Zeitarbeitsfirmen?

Spygod

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Guten Morgen.

Zum 01.08.2010 nehme ich wieder ein reguläres Arbeitsverhältnis auf. Für die Übergangszeit hat mir meine AfA empfohlen mich auch mal bei Zeitarbeitsfirmen umzusehen. Nun habe ich dazu noch offene Fragen.

Zurzeit habe ich auch noch für die Übergangszeit Bewerbungen laufen. Wenn ich jetzt bei einer Zeitarbeitsfirma genommen werden würde die aber keine Beschäftigung zurzeit für mich haben dann komm ich dort nur mit den Kündigungsfristen raus oder gibt es dafür Sonderklauseln?

Ich habe zudem fünf Zeitarbeitsfirmen als Ansprechpartner genannt bekommen – aber letztendlich darf ich ja nur bei einer Zeitarbeitsfirma etwas unterschreiben?
 
also es ist so. keine zeitarbeitsfirme wird dich "einstellen" solange sie dich nicht vermitteln können. du bewirbst dich bei ihnen bzw wirst du eh erstmal nur in ihre kartei eingetragen aber das heisst noch nicht das du damit auch arbeit hast. erst wenn sie einen kunden haben an den du vermittelt wirst unterschreibst du bei der zeitarbeitsfirma deinen arbeitsvertrag, nicht vorher.

ich weiß es da ich grade ebenfalls arbeitslos bin und schon kontakt mit sehr vielen solcher firmen habe.

unterschreiben darfst du natürlich bei so vielen du willst bin ich der meinung aber das wird eh zeitlich nicht klappen. das wären ja im normalfall ca 16std die du arbeiten müsstest am tag wenn du für 2 arbeitest :D
 
Moin.

Danke für die rasche antwort. Gut dann weiss ich jetzt schonmal wie das system im groben funktioniert.
 
er will ja nur für ein paar monate dort arbeiten ...

@TE: du sollest allerdings aufpassen, das keine zeitlich über deine möglichkeiten kriterien vereinbart werden. also genau den vertrag durchlesen (sowieso immer) und ggf. bei jemand sachkundigem nachfragen.
 
Ne, die Verbrecher sind die Gewerkschaften, die die Zeitarbeitstarifverträge ausgehandelt haben und die Politiker die Zeitarbeit auf unbegrenzt lange Beschäftigungsverhältnisse ausgeweitet haben.
Zeitarbeitsfirmen nutzen lediglich die Möglichkeiten, die Ihnen die Gewerkschaften wie Verdi und IG Metall zugestanden haben. Dass sie sich damit selbst unterminiert haben werden sie noch früh genug bemerken, spätestens wenn ein Zeitarbeiter ihren Job macht.

Aus einer Zeitarbeitsfirma rauszukommen geht eigentlich relativ schnell. In den ersten 6 Monaten hast du verkürzte Kündigungsfristen. Erster Monat, nur zwei Tage Kündigungsfrist nach 2 Monaten sind es eine Woche und 3-6 Monate 2 Wochen Kündigungsfrist. Nach Ende von 6 Monaten hat man die gesetzliche Kündigungsfrist die jeder andere Arbeitnehmer auch hat.

Insgesamt alles eine Schweinerei, aber man hat über Zeitarbeitsfirmen doch gute Chancen an Arbeitsplätze zu kommen, auf die man sonst keine Chance hätte.
Ich bin zur Zeit selber über Zeitarbeit in einem Dax 30 Konzern gelandet.
Habe mich dort bewiesen, während die Stelle offen ausgeschrieben war.
Normalerweise hätte ich den Job über die Konzernzentrale nicht bekommen, habe aber durch meine gute Arbeit direkt zwei Fürsprecher unter den Vorgesetzten gewonnen und durfte sie als Referenz in der Bewerbung mit angeben. Nach 4 Monaten übernommen, Traumjob, super Bezahlung, bin glücklich!

Zeitarbeit würd ich also schon empfehlen, aber nur wenn man sich die Stellen selber rauspickt.
 
Eine pauschale Verurteilung von Zeitarbeitsfirmen ist wirklich nicht sinnvoll. Es gibt auch die "guten" in der Branche. Meist ist es aber auch eine Frage, wie man sich selbst verkauft und welche Qualifikationen man vorweisen kann.
In der Firma hatte ich auch mit Zeitarbeitern zu tun. Manche waren halt dumm wie Brot, da kann man halt nichts tun, andere haben sich eine gute Stelle sichern können.

Mein Bruder ist seit über 2 Jahren bei einer Zeitarbeitsfirma und bekommt dort eine sehr attraktive Vergütung. Er muss dafür im Ausland arbeiten, aber es ist für ihn auch mit der Familie vereinbar. Schließlich ist es auch für den Lebenslauf wichtig, einen möglichst durchgängigen Beschäftigungszeitraum vorweisen zu können. Ausreden wie "bei dem Geld fange ich gar nicht erst an ..." verursachen halt unschöne Lücken im Lebenslauf. Man schließt sich damit ja selbst vom Arbeitsmarkt aus.

Die Idee für einen Übergangszeitraum auch bei einer Zeitarbeitsfirma zu arbeiten ist somit sehr gut durchdacht!
 
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