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WLAN repeater mit LAN an Router?

chaytec

Lt. Junior Grade
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Aug. 2012
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369
Hallo.

Aktuell habe ich ein Modem an dem ein Router hängt welcher die Verbraucher mit WLAN und LAN füttert.

Da aktuell das Modem in der letzten Ecke des Hauses steht habe ich ein paar Räume weiter eben einen Router per LAN 1 verbunden.
Nun kommt ja das Modem weg und dann steht die 6360 in der letzten Ecke. Wäre es nun sinnvoll die fritzbox 6360 per lan1 ein paar Räume weiter mit einem access point zu verbinden und von dort aus Geräte mit WLAN und LAN zu versorgen?
Geht das denn überhaupt? Auch das alle Geräte gleichzeitig ohne Einschränkungen Netzzugriff haben?

Oder was wäre die optimale Lösung?
 
Du vermischt scheinbar Repeater (Threadtitel) und Access Points (Text). Ein Repeater ist ein reiner Signalverstärker, der ein WLAN empfängt (50%) und es wieder aussendet (50%). Deswegen verringert sich die Bandbreite dahinter um besagte 50%. Ein Access Point dagegen ist per Kabel am LAN angeschlossen und sendet sein eigenes WLAN aus. Letzteres ist die bessere Lösung, da man so effektiv "volle" WLAN-Geschwindigkeit bekommt (mal abgesehen von den obligatorischen Einflüssen von Wänden, Störquellen, etc).

Wenn du nun die Fritzbox und alle APs im Netzwerk mit derselben SSID, Verschlüsselung und Schlüssel einstellst, können deine WLAN-Clients in gewissen Grenzen sogar "roamen", also von einem AP zum anderen wechseln, während du durchs Haus gehst. Wie gut/schlecht das funktioniert ist in dem Falle aber rein vom Endgerät abhängig, weil zB das Smartphone selbst entscheidet ob es sofort auf das stärkere Signal des dichteren APs wechselt oder ob es solange am schlechten Signal kleben bleibt bis die Verbindung ganz weg ist... Das ganze nennt sich dann "Home Roaming" oder "Clientbasiertes Roaming".

Man kann im übrigen jeden handelsüblichen WLAN-Router als WLAN-AP konfigurieren. Details dazu in der FAQ ganz oben im Forum.
 
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Vielen Dank für die ausführliche Antwort.

Also kann ich einen AP bzw. WLAN Router, welcher als AP konfiguriert ist, per LAN an die 6360 klemmen und von dem AP aus WLAN und 2 LAN Geräte simultan nutzen?
 
Ja, aber achte nur darauf das alle Geräte sich die Bandbreite am 6360 nach draußen brüderlich teilen.
 
Endgeräte schließe ich 2 per LAN an am AP und paar andere dann WLAN auch über den AP. Also habe ich an der 6360 direkt nichts angeschlossen was Internet braucht. Auch WLAN an der 6360 schalte ich aus.

Daher auch die Frage. Bandbreite teilen diese sich doch automatisch am AP oder? Bzw wenn nur ein Endgerät gerade "zieht" hat dieses doch max speed?

Also bräuchte ich einen access point mit LAN Anschlüssen und WLAN. Gibt's hierzu eine harmonische Empfehlung im Zusammenspiel mit einer 6360 fritzbox?
 
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Wenn du das WLAN an der Fritze eh ausmachen willst, ist es Jacke wie Hose welchen AP/WLAN-Router du dann nimmst. Der wird einfach per LAN-Kabel an die Fritzbox gehängt, hat selbst einen Switch mit an Bord für die anderen Geräte und baut sein eigenes WLAN auf. Die Fritzbox hat damit relativ wenig zu tun, sie vergibt ja so gesehen nur IP-Adressen per DHCP und ist für alle beteiligten das Internet-Gateway. Die Bandbreite wird eben so geteilt wie es verkabelt ist. Wenn von der Fritze nur 1 Kabel in den AP geht und an dem wiederum 3 PCs am Switch bzw. 4 Geräte per WLAN angemeldet sind, dann teilen sich diese 7 Geräte die einzelne Gigabit-Leitung zur Fritzbox (an der u.U. noch ne externe Festplatte klemmen könnte). Sofern nicht alle Geräte gleichzeitig von besagter Festplatte/NAS (sofern vorhanden) ziehen, wird man davon aber nicht viel merken..

Bei der Auswahl des AP/WLAN-Routers kommt es eben auch auf deine Anforderungen an. Wie hoch ist das Budget, willst du WLAN-ac, WLAN-n, grün, blau, links gedreht, rechts gedreht. Ich hab hier zB einen TP-Link WNR1043nd (v1) im Einsatz auf dem ich Anfang des Jahres OpenWRT (alternative Firmware; Linux) installiert habe. Der Nachfolger kostet 35-40 € wenn ich mich nicht irre. Reicht für meine Zwecke aus, ich brauch kein WLAN-ac.
 
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Zunächst mal danke für die Hilfe.

Also hatte noch nie nen AP. Anforderungen habe ich nix Außergewöhnliches.

Haben sollte dieser aktuellen WLAN Standard sowie den älteren (b, g, n). Ausserdem sollte dieser dauerhaft stabil laufen, gute WLAN Signalstärke und 4 LAN Ports haben.
Welchen könnt ihr hier empfehlen? Habe mal die Suche bemüht aber nichts aktuelles gefunden.

Wie sieht es denn mit ipv6 aus? Sollte ein AP dies auch schon unterstützen?
 
Naja, ein AP stellt ja nur ein WLAN zur Verfügung. Ohne das Gerät je selbst in den Händen gehabt zu haben, werfe ich als Beispiel mal den TP-Link Archer C7 AC1750 in den Raum. Kostet 99 Euro und bietet das was du willst: Aktuelles WLAN (ac mit 1300 MBit/s), älteres WLAN (n mit 450 MBit/s) und hat 4 LAN-Ports. C2 (AC750; 55€) bzw. C5 (AC1200; 75€) sind die kleineren Brüder mit jeweils langsamerem WLAN-ac (433 bzw. 866 MBit/s). Wenn man kein WLAN-ac braucht und WLAN-n reicht, dann kann man auch den TL-WDR3600 (N600; 45€) nehmen.

Das sind wie gesagt nur Beispiele. Grundsätzlich kann man nicht viel falsch machen, ich hab beispielsweise den Vorgänger vom N300 (TL-WR1043nd v1), der mich seinerzeit ~30-35€ gekostet hat. Da läuft jetzt OpenWRT drauf und alles is supi. Gerade OpenWRT hat in meinem Falle viel Stabilität gebracht, weil zB mein Smartphone (Galaxy Note I) alle paar Tage nicht mehr am 1043nd einloggen wollte und automatisch zum Speedport (dieselbe SSID/Key) gewechselt ist. Seit OpenWRT klappt das 1A und seit Monaten stabil ohne Ausfall.
 
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Ok super.

Könntest du mir noch was zu der WLAN Signalstärke sagen? Lese im allgemeinen sehr unterschiedliche Aussagen über die Reichweite.
 
Auch eine preiswerte Alternative. Danke hierfür.

In das Thema wrt Firmware habe ich mich noch nicht eingelesen. Danke für den Tipp.
 
Noch eine kurze Frage. Habe nun gelesen man sollte dem Router welcher als AP dient eine IP außerhalb der dhcp range geben. Stimmt das?

Eine Anleitung besagt wenn das Hauptmodem / Router die IP 192.168.1.1 hat sollte man am zweiten Router (AP) die IP 192.168.1.100 vergeben.

Wenn das Hauptmodem/Router, bei mir ja die fritzbox 6360, aber eine Standard IP von 192.168.178.1 hat, welche IP vergebe ich dann dem zweiten Router (AP)?

In einer anderen Anleitung habe ich gelesen man sollte, um auch über das Netz noch auf den AP zugreifen zu können, eine IP innerhalb der range vergeben. Bedeutet in meinem Fall der AP sollte dann die IP 192.168.178.2 bekommen!?

Zweite Frage:

Ein Endgerät welches an meinem AP hängt soll als exposed host laufen. Muss ich das am AP konfigurieren oder am Modem / Router oder beidem?
 
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Ja, das stimmt. Wenn man feste IPs innerhalb der DHCP-Range vergibt, riskiert man IP-Konflikte, weil der DHCP-Server von der festen IP nix weiß uns sie früher oder später an ein anderes Gerät vergibt. Welche IP das ist, hängt vom verwendeten Subnetz und der DHCP-Range ab.

Beispiel:

Subnetz 192.168.1.0
RouterIP: 192.168.1.1
DHCP-Range: 192.168.1.100-200
AP-IP: 192.168.2-99 oder .201-254 <-- außerhalb der DHCP-Range
 
Wenn ich eine feste IP an den AP vergebe, wieso weis dann der dhcp Server nix davon? Verstehe nicht was hier zu Konflikten führen kann. Oder wird mir der AP nicht in meinem Hauptrouter angezeigt?

Also wenn meine fritzbox also Hauptrouter die IP 192.168.178.1 hat, welche IP Stelle ich am AP ein? Dhcp aus ist klar.
 
Weil er nix davon weiß bzw. es ist ihm vollkommen schnuppe. Der DHCP ist MasterOfDesaster in seinem Subnetz. Er hat eine Liste an IPs, die ER vergeben hat. Alle anderen IPs innerhalb der DHCP-Range sind für ihn per Definition frei. Er vergibt also gnadenlos die IP an den neuen Client egal ob ein anderes Gerät diese IP fest eingestellt hat.

Welche IP du dem AP gibst, habe ich oben bereits beschrieben... Eine IP innerhalb desselben Subnetzes (192.168.178.x), aber außerhalb der DHCP-Range. Welche Range eingestellt ist, siehst du in der Fritzbox direkt neben/unter der DHCP-Checkbox.
 
Ok jetzt hab ich es verstanden.

Router 192.168.178.1 und die dhcp range ist von 192.168.178.20 bis 192.168.178.200.

Also stell ich am AP z. B. die IP 192.168.178.2 ein. Also alles zwischen x.2 und x.19
Richtig?
 
Ganz genau :)
 
@Raijin
Nur so als kleine Anmerkung.
Subnetze sind das Geschwartel mit den 255.255.255.0 z.B.
Hat aber nichts mit den IP´s zu tun.;)
 
Hi,

@woodpeaker

Subnetze sind das Geschwartel mit den 255.255.255.0 z.B.
Hat aber nichts mit den IP´s zu tun.

Setzen, 6! Natürlich hat es was mit der IP zu tun, ganz massiv sogar! Das Subnetz errechnet sich aus Subnetzmaske + IP Adresse! Das von dir so bezeichnete "Geschwartel mit den 255.255.255.0" ist lediglich die Subnetz Maske! Zwei Rechner mit Subnetzmaske 255.255.255.0 sind trotzdem nicht im selben Subnetz, wenn einer die IP 192.168.0.1 und einer 192.168.1.1 hat! Es hat also sehr wohl etwas mit IPs zu tun. Einfach mal nichts schreiben, wenn man eigentlich nicht wirklich Ahnung von der Materie hat...

VG,
Mad
 
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