Also ich musste sieben Jahre lang kurz nach 6 Uhr aufstehen, um noch genügend Zeit zu haben, mit dem Fahrrad in die Schule zu fahren. Das hat mich nie gestört.
Als Zivi um 6 Uhr mit der Arbeit anzufangen, war aber sehr heftig. Ich bin zwar "erst" um kurz vor 5 Uhr aufgestanden, aber in neun Monaten konnte ich mich nicht daran gewöhnen. Stets wurde ich durch den Wecker geweckt und musste den teilweise noch ein zweites Mal klingeln lassen, weil ich nach dem "Ausschalten" (war ja zum Glück immer nur eine Verzögerung) wieder eingepennt bin.
Dafür hats dann am WE immer geklappt und ich war 6:30 wach..
Frühes oder spätes Einschlafen hatten übrigens keine Auswirkung auf meine Morgenmüdigkeit. Ich fiel sowieso spätestens um 21 Uhr ins Bett, war aber morgens dann nicht besser, als 23 Uhr oder später einzuschlafen.
Solange man aber zu einigermaßen akzeptablen Zeiten (alles nach 6 Uhr) aufstehen muss, kann man sich das denke ich angewöhnen. Vorher aufzustehen steht bei mir zumindest intern im Konflikt dazu, irgendeine Serie, die 20:15 beginnt, gucken zu wollen und trotzdem 8 Stunden (halte ich auf Dauer für gesund) zu schlafen.
Es hilft aber in der Tat am besten, wenn man sich bewusst macht, was man alles verpasst, wenn man spät aufsteht. Ich beispielsweise kann nicht länger schlafen als bis um 10 Uhr, weil ich immer "bis Mittags" - "bis 15 Uhr" - "bis 18 Uhr" denke. Bis Mittags mache ich dabei noch alles, was am Tag so anfällt. Bis 15 Uhr habe ich gerne zwischenzeitlich Ruhe, höre mal Musik oder so, will also jedenfalls nicht durchgehend arbeiten. Bis 18 Uhr haben sich bei mir Internet/Hausaufgaben (fällt mittlerweile weg) und Informieren (Zeitung/Nachrichten etc) eingebürgert.
Nach 18 Uhr fange ich sehr ungern mit neuen Sachen an. Da kommt dann meist die "soziale" Zeit, seit einem Jahr hauptsächlich von meiner Freundin bestimmt.

Kaum auszudenken, wie wenig ich schaffen würde, wenn ich erst nachmittags aufstünde.