Würde solche Musik mit einem offenen Kopfhörer besser klingen

birdskywinter

Lt. Commander
Registriert
Juni 2019
Beiträge
1.320
Hallo,
derzeit höre ich mit einem DT 770Pro 250 Ohm. Ich Frage mich ob ich von einen anderen, offenen Kopfhörer profitieren würde?
Bei solcher Musik:
 
glaube ned, daß eine solche fragestellung sinnvoll ist.
es ist wie beim "youtube play button".
alle sind sich einig, daß der rot ist.
bzw, alle benamsen es als rot, gefragt nach einer beschreibung.
aber niemand weiss, was und wie es der andere sieht, und das ist kein mangel an information.
es ist eine prinzipielle erfahrungsgrenze, die nicht und von niemandem auf wurscht welche art überschritten werden kann.
und beim hören ist es genauso.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Mickey Cohen, rpsch1955, DannyA4 und 7 andere
Die Frage ist eher, ob man allgemein geschlossene oder offene KH bevorzugt. Das beeinflusst die Musik ja durchaus.
Ich persönlich wüsste jetzt nicht wo genau bei diesem Lied der Vorteil eines offenen KH liegen soll. Ggf wünschst du dir das Lied einfach anders, etwas luftiger eben. Das hätte man aber nichts mit der Bauform zu tun.
Speziell dieses Lied würde ich eher mit Druck auf geschlossenen KH bevorzugen. Wobei ich das bei dieser Art Musik (nicht Genre) allgemein so halte.
 
80er-Musik ist unspektakulärer/natürlicher abgemischt, als heutzutage üblich, u.a. deswegen, weil damals Loudnessfunktion und Klangregler Standard waren, und diese unselige Pure-Direct-Irrlehre noch nicht so verbreitet war.

https://de.wikipedia.org/wiki/Gehörrichtige_Lautstärke

Wenn man mit weniger als Originallautstärke hört, klingt neutral zu dünn -> Loudness rein, oder an den Klangreglern schrauben.
 
die bauform sagt relativ wenig darüber aus, wie ein kopfhörer klingt. treiber, gehäusevolumen und polster sind mindestens genau so wichtig.

ich habe den DT700 pro x als kamera monitor und fand den zum musikhören relativ anstrengend und auch nicht sonderlich gut. ist schon ok - aber richtige hifi-kopfhörer sind da schon wesentlich besser. mit ein paar modifikationen wurde es besser, aber der hörer hat einige grundsätzliche probleme im aufbau. ich weiß nicht, was beyer sich da gedacht hat, aber das macht aus meiner sicht einfach keinen sinn.

ich würde gerne mal den beyerdynamic amiron home hören, damit ich abschätzen kann, wie der sich im vergleich zu den studiodingern und anderen hifi-hörern einordnet. grundsätzlich würde ich nämlich mit meiner bisherigen hörerfahrung von den beyerdynamic studiokopfhörern zum musikhören abraten, zumindest die geschlossenen.
 
Die Frage die sich mir stellt, sollte man YouTube Videos als Audioreferenz hernehmen oder besser eine andere Quelle?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Captain Mumpitz, Nookyn und DannyA4
Probier es aus, ist immerhin Geschacksache ob etwas "besser" ist.
Könntest die DT 990 Pro versuchen.
 
Ei, hier ist ja wieder ein Thema am Köcheln... fragst 5 Leute, bekommst 10 Meinungen :D

Aaaaaalso:
allein achon bauartbedingt ist ein offener Kopfhörer in der Lage, eine breitere Bühne zu kreieren, was wiederum dazu führt, die einzelnen Akteure bei handgemachter Musik deutlich besser zu orten. Wenn du also viel Musik aus den 70ern und 80ern (und evtl. noch frühesten 90ern) hörst, bei denen wenig bis gar nicht elektronisch verfummelt wurde, dann profitierst du selbstverständlich von einer besseren Abbildung.

Das müsste man jetzt entsprechend differenzieren, natürlich wird bei der Aufnahme im Studio schon seit je her elektronisch nachgearbeitet. Gemeint ist eben... naja... reiner Techno würde in den meisten Fällen nicht von einem offenen Prinzip profitieren. Sowas wie Yello wiederum funktioniert aber blendend.

Ich würde es an deiner Stelle wagen und einfach mal testen, du kannst ja hier gerne wieder berichten.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: MaxO und Captain Mumpitz
Ich verwende den DT 770 Pro an einer Sound Blaster Z SE. Mit dieser Soundkarte höre ich z.B. bei Klassik die Triangel sehr deutlich und bei Orgelmusik endlich auch die wirklich tiefen Bässe.

Falls Onboard-Sound verwendet wird, sollte der Kauf einer dedizierten Soundkarte in Erwägung gezogen werden.
 
mein kopfhörer mit der breitesten bühne und tiefsten staffelung ist ein modifizierter ATH-A1000Z - die akustische isolation von dem kopfhörer extrem, dass so manches ANC vor neid erblasst. geschlossener geht nichtmehr - und trotzdem besser als meine halboffenen bzw. offenen.

die koss porta pros sind offene on-ears aber drücken im bass für die bauart erstaunlicherweise wie sau.

das bauprinzip muss zum treiber und zum gehäuse passen. bauprinzip alleine sagt überhaupt nichts über die eigenschaften eines kopfhörers aus.

eines lass ich aber gelten: billige geschlossene kopfhörer klingen immer topfig und aufgebläht im bass ohne wirklichen tiefgang gepaart mit schlechter tiefenstaffelung und bühne. das ist immer eine kombination aus zu kleinem gehäuse, zu kleinem treiber, schlechtes polster, irgendeiner übertriebenen frontbedämpfung und einer unbedämpften hinteren kammer (rode NTH100 hust)

bei guten kopfhörern kann man kaum mehr heraushören, ob es ein geschlossener oder offener kopfhörer ist. da muss man sich eher fragen, ob man noch was von der umgebung mitbekommen will oder nicht. ich finde zumindest halboffene oder offene angenehmer zu tragen als völlig geschlossene.
 
Geschmacksache. Ausprobieren ist die Devise. Was, ich komme von offenen zum geschlossenen Kopfhörer, zu beachten ist, Umgebungsgeräusch! Was nutzt die breite Bühne, wenn man sie nicht genießen kann, da die Ruhe fehlt.
 
Geh in einen HiFi Laden irgendwo in deiner Nähe, nimm Musik mit (am besten CDs oder halt zumindest möglichst lossless FLAC) und probier ein paar KHs aus.

Ich hab für mich festgestellt, dass ich offene viel lieber mag als geschlossene, aufgrund des nicht vorhandenen Badewannen-Effekts (den aber auch längst nicht alle geschlossenen bieten).
Ob das nun aber für dich das Richtige sein wird, weiss hier keiner von uns.

Da kommst du nur mit Ausprobieren durch.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: duskstalker und MaxO
birdskywinter schrieb:
Ich Frage mich ob ich von einen anderen, offenen Kopfhörer profitieren würde?

Eine generelle Empfehlung kann es leider nicht geben, da jeder ein anderes Hörverständnis hat.

Faktoren für einen guten Klang siehe unten im Beitrag #7 im Thema Hochwertige Audio-Kopfhörer.


Zu offener vs. geschlossener Bauforn

Kopfhörertechnik Allgemein | beyerdynamic

Worin liegt der Unterscheid zwischen offenen und geschlossenen Kopfhörern? | beyerdynamic
Offene Kopfhörer bieten den Vorteil, dass sie etwas voluminöser und detaillierter klingen und der Musik ein besseres Gefühl der Räumlichkeit verleihen. Es verringert sich ebenso das Gefühl einer sog. "Im-Kopf-Lokalisation", das sich anfühlt, als käme der Schall nicht von einer externen Schallquelle, sondern entstehe im Kopf. Das Gehäuse eines offenen Kopfhörers zeichnet sich dadurch aus, dass es akustisch durchlässige Stellen aufweist, beispielsweise durch Öffnungen oder schalldurchlässiges Gewebe.

Im Thomann Online-Ratgeber Kopfhörer wird alles erklärt, wie die Bauformen (Over-Ear, On-Ear, In-Ear, Ear-Buds), Bauweise (geschlossen, halboffen und offen), Kabel-gebunden/-los, analoge/digitale Funkübertragung, Bluetooth, True Wireless, Noise Cancelling, et cetera pp.

Thomann Online-Ratgeber Die Bauweise Kopfhörer
Offene Kopfhörer

Offene Kopfhörer sind für das natürliche, originale Hören die ideale Lösung und bieten Ihnen vor allem zu Hause in ungestörter Umgebung eine hohe Klangtreue, also klangliche Transparenz sowie eine sehr gute räumliche Abbildung. Technisch ist dieses Ideal aber nicht vollkommen zu erreichen, weil eine Konstruktion immer das ungehinderte Schwingen und Strahlen der Membran verhindert. Durch eine „luftige“ Bauweise und „weiche“ Materialien wird von den Entwicklern versucht, diesem Ideal möglichst nahe zu kommen, wobei der Erfolg (im sog. akustischen Abdeckungskoeffizienten beschrieben) bei etwas 30 bis maximal 55 % Durchlässigkeit besteht. Offene Systeme liegen locker auf dem Kopf auf und schirmen das Ohr nur wenig nach außen ab, so dass auch Geräusche aus der Umgebung voll wahrgenommen werden, bzw. auch die Umgebung Geräusche aus dem Kopfhörer wahrnehmen kann. Dafür sind sie auch bei langem Einsatz bequem zu tragen: Beim Mixen und Mastern im Studio beispielsweise.

Kopfhörervergleich: Offen versus geschlossen | GALAXUS
 
Captain Mumpitz schrieb:
Geh in einen HiFi Laden irgendwo in deiner Nähe, nimm Musik mit (am besten CDs oder halt zumindest möglichst lossless FLAC) und probier ein paar KHs aus.

[...]

Da kommst du nur mit Ausprobieren durch.

Wohl wahr. :daumen:

In erster Linie müssen Kopfhörer oder In-Ears mir Spaß beim Hören machen, wobei durchaus auch deren
Tragekomfort von großer Wichtigkeit für mich ist. Ob offen, geschlossen oder beides in Frage kommt, das
hängt von persönlichen Präferenzen ab. Ich nutze sowohl geschlossene als auch offene Kopfhörer, je nach
Situation. Will ich mich möglichst von Nebengeräuschen abschotten, dann sind geschlossene KH schon
keine schlechte Wahl.

Von verschiedenen Stilrichtungen der Musik und den möglicherweise dazu passenden Kopfhörern will ich
gar nicht erst anfangen... Da pauschal irgendwas zu empfehlen wäre Nonsens, finde ich.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: wegi und Captain Mumpitz
W11_Fan schrieb:
Falls Onboard-Sound verwendet wird, sollte der Kauf einer dedizierten Soundkarte in Erwägung gezogen werden.
Alternativ: ein externer Kopfhörerverstärker. Die sind zwar heute auch als "Soundkarte" zu bezeichnen, weil sie (naja, nicht "Karte" ^^) mittels USB problemlos mit dem PC kommunizieren können.

Ich will nur deutlichmachen, dass man nicht gezwungen ist, eine Karte IN den PC zu installieren, wo man evtl. dennoch Probleme mit Störgeräuschen etc. bekommen kann. Mit einem externen Kopfhörerverstärker (als DAC getarnt) ist das schon fast unmöglich.
 
@birdskywinter habe rausgefunden, wie der Track besser klingt:

Aber jetz mal ernsthaft. Jeder, der gerne Musik hört, sollte sowieso einen guten geschlossenen und offenen Kopfhörer zu Hause haben. Darum hol dir noch nen DT 990 Pro oder Tygr 300 R und stell dir selbst garnicht mehr die Frage, sondern nutze den Kopfhörer, auf den zu gerade Bock hast. Ich wechsle permanent zwischen offen und geschlossen, besser kann mans nicht machen.

Und dann gönnst du dir noch:
 
Ich mag keine offenen, die sind mir zu Lasch :)
Hatte die DT1990 pro und D1770 pro hier. Bei den ersteren war mir zuviel Gezichel, wer lieber stärker betonte Blattgeräusche einem gutem Bass vorzieht mag wohl eher die 1990. Wer Bässe, ASMR und weniger Geräusche im Raum möchte, dann 1770. Bei T1 usw. habe ich keine Unterschiede mehr gehört, vielleicht bin ich mit knapp 40 zu alt. Die 770 / 990 fand ich nicht gut.

Die Soundstage kann man gut mit Earpads kontrollieren, meine Favoriten sind die von brainwavz. Die perforierten haben eine Soundstage wie die Stock 1990 Earpads, Wildleder ist am bassigsten.
 
Ich finde geschlossene Kopfhörer sind immer etwas unangenehm zu tragen. Wenn es wegen der Umgebung nicht anders geht machen sie Sinn aber sonst sind offene Kopfhörer immer zu bevorzugen.
 
Zurück
Oben