F_GXdx schrieb:
Für Ingenieurswissenschaften gilt IMHO: Die Theorie ist einfach mal wichtiger als die Praxis. Wenn man die Theorie kennt, braucht man keine praktische Ausprägung kennen, oder zumindest nur als Beispiel, denn man kann dann alle praktischen Probleme sehr schnell in den Griff kriegen.
Wenn man nur die Praxis lernt, ist man dagegen oft auf eine bestimmte Sichtweise festgenagelt (auch wenn natürlich viele Sachen irgendwo ähnlich sind).
Aber ich gebe dir Recht, wenn man während dem Info-Studium nicht irgendwo an nem größeren Projekt mitprogrammiert, kann es echt passieren, dass man am Ende des Studiums kein "guter Programmierer" im klassischen Sinne ist, trotzdem denke ich, dass man dann die theoretischen Werkzeuge hat, um es eben im Unternehmen relativ schnell zu werden.
Darauf wollte ich hinaus, das Studium der (x-)Informatik gibt einem sicher gutes Rüstwerkzeug mit UND es ist in Deutschland (Europa) sehr schwierig ohne einen Abschluss, das Papier zählt, Jobs zu bekommen, wenn man nicht gerade unglaublich viel vorzuweisen hat (und selbst dann).
Bei den Ländern bekommen studierte (und sei es Pädagogik) in der "EDV" (1990 lässt grüßen) ein paar schöne Hunderter mehr im Monat als Arbeitskräfte die keinen Abschluss haben, obwohl die Stellenbeschreibung gleich ist.
Deshalb ist ein Studium sicherlich eine kluge Idee und dann liegt ein naturwissenschaftlich-mathematisches natürlich nahe.
Wirklich vernünftige Ausbildungen als Programmierer (Softwarearchitekt) gibt es in Deutschland, meines Wissens, nicht, also ist man gut bedient etwas zu nehmen was nah dran ist.
Nah dran ist alles, was analytisches Denken fördert.
Und schaffbar ist so ein Studium, wenn man es denn will, sicherlich und jegliche Vorkenntnisse schaden nie und können sogar Vorteile bringen.
Sogar guter Philosophieuntericht kann eine Hilfe sein, denn da wird auch analytisches Denken gelehrt.
Also läufts am Ende für den TE darauf hinaus, was er wirklich will und das weiß man, leider, im Abituralter (mEn) nicht, also tut man das, was einem Sinnvoll vorkommt und der Plan kommt dann mit der Zeit.
Studienwechsel oder Abbruch ist keine Katastrophe und bewahrt einen sogar oft vor einer.