Ich glaube hier wird ein wenig aneinander vorbeigeredet. Man muss ganz klar zwischen verschiedenen Angriffsszenarien unterscheiden:
Angriff von außen
Hierbei muss sich ein Angreifer von außen aktiv Zugang zum Netzwerk verschaffen. Dies kann einerseits durch einen Angriff auf die Infrastruktur passieren, indem zB das WLAN angegriffen wird, also effektiv ein AP. Andererseits können auch über das Internet offene Ports angegriffen werden, um den jeweiligen Dienst bzw. dessen Host zu kapern.
Die Sicherheit gegenüber Angriffen auf das WLAN wird maßgeblich durch die Verschlüsselung des WLANs nebst Schlüssel gewährleistet. Im Falle eines Intenetangriffs wird die Sicherheit durch die Portweiterleitungen bzw. die öffentlich erreichbaren Dienste bestimmt.
Einzelne Geräte im Netzwerk haben dabei nur insofern einen Einfluss, als dass sie zB Ziel einer solchen Portweiterleitung sind und der darauf laufende Dienst eine Sicherheitslücke aufweisen könnte. Banales Beispiel: Man hat einen Raspberry PI im Netzwerk, leitet von außen ssh (TCP 22) an den PI weiter und hat als Login "admin/admin". Es dauert vermutlich nur wenige Stunden bis man unerwünschten Besuch auf dem PI hat, der sich mittels Portscanner und Wörterbuchattacke (bei admin/admin 1st try) auf dem PI eingeloggt.
Angriff von innen
Ist der Angreifer bereits im Netzwerk, zB durch einen Angriff von außen (s.o.) oder aber durch Malware, kann er dies als Brückenkopf für weitere Angriffe auf beliebige Geräte im Netzwerk nutzen, sei es das NAS, PCs, was auch immer.
Der Begriff
Malware ist dabei flexibel zu sehen. Einerseits kann man sich Viren/Trojaner mit einem Download eingefangen haben, andererseits kann es sich aber auch um manipulierte Geräte im Netzwerk handeln.
Beispiel: Hacker A bestellt sich bei Amazon eine WLAN-Glühbirne. Er hackt die Firmware und schickt die Glühbirne wieder Retour zu Amazon. Dort wird sie zB als Warehouse Deal an Karl Otto verkauft, der sich über 5€ Ersparnis freut. Glühbirne eingeschraubt, Verbindung hergestellt, läuft - klasse! Das sagt sich auch der Hacker, bei dem nun eine Nachricht aufpoppt, dass Opfer #1 nach Hause telefoniert hat.
Der Schutz vor solchen Angriffen ist tatsächlich nicht so einfach, da man sich bildlich gesprochen den Einbrecher ins Haus einlädt, ohne es zu wissen. Ja, man kann den Geräten unter Umständen die Internetverbindung blockieren, aber das geht auch nur dann, wenn das Gerät für den ordnungsgemäßen Betrieb keine Internetverbindung benötigt. Die smarte Türklingel mit Kamera, die man von unterwegs angucken will, kann man nicht blockieren, sonst reicht auch eine 08/15 Klingel ohne Kamera (oder nur eine lokale Kamera aka Türspion).
Man könnte die Angriffsvektoren natürlich noch weiter aufdröseln, aber ich denke es wird klar, dass es nicht "den einen Angriff" gibt, sondern mehrere. Bezogen auf einzelne Geräte besteht immer dann eine Gefahr, wenn sie in irgendeiner Form exponiert sind, sei es direkt durch Portweiterleitungen aus dem Internet oder eben auch physisch in Form von Gebraucht-Ware.
Hier zB ein Video wo ein Angriff über smarte Glühbirnen erklärt wird:
Smart Home Hack @ CCC