Zum Informatik studieren geeignet?

Hätte ich mir denken können, nicht umsonst ist die TU München so renomiert.
Leider setzen andere Hochschulen ihre Schwerpunkte ganz wo anders (oft in den Sand)
 
Also ich kann der Aussage, dass es an Unis generell kaum um Programmieren geht und nicht praktisch ist nur widersprechen.

Wir hatten im ersten Semester: Mathe I, Informatik I, Technische Informatik, Systeme I (Betriebssysteme) und System Design Projekt, im zweiten Semester hatten wir Mathe II (Diskrete Algegraische Strukturen), Informatik II, Programmierkurs(!) (C++ oder Java), Systeme II (Rechnernetze), Hardwarepraktikum.

Informatik I waren natürlich theoretische Grundlagen, aber dazu auch programmieren mit praktischen, begleiteten Übungen. Programmierkurs erklärt sich von selbst.
Außerdem im ersten Semester Das System Design Projekt (Roboter programmieren) und im zweiten Semester Hardwarepraktikum (FPGAs).
Selbstverständlich gibt es auch Mathe, und das ist auch relativ theoretisch. Und natürlich gibt es viele Leute die durchfallen - das sind meiner Erfahrung nach allerdings die Leute, die das Studium sowieso wenig ernstnehmen.

In späteren Semestern kommt zum Beispiel noch ein Softwarepraktikum (Im Team ein Spiel programmieren). Also nur Theorie muss das Informatikstudium wirklich nicht mehr sein.

Wenn dich das Gebiet also interessiert, ziehe auch ein Unistudium in Betracht, es ist wirklich nicht so "schlimm" wie einige es gerne darstellen. Schau dir einfach die Studienpläne an, dann kannst du ja erahnen wie es an der jeweiligen HS abläuft.

/edit: Ich sehe gerade dass jemand aus München gepostet hat, das ist ja in vielen Punkten recht ähnlich.
 
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Hochschule Bremerhaven
Programmieren 1: Grundkonzepte einer Programmiersprache (EBNF, Syntax), Kontrollschleifen etc. bis später hin zu Klassen und Konstruktoren.
Programmieren 2: Einfache Datenstrukturen wie Listen etc., objektorientierte Programmierung sowie "händisches" Programmieren von GUIs mittels SWING/etc.
Programmieren 3: Besteht aus 2 Teilen:
a) Algorithmen und Datenstrukturen. Komplexere Datentypen, Rot-Schwarz-Bäume, Huffman-Code etc pp.
b) Für die Informatiker besteht die Wahl zwischen C++ und Java3D.

Ich habe b), also C++ genommen und später noch die Wahlpflichtmodule Compilerbau(in C++) und Template-Metaprogrammierung(auch C++).

Durchfallquoten von über 70% in den jeweiligen Fächern. Anspruchsvoll aber schaffbar und es gibt nicht wenige, die ihr Studium wegen den Fächern geschmissen haben. Im Gegensatz zu sehr vielen aus der Uni hier im Master kann ich dann aber auch programmieren.... die, die es auch können haben es sich nebenbei beigebracht.
 
Unabhängig von welcher Stadt ist es doch meistens so, dass Fachhochschulen mehr Praxisorientiert sind wie die normalen Unis. Soweit ich das beurteilen kann zumindest.

@Jevermeister
Es ist halt die Frage was du werden willst. Der Master-Kerl der kaum Studieren kann, wird dafür aber sicherlich Sachen können und wissen von den du kaum etwas weißt. Informatiker != Programmierer. Wenn du so willst, ist Programmierung nur ein Teilbereich der Informatik.
 
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Nun was definiert ihr denn als Programmierung? Die genannten Vorlesungen (mit Ausnahme von System Design) sind alles Einführungsveranstaltungen, bei denen man einfache Prozeduren schreibt oder paar Zahlen sortiert etc. Hardware, Mathematik, Algorithmik, Rechnernetze, etc. gehören gar nicht zum Programmieren und sind wieder ein ganz anderes Gebiet. Unter Programmierung verstehe ich ein bisschen mehr als die Basics. Professionelle Softwareentwicklung, mit Engineering, Modellierung etc. Das ist mehr als das was man im Grundstudium macht. Und auch mehr als "Java im Kleinen" und bisschen GUI Layout.

Ich kenne die Studienpläne von TU und LMU München, und da ist leider "echte" Programmierung eher dünn. Man muss es sich schon selektiv aussuchen, und selbst dann hat es keinen großen Anteil an der Ausbildung. Was ich dort besonders vermisse sind gecoachte Veranstaltungen, die den Studenten beibringen effizient und sauber zu programmieren, und wie Probleme im Großen wie im Kleinen elegant gelöst werden.

Das ist im Grunde sehr schade, weil es das ist, was viele Absolventen nach dem Studium im Beruf machen wollen. Und die sind selten optimal darauf ausgebildet. Ich kann jedem Informatikstudenten nur empfehlen sich neben dem Studium damit intensiv zu beschäftigen.
 
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Wie gesagt, zum Beispiel ist auch das Softwarepraktikum verpflichtend, da wird im Team ein Spiel entwickelt.

Die anderen Sachen habe ich nur aufgezählt um aufzuzeigen, dass es nicht nur Theorie gibt, da ist immer recht viel Praxis dabei.

Was den Lernaufwand angeht, so lange man die Übungen macht braucht man (bisher, habe erst zwei Semester studiert) für die Klausuren kaum zu lernen.
 
Ich wiederhols nochmal.
Ein Informatik absolvent ist KEIN Programmierer. Zwecks lesbarkeit ists nur in Großbuchstaben.

Ein Informatik absolvent ist ein Architekt, system integrator. Er sollte ganz andere Fertigkeiten mitnehmen. Um gut Codemonkey spielen zu können brauchst nicht studieren das ist einfach übungssache. Mir gehen die ganzen PHP entwickler ständig am senkel. Die auf der Uni überfordert sind wenns bissl richtung überlegen wie man es elegant löst etc geht.
 
Funart schrieb:
Ich wiederhols nochmal.
Ein Informatik absolvent ist KEIN Programmierer. Zwecks lesbarkeit ists nur in Großbuchstaben.

Ein Informatik absolvent ist ein Architekt, system integrator. Er sollte ganz andere Fertigkeiten mitnehmen. Um gut Codemonkey spielen zu können brauchst nicht studieren das ist einfach übungssache. Mir gehen die ganzen PHP entwickler ständig am senkel. Die auf der Uni überfordert sind wenns bissl richtung überlegen wie man es elegant löst etc geht.

Ich möchte mich jetzt hier nicht an mein-Förmchen-deine-Hochschule beteiligen, aber aus meiner Erfahrung an einer UNIVERSITÄT (Großbuchstaben) und aus der Berufswelt (Projekte im mittleren 6-stelligen €-Bereich) ist der Abschluss nicht wirklich ein Qualitätsmerkmal.
Ich habe Pferde kotzen gesehen, d.h. Info Diplomler, die im Grunde nichts getaugt haben und welche die unglaublich viel eingebracht haben.
Auch habe ich Leute gesehen die ohne Hochschulreife und Ausbildung daher kamen und trotzdem wirklich viel eingebracht haben.

Gute Programmierer sind nämlich die, die neben Erfahrung ("Codemonkeys") einfach mitdenken. Und das Mitdenken wird an Hochschulen mEn nicht wirklich gefördert.
Es gibt eben Leute die haben Lust und können es und andere die haben keinen Bock oder sind dazu nicht in der Lage.


Edit: Und um mal die PHP-Entwickler in Schutz zu nehmen: Nur weil PHP gerne als Einstieg von Scriptkiddis genutzt wird (was sicher nichts schlechtes ist), heißt das nicht, dass PHP generell schlechter ist oder Leute die damit arbeiten keine Ahnung haben.
Habe sehr gute Entwickler gesehen die gerne mit PHP arbeiten (was ich nie verstanden habe, aber die Qualitäten der Leute muss man anerkennen).
 
Ich denke was Funart damit sagen wollte ist, dass viele Schüler und auch andere Quereinsteiger gerne in ihrer Freizeit ein bisschen programmieren wollen und sich deshalb was einfaches raussuchen, wo die Hürden gering sind. Und da landen sie eben meistens bei PHP. Und dann zu glauben, weil man ein bisschen PHP "beherrscht", dass man gleich Informatik studieren sollte, und ein fataler Trugschluss. Ich kann auch eigener Erfahrung bestätigen, dass viele Studenten mit dieser Vorstellung auf der Uni ankommen. Ein Großteil ist nach spätestens 2 Semestern wieder weg, denn dort lernt man eben nicht, wie man gut PHP programmiert.
 
Meine 50 Cent:
Man schreibt an einer Uni Programme und lernt ein wenig mit den Sprachen rumzumachen - aber ein guter Entwickler wird man so nicht. Programmieren lernt man erst im Job und an echten Projekten so richtig (bisher zumindest noch keinen Gegenbeweis getroffen).

Wenn ich gelegentlich studierenden Freunden mit C++ helfe und mir die Uni(!)aufgaben und Vorlesungsskripte anschaue, kriege ich das kalte Kotzen. Das ist alt, falsch, unverständlich und macht keine Freude. Plus belehrungsresistente Profs. Klar kann man sich während eines Informatikstudiums das Programmieren richtig aneignen (indem man z.B. an OpenSource-Projekten mitarbeitet) - aber wirklich lernen tut man es dort nicht (sondern eben nur in den gegebenen Sprachen Progrämmchen runterzuklappern).

Fazit:
"Geeignet" - findest du raus, wenn du's machst. ;) Du solltest dir lieber überlegen, ob du das wirklich willst.
 
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Für Ingenieurswissenschaften gilt IMHO: Die Theorie ist einfach mal wichtiger als die Praxis. Wenn man die Theorie kennt, braucht man keine praktische Ausprägung kennen, oder zumindest nur als Beispiel, denn man kann dann alle praktischen Probleme sehr schnell in den Griff kriegen.

Wenn man nur die Praxis lernt, ist man dagegen oft auf eine bestimmte Sichtweise festgenagelt (auch wenn natürlich viele Sachen irgendwo ähnlich sind).

Aber ich gebe dir Recht, wenn man während dem Info-Studium nicht irgendwo an nem größeren Projekt mitprogrammiert, kann es echt passieren, dass man am Ende des Studiums kein "guter Programmierer" im klassischen Sinne ist, trotzdem denke ich, dass man dann die theoretischen Werkzeuge hat, um es eben im Unternehmen relativ schnell zu werden.
 
RipvanFish schrieb:
Ich habe Pferde kotzen gesehen, d.h. Info Diplomler, die im Grunde nichts getaugt haben und welche die unglaublich viel eingebracht haben.
Auch habe ich Leute gesehen die ohne Hochschulreife und Ausbildung daher kamen und trotzdem wirklich viel eingebracht haben.

Gute Programmierer sind nämlich die, die neben Erfahrung ("Codemonkeys") einfach mitdenken. Und das Mitdenken wird an Hochschulen mEn nicht wirklich gefördert.
Es gibt eben Leute die haben Lust und können es und andere die haben keinen Bock oder sind dazu nicht in der Lage.

Dazu kann man eigentlich nur noch eins sagen. Amen.
 
F_GXdx schrieb:
Für Ingenieurswissenschaften gilt IMHO: Die Theorie ist einfach mal wichtiger als die Praxis. Wenn man die Theorie kennt, braucht man keine praktische Ausprägung kennen, oder zumindest nur als Beispiel, denn man kann dann alle praktischen Probleme sehr schnell in den Griff kriegen.

Wenn man nur die Praxis lernt, ist man dagegen oft auf eine bestimmte Sichtweise festgenagelt (auch wenn natürlich viele Sachen irgendwo ähnlich sind).

Aber ich gebe dir Recht, wenn man während dem Info-Studium nicht irgendwo an nem größeren Projekt mitprogrammiert, kann es echt passieren, dass man am Ende des Studiums kein "guter Programmierer" im klassischen Sinne ist, trotzdem denke ich, dass man dann die theoretischen Werkzeuge hat, um es eben im Unternehmen relativ schnell zu werden.

Darauf wollte ich hinaus, das Studium der (x-)Informatik gibt einem sicher gutes Rüstwerkzeug mit UND es ist in Deutschland (Europa) sehr schwierig ohne einen Abschluss, das Papier zählt, Jobs zu bekommen, wenn man nicht gerade unglaublich viel vorzuweisen hat (und selbst dann).
Bei den Ländern bekommen studierte (und sei es Pädagogik) in der "EDV" (1990 lässt grüßen) ein paar schöne Hunderter mehr im Monat als Arbeitskräfte die keinen Abschluss haben, obwohl die Stellenbeschreibung gleich ist.
Deshalb ist ein Studium sicherlich eine kluge Idee und dann liegt ein naturwissenschaftlich-mathematisches natürlich nahe.
Wirklich vernünftige Ausbildungen als Programmierer (Softwarearchitekt) gibt es in Deutschland, meines Wissens, nicht, also ist man gut bedient etwas zu nehmen was nah dran ist.
Nah dran ist alles, was analytisches Denken fördert.
Und schaffbar ist so ein Studium, wenn man es denn will, sicherlich und jegliche Vorkenntnisse schaden nie und können sogar Vorteile bringen.
Sogar guter Philosophieuntericht kann eine Hilfe sein, denn da wird auch analytisches Denken gelehrt.

Also läufts am Ende für den TE darauf hinaus, was er wirklich will und das weiß man, leider, im Abituralter (mEn) nicht, also tut man das, was einem Sinnvoll vorkommt und der Plan kommt dann mit der Zeit.
Studienwechsel oder Abbruch ist keine Katastrophe und bewahrt einen sogar oft vor einer.
 
F_GXdx schrieb:
Für Ingenieurswissenschaften gilt IMHO: Die Theorie ist einfach mal wichtiger als die Praxis. Wenn man die Theorie kennt, braucht man keine praktische Ausprägung kennen, oder zumindest nur als Beispiel, denn man kann dann alle praktischen Probleme sehr schnell in den Griff kriegen.

Das gilt für die Ausbildung, aber nicht für danach. Ich kenne viele "Theoretiker", die für viel "Story vom Pferd" erzählen können. Wenns drum geht das auch umzusetzen siehts oft ziemlich mau aus. Nur weil jemand die Syntaxgrundlagen einer Programmiersprache kennt, heißt das noch lange nicht, dass er sie auch praktisch umsetzen kann.

Ich vertrete an der Stelle eher die Ansicht, dass eine umgekehrte Ausbildung oft der bessere Weg ist. Sprich: Ein praxisorientierter Programmierer, der erst später eine theoretische Ausbildung macht und so seine Skills verbessert.
 
@IceMatrix: Du hast aber schon gesehen, dass sich seine Aussagen auf Ingenieure und nicht Informatiker beziehen? Diese Aussagen kann man also nicht übertragen!
 
Mich würde mal nebenher interessieren ob der TE irgendeinen Nutzen aus der Diskussion hier zieht.
 
Ich kann ein Studium an einer FH empfehlen, da wird relativ viel programmiert und jedenfalls auf meiner auch bei Anfängerniveau angefangen.
 
Ich danke natürlich wieder allen für ihre Empfehlungen und Ratschläge . Alles in allem habt ihr mich noch mehr motiviert Informatik zu studieren ( an einer FH).

Allerdings hatte ich das Thema schon geschlossen XD.

Thema closed !!
 
Also wenn Informatik, kann ich dir nur zu einem FH Studium raten.

Ich bin jetzt im 2. Semester. Im 1. gab es noch einen relativ hohen Matheanteil (über 40% ging das aber auch nicht hinaus), mittlerweile hab ich nur mehr 3 Stunden Mathe in der Woche. Der Rest beschränkt sich auf Programmieren an sich, Programmiertechniken, Netzwerktechnologie, leider auch Projektmanagment und Englisch. Achja, Informatik an sich darf man nicht vergessen.

Mathematisch solltest du aber keine Probleme bekommen, denn es dreht sich nun mal alles um Zahlen, Logik und Berechnungen. Das pure Programmieren macht nur einen kleinen Teil aus, hauptsächlich plant und denkt man über "Konstrukte" nach ;)

LG
 
Mir ist wohl ein kleiner Fehler unterlaufen ( bei diesem Test) , denn ich habe gewisse Grundlagen die der Test voraussetzt nicht gekonnt bzw. gekannt und so denke ich doch das meine guten Noten und mein gutes Verständnis in Mathe , sowie mein Interesse an Mathe bzw. daran aufgaben zu lösen und zu logischen Schlussfolgerungen zu kommen , mir eindeutig sagen, ich bin nicht unbegabt in Mathe! xD ( gut ok ich hätte auf die Voraussetzungen des Tests besser achten sollen.):lol:
 
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