DaBzzz schrieb:
Wie gesagt, die Knete kommt in einen Topf und daraus wird finanziert. Ob hier und da ein paar 300€-Tropfen auf dem teuren Stein verdampfen oder nicht, das macht bei nem Durchschnittshersteller nicht viel aus. Und warums oft keinen Extrasupport für extrateure Bretter gibt, hab ich auch schon erwähnt.
Erwähnt, nur deshalb ist es nicht richtig.
Bei Dell gibt es die Latitude Notebooks von vorne herein mit Vor-Ort-Service, bei den Inspirons nicht ... werfen die ihr Geld etwa nicht alle in einen Topf? Wurde zu Zeiten der tollen Margen der Mainboard Hersteller nicht alles in einen Topf geworfen?
Das ist kein Haushalt wo von dem Einkommen Butter und Brot gekauft werden.
Sorry, aber deine Argumentation ist ziemlich billig.
DaBzzz schrieb:
Nein, aber das sieht man auch am Verkaufspreis. Selbes Spiel. An einem 300€ Premiumartikel verdien ich als Hersteller mehr als an einem 50€-Billigteil - blöd, dass der Großteil meiner Kundschaft zu letzterem greift.
Das ist immer so, und trotzdem verdient man an den teuren Produkten. Ich wüsste aber nicht, warum das ein Unternehmen daran hindert, ein Mainboard länger wie 2 Jahre mit aktualisierten BIOS ROMs zu versorgen, um den CPU Support zu gewährleisten.
Nicht bei 50€ Mainboards, und schon gar nicht bei 300€ Mainboards.
DaBzzz schrieb:
Und dass heute Computer billiger sind als je zuvor wirst du mir grade noch so glauben, oder?
Natürlich sind sie heute um ein vielfaches günstiger. Sie sind aber auch um ein vielfaches Preiswerter Herzustellen, weil die Kapazitäten und Fertigungen vorhanden sind, und in viel höheren Massen Produziert wird.
Was soll denn das für eine Rechtfertigung sein, das Produkte, wo sie neu und teuer waren, noch 5 Jahre lang halten sollen, und wo sie ausgereift und günstig sind sollten sie bestenfalls alle 1-2 Jahre ausgetauscht werden?
Das kann ein Unternehmen ja gerne so sehen, aber deshalb muß ich das als Kunde trotzdem nicht akzeptieren oder gut finden.
DaBzzz schrieb:
Wenn mein Standardartikel früher 1000 Mark gekostet hat und heute 40€, dann hatt ich früher viel einfacheres Spiel meinen Gewinn dort rein zu kalkulieren.
Eben - Gewinn. Der Gewinn kommt nach den Kosten. Vielmehr haben die sich in ihre Tasche gewirtschaftet, statt dies in den Support zu investieren.
Wie auch immer, damals hat ein 1000 Mark Artikel ein vielfaches von dem gekostet, was heute ein 40€ Artikel kosten würde, und wurde auch nur ein Bruchteil so oft verkauft wie es heute der Fall ist.
Wenn es tatsächlich die Masse ist, an der es krankt das ich nach 2 Jahren keine aktuellen CPUs mehr auf mein Mainboard bekomm, bin ich dafür das DU schon mal keine Computer mehr bekommst.
DaBzzz schrieb:
Heute gibts Firmen, die verkaufen Festplatten mit teildefekten Plattern, CPUs mit deaktivierten Kernen und Cache, andererseits binnt man bei zu hoher Nachfrage nach letzteren auch vollwertige Prozessoren absichtlich in zu niedrige Klassen, etc.
Das ist, soweit es für den Kunden keine Nachteile mit sich bringt, auch überhaupt kein Problem. Zumal es heute auch getestet und erprobt ist, einen Teildefekten Prozessor zu verkaufen.
DaBzzz schrieb:
Hab ich beiden nicht widersprochen.
Ja natürlich, eben drum. Oder hatten Unternehmen seinerzeit etwa keine günstigen Artikel, zusätzlich zu den Teuren? Das ist völliger Nonsense zu behaupten, die Margen wären heute zu klein, und im gleichem Atemzug zu behaupten, die Artikel mit hohen Margen hätten keine Relevanz.
Wie schaffen es Festplattenhersteller 5 Jahre Garantie zu geben? Oder wenige Grafikkarten Hersteller 10 Jahre? Das ist meist keine Frage des könnens, sondern des wollens. Und genau darum geht es.
Es darf einfach nicht sein, das Produkte heute nach kurzer Zeit den Geist aufgeben, oder den wichtigen Support verlieren. Und wenn du selbst Kunde bist müsstest du das genauso sehen, denn das ist auch in DEINEM Interesse.