News Zu geringe Nutzung: Microsoft stellt Publisher zum 1. Oktober 2026 ein

Rickmer schrieb:
Ich kenne Firmen (Plural), die sind ohne Access aufgeschmissen.

Ob das eine gute Idee war, dass die sich so aufgebaut haben ist eine andere Frage.
Das wird wohl in den meisten Fällen aus einem Kleinprojekt von irgendwem gewachsen sein, das dieser mal angefangen hat und plötzlich haben es immer mehr genutzt.

Naja, Access bietet halt die gewohnte Oberfläche wie ein Word oder Excel und wird wohl vorrangig für interne Tools genutzt.
Ergänzung ()

eightcore schrieb:
Es gäbe da noch die Geschäftswelt, dort ist M365 ein wenig mehr als nur die Office-Programme :)

Ja, wobei die regulären User nur ihr Programm kennen und nicht einmal wissen was Publisher wäre. Viele kennen Microsoft für Windows, Word und Excel, nicht für Nischenanwendungen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Tronix schrieb:
Wie siehts dann eigentlich mit Microsoft Visio und Microsoft Project aus? Was die Nutzerzahlen angeht, werden die doch kaum mehr haben und auch bald fliegen?
Visio war doch schon immer extrem teure Zusatzsoftware und ist selbst in keinem 365-Business-Abo enthalten?

Kenne ich noch damals aus meiner Ausbildung - da haben mir ja damals die Ohren geschlackert als ich mal geschaut hatte, wie teuer Visio ist… Gab die Lizenz genau wie Windows 8(.1) Enterprise zum Glück über die Berufsschule.
SKu schrieb:
Ja, wobei die regulären User nur ihr Programm kennen und nicht einmal wissen was Publisher wäre.
… im Gegensatz dazu war Publisher ja selbst in privaten 365-Abos inkludiert, weshalb auch immer. Hab nie gewusst was ich damit anfangen sollte 😐
 
Tronix schrieb:
Wie siehts dann eigentlich mit Microsoft Visio und Microsoft Project aus?
muentzer schrieb:
Anders als der Publisher werden Visio und Project vorrangig im gewerblichen Umfeld genutzt und da finden sich sicherlich noch genügend zahlende Kunden dafür.
SCRUM metastasiert, deshalb wäre ich mir nicht so sicher, ob sich Project so weiter halten kann. Es wurde auch schon längere Zeit nicht nennenswert weiterentwickelt – Bedarf gäbe es. Kannst es aber auch mit div. Produkten nachbilden, insbesondere Atlassian Jira.

FreeCAD TechDraw ist, wozu in meiner Umgebung statt zu Visio gegriffen wird wenn es nicht Affinity Publisher/Designer, oder InDesign sein soll.

iGameKudan schrieb:
im Gegensatz dazu war Publisher ja selbst in privaten 365-Abos inkludiert, weshalb auch immer. Hab nie gewusst was ich damit anfangen sollte 😐
Schade. :) Schaue dir mal die o. g. Alternativen an. Wenn dir genaue und stabile Positionierung von Feldern (Briefe, Lebenslauf, Prospekte) wichtig wäre (oder wird), Typographie, oder ein bisschen mehr Gestaltung, dann ersetzen die MS Word bzw. OpenOffice.

silentdragon95 schrieb:
Access wird nach wie vor in viel zu vielen Unternehmen für alle möglichen Dinge verwendet
Wg. der GUIs, die man mal eben zusammenklicken kann? Access habe ich schon länger nicht gesehen – zuletzt in 5-Mann Unternehmen –, schien langsam durch MSSQL Express verdrängt zu werden weil Access single-user ist.
 
chakko schrieb:
Ja so ist das Leben. Das ist übrigens nicht nur in der IT Welt so. Wenn Produkte sich nicht verkaufen, dann werden sie eingestellt. Publisher nutzt halt wirklich kaum jemand und wenn dann einzelne, aber das wird immer und überall so sein. Niemand pflegt Produkte für einzelne Kunden, das hat mit dem Geschäftsmodell überhaupt nichts zu tun.
Danke für die Belehrung, aber leider kompletter Unfug. 😉

Software kann man an sich ewig nutzen. Die Cloud und Abo Modelle sind schuld.

Wenn man ein nicht IT Produkt kauft ist es ebenfalls komplett anders: Das Produkt bleibt ja beim Kunden. Wenn die Firma von meinem Küchenmixer pleite geht merke ich das nichtmal.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Tsu und Epistolarius
Tsu schrieb:
Wg. der GUIs, die man mal eben zusammenklicken kann?
Ja. Zuletzt gesehen erst vor wenigen Wochen bei einer lokalen Bank (Sparkasse), die damit ihr Inventarmanagement gemacht haben. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass gerade bei vielen KMUs noch ganze in Access zusammengebastelte Warenwirtschaftssysteme existieren, die irgendwann vor 20 Jahren mal jemand erstellt hat und die seitdem halt einfach laufen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Tsu und trb85
Na toll, ausgerechnet Word wird als Alternative benannt. Eines der schlechtesten Programme aller Zeiten. Benutzerfreundlichkeit aus der Hölle. Da fragt man sich, wo die Milliarden hingehen, die für diese Schandsoftware ausgeben werden.
 
SSD960 schrieb:
Bin zu Notion umgestiegen. Auch nicht perfekt aber Onenote wir auch irgendwann raus fliegen.
Hab ich auch schon getestet, aber leider hat kein Programm für mich bisher OneNote ersetzen können…
Ich brauche es einfach Plattformübergreifend, mit gutem Support zum Schreiben/Zeichnen mit Stift, Einfügen von PDFs (Aber eben in einen Canvas, der in alle Richtungen außen herum noch Platz bietet) und mit Ordnern, wo auch ggfs. Ordner in Ordner passen (Bzw. wie OneNote mit Notizbuch, Abschnitt und und Seite).

Sowas finde ich einfach nicht. Oder nur, wo man ein monatliches Abo für braucht, was ich nicht will.
Weil es dann widersprüchlich wird: Das Microsoft-Abo bezahle ich nicht, sondern meine Familie hat eines, das benutze ich dann eben einfach mit. Wenn man es sowieso schon hat…
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: trb85
KomputerKarl schrieb:
Super krasser move der direkt zeigt warum man solche Geschäftsmodelle nicht nutzen sollte.
Als Kunde natürlich blöd. Aber ich verstehe es auch aus Sicht von MS, dass es sich nicht lohnt, da weitere Entwicklungskosten reinzustecken, wenn das kaum genutzt wird. Ist dann einfach zu unwirtschaftlich und man gibt mehr Geld dafür aus, als dass man damit einnimmt.
 
Ja, die mangelnde Beliebtheit kauf ich denen ab, noch nie davon gehört.:freaky:

Der Zeitplan ist aber natürlich trotzdem steil/dreist.

Tsu schrieb:
SCRUM metastasiert, deshalb wäre ich mir nicht so sicher, ob sich Project so weiter halten kann. Es wurde auch schon längere Zeit nicht nennenswert weiterentwickelt – Bedarf gäbe es. Kannst es aber auch mit div. Produkten nachbilden, insbesondere Atlassian Jira.
Ist Scrum wirklich der Treiber für ein Projektplanungstool? Genau bei Scrum brauchts doch nicht mehr als ein paar Post-Its und eine freie Wand.
 
Ich bin einer dieser unbeugsamen User, die den Publisher seit Jahren für unterschiedliche Projekte eingesetzt hat. Um schnell ein paar Objekte auf Zeichnungen zu setzen und damit maßstabsgetreu eine Etage durchzuplanen, ist Publisher einfach unschlagbar. Das Ganze ist mit Word absolut nicht machbar.

Praktischerweise war Publisher immer im Officepaket dabei. Jetzt darf ich mich nach einer neuen Software umsehen, die einen ähnlichen Umfang hat und natürlich zusätzliche Kosten verursacht.
 
Wisst ihr, ich bin letzte Woche auf alten 5,25"-Firmendisketten mit teils abenteuerlicher Formatierung (Greaseweazle!) über .pm3-Dateien gestolpert. Das ist Pagemaker 3, zufällig ebenfalls ein Desktop Publisher. Releasedate wohl Mai 1988, da hab ich noch kräftig in die Windeln geschissen. Hergestellt von der Aldus Corporation für Windows, Mac und OS/2. Aldus wurde 1994 von Adobe aufgekauft, Adobe hat das grundsätzliche Produkt bis Pagemaker 7 weitergeführt, ca. 2001, für maximal Windows XP. Support für alte Dateiformate aber schon in der 6.5 hart zusammengestrichen, sehr nett von Adobe, so hat man das gerne.

2026 kann man sich die Installationsdateien für PM3 noch runterladen, auf seine virtuelle Maschine mit Win 3.11 klatschen, und das Zeug von vor bald 40 Jahren öffnen.

2026 ist aber auch das Jahr, in dem andere Milliardenkonzerne sagen "oh, das Ding stellen wir ein, speicher dein Zeug mal lieber in einem anderen Format, wenn du es je nochmal brauchen solltest".

Gibts von dem Krempel eine Offlineversion, die man 2064 ohne Abo, Lizenzschlüssel, Aktivierungsserver oder andere dann nicht mehr existente Drangsalierpest installieren und damit alte Dateien öffnen kann?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: trb85
Ich werde Publisher nicht vermissen, denn ich habe Publisher noch nie genutzt.
 
mischaef schrieb:
Microsoft argumentiert zudem, dass die Einstellung weniger genutzter Anwendungen Ressourcen freigebe, die an anderer Stelle zur Verbesserung bestehender Applikationen eingesetzt werden könnten.
Ähm ich frag da mal für einen Freund...
Welche Ressourcen wurden denn bei Publisher gebunden?
Denn wenn ich mir M$ Publisher über die Jahre ansehe, wurde da im großen und ganzen nur die Versionsnummer mit dem Rest von Office365/MS365 geändert.
Wirklich auffällige Änderungen oder neue Funktionen gab es da doch überhaupt keine.

PS: Publisher ist war bisher mein bevorzugtes Tool für die schnelle Erstellung von Geburtstagskarten gewesen... also zukünftig nur noch mit Corel Draw
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Himbeerdone
Vom Prinzip wird der "Publisher" doch nur für M365-Abonennten eingestellt.

Nach meiner Leseart würde das bedeuten, dass der "Publisher" in neuen Installationsdateien und oder "config.xml"-Dateien nicht mehr hinzugefügt werden kann.

Löscht MS aber auch bei bestehenden Installationen den "Publisher" bei einem normalen Update?

Retail-Lizenzen sind nicht betroffen und man kann den "Publisher" auch in Zukunft verwenden.
 

Dateien sollen gesichert werden​


Für Kunden ist nun die Sicherung ihrer Publisher-Dateien wichtig. Noch bis zum 1. Oktober 2026 kann die Anwendung wie gewohnt genutzt werden, darüber hinaus wird der Zugriff nicht mehr möglich sein. Microsoft empfiehlt deshalb, vorhandene Publisher-Dateien rechtzeitig in weiterhin unterstützte Formate umzuwandeln. Genannt werden insbesondere PDF und Word. Ohne Konvertierung besteht laut Microsoft die Gefahr, dass bestehende Publisher-Dateien nach der Abschaltung über Microsoft 365 nicht mehr geöffnet oder bearbeitet werden können.

Sollte Microsoft da nicht ein Programm anbieten, wo man seine Publisher Datei öffnen und dann in Word,PDF, Excel und vielleicht noch 2-3 andere Formate umwandeln kann. Einfach abschalten, ist doch nicht gerade kundenfreundlich.
Ergänzung ()

KomputerKarl schrieb:
Super krasser move der direkt zeigt warum man solche Geschäftsmodelle nicht nutzen sollte.

Klar das Ding kennt fast keiner, aber es gibt doch bestimmt ein paar Designer die das dennoch nutzen und das wird einfach so abgestellt. Stellt euch mal vor das wäre euer Lieblingstool und ihr könnt es einfach nicht mehr nutzen. :D
Deswegen ist der Sony Scheibenaus und auch sowas Onlineanwendungen so gefährlich.
Man hat gar keine Kontrolle mehr.
Und das ist scheiße.
Klaus Schwab, Du wirst nichts besitzen und glücklich sein. Das wird immer mehr Realität.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Himbeerdone
Tsu schrieb:
Access habe ich schon länger nicht gesehen – zuletzt in 5-Mann Unternehmen
Schön wäre es. Mein letzter Berührungspunkt ist gar nicht so lange her und dabei war Access leider Pflicht, weil die Steuerungssoftware (immerhin von Festo) lediglich Access unterstützt und sonst kein Format. Gehe ich mal davon aus, dass man die Anlage noch eine Weile verwenden will und jede Änderung an der Anlage auch gleich unglaublich teuer wäre, bleibt man da definitiv in einer Abhängigkeit.

Mal unabhängig von Publisher, Access oder gar Microsoft selbst betrachtet aber spannend, welche Probleme da mittlerweile auftauchen aufgrund der sehr unterschiedlichen Lebenszyklen, die da aufeinander prallen. Ein Hersteller streicht eine Software oder gar nur eine Funktion aus dem Abo und schon gibt es einen Rattenschwanz an Problemen und Abhängigkeiten, die man kaum auflösen kann und schlimmstenfalls zu unbequemen Workarounds führen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Tsu
SKu schrieb:
Würde mich auch stark wundern, wenn viele Access nutzen würden.
Ich glaube da täuscht du dich ein wenig. Viele nutzen Access nämlich als Datenbank für den MS SQL Server, und zwar in beide Richtungen. Meist auch nur als Abfrage weil dieses sehr viel einfacher ist als vom SQL Server aus.
Gerade auch in kleineren Firmen reicht das meist vollkommen aus.
 
@Farrinah

Als Ergänzung:

Es soll auch Webseitenbetreiber geben, die statt PHP ASP-Webseiten betreiben und dort Access als Datenbank nutzen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Farrinah
Zurück
Oben