News YouTube Partnerprogramm: Content-Creator brauchen ab 2027 mehr Klicks

Bright0001 schrieb:
Wärst du damit auch so einverstanden?
Also wenn der Trainer den Sportplatz erstellt hat und in Schuss hält, würde ich das tolerieren, insbesondere wenn die meisten Zuschauer keinen Eintritt zahlen, sondern die Bannerwerbung für Einnahmen sorgt.
 
Ich habe einen LG-OLED-TV, wie bekomme ich auf diesem Fernseher die Werbung komplett weg? Bezahle für Premium jetzt 15€ pro Monat, da passt für mich das P/L nicht mehr.
 
Cr4y schrieb:
Also wenn der Trainer den Sportplatz erstellt hat und in Schuss hält, würde ich das tolerieren
Ja, tut er. Genauer gesagt ist er quasi Monopolist, und ihm gehören praktisch alle Sportplätze und Arenen der Umgebung.

Und obwohl er sich schon an Bundesliga-Spielen dumm und dämlich verdient, hält ihn das nicht davon ab, mit Verweis aufs Hobby auch eure Einnahmen zu behalten.

Und mich wundert da der Wechsel zum "tolerieren", denn aus deiner vorherigen Argumentation hätte man denken können, dass du es erwartet hättest, dass jemand anders alle potenzielle Gewinne für sich behält und euch nichts abgibt - was hat sich geändert? :schluck:

Cr4y schrieb:
insbesondere wenn die meisten Zuschauer keinen Eintritt zahlen, sondern die Bannerwerbung für Einnahmen sorgt.
Ist ein Mix, wobei es für die Betrachtung des Hobby-Argumentes keine Bedeutung haben dürfte.
 
Floorp schrieb:
[...] dann so einen ulkiger Usbeke der in einer wunderschoenen Landschaft die leckersten Sachen kocht, [...]
Der Kerl ist echt super :D
 
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Bright0001 schrieb:
Weil Google Angst hat, dass Leute ihre Steuern falsch deklarieren, behalten sie lieber das ganze Geld selbst?
Nein natürlich nicht, sind möchten ein möglich großes Stück vom Kuchen und wollen ganz sicher nicht noch zusätzliche Ressourcen aufbringen um mehr als notwendig mit den Behörden zu kooperieren.


Bright0001 schrieb:
Aus Sicht des Staates ist es besser ein geringes Plus an Steuereinnahmen zu haben, selbst wenn man ein paar Euro verpasst, anstatt das Geld in den USA geparkt zu lassen und nichts davon zu sehen.
Ändert absolut nichts an meiner Aussage.
Ein Haken anzukreuzen reicht eben nicht aus, nicht umsonst gibt es seit 2023 ein Plattformen-Steuertransparenzgesetz, weil über Plattformen wie damals Kleiderkreisel,eBay Kleinanzeigen und Co. sehr viele Leute das zu einfache System ausgenutzt haben.


Bright0001 schrieb:
Stell dir vor du spielst hobbymäßig in einer Fußballmannschaft,
Stell dir vor, das tue ich sogar.
Ich bezahle ein Mitgliedschaftsgebühr und für die Spiele am Wochenende müssen die Zuschauer auch 2 Euro Eintritt bezahlen und selbstverständlich werden auch Essen und Getränke mit 1-2 Euro Gewinn verkauft.
Wie du jetzt aber auf die Idee kommst ich müsste jetzt daran beteiligt werden, kann ich nicht nachvollziehen.
Von diesen Geldern wird die Pflege des Platzes bezahlt, es wird die Instandhaltung des Vereinsgebäudes finanziert und die Ehrenamtlichen Trainer für unsere Junioren erhalten eine Aufwandsentschädigung.
Ich bin noch nie auf die Idee gekommen einen Anteil daran zu fordern.
 
dettweilertj schrieb:
Wenn ich ein Hobby ausübe, warum sollte ich dafür bezahlt werden?
Ich gehe mal davon aus dass Du,Ich und alle anderen hier auf CB auch Hobbys haben und ich vermute mal das keiner Geld für das ausüben seines Hobbys bekommt, eher gegenteiliges dürfte der Fall sein.
Wenn eine Dritte Person mit dem was ich als Hobby mache Geld verdient, dann finde ich zumindest dass ich einen Anspruch auf Beteiligung habe. Ob ich den Anspruch wahrnehme oder nicht steht auf einem ganz anderen Blatt. Mich aber prinzipiell auszuschließen, weil ich es angeblich noch nicht professionell genug mache, kann ich nicht nachvollziehen. Ganz davon abgesehen: Auch jemand der dies professionell macht, ist ja am Anfang betroffen: Der startet ja nicht mit x Klicks/Views.

Wo ist das Problem jemanden von Sekunde 1 an den Einnahmen, die sein Content erzielt, partizipieren zu lassen? Ich sehe da am Anfang nur einen Overhead durch Kosten, solange die Einnahmen zu gering sind. Aber dem kann man ganz einfach durch Limits begnen. Etwas was Google seit jahrzehnten erfolgreich im AdSense Geschäft praktiziert: Du meldest dich mit deiner kleinen Webseite für Google AdSense an und machst im Monat nur ein paar Cent Einnahmen mit AdSense? Dann kannst du eine Auszahlung erst ab Erreichen von x€ beantragen bzw. einmal pro Jahr. Damit wäre dieses Problem gelöst.
 
Was auch nervt sind diese "Newskanäle", die nichts anderes machen als 5s Videos zu nem aktuellen Thema hochzuladen, mit nem Standbild und "Link anklicken für mehr Infos", die die Suche teils komplett unbrauchbar machen, weil alles voll mit dem Müll ist. Und Kanäle kann man halt nicht so blocken, dass sie in der Suche nicht auftauchen.
 
Bright0001 schrieb:
Ja, tut er. Genauer gesagt ist er quasi Monopolist, und ihm gehören praktisch alle Sportplätze und Arenen der Umgebung.
Tja, ist am Ende eine Frage, ob man kann oder eben nicht. Youtube kann sich so einiges leisten, wie es scheint. Ich kann es kaum ändern, also kann ich es nur akzeptieren oder eben sein lassen. Aktuell kann ich es noch akzeptieren. Heißt nicht, dass sich Youtube alles erlauben kann.
Ansonsten gibts ja schon Alternativen wie Twitch und Patreon - ob die nun besser sind? Ka.
Bright0001 schrieb:
Und obwohl er sich schon an Bundesliga-Spielen dumm und dämlich verdient, hält ihn das nicht davon ab, mit Verweis aufs Hobby auch eure Einnahmen zu behalten.
Naja, so funktionieren Konzerne und Mittelständler nunmal: Es gibt verschiedene Geschäftsbereiche, die jeder für sich profitabel sein muss. Geschenkt wird einem in der Marktwirtschaft nichts.
Also man kann das alles doof finden, kein Ding. Aber n besseres System scheint es noch nicht zu geben.

Bright0001 schrieb:
Und mich wundert da der Wechsel zum "tolerieren", denn aus deiner vorherigen Argumentation hätte man denken können, dass du es erwartet hättest, dass jemand anders alle potenzielle Gewinne für sich behält und euch nichts abgibt - was hat sich geändert? :schluck:
Welche vorherige Argumentation? Ich kann dir da gerade nicht ganz folgen :-o
 
tree-snake schrieb:
Morphe App kostet gar nix. Da kann man auch diesen short müll komplett deaktivieren.
Hab auch auf meinem PC die Shorts ausgeblendet via Ublock Origin Filter:
Wenn mir jemand einen Short Link schickt, kann ichs trotzdem anschauen, aber durch die Filter scheints nicht mehr auf der Startseite und in Vorschlägen auf
 
Whistl0r schrieb:
Auch jemand der dies professionell macht, ist ja am Anfang betroffen: Der startet ja nicht mit x Klicks/Views
Korrekt und da bin ich ganz bei Dir, wer es professionell macht und keine verkappten Werbevideos dreht, der sollte vom ersten Klick an bezahlt werden.


Whistl0r schrieb:
Wenn eine Dritte Person mit dem was ich als Hobby mache Geld verdient, dann finde ich zumindest dass ich einen Anspruch auf Beteiligung habe.
Und genau hier gehen unsere Meinungen etwas auseinander, was ja auch absolut Legitim ist.:daumen:
Nehmen wir als Beispiel GitHub, dort stellen unzählige Programmierer Open Source Programme zur Verfügung und die bekommen dafür auch kein Geld von Microsoft, auch hier wird es sicher Dritte geben, die mit der Software Geld verdienen.
Und ja es gibt GitHub Sponsors, allerdings zahlen auch hier die User nur wenn sie es wollen und ihnen das Projekt eine Spende Wert ist.
Ich unterstütze dort selbst mehrere Projekte, aber das ist meine persönliche Entscheidung.
Ich zahle keinem Hobbyisten auf YouTube Geld, nur weil er sich bei seinem Hobby filmt.
Wenn ihm sein Hobby zu anstrengend oder zu Teuer ist bzw. Das Drehen der Videos zu anstrengend und zu nervig ist, dann sollte er keine Videos mehr machen oder sich ein anderes Hobby suchen.
 
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Man was bin ich froh das ich bei Youtube fast nur Kanäle mit evtl 50.000 Abos gucke von ganz normalen leuten die ein Hobby haben und es zeigen wollen. Da erwartet keiner das er damit wirklich Geld verdient.
Die paar großen sachen sind dann auch so groß das sie eigentlich kaum Werbung machen.
Werbeunterbrechungen habe ich natürlich nicht dank Adblocker.

Aber da sieht man mal gut was Youtube für eine Verkorkste Geschichte sein kann wenn man sich in der falschen ecke davon aufhält. :freak:

Allerdings Pfelge ich mein Youtube account auch. Die drei Punkte und dann auf "Keine videos von diesem Kanal empfehlen" Wirkt wunder.

Da ich videos immer in einem neuen Tab öffne kann ich mich also wenn ich fertig bin mit dem video bin, entscheiden ob ich von dem kanal noch mal etwas sehen will.

Dann kann man auch sehr schnell jeden kanal entfernen wenn er schon im Thumbnail sachen zeigt wo man weiß das man das niemals sehen will.
Bei mir findet man zB fast nichts über gaming, dabei spiele ich jeden tag irgendetwas. Aber es interessiert mich bei youtube einfach nicht. Da will ich eher wissenschaftliche sachen über die Natur und Physik sehen.

Hat man eigentlich irgendwo zugriff auf die Kanäle die man so quasi Blockiert hat?
 
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dettweilertj schrieb:
...nicht umsonst gibt es seit 2023 ein Plattformen-Steuertransparenzgesetz, weil über Plattformen wie damals Kleiderkreisel,eBay Kleinanzeigen und Co. sehr viele Leute das zu einfache System ausgenutzt haben.

Nutzen Leute heute immer noch auf Kleinanzeigen aus weil da nur gemeldet wird wenn man den eigenen Kleinanzeigen Bezahldienst OPP nutzt weil nur hierdrüber kann es zuverlässsig getrackt werden. Nutzt man ihn nicht wird auch nichts gemeldet da private Nachrichten nicht gescannt werden. So kannst du bsp. eine 5090 für 3,5k verkaufen, Ich schreibe dich via PN an und bezahle via PayPal und es wird nicht gemeldet da nicht zuverlässsig trackbar.



Ich hab auf YouTube auch nur 8 Shorts hochgeladen weil Twitch es so für ein Badge wollte. Bedingung um das Badge zu erhalten war halt:

Erstelle einen Clip und teile diesen auf TikTok oder YouTube um das Badge zu erhalten.

Die 8 Shorts haben Aufrufe zwischen 3 und 2353 Views. Sollte Ich für die echt bezahlt werden? Nö denn es ist noch nicht mal Mein eigener Content gewesen sondern der vom Streamer.
 
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Yiasmat schrieb:
So kannst du bsp. eine 5090 für 3,5k verkaufen, Ich schreibe dich via PN an und bezahle via PayPal und es wird nicht gemeldet da nicht zuverlässsig trackbar.
Verdammt, jetzt bin ich wohl aufgeflogen.:evillol:
Spaß beiseite, natürlich gibt es immer Schlupflöcher und ich kenne auch Leute die es so machen, ich würde sowas natürlich niemals machen.:heilig:
 
dettweilertj schrieb:
Und genau hier gehen unsere Meinungen etwas auseinander, was ja auch absolut Legitim ist.:daumen:
Natürlich ist das legitim :)

dettweilertj schrieb:
Nehmen wir als Beispiel GitHub, dort stellen unzählige Programmierer Open Source Programme zur Verfügung und die bekommen dafür auch kein Geld von Microsoft, auch hier wird es sicher Dritte geben, die mit der Software Geld verdienen.
Und ja es gibt GitHub Sponsors, allerdings zahlen auch hier die User nur wenn sie es wollen und ihnen das Projekt eine Spende Wert ist.
Mooooooment! Das ist ein guter Vergleich, weil er hinkt: Der Besitzer von GitHub verdient mit den dort gehosteten Daten gar nichts. Und das ist der entscheidende Unteschied zu YouTube:

Ab dem Moment wo der Betreiber von GitHub dieses monetarisieren würde, würde ich auch verlangen dass die Projekte mit denen GitHub plötzlich Geld verdient an diesen Einnahmen beteiligt werden.
 
Cr4y schrieb:
Tja, ist am Ende eine Frage, ob man kann oder eben nicht. Youtube kann sich so einiges leisten, wie es scheint. Ich kann es kaum ändern, also kann ich es nur akzeptieren oder eben sein lassen. Aktuell kann ich es noch akzeptieren. Heißt nicht, dass sich Youtube alles erlauben kann.
Aber um gesetzte Tatsachen zu akzeptieren, muss man diese ja nicht automatisch verteidigen. :P

Cr4y schrieb:
Ansonsten gibts ja schon Alternativen wie Twitch und Patreon - ob die nun besser sind? Ka.
Sind das wirklich Alternativen? Ich hätte eher an Plattformen wie Nebula gedacht, wobei die auch ihre eigene "Richtung" haben, sich also weniger für unprofessionelle/unbedarfte Inhalte eignen (wenn man nicht sogar ganz davon ausgeschlossen ist, weil kuratiert wird), oder Dinge wie TikTok oder gar Facebook, wobei die jeweils auch eher spezifische Use Cases und Nutzergruppen haben.

Am Ende ist ja das die Realität für klassische Videos mit einer Laufzeit über 5 Minuten:
  • Die meisten Leute, die solche Videos ins Netz stellen, tun das nur auf YouTube.
  • Die meisten Leute, die solche Videos schauen, schauen diese nur auf YouTube.
China sei da mal ausgeklammert, da gilt das wahrscheinlich nicht. Nichtsdestotrotz: Ob man das nun ein Monopol oder marktbeherrschende Stellung nennt, ist mir persönlich gar nicht so wichtig, und schon eher, dass man solche Unternehmen nicht mit Samthandschuhen anfasst. Das tut es umgekehrt nämlich auch nicht, weder ggü. den Nutzern, noch den Creatorn, die die eigentliche Arbeit machen.

Es ist am Ende die marktbeherrschende Stellung, die eine "umgekehrte" Abhängigkeit durchdrückt: Würde YouTube morgen verschwinden, würde sich in kurzer Zeit ein/mehrere Konkurrenten etablieren, auf die alle Nutzer ausweichen würden.

Würden morgen aber alle Nutzer von YouTube verschwinden, seien es nun Zuschauer, Produzenten oder beide Parteien, dann hat YouTube fertig, für immer.

Cr4y schrieb:
Naja, so funktionieren Konzerne und Mittelständler nunmal: Es gibt verschiedene Geschäftsbereiche, die jeder für sich profitabel sein muss. Geschenkt wird einem in der Marktwirtschaft nichts.
Also man kann das alles doof finden, kein Ding. Aber n besseres System scheint es noch nicht zu geben.
Natürlich wird einem in der Marktwirtschaft nichts geschenkt, deswegen schicken wir ja auch Kinder in die Kohleminen, arbeiten 80 Stunden die Woche und zeigen uns dankbar, wenn man nach dem vierten Krankheitstag im Jahr keine fristlose Kündigung in die Hand gedrückt bekommt.

Marktwirtschaft ist nicht gleich Marktwirtschaft, und ich kenne wenig Deutsche, die den hiesigen Verbraucher- und Arbeitnehmerschutz gern "amerikanischer" hätten; Wärst du jemand, der lieber mehr freie Marktwirtschaft und weniger Schutzregelungen für den einfachen Bürger hätte? Also ernsthaft, die Frage ist nicht polemisch gemeint.

Cr4y schrieb:
Welche vorherige Argumentation? Ich kann dir da gerade nicht ganz folgen :-o
Na deine Kernthese ist doch, dass man für das Ausüben von Hobbys grundsätzlich keine Zahlungen erwarten kann, unabhängig davon, wie wo wer damit Geld verdient. Aber wenn du es in meinem Beispiel nur "tolerieren" würdest, dann sagt das ja implizit, dass du damit eigentlich nicht einverstanden bist, und dich eher fügst, anstatt der Entscheidung des Trainers zuzustimmen und sie zu unterstützen.
 
Whistl0r schrieb:
Der Besitzer von GitHub verdient mit den dort gehosteten Daten gar nichts
Mooooooment:)
Das ist so nicht ganz richtig, Microsoft monetarisiert GitHub nicht so sehr wie es Youtube macht aber sie Verdienen über die Userdaten auch Geld.
Außerdem kommen noch andere Benefits dazu, sie binden Kunden an ihr eigenes Ökosystem und nutzen die Codebasis ihrer Kunden auch um ihre KI zu trainieren, das ist vielleicht sogar mehr Wert als direkte Monetarisierung.

Worauf ich aber hinaus möchte, sie verdienen ihr Geld hauptsächlich mit Abos ihrer Kunden z.B. KI die ihnen beim Coden hilft usw.
Bedeutet.... Menschen zahlen sogar Geld an GitHub und stellen ihre Software trotzdem for Free zur Verfügung.
Sie bezahlen also Geld für ihr Hobby und sie bekommen keins dafür, es sei denn jemand spendet.

Versteh mich nicht falsch, ich kann deinen Ansatz auch irgendwo verstehen, dass ein Unternehmen sich so extrem viel Geld in die Tasche steckt obwohl sie für die Erstellung des Contents garnichts getan haben, ist natürlich ekelhaft.
 
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Bright0001 schrieb:
Aber um gesetzte Tatsachen zu akzeptieren, muss man diese ja nicht automatisch verteidigen. :P
Ja, stimmt auch wieder :)
Bright0001 schrieb:
Es ist am Ende die marktbeherrschende Stellung, die eine "umgekehrte" Abhängigkeit durchdrückt: Würde YouTube morgen verschwinden, würde sich in kurzer Zeit ein/mehrere Konkurrenten etablieren, auf die alle Nutzer ausweichen würden.

Würden morgen aber alle Nutzer von YouTube verschwinden, seien es nun Zuschauer, Produzenten oder beide Parteien, dann hat YouTube fertig, für immer.
Klar, aber alle diese Plattformen tendieren wegen des Netzwerkeffekts zu einer monopolartigen Stellung. Man könnte fast von einem natürlichen Monopol sprechen. Wenn man dem folgt, sollten diese Plattformen entsprechend stärker reguliert werden.
Bright0001 schrieb:
Natürlich wird einem in der Marktwirtschaft nichts geschenkt, deswegen schicken wir ja auch Kinder in die Kohleminen, arbeiten 80 Stunden die Woche und zeigen uns dankbar, wenn man nach dem vierten Krankheitstag im Jahr keine fristlose Kündigung in die Hand gedrückt bekommt.

Marktwirtschaft ist nicht gleich Marktwirtschaft, und ich kenne wenig Deutsche, die den hiesigen Verbraucher- und Arbeitnehmerschutz gern "amerikanischer" hätten; Wärst du jemand, der lieber mehr freie Marktwirtschaft und weniger Schutzregelungen für den einfachen Bürger hätte?
Naja, du ziehst hier den Bogen zu etwas, was ich nicht sagen wollte und fragst mich dann, ob ich das wirklich will. Ich wollte nur darstellen, dass es für mich kein Argument ist, dass Google ja dick Kohle macht und daher Youtube doch ebenso dick subventionieren könnte. Mit keinem Wort habe ich damit eine libertäre Ordnung herbei sehnen wollen.
Bright0001 schrieb:
Na deine Kernthese ist doch, dass man für das Ausüben von Hobbys grundsätzlich keine Zahlungen erwarten kann, unabhängig davon, wie wo wer damit Geld verdient. Aber wenn du es in meinem Beispiel nur "tolerieren" würdest, dann sagt das ja implizit, dass du damit eigentlich nicht einverstanden bist, und dich eher fügst, anstatt der Entscheidung des Trainers zuzustimmen und sie zu unterstützen.
Das war ein anderer User, oder ich sollte mich auf Demenz testen lassen :freaky:
 
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Es ist echt traurig, als Creator sowas zu lesen und regelrecht zu neuen Inhalten "gedrängt" zu werden. Ich habe damals 2009 mit einigen Videos angefangen, die ich einfach nur mit Freunden und Interessierten teilen wollte. YouTube bot sich da als ideale und kostenlose Alternative an, um nicht mehr große Videodateien mühseelig an Freunde per Messenger wie ICQ, MSN oder damals noch sehr teure FTP- oder Cloud-Services hochladen zu müssen. Irgendwann, so 2 Jahre später, bekam ich dann eine Einladung dazu, dem Partnerprogramm beizutreten, um mit meinen Inhalten verdienen zu können. Klang alles sehr verlockend und war tatsächlich auch für einige Jahre sehr anspornend, in denen es sehr gut lief, kurioserweise oftmals bei Videos, in denen viel weniger an Zeit für Schnitt- und Nachbearbeitung draufgingen, da ich den Leuten auch was Ordentliches bieten wollte.

Aber so nach und nach wurden die Regeln immer strenger und in den letzten Jahren fühlt man sich einfach nur noch mehr und mehr unter Druck gesetzt, so das die Luft, neue Videos aufzunehmen spürbar nachgelassen hat. Dabei scheint man vergessen zu haben, das viele Creator auch noch einen Beruf uns andere Verpflichtungen haben und YouTube nicht als "Full Time Job", sondern als zusätzliche, hobbymäßige und vor allem freiwillige Einnahmequelle nutzen. Mir kam es dabei auch nie auf die Höhe der Einnahmen, sondern dem Interesse der Zuschauer und vor allen Dingen dem Spaß am Teilen von Inhalten, für die man seine Zeit opfert - einfach nur, um seine Leidenschaft zu teilen und Anderen zu helfen, sei es durch Technik-Tutorials, einem Urlaubsbericht oder dem Support von Schaustellern auf einer Kirmes, um neue Gäste anzulocken, die sich vorab informieren können.

Doch mittlerweile gibt es so viele ähnliche Kanäle mit tausenden von Spezialgebieten, das man kaum bzw. oftmals nur noch per Zufall eine Chance hat, in den Algorithmus der vorgeschlagenen Videos auf der Startseite oder in der gezielten Video-Suche aufzutauchen und vor Allem sind es die ganzen KI-Videos von irgendwelchen selbstdarstellerischen Kiddies, die authentische und zeitintensive Inhalte von Leuten wie mir verdrängen. Kein Wunder, das man da nach und nach immer mehr die Lust daran verliert und sich immer mehr nach der guten alten Zeit sehnt, wo man Videos einfach nur teilen konnte, ohne dran zu verdienen, zumal die Werbung trotz entschärfter Einstellungen in den letzten Jahren für so manchen Zuschauer schon nahezu unzumutbar wurde.
 
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