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wo ist der Charme der "alten" Spiele hin?

DJ_We$t schrieb:
Früher waren die Spiele mehr wie Bücher in dessen Welten man sich von Anfang an hinein gezogen gefühlt hat, auch ohne große Effekte usw.

So kann mans auch ausdrücken

GrinderFX schrieb:
Kiffen hilft. Dadurch werden monotone Spiele echt wieder interessant und machen spaß.
Ob das nun bedeutet all unsere Kinder kiffen, möchte ich nicht behaupten. Man weiß es nicht.

Made my Day:lol:

Ach ja und ich bin 25, hat hier mal jemand gefragt, also noch nicht sooo im Retro-Bereich, wenn ich von "alten" Spielen rede...
 
Na dann bist du doch noch ein junger Gamer ... dein Avatar hier und das Thema haben mich zuerst erschreckt ;-)

Manchmal ists an der Zeit eine Pause einzulegen, so hab ich das nach meiner Amiga 500, C64, SNES Zeit mal gemacht. Gut 15 Jahre später hats mich dann mal wieder gejuckt und dann geht man sozusagen wieder taufrisch ans Werk. Man hat dann zwar nicht mehr die Zeit wie damals, selektiert aber genauer und schätzt jene freibleibende gaming Zeit noch weit mehr.

Kürzlich bin ich auf den 3D Vision Zug (siehe review meine SIG) aufgesprungen. Du schreibst in deinem Eröffnungsthread etwas vom Eintauchen: Genau das kann auch visuell gelingen und muss nicht immer über die Story laufen.

Wenn ich die Just Cause 2 Welt @2D damals auf der PS3 mit jetzigem 3D Vision feeling vergleiche, scheint mir dieser Umstieg wie früher von meiner alten Yamaha XT500 auf die spätere Kawa Ninja ZX6R und die darauffolgenden SBKs ;-).

Dank PC Einheitsbreies habe ich mir PS3 und XBOX360 zur Seite gestellt. Gute Exclusivtitel bringen frischen Wind in den Gameralltag.

Meine richtige Spielerevolution fand aber erst vor kurzem durch 3D Vision statt. Auch wenns in diesem Forum oft als aufgewärmter und vorbeiziehender Hype abgetan wird. Glaub mal, ich habe jetzt eine riesen Bandbreite an Spielen welche ich @3D nocheinmal erleben werde ... und mir gefällts. Nie wieder ohne!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hi,

@Keks2me

Ja, das stimmt voll und ganz :) Ich denke, gerade der Gamecube war eine ziemlich unterschätzte Konsole von Vielen. Aber auf der anderen Seite: Gut für mich, kauf ich mir einen bei ebay mit Spielen für 20 Euro :) Metroid dazu, Eternal Darkness, Zelda Wind Waker und noch das eine oder andere Spiel - hat man ein schönes Wochenende und verkauft es danach wieder weiter ;)

@TE

Wie steht es bei dir um Konsolen? Hast du da "früher" (ich weiß, relativ ;) ) was gezockt? Oder wäre das vielleicht mal eine Alternative für dich? Wirklich mal eine alte Konsole (von mir aus auch eine richtig alte Konsole wie das NES oder das Master System) holen und eine "Vintage Game Week" einlegen?

VG,
Mad
 
Ich hab mir jetzt mal The Witcher I und Saboteur geholt, mal schaun ob ich damit warm werde.

Für Oblivion glaube ich fehlt mir einfach die Zeit, und so richtig anfangen zu suchten mag ich auch nicht;)

Mass Effect würde ich auch gerne mal ausprobieren, aber der erste Teil war so dermaßen unzugänglich (ok, das war KOTOR auch) und bockschwer (auf diesem seltsamen Planeten wo Krieg ist), dass ich recht unmotoviert bin, und mim 2ten Teil einsteigen mag ich auch nicht, das hat mit The Witcher II auch nicht geklappt.
Was ich danach vllt noch mal ausprobiere ich DragonAge, aber auch da sehe ich die Gefahr des nicht-mehr-loskommens^^ Klar, einerseits ist es genau das was ich möchte, aber es gibt auch Spiele die nicht ewig dauern und trotzdem ein tolles Erlebnis sind (KOTOR u.ä.)
 
@ Retro-Gamer

Würde ich auch, habe die gleichen Probleme/Sorgen wie der TE und andere hier im Thread.

Skyrim ist seit langer Zeit mal wieder ein Spiel das mich fesselt und es Spaß macht weiter zu kommen, sprich in Himmelsrand zu leben.^^

Wenn ich schon in Trailern (und das kommt nicht in wenigen vor..) sehe das, man angezeigt bekommt wohin man laufen soll, wann man nachladen soll ect. vergeht mir alles! :D
Ergänzung ()

Ich weiß noch damals beim spielen von Unreal 1, da ist man, ich glaube zum Alienschiff gelaufen undzwar über eine kleine Brücke.
Und genau dort flog nur ein einziges Blatt vom Baum, man haben wir gefeiert wie cool das ist und die Physik usw. :daumen:
Ergänzung ()

Bei mir ist es manches Tages sogar so weit das ich Zork (1, 2, 3) Spiele. :cool_alt:
 
Es liegt einfach daran, dass Du älter wirst. Das ist wie bei Mädchen, früher hat man beim Händchenhalten eine nasse Hose bekommen und inzwischen kommt man damit klar :D

ich denke, ich kann mich als Gamer der ersten Stunde bezeichnen und sehr wenige Spiele schaffen es mich vom "Hocker" zu hauen. Was mir persönlich sehr gut gefallen hat in jüngster Zeit ist "Darksiders 2". Schau mal rein ich find, dass es schon eine gewisse "Sogwirkung" hat.
 
Steve81 schrieb:
Es liegt einfach daran, dass Du älter wirst. Das ist wie bei Mädchen, früher hat man beim Händchenhalten eine nasse Hose bekommen und inzwischen kommt man damit klar :D
Das Älterwerden trägt zwar sicherlich auch einen Teil dazu bei, aber Fakt ist trotzdem, dass bei modernen Titeln viel mehr Wert auf Technik gelegt wird als auf Atmosphäre und Story. Das liegt zum einen an der immer potenteren Hardware, als auch einfach am Verlangen der jüngeren Generation, technisch immer auf dem neusten Stand zu sein.

Auch ich wurde mit einigen Spiele-Nachfolgern sehr enttäuscht, von denen ich mir sehr viel erhofft habe. Als Beispiele seien hier die Gothic- und die Thief-Reihe genannt. Bei beiden Spiele-Reihen waren die ersten beiden Teile auf eine fesselnde Story und tolle Atmosphäre ausgelegt, der dritte Teil hingegen sollte eine breitere Masse ansprechen, sodass hier mehr Wert auf Realismus, Technik und "Einfachheit" gelegt.

Früher hatten die Spiele halt ihren ganz eigenen Stil, der nur die Spieler angesprochen hat, die genau diesen Stil lieben. Heutzutage vermischt man so viele Stile wie möglich und verallgemeinert alles so weit, bis jeder sich angesprochen fühlt. Dabei geht aber leider alles verloren, was das Spiel eigentlich ausgemacht hätte.
 
Ein guter Thread. Die Frage habe ich mir so manches Mal auch schon gestellt, wobei es ja zum Glück auch positive Ausnahmen gibt.
Und man muss auch fairerweise dazusagen, dass heutige Spiele viel mehr Möglichkeiten bieten und dabei halt auch deutlich mehr falsch machen können als die damaligen Titel. Das ist nunmal so. Wo Licht ist ist auch Schatten. :)
 
SaschaHa schrieb:
Das Älterwerden trägt zwar sicherlich auch einen Teil dazu bei, aber Fakt ist trotzdem, dass bei modernen Titeln viel mehr Wert auf Technik gelegt wird als auf Atmosphäre und Story. Das liegt zum einen an der immer potenteren Hardware, als auch einfach am Verlangen der jüngeren Generation, technisch immer auf dem neusten Stand zu sein.

Das ist ein hartnäckiges Internetgerücht, dass man als "Gamer-Der-Ersten-Stunde" einfach nur dementieren kann. Die früheren Spiele (C64, Amiga, NES, SNES...) folgten ganz ganz ganz simplen Spielmechaniken. Begeistert war man, weil es sonst nix anderes gab und man nicht abgestumpft wurde durch "Ingame/LetsPlay/Walkthrough/Gameplay-Videos", wo man heutzutage Spiele bis auf den letzten Winkel vor dem Kauf anschauen kann.

Früher war das ganz anders. Da hat die Mammi einem mal ein Magazin vom Einkaufszentrum gekauft. In Magazinen wie "Nintendo Club" hat man sich wochen- und monatelang die Dungeons von Zelda anhand der Screenshots im Heft eingeprägt, damit man dann mit geschwellter Brust die ersten Truhen und Endgegner locker besiegt hat - wenn man denn das Spiel endlich zu Weihnachten geschenkt bekommen hat.

Als Kid hat man Spiele gekauft, weil sie ne geile Verpackung hatte und weil deine Kumpels einen wahnsinnig geredet hatten aufm Schulhof. Das "Kopfkino" hat da wesentlich besser funktioniert. Den "Hype" hat man sich früher selbst gemacht, heute machen das Gamestar-Redakteure. Da liegt der Unterschied.
 
Ohja.. da hast du recht - als damals das erste Command & Conquer raus kam war es bei mir genauso... irgendwo nen Testbericht gesehen und das Spiel dann geholt... und danach glaube ich wochenlang davon geschwärmt und den Mitschülern auf die nerven gegangen wie geil das Spiel doch ist :D

und bei Total Annihilation war es das gleiche.. hehe.. da kommen Erinnerungen zurück.

Damals war ich total begeistert davon wie viele Einheiten es gab und wie episch die Schlachten waren.

In vielerlei Hinsicht wurde das Spiel ja von Supreme Commander übertroffen.. aber da war dann schon nicht mehr so eine Begeisterung weil man das schon kannte und man älter war.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hab jetzt mal Half Life 2 ausprobiert, finde es von der Spielmechanik ganz nett, also gute Levels und das richtige Verhältnis aus Action und Knobeln. Man hat dort keine gescripteten Schlauchlevels, sondern muss immer schauen wie und wo man weiterkommt und kleinere Rätsel lösen - das motiviert und macht Spass!

Was ich aber vermisse ist diese Sogwirkung die HL1 damals auf mich hatte. Dort fand ich cdie Atmosphäre in Black Mesa toll; man war als Einzelkämpfer in einem gruseligen Gebäudekomplex unterwegs, und genau so hat man sich während des Spiels auch gefühlt;)
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Steve81 schrieb:
Begeistert war man, weil es sonst nix anderes gab und man nicht abgestumpft wurde durch "Ingame/LetsPlay/Walkthrough/Gameplay-Videos", wo man heutzutage Spiele bis auf den letzten Winkel vor dem Kauf anschauen kann.

Früher war das ganz anders. Da hat die Mammi einem mal ein Magazin vom Einkaufszentrum gekauft. In Magazinen wie "Nintendo Club" hat man sich wochen- und monatelang die Dungeons von Zelda anhand der Screenshots im Heft eingeprägt, damit man dann mit geschwellter Brust die ersten Truhen und Endgegner locker besiegt hat - wenn man denn das Spiel endlich zu Weihnachten geschenkt bekommen hat.

Als Kid hat man Spiele gekauft, weil sie ne geile Verpackung hatte und weil deine Kumpels einen wahnsinnig geredet hatten aufm Schulhof. Das "Kopfkino" hat da wesentlich besser funktioniert. Den "Hype" hat man sich früher selbst gemacht, heute machen das Gamestar-Redakteure. Da liegt der Unterschied.

Das wird sicherlich auch einiges ausmachen. Ich weiß noch wie es bei mir war - als ich jung war bin ich nur zum allwöchentlichen Großeinkauf mit weil dort ne Konsole zum Probezocken stand, und so habe ich mich die ganze Woche auf Samstag Nachmittag gefreut^^
Und weil es kein Internet gab hat man sich über den Fortschritt mit anderen ausgetauscht und so nen Hype um das Game geschaffen. Ich weiß noch wie GTAIII rauskam und die ganze Klasse nur noch darüber geredet hat:)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde auch behaupten das diese Wirkung ,die die älteren Spiele zu der Zeit hatten zu der ich sie das erste mal angespielt habe, auch darauf beruhte das man sowas vorher nicht gesehen hatte.

Shooter zum Beispiel. Mein erster Shooter war Doom, dann kamen Quake 1 und 2... und dann auf einmal Half-Life - intensive Story, das unglaubliche Mittendrin-Intro, die Details und die lebendige Spielwelt - das gab es bis dahin nicht, oder zumindest kaum. Danach haben viele Spiele nur kopiert/das Setting verändert/die Grafik verbessert - klar finde ich die Spielmechanik heute besser - Zielen über Kimme und Korn, Bewegungsabläufe, sogar Self-heal find ich gut, gerade alte Shooter spielen sich im vergleich zu heutigen Titeln wie Dinosaurier, aber leider haben die meisten Entwickler mittlerweile die Wörter "Mehr ist mehr, und mehr ist besser" zu ihrem Kredo gemacht - gutes intensives Storytelling hab ich schon lange nicht mehr in einem Shooter erlebt.

Ganz anders ist es für mich mit Strategiespielen - die wurden immer einfacher gemacht, und gute Simulationen (4x, Weltraumstrategie halt) gibt es nur noch von Indie-Entwicklern - genau so wie Adventures und Rätselspiele - und warum - weil der Massenmarkt es nicht fordert - Marktforschung olé!
Titel wie Master of Magic, Master of Orion, Ascendency, Civilization, Age of Wonders, HOMM1&2 gibt es heute nur noch von kleinen Schmieden - leider immer/oft mit Abstrichen bei der Qualität - das ist eine traurige Entwicklung die aber auch zeigt das Spieler heute wohl lieber simplere Spiele haben.

Rollenspiele haben sich in zwei Richtungen entwickelt - extrem simplifiziert oder mit hunderten von Möglichkeiten in OpenWorld, zweiteres find ich besser, aber außer Titel wie Skyrim & Fallout fallen mir keine besonders guten Vertreter ein - meine Lieblingsrollenspiele sind immer noch Baldurs Gate, Sacred 1, Might and Magic:World of Xeen und Ultima 7. Bei den Hack and Slays wären es Diablo 2 und Titans Quest - Dungeon Siege und auch Torchlight haben mich nicht vom Hocker gerissen - und Diablo 3 find ich einfach nur grausig. Japanorollenspiele mag manch einer mögen - ich hab da nie viel von gehalten.

Die großen Publisher beschränken sich in meinen Augen auf folgendes : Sportspiele & Shooter - ab und an ein Rollenspiel. Aber gute Echtzeit-Strategiespiele sind seit Ewigkeiten nicht erschienen (bis auf Star Craft 2), gute Adventures kommen nur noch von Indie-Labeln und klassische Strategiespiele und Simulationen erscheinen kaum noch. Ist ne traurige Entwicklung, sagt aber viel über die heute Spielekultur aus. Auch hier im Forum - wie oft wird gemeckert wenn die Grafik eines Konsolenports nicht okay ist oder die Screenshots nicht den Erwartungen entsprechen... Es geht nur noch um Schauwerte. Ein positives Gegenbeispiel stellt gerade Day-Z da - aber das ist auch ein Indie-Titel von (älteren) Spielern für (ältere) Spieler.
 
Zuletzt bearbeitet:
für mich sind die meisten spiele nur noch grafik-lastig ...

yo 7 jahre alte konsolengrafik mit aa und 1080p ist noch viel zu gut. Bitte noch älter. :D
 
VsteckdoseV schrieb:
Mass Effect würde ich auch gerne mal ausprobieren, aber der erste Teil war so dermaßen unzugänglich (ok, das war KOTOR auch) und bockschwer (auf diesem seltsamen Planeten wo Krieg ist), dass ich recht unmotoviert bin, und mim 2ten Teil einsteigen mag ich auch nicht, das hat mit The Witcher II auch nicht geklappt.

Mir gings bei ME1 ähnlich, ich hab einfach drauf losgespielt und bin dann in einer Mission nicht mehr weitergekommen. Hab dann ein paar Tage pausiert und nochmal ganz von vorne angefangen. Im 2ten Anlauf hat es mich dann richtig gepackt. So wie ME (alle drei Teile, aber v.a. der erste, weil das für mich damals was ganz Neues war) hat mich seit dem altehrwürdigen Ocarina of Time kein Spiel mehr begeistert.

Vermutlich geht es vielen Spielern so, dass man mittlerweile einfach schon alles gesehen hat und deswegen nur noch ganz selten von einem neuen Spieler wirklich begeistert ist. Da kann ein Spiel so gut sein wie es will, wenn man das gefühl hat, das alles schon zu kennen, kommt einfach nicht dieselbe Begeisterung auf.

Imho ist die Industrie heute tendenziell zu sehr auf die technischen Aspekte der Spiele fixiert. Es ist zwar toll, wenn eine Figur in einem Spiel eine lebensechte Minik hat, aber wenn aus dem virtuellen Mund dann nur langweiliges Blabla kommt, bringt tolle technik auch nix.
Vllt. sollten die Entwickler in Zukunft mehr Wert darauf legen, gute Geschichten zu erzählen anstatt (wie heute oftmals) belanglose Geschichte mit guter Technik zu erzählen. Dafür würden sichsicher auch die "alten hasen" im Spielerlager wieder begeistern.
 
Auch wenn ich jetzt gleich Zeter und Mordio hören werde:

Hol dir eine PlayStation 3. Insbesondere die Top-Titel, waren tatsächlich für mich die besten Videospiele der letzten 5 Jahre. Damit meine ich jetzt nicht nur die Blockbuster wie z.B. Uncharted 2, ich meine damit viel mehr die Indie-Titel. Und von diesen Indie-Titel kommen noch mehr die kommenden Monate.

Die Spiele von thatgamingcompany stellen die absoluten Highlights der Indie-Perlen auf der Konsole da.

Flower ist ein audiovisueller genuß den man auf dem PC nicht bekommt.
http://www.youtube.com/watch?v=nJam5Auwj1E

Journey toppt oben genanntes Flower jedoch noch mal mit seine eigenen Twists.
http://www.youtube.com/watch?v=_mF8KkDiIdk

Kommende Indies wie The Unfinished Swan, Puppeteer oder Rain strotzen geradezu von dem dir vermissten "Charme".

Na ja und wenns Blockbuster sein müssen, gibts die wie gesagt auch. The Last of Us ist einer der wenigen bei mir bereits vorbestellten Titel.
 
Die Ansprüche an ein Spiel unterscheiden sich, wie bei einem Buch oder Film auch, von Mensch zu Mensch. Ab und an schaue ich zwar auch ganz gern mal stumpfe Actionfilme aber Filme wie Inception setzen sich bei mir viel stärker und langfristiger in meinem Kopf fest und das sind dann die Moment wo ich mich selber für die Entscheidung, diesen Film zu sehen, beglückwünsche und sagen kann: das hat sich gelohnt!

Bei den Spielen ist das genauso. Ich spiele zwar auch gern mal eine Runde CSS aber das ist nichts wo ich später mit meinen Freunden drüber reden kann, verschiedene Aspekte des Spieles diskutieren oder mit jemandem Prognosen aufstellen kann, wie es weitergeht.
Solche Spiele sind aus dem Mainstream, meiner Meinung nach, größtenteils verschwunden und drängen sich manchmal von Indy-Entwicklern auf die Festplatten der Leute. Zwei aktuelle Beispiele sind hier Minecraft und DayZ. Das sind Spiele, wo vorher keiner mit gerechnet hat.
Ich will jetzt nicht sagen, dass die Mainstream-Spiele alle schlecht sind und es hier keine Titel mit Anspruch mehr zu finden gibt aber es lohnt sich manchmal eben auch ein Blick auf die kleineren Titel.

Vergleicht man jetzt Half Life 1 mit dem zweiten Teil, so finde ich, dass die Spielmechanik, die Abwechslung und das gesamte Gamedesign stimmt. Spaß gemacht haben mir beide Spiele aber trotzdem hatte der erste Teil irgendwie noch mehr Charme. Das liegt, meiner Meinung nach, daran, dass man einfach nicht wusste was los ist und so viel Freiraum für die Fantasie (schreibt man das jetzt wirklich so?) blieb. Auch nach dem Spiel habe ich darüber nachgedacht was für Experimente die Forscher von Black Mesa durchgeführt haben, wer dieser komische Anzugsmensch ist und was zur Hölle eigentlich los ist. Valve hat das ganz gut weitergeführt, indem auch im zweiten Teil unklar ist wer der G-Man eigentlich wirklich ist. Aber es wurde einfach schon viel mehr von der Story aufgedeckt und somit fällt dieser mysteriöse Part, der einen nachdenklich stimmt, zum Teil weg.

Früher hatten die Entwickler viel weniger Möglichkeiten bei der Umsetzung ihrer Ideen und mussten versuchen mit kleinsten Mitteln die Geschichte rüberzubringen. Dadurch hat man eben viele Storyelemente nicht über super gestaltete Cut-Scenes erlebt, sondern irgendwie anders erzählt bekommen. So werde ich nie vergessen, wie ich in Gothic ins alte Lager wollte und von meinen Freunden abgefangen wurde, weil dort etwas vorgefallen war.
Das lies eben zu, dass ich mir selber ausmalen muss, was genau nun passiert ist. Diese Aufforderung, seine eigene Fantasie zu benutzen, fehlt mir bei den Mainstreamtitel derzeit.

Bisher habe ich nur zwei Indy-Titel gespielt aber beide haben mich absolut vom Hocker gerissen. Der erste war Amnesia. Man war das gruselig, weil ich nicht wusste was los ist aber ständig irgendwas kommt, das mich töten kann. Und ich kann mich nicht mal wehren! Ein ganz beklemmendes Gefühl. Aber ich wollte unbedingt rausfinden worum es eigentlich geht. Es blieb also keine Wahl: ich MUSSTE weiterspielen :D

Der andere Titel war The Void. Ein gänzlich anderes Spiel aber fast noch einfallsreicher gestaltet. Das war im Prinzip nur so ausgerichtet, dass es verschiedene Gefühle anspricht und man sich ständig mit dieser träumerisch gestalteten Welt auseinandersetzt. Ich würde das ganze Spiel eher als Kunstwerk mit Handlungsmöglichkeiten ansehen als ein Spiel. Das ist natürlich aber auch nicht jedermans Sache. Ich kann aber nur raten es mal auszuprobieren. Eigentlich hätte ich vorher auch nicht erwartet, dass es mich begeistern wird.

Fazit: mehr Freiraum für die eigene Fantasie braucht die Welt. Es muss nicht immer alles für Dumme präsentiert werden. Ich will auch mal gezwungen werden mir einen Teil der Geschichte selbst zu überlegen. Bei Herr der Ringe (dem Buch) denke ich heute noch darüber nach was wohl passiert ist als Sauron den Ring geschmiedet hat, wie die Schlacht war, als er fiel usw. So etwas fehlt mir heute.
 
Shizzle schrieb:
Auch wenn ich jetzt gleich Zeter und Mordio hören werde:

Hol dir eine PlayStation 3. Insbesondere die Top-Titel, waren tatsächlich für mich die besten Videospiele der letzten 5 Jahre. Damit meine ich jetzt nicht nur die Blockbuster wie z.B. Uncharted 2, ich meine damit viel mehr die Indie-Titel. Und von diesen Indie-Titel kommen noch mehr die kommenden Monate.

Die Spiele von thatgamingcompany stellen die absoluten Highlights der Indie-Perlen auf der Konsole da.

Flower ist ein audiovisueller genuß den man auf dem PC nicht bekommt.

Journey toppt oben genanntes Flower jedoch noch mal mit seine eigenen Twists.
Muss ich unbedingt mal wieder anpacken, obwohl die beiden Spiele (wenn man es denn so nennen will) aufgrund der simplifizierten Spielmechanik auch nicht jedermanns Geschmack sein dürften. Im PC-Bereich kann man dann auch mal auf Dear Esther schielen, das schlägt in eine ähnliche Richtung aus, ist aber um ein vielfaches ... nunja ... rätselhafter. Für mich ist es alles eine Frage der Gewöhnung und des Alters. Habt ihr euch mal den "Charme" der alten Spiele in neueren Tagen gegeben? Ich war selbst erschrocken wie wenig Feeling da aufkommt. Vor nunmehr fast 20Jahren hatte ich extrem viel Zeit in ein Spiel gesteckt, was sich Ascendancy nennt. In meiner Erinnerung hatte sich das Ding zu einem absoluten Meisterwerk verklärt, sodass ich es mir vor einigen Jahren nochmal auf Ebay gekauft habe. Das erneute Spielen war ... ernüchternd :D
 
Diese Indie-Games sehen ziemlich cool aus, genau das richtige für ne Runde entspannen und zocken auf der Couch.

Was mir noch einfällt als aktuelles Spiel mit Charme ist - *wegduck* - Crysis 2. Mir hat erstens die Spielwelt getaugt (zerfallene Großstädte mit ein bisschen Grünzeug gewuchert) und zweitens das Leveldesign. Es waren nicht so Riesenlevels wie noch bei Crysis, ich würde eher sagen sehr gut gemachte Schlauchlevels wie bei Half Life 2.
Außerdem hat sich das Spiel recht "realistisch" gespielt, also ich hatte das Gefühl auch dieser Typ im Anzug zu sein, weil Bewegungsläufe/Animationen gut gemacht wurden und vor allem das Waffengefühl toll war. Nicht wie bei vielen Titeln wo ich das Gefühl habe mit Plastikknarren zu schießen...
Und die Story fand ich auch ganz gut - zwar recht verwirrend, aber für die kurze Spieldauer angebracht.
 
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