungsmist" aus dem Auge, indem man ihn sich "spart", so hätte mangels wahrgenommener Mißstände, für Engels und andere Denker keinen Grund existiert, über Genanntes und Ungenanntes, deren Ursache, Auswirkungen, Nachteile etc. zu theoretisieren und zu philosophieren. Dann könntest Du Dir nicht den Kopf über: "Formbestimmungen des Staates schlechthin und dieses Staates im Speziellen" zerbrechen, weil es gar keine Grundlagen dafür gäbe.

Und davon ab und weitergedacht, da wir ja nunmal schon Grundlagen haben, einzig und allein aus dem Grund, dass einige Menschen nicht blind durch die Gegend gelaufen sind und damit den Blick für das Wesentliche nicht verloren haben:

Was wäre denn der theoretisierende Marx, ohne "Frontsäue" wie beispw. Bakunin? (nur um auch einfach mal ein paar Namen in den Raum zu werfen, wobei mir durchaus bewusst ist, dass viele Standpunkte der Beiden, konträrer nicht sein konnten)

Im Übrigen halte ich es nicht für wahrscheinlich, dass gerade die Menscheit zur "universellen Wahrheit" gelangt, was ein kurzer Blick in die Geschichte derselben eindrucksvoll belegt. Und auch der Weg dorthin kann in meinen Augen nicht das Ziel sein, ist er doch mit unzähligen Irrtümern und Leichen gepflastert. Ich bevorzuge daher ganz klar das Bier, welches mir allerdings auch nicht vergönnt ist. :)

Diesbezüglich (nicht des Bieres), orientere ich mich dann doch eher anderweitig. Bis dahin, wurschteln wir uns eben durch.

VG
 
Zuletzt bearbeitet: (Gut, doch eine fast komplette Überarbeitung :-))
@ Abe81

Ich habe deine beiden Fragen an mich deshalb nicht beantwortet, weil ich sie für überflüssig und deplaziert halte. Zumal ich dir eh nicht vollständig alle Namen nennen kann.

Das einzige, was ich dir diesbezüglich mit auf den Weg geben möchte, ist folgendes Zitat eines gewissen Herrn David Rockefeller( Weltbankier und Bilderberger):
"Einige meinen gar, wir sind Teil einer geheimen Kabale, die gegen die besten Interessen der Vereinigten Staaten arbeitet. Sie charakterisieren meine Familie und mich als #Internationalisten# und glauben; wir hätten uns zusammen mit anderen in der Welt verschworen, eine mehr global orientierte politische und wirtschaftliche Struktur - eine Einwelt aufzubauen. Wenn das die Vorwürfe sind, bekenne ich mich schuldig und bin stolz darauf."

http://www.politik.de/forum/staat/228870-das.html


Achso. Ich hätte da auch eine Frage. Ich verstehe nämlich die Leute nicht, die diese sogenannten "Verschwörungstheorien" immer gleich grundsätzlich als unwahr abtun. Was geht in solchen Köpfen vor? Denn so eine "Verschwörung" ist doch im Grunde nichts weiter als eine Interessengemeinschaft. Natürlich gibt es sowas. Und natürlich tun sich manchmal auch Leute zusammen, die nicht besonders human sind.


Edit: Übrigens wird in den US-Medien mittlerweile ganz offen über die geplante Implantierung eines RFID-Chips gesprochen.
http://www.youtube.com/watch?v=yl2LMmwteCA
Eine angeblich bereits produzierte Variante des Chips ist sogar in der Lage durch Ausschüttung einer Portion Cyanid seinen Träger zu töten.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ laryllan; ... ich habe die Struktur betreffend leichte Änderungen vorgenommen; kein Wort gestrichen, nichts hinzugefügt oder Änderungen an der Reihenfolge getätigt.
Evtl. ergibt sich jetzt zumindest eine bessere Lesbarkeit.

Fazit meines Gedankens ist und bleibt aber dennoch der Gedankengang, daß es weniger darauf ankommen wird Teilbereichen eine Schuld zuweisen, um evtl. Besserungen der Situation zu erreichen, sie wären eine Verlängerung des Labsals des Souveräns !
Dieser wird letztendlich nur in einer erfolgreichen Auseinandersetzung mit dem System seine Interessen durchsetzen können - dies jedoch wird einen Kampf ohne Kompromisse bedeuten !

Na sicher gibt es in diesem Zusammenhang auch Alternativen. Diese bedeuten allerdings weniger Nichtregierbarkeit oder Chaos.
Spricht heute ein "Experte" von Anarchie, so geschieht dies durchaus mit dem Hintergedanken, das aktuelle System als ein funktionierendes darzustellen !

An "Kopp" kritisiere ich in diesem Zusammenhang, daß zwar die Möglichkeit genutzt wird, Kapitalismuskritik zu üben, man verdient recht gut dabei !
Vor Lösungen hingegen scheint man sich bewußt zu scheuen (?).

Ob man dabei auf philosophischer, theologischer, soziologischer oder gar politikwissenschaftlicher Ebene diskutieren will, ist ansich egal, denn tut man dies hat man bereits verloren - man würde "teilen" ohne eine zu diskutable Basis zu erreichen.
Diee Basis zu erreichen heißt immer gesellschaftliche Interessen in Betracht zu ziehen.

Das Ausgangsthema hat dabei wenig mit Kritik an irgendeiner Regierung, an Demokratie oder einem Rechtsstaat zu tun. "Betroffenen" würde es leicht fallen in den Chor einzustimmen, hier und da mal ein Bauernopfer zu tätigen oder sich auf die Seite der "neuen" Gedanken zu stellen - Grundpfeiler des Systems anzufassen, Eigentumsverhältnisse unserer kapitalistischen Gesellschaft anzugehen wäre da schon eine andere Dimension, die es wert zu sein scheint kontrolliert zu werden !
Mir scheint manchmal "unser vielgebriesener Wohlstand" selbst scheint unserem Denken entgegen zu stehen; dies aber behindert Prozesse, die längst im Gange sind.

Problem allein scheint mir zu sein, daß so mancher ehemals vermeintlich positive Erfahrungen, als Bestätigung für die Richtigkeit des aktuellen Systems ansieht.
Ich rechne diesbezüglich mit gewaltigen Enttäuschungen !
Die neuen Gesetze bewegen sich mittlerweile in einer gewissen Tradition.
Machtsicherung ist das Zauberwort ! .... und die Richtung zeigt gegen wen.

MfG.
 
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