Zukünftige Netzteile?

Augen1337

Captain Pro
🎅Rätsel-Elite ’24
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Apr. 2008
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Hallo,

ich überlege mir schon seit längerem ob ich mein PC aufrüsten soll.
Ich hab ein 550W Netzteil von BeQuiet. Reicht ja alles aus - benutze sehr wahrscheinlich kein SLI o.ä.

So nun hab ich mir überlegt:

Ich hab nen E6600 auf E8400er Niveau und ner 8800GTS 512 aka GTS250 (in etwa).
Stromtechnisch komme ich wohl auf 110W in etwa, wenn ich mein System mit dem von CB vergleichen kann in diesem CPU Test (fast das selbe beim E8400).
Passt grade gut bei mir --> 20% von 550W sind 110W --> Schon hoher Wirkungsgrad
https://www.computerbase.de/artikel...est.1077/seite-33#abschnitt_leistungsaufnahme

Im selben Artikel wird auch gezeigt, dass die neuen Quadcores zB "Core i5-750" weniger im idle verbrauchen - etwa 20W weniger als mein jetziger PC.

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https://www.computerbase.de/artikel...est.1090/seite-22#abschnitt_leistungsaufnahme

Wenn ich mir dann noch hier die Entwicklung von Grafikkarten anschaue sehe ich, dass die Stromaufnahme im idle auch weiter und weiter sinkt. Im Ggsatz zu meiner wieder etwa um 10W. Sagen wir Nvidia hat ähnliche Stromsparmechanismen (wollte zu nem GT300 greifen, wenn er so sein sollte wie alle vermuten).

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Wo soll das ganze hinführen???
Sagen wir ich hätte nen Corei5-750 und ne 5870. Dann wär ich im Idle bei 80W.
---> 14,5% Auslastung meines Netzteils bei ner AUFRÜSTUNG (jetzt 20%)
Dann verbrauch ich ja bei diesen Komponenten mehr Strom wieder als jetzt, weil sie so viel "Strom sparen".

Was brauchen wir zukünftig für Netzteile?
Denn was bringt ein 300W Netzteil dass die High-End Grafikkarten nicht handlen kann, weil es zu wenig Strom auf der 12V Schiene liefert oder ganz einfach die Leistung nicht erbringen kann wenns mal wirklich zur Sache geht?

Alles sehr Paradox.

Wüsste da jemand einen Ausweg?
 
Natürlich, der Netzteilwahn hört endlich auf, weil die Leute einsehen dass sie nicht mehr als 500 Watt brauchen solange sie kein CLI/CF/Hardcore-OC brauchen und die Netzteil-Hersteller verbessern auch die Effizienz in den unteren Bereichen des Netzteils :-)

Oder wir sitzen demnächst sowieso alle vor Laptops^^
 
Einen sehr seltsamen Namen hast Du o.O

Die Lösung liegt ganz einfach darin, dass Netzteile auch bei geringer Auslastung immer effizienter werden. Und wenn die Komponenten weniger brauchen, dann sinkt auch der Gesamtverbrauch. Darüber würde ich mir keinen Kopf machen.
 
@ CoffeeJunkie: Ja du auch.. trotzdem sage ich nix :rolleyes::evillol:


Das Problem liegt ja aber offenbar darin, dass es kein "80-Gold" oder was weiß ich gibt für Bereiche unter 20% Auslastung.
Oder es werden 2 Netzteile in eins gebaut: 1x100W und wenn die Auslastung steigt, übernimmt das 500W. ^^

Ja gut... oder wir sitzen wirklich irgendwann alle an Laptops... Gott bewahre! :eek:
 
IlDuce88 schrieb:
oder wir sitzen wirklich irgendwann alle an Laptops...

Das werden die Grafikkartenhersteller nicht zulassen :lol:
 
Da ohnehin die Preis-Leistung von SLI/Crossfire tendenziell schlechter ist als bei SingleGPU-Grafikkarten, die Test-Empfehlungen überwiegend SingleGPUs auflisten, Letztere im Vergleich zu Vorgängermodellen nicht mehr automatisch stromhungriger werden (wie die jüngste HD 5850 bzw. 5870 zeigt), sehe ich den Trend zu wattreichen Netzteilen für Otto-Normal-Spieler gebremst.

Andererseits erscheinen hinter den QuadCores stromhungrigere MultiCores am Horizont, Spieler werden in den nächsten Jahren auf diesen Zug aufsteigen und m.E. CPU-seitig wieder mehr Leistung benötigen, die Core i7-Serie mit ihrem Turbomodus oder die BE-Modelle von AMD profitieren sicher heute bereits von einem gewissen Netzteil-Potential für Stromspitzen. Die Zuwächse von heute 250-350 Watt im Vollastbetrieb schätze ich jedoch auf maximal weitere 100 Watt ein. Damit wäre ein hochwertiges 500-600 Watt Netzteil für die nächsten Jahre ausreichend.

[Eine wahre Revolution :freaky: wären modular zuschaltbare Netzteilstufen in Kombination mit der alten HybridPower-Technologie. Damit ließe sich für die Hersteller vielleicht mehr Umsatz generieren als über Flagschiffe für die Medienpräsenz und Konkurrenz. Die technische Entwicklung sollte diese Innovationen bereits umsetzbar mache.]

Finden werden sich Käufer mit höheren Nennleistungen immer wieder, aus Prestige-Gründen und einem Sicherheitsdenken, was nicht per se verwerflich ist. In anderen Konsumbereichen (Handy, Bekleidung, Auto ...) ist der Prestige-Faktor weit kostspieliger als bei Netzteilen.
 
es geht doch drum, dass ich ein 550W Netzteil habe und dadurch, dass ich ich Stromsparende Teile kaufe, ich mehr Strom bezahlen muss. #

Kapier auch deinen Post nicht so ganz.
 
Grundüberlegung Amortisierung: wie viel Strom dürfte dein Netzteil in der Lebenszeit mehr verbrauchen als ein neues (effizienteres) Netzteil abzüglich der Anschaffungskosten ?

Kapiere deine Argumentation genauso wenig in #1: Idle-Stromaufnahme ist doch nicht der ausschlaggebende Faktor beim Aufrüsten moderner Grafikkarten und Prozessoren, du kaufst stromsparende Teile, die mehr Leistung bringen, die müssen dann natürlich im Idle weniger verbrauchen, unter Last sollen sie vom Netzteil nicht "ausgebremst" werden, bei einer maximalen Reichweite der Effizienz von niedrigem bis höchstem Stromverbrauch kostet so ein Wunder-Netzteil einen entsprechend Aufpreis (verfügbar sind diese Modelle ja schon).

Nur gespart ist nichts bei nicht genutzter Aufrüstung, solange du das Netzteil nicht einsetzt und der Stromzähler langsamer kreist, du mit jeder Minute die Investition reinholst, ist deine Aufrüstung sinnfrei.

"Strom sparen" im Sinne Geld sparen ist eines, Ressourcen sparen, indem man vorhandene Hardware as long as possible benutzt, was anderes. Dem Klimaschutz bzw. der Umwelt ist nicht genutzt, funktionierende Gebrauchsgegenstände auszumustern, gar zu verschrotten. Selbst beim Verkauf und Weiternutzung von anderen, wäre der Maßstab, ob die Neuanschaffung (und Neu-Produktion) Sinn macht - in der Gesamtbilanz des Kreislaufes.

Auf Verdacht aufzurüsten hat noch nie gelohnt, die Marktpreise sind zu schnell überholt.

Mit dem Prozessor, der geringere Einflußfaktor bei der Frage nach dem Netzteil, ist es der gleiche Ansatz: ein stromsparenderes Modell, welches statt (alte CPU) einer durchschnittlichen Last von 10% (gesamte Betriebszeit bis Ausmusterung) mit 5% glänzt (weil mehr Leistung) und dabei sparsamer zugange ist, aber nie wirklich ausgelastet wird - bei Quads der Normalfall, lohnt dann eben nicht. Ist Zeit für Rechenleistung die entscheidende Grösse, wie bei Firmen, die damit Geld verdienen, sieht das anders aus.

Bei Grafikleistung dasselbe Spiel: immer mehr fps, die für das Spielerauge irrelevant sind, sich aber in Benchmarks gut machen. Eine Leistungsstufe niedriger würde Geld sparen bei der Anschaffung, beim Betrieb, bei der Kühlung und durch geringere Abschläge sogar beim Wiederverkauf der Komponente.

Am Bedarf vorbei einzukaufen ist ein Grundübel bei Aufrüstvorhaben. Die Unsicherheit spiegelt sich in vielen Fragestellungen zum Thema wider.

Meine Meinung zum Idle-Verbrauch eines spielfähigen PCs ist, besser kalkulieren, wie lange der Rechner im Idle läuft, die Kosten ausrechen und der Anschaffung eines "richtig" stromsparenden Gerätes (Netbook, Notebook etc.) gegenüberstellen. Das trifft den Aspekt Geld sparen, nicht den o.g. Aspekt Ressourcen sparen. Denn mancher ist mit "Weniger" auf den Geschmack gekommen und von HighEnd auf MidRange oder LowEnd gewechselt. Der (Spiel-)Spaß muss nicht automatisch flöten gehen, nur weil man die "Leistung" beschränkt. LowEnd heute war mal HighEnd von vor drei Jahren ... :lol:
 
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