Wohungsbau: Frage zu Netzwerk & Satanlage

felsi

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Hallo,

wir bauen zur Zeit eine Eigentumswohnung (also sie wird natürlich gebaut ;)). Jetzt möchte ich gleich von Anfang an die Verkabelung richtig planen. Betroffen sind:

  • Netzwerk
  • Satanlage
  • Telefon (& DSL)

Ich kenne mich zwar in allen Bereichen in den Grundzügen aus, aber leider fehlt es mir an Expertenwissen. Vom Architekten sind für jedes Zimmer Telefon usw. geplant. Das halte ich aber für unnötig und würde ihm deshalb gerne einen eigenen Vorschlag unterbreiten, wobei ich auf eure Hilfe angewiesen bin.

Also ich habe es mir folgendermaßen gedacht:

Telefon & Netzwerk (DSL)


Eine Telefondose an zentraler Position (Flur). Daran angeschlossen natürlich Splitter, von dort dann Telefon und DSL-Router. Soweit Standard.

Vom Router würde ich nun gerne auf ein Patchpanel, das ich direkt in der Wand verbauen würde (geht das?).
(Eventuell zwischen Router und Patchpanel individuell ein Switch schalten, wenn die Steckplätze am Router nicht ausreichen)

Hinter dem Patchpanel, also in der Wand, sollen nun die Cat6-Kabel (reicht das?) in das Patchpanel laufen. Die Kabel würden in 3 Zimmer (Wohn-, Arbeits-, Kinderzimmer) laufen, wobei ich im Kinderzimmer 2 Enddosen an verschiedenen Stellen bräuchte, in den anderen Zimmern nur jeweils eine Dose.
Jede Dose hat ja 2 Anschlüsse, richtig? Diese würde ich gerne jeweils nutzen, sodass also am Patchpanel insgesamt 8 Kabel ankommen würden. Stimmt meine Rechnung?


Erreicht habe ich dann folgendes:
1.) Jeder Anschluß mit Internet versorgt.
2.) Jeder Anschluß kann auf jeden anderen zugreifen (z.B. der Fernseher im Wohnzimmer auf den PC im Arbeitszimmer. Der Mediaplayer im Kinderzimmer auf den PC im Kinderzimmer).
Passt das?

Hättet ihr Verbesserungsvorschläge? Einfachere Lösungen? Passt was nicht?
Danke :)


Satanlage
So, zur Satanlage. Da kenne ich mich noch weniger aus :/
Es werden 2 Schüsseln installiert. Hotbird & Astra. Man muss dem Architekten aber nur sagen, in welchem Zimmer man einen Anschluß will. Wenn ich ihm jetzt sage, dass ich im Wohnzimmer, Kinderzimmer und Arbeitszimmer beide Satelliten "empfangen will", dann wird der das ja so richten, dass ich am Ende nur meinen Fernseher inkl. DVBS-Receiver einstecken muss und dann sollte ich ja beide Satelliten empfangen können, oder?
Für den Fernseher ohne integrierten DVBS-Receiver einfach einen Receiver dazwischenschalten, richtig?

Danke für eure Hilfe
 
Nur eine kleine Sache, würde auf jeden Fall nen Switch, und zwar Gigabit, zwischen Router und Rest schalten, da wohl kein normaler Router entsprechend viele Ports bzw. überhaupt Gigabit hat. Außerdem erhöht die Trennung dieser Komponenten die Flexibilität wenn doch mal ein Gerät getauscht werden soll (insbesondere Router).

/edit: außerdem hast du ja 3 Zimmer + Kinderzimmer mit 2 Anschlüssen also 5*2=10 Kabel am Patchpanel/Switch, dazu kommt natürlich die Leitung vom Router und ich würde noch etwas Luft nach oben lassen (z.B. wenn ein WLAN AP dran soll oder man mal zu Wartung direkt an den Switch will) also nen 16-Port Switch.
 
Zuletzt bearbeitet:
hört sich logisch an. aber ein tipp meinerseits:

überlege genau, ob du noch wo anders vielleicht irgendwann aus welchem grund auch immer einen lananschluss brauchst. ein bekannter von mir hat sich fast überalls lan-anschlüsse beim neubau legen lassen (beide seiten wohnzimmer, küche, alle schlafzimmer, arbeitszimmer, mögliches iwann mal arbeitszimmer im keller, wenn doch ein kind mehr rauskommt...). das hat beim neubau mit leerrohren nicht viel gekostet (also im verhältnis zum bau und späterem verlegen). du solltest dir im klaren sein: jetzt kann man bei sowas besser etwas mehr machen als in 5-10 jahren sich über die 100 euro aufzuregen.
 
Einen Switch benötigst du zwangsläufig immer am Patchpanel, da ja ab da die Verteilung erfolgt. Daher glaube ich nicht das du beides in die Wand bekommst.
Das Patchpanel würde ich wenn irgendwo Zentral errichten, Heizungsraum, Dachboden oder Abstellraum, jedenfalls irgendwohin wo dann die Kabel oder Leerrohre in die entsprechenden Zimmer verlegt werden können.
Cat6 reicht.

Dosentypen sollte es verschiedene geben, 2-Fachport erscheint aber am sinnvollsten, somit ist deine Rechnung fast korrekt. Denke an den Anschluß im Flur, somit bräuchtest du 5 Dosen.

Flur Telefon+LAN
Wohn 1x Dose
Arbeit 1x Dose
Kinder 2x Dosen
 
Zuletzt bearbeitet:
Noch'n Tip von mir...großzügig dimensionierte Leerrohre in die Wände.
Wer weiss denn heute schon welche Kabel in 10 oder 20 Jahren Standard sein werden?
...aber kostet natürlich Geld, das sich ne Baufirme gerne spart.

Hast du einen Dachboden über oder nen Keller unter dir, in dem du Kabel verlegen kannst - das wäre optimal. Glaub ich aber jetzt weniger bei ner Eigentumswohnung
 
Zur SAT-Anlage: ich nehme an, ihr bekommt eine Hausanlage mit entsprechender Sternförmiger Verkabelung. Dann reicht es, wenn du sagst wo jeweils ein Anschluss hinkommen soll. Deine weiteren Vermutungen bzgl. Receiver stimmen soweit. Und immer daran denken, dass zB für Bild-in-Bild oder einen Twin-Receiver zwei Anschlüsse (= zwei Kabel) benötigt werden!

Zur LAN-Geschichte: da gebe ich den Vorrednern Recht - immer großzügig planen, Patchfeld, GB-Switch + Router sollten hier die Stichworte sein. Ob das Ganze in die Dielenwand passt, wage ich zu bezweifeln - warum sollte das nicht im Arbeitszimmer Platz finden, oder im HWR (falls es einen gibt)? Das Ganze ab in einen kleinen Netzwerkschrank und gut ist.
 
Ich mache das beruflich immer so/schlage es in KVA's immer vor:
- Hauptzimmer/Wohnzimmer: 2 Sat Anschlüsse /Twin Anschluss (wichtig für z.b. ein Prg schauen und parallel eines aufzeichnen
- andere Wohnräume eine Sat-Leitung, obwohl auch hier empfehlenswert 2 Leitungen!
- in jeden Wohnraum, da wo der TV steht, eine Netzwerkdose, CAT5e aufwärts verlegen (1Gigabit), ausserdem PC's mit einkalkulieren, daher am besten pro Raum mit TV + PC 2 Netzwerkdosen (entweder als Twindose oder 2x Single im Raum verteilt)
- Telefonanschluss / ISDN Bus in jeden Wohnraum legen, es sei denn man will alles per DECT miteinander verbinden, da reicht dann ein zentraler Anschluss (wenn die Funkleistung nicht durch Wände etc beeinflusst ist)

Netzwerkkabel sollte SFTP sein (Single Shielded Foiled Twisted Pair)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ok, danke euch schon mal. Allerdings wurde es mir am Ende hin dann doch zu technisch, da kam ich nicht mehr mit. Gibts das auch für Laien erklärt ^^

Also was ich bisher an Tipps berücksichtigen sollte, wenn ich es richtig verstanden habe:

- Zentraler Punkt nicht im Flur, sondern im Arbeitszimmer (dann bräuchte ich dort einen Telefonanschluß und halt noch mal extra einen im Flur wo dann wirklich das Telefon hin soll, oder?)
- Leerrohre wenn möglich
- Switch unbedingt nötig
- im Wohnzimmer lieber eine LAN-Dose mehr
- im Flur eine LAN-Dose

Ich wollte auch in der Küche noch ein Netzwerkanschluß, aber da hat Chefin gemotzt. Also darfs nicht ;)

Bzgl. Netzwerk also noch mal zusammengefasst:

Arbeitszimmer: Telefondose, Router, Switch, Patchpanel
+ die normale LAN-Dose (beide Anschlüsse, also 2 Kabel)

Kinderzimmer: 2 x LAN-Dose (beide Anschlüsse, also 4 Kabel)

Wohnzimmer: 2 x LAN-Dose (beide Anschlüsse, also 4 Kabel)

Flur: 1 x LAN-Dose (beide Anschlüsse, also 2 Kabel)

= 12 Kabel kommen beim Patchpanel an. Vom Patchpannel gehen dann 12 Kabel (oder wenn man nicht alle Dosen von Anfang an braucht halt weniger) zum Switch. Vom Switch ein Kabel zum DSL-Router. Vor dem DSL-Router der Splitter.

Soweit korrekt? :)

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Zur Sat-Anlage noch mal: Was müsste ich da genau sagen, damit der Architekt das genau planen kann? Jeweils in allen Zimmern (Wohn, Kinder, Arbeits) einen Twin-Anschluss? Weiß der dann Bescheid?

Danke euch noch mal
 
Der Telefonanschluß kann auch im Flur sein, dann kommt da der Splitter, Router + Telefon hin, vom Router dann per Netzwerk zum Patchpanel in den Arbeitsraum, in den Switch und vom Switch dann weiter verteilt über das Patchpanel in die weiteren Räume.
Somit bräuchtest du keinen zweiten Telefonanschluß.

Persönlich würde ich im Kinderzimmer und Wohnzimmer auf die jeweils zweite Dose verzichten, wenn man wirklich mal soviel mehr Rechner haben sollte kann man immer noch einen Switch zwischenschalten im jeweiligen Raum, bzw. Laptop wird ehh meist per Wlan angesteuert, ist halt ne Preisfrage die du dir selber stellen musst.
 
Ok, danke. Aber ich denke dann mach ich 2 Telefondosen und verfrachte alle Geräte in das Arbeitszimmer, wenn das so funktioniert wie ich mir das vorstelle.

Preis spielt keine Rolle. Die Wohnung ist mehr eine Art Luxusapartement, wo ich die Anschlüsse planen darf wie ich will. Ist inklusive meinte der Architekt ^
 
netzwerkdosen würd ich direkt 2 in jeden zimmer haben wollen, also 4 anschlüsse.

ein pc und eine spielekonsole und die einzelne dose wäre voll.

wenn du eh nicht mehrbezahlst, schlag zu^^
 
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