Wenn der RAM tatsächlich knapp ist, dann macht es in der Tat wenig Sinn und würde, wie du schon richtig bemerkt hast, zu mehr Verwaltungsaufwand führen und somit langsamer sein.
Nur ist es meist nicht so, der Arbeitsspeicher wird in der Praxis (grade bei 4 GB) mit "normalen" Anwendungen nur sehr selten bis niemals voll werden. Und erst wenn der Speicher komplett (!) voll ist, fängt XP an in nennenswertem Umfang auszulagern.
Wäre ja auch Schwachsinn, das freiwillig zu tun, obwohl noch jede Menge RAM zur Verfügung steht. Die Anzeigen im Taskmanager kann man ignorieren, denn dort wird zusätzlich zum tatsächlich ausgelagerten RAM auch der reservierte Speicher angezeigt, dieser ist aber nicht mit Daten gefüllt, sondern wird nur vorsorglich von XP angelegt.
Direkt nach dem Start lagert XP bei mir weniger als 10 MB aus, im normalen Betrieb niemals mehr als 200 MB, der Rest ist nur reservierter Speicher!
Also wenn ein PC jede Menge RAM frei hat (bei 4 GB wohl der Fall) und XP nur kleinste Mengen tatsächlich auslagert, dann kann man den ungenutzten Speicher sehr gut dazu nutzen, um die Auslagerung dahin zu verschieben.
Entweder mit nem RAMdisk Tool oder (einfacher) in dem man einfach die Auslagerung abschaltet. XP lagert nämlich trotzdem weiter aus (liegt am Kernel, der ist darauf angewiesen), was man auch im Taskmanager sehen kann.
Und das macht XP im RAM (wohin auch sonst, ist ja nix anderes mehr da) und erhält so mehr Leistung, weil DRAM um den Faktor 1000 schneller ist als eine Festplatte.
Deine Beispiele mit Datenbanken von 3 GB im RAM usw sind für Privatanwender nicht praxisgerecht, solche Extreme findet man nur auf Servern und die haben ja meist mehr als genug Ressourcen für solche Anwendungen.
Ich hoffe die Erklärung war jetzt verständlich genug, ist aber auch ein kompliziertes Thema!
PCB