Zum Informatik studieren geeignet?

Hey GTX480

bin auch am Informatik studieren (wissen bestimmt schon die meisten hier XD) und ich kann dir sagen, lass dich nicht von dem Mathezeug abschrecken und schon garnicht von irgendwelchen Tests... Allerdings stimmt das, dass man am Anfang fast garnichts programmiert.. Ich habe z.B. im ersten Semester nur Mathe, Physik, Digitaltechnik und Werkzeuge der Informatik (Matlab, Latex, Unix...) UND ein einziges Programmieren Fach. Aber all die Mathefächer verschwinden dann nach und nach relativ rasch und man arbeitet dann mehr am PC. So ist es auf jeden Fall an der ETH Zürich und an der Uni Basel.

Du sagst ja, dass du Mathe garnich so schlimm findest, also steht dir nichts im Weg Informatik zu studieren.
Man kann sich ja dann immernoch spezialisieren auf etas...
 
@XHotSniperX

Ich danke dir für einen Rat xD
( ja ich mag Mathe ....)
 
Das kommt wohl stark auf die Uni an. In Oldenburg (bei Bremen) wird im ersten Semester schon so einiges programmiert, nichts kompliziertes - ist ja schließlich die Einführung für ganz unerfahrene. Da gab's eine sehr umfangreiche Java-Einführung und kleine Einblicke in C, Prolog und Scheme und Lisp.
In Berlin (hier durfte ich das erste Semester nochmal machen, weil meine Kurse aus Oldenburg zum größten Teil in höhere Semester angerechnet wurden) gibt's im ersten Semester voll eins auf die Zwölf mit Haskell... wie ich funktionale Sprachen hasse... Hier geht's erst ab dem zweiten Semester richtig los.

Mathe ist halb so wild im Informatik-Studium. Man rechnet fast immer in endlichen Räumen (im Mathe-Studium gib't dann n-Dimensionalen Fraß für's Gehirn). Eigentlich hat man an jeder Uni genau 3 Mathe-Fächer:
1. Diskrete Strukturen (oder diskrete Mathematik): Sehr viel Logik
2. Analysis (Funktionsanalyse, Integrale, etc.)
3. Lineare Algebra (Vektorrechnung)
Bestonder Nr. 2 und 3 sollte einem aus der Schule bekannt vorkommen und ist recht ähnlich, natürlich geht's da ein wenig über den Schulstoff hinaus.

Mehr 'echte' Mathekurse sind's nicht.


EDIT: Ganz wichtig noch: Du kannst auch als total unerfahrener Informatik studieren! Es wird an sich kein Wissen vorrausgesetzt... Aber wenn man gar keine Erfahrung hat, sollte man viel Zeit und Spaß am Lernen mitbringen. Mich stört das meistens, dass jedes Modul wieder bei 0 anfängt und die ersten 3-4 Wochen kommt entweder was, was ich zum 'Allgemeinwissen' zähle oder was in der 'Schule' ausführlichst behandelt wurde oder was ich gerade im 'letzten Semester' schon gehört habe ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
benneque schrieb:
...
1. Diskrete Strukturen (oder diskrete Mathematik): Sehr viel Logik
2. Analysis (Funktionsanalyse, Integrale, etc.)
3. Lineare Algebra (Vektorrechnung)
...

4. Semester Stochastik (BTU Cottbus)
 
Wenn du dich von Mathe nicht abschrecken lässt, dann studiere Informatik!

Klar, das Fach ist schwer und das, was man in der 11. bis 13. Klasse am Gymme hatte, wird mal eben so in nur ein paar Wochen durch genommen, aber es ist machbar. Man darf allerdings nicht den Fehler machen, die Sache schleifen zu lassen. Man muss sich eben nur selbst hinsetzen und lernen. Selbststudium eben.
Fazit: Wenn eine Mathe-Null wie ich das schafft, dann schaffst du das auch.

Ist man erst mal über Grundstudium und Mathe hinweg, kommen die ganzen interessanten Sachen. zB Wissensverarbeitung hat es mir angetan. Vor dem Studium wusste ich nicht mal, was das genau sein soll. Jetzt weiß ich, dass es pure Logik ist (und damit wieder Mathe), aber die Möglichkeiten sind beachtlich. Ich hätte damals nie gedacht, dass man einem Computer beibringen kann, Schlüsse aus Fakten zu ziehen.

Ich muss schon fast leider sagen, aber mein Studium ist bald vorbei. Mal schauen, ob ich den Master noch mache. Da gibt's die Richtung KI und das klingt sehr interessant.
 
Es ist eine reine Frage des Ehrgeizes. Probier mal zwei Wochen lang jeden Tag 2 Stunden Mathe zu üben. Selbstständig und allein. Am besten nimmste dazu ein Vorbereitungsskript von ner Hochschuleseite, viele haben sowas. Wenn du selbst so gut organisiert & motiviert bist das du Fortschritte machst und nicht den Ehrgeiz verlierst wirst du das Studium definitiv schaffen. lg
 
Black_OC_Power schrieb:
Wenn du selbst so gut organisiert & motiviert bist das du Fortschritte machst und nicht den Ehrgeiz verlierst wirst du das Studium definitiv schaffen. lg

Das stimmt, ich möchte aber anmerken: Wenn man im Umkehrschluss das nicht schafft, das man trotzdem das Studium schaffen kann.
Ich hätte nie im Leben mehrere Tage durchgehalten den Mathe-Stoff des 1. Semesters durchzupauken, wenn ich es freiwillig versucht hätte und nicht gemusst hätte. Dafür ist er meiner Meinung nach mit dem Schulwissen (nur Aufgaben nach Muster A lösen) zu schwer. Erst wenn man sich richtig reinhängt schafft man das, und diese Motivation und den nötigen Ehrgeiz es freiwillig und ganze ohne Druck zu machen, werden denke ich nur die wenigsten haben. Man sehe sich nur an wieviele durch jede Mathe-Prüfung fliegen, weil sie dann im Studium es nicht geschafft haben sich vernünftig und lange auf eine Mathe-Prüfung vorzubereiten...
 
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Ich danke euch allen für eure Ratschläge.

( Zweiwochen lang auf eine Wichtige Mathearbeit vorbereiten mach ich auch so schon weil mir Mathe Spaß macht, auch wenn mir 2 tage vorher anfangen zu lernen für eine 2 reichen würde.......so bekomme ich dann vielleicht eine 1)


Closed : ( alle die bereits ein Kommentar gebracht haben dürfen natürlich noch Kommentieren wenn sie es für nötig halten.)
 
GTX480 schrieb:
Zweiwochen lang auf eine Wichtige Mathearbeit vorbereiten mach ich auch so schon weil mir Mathe Spaß macht, auch wenn mir 2 tage vorher anfangen zu lernen für eine 2 reichen würde.......so bekomme ich dann vielleicht eine 1

nur dass es im Studium dann 4 Wochen sind ;)
 
Ach . naja. Ich lern eigentlich nie für Klausuren und komm trotzdem auf einen Schnitt von 2.3 :)
Daran kann ich zum einen sehen, dass die Bewertung von Modul zu Modul total schwankt (natürlich auch innerhalb eines Moduls mit unterschiedlichen Dozenten), aber auch dass der Aufwand von Modul zu Modul zwischen 0 und 100% schwankt. D.h. ich hab sowohl schon 4.0, als auch 1.0 geschrieben :D
Meistens geht's bei mir halt so, weil ich während des Semesters mich ausgiebigst mit dem Stoff beschäftige, weil es 1. Spaß macht und ich 2. eigene Projekte damit umsetzte oder hier und da mal Benchmarks mache etc. pp.

Also Interesse und Eigeninitiative for the win!

EDIT: die schlechten Noten hab ich in diesen Auswendiglernfächern. Ich kann einfach kein Buch auswendiglernen, das mich a) nicht interessiert oder b) so voller Informationen steckt, dass ich diese Informationen weit aus besser und gezieltert mit Strg+F abrufen könnte :P
 
lass dir nur eins gesagt sein: schulmathematik und mathematik an einer universität sind einfach 2 verschiedene welten ;)
 
Ich habe auch Informatik studiert, was wenig Programmieren und viel Theorie angeht, das stimmt im Großen und Ganzen.
Man kann es zwar idR so ausrichten, dass man mehr programmiert durch seine Kurswahl - aber das bleibt eher ein kleiner Teil, max. 20-30%.

In meinem Job nun muss ich in Sachen Programmierung sehr sehr viel lernen, da hat mir das Studium leider nahezu nichts gebracht. Objektorientierung und was dazugehört vom System her, also ne wichtige Grundlage.

Alles an Theorie und Mathe an der Uni war für meinen nun eingeschlagenen Berufsweg nutzlos, etwa 80% des Studiums also. Was meine Entwicklerfähigkeiten angeht - ein FiAE hat sicher nach seiner Ausbildung für diesen Job mehr drauf. Aber ich wusste vorher noch nicht, was ich hinterher machen will, daher das Studium.

Der Preis ist nun, dass ich alles lernen muss wie ein Lehrling, aber immerhin ist es sehr abwechslungsreich und interessant :)

Ach ja: ich Stimme zu - in Mathematik in der Schule super sein heißt meistens erstmal nicht automatisch, dass es auch im Grundstudium so ist, das Niveau und vor allem das Tempo ist extrem höher. Man kann auch mit nem 15 Punkte Mathe Abi versagen, auch wenn da sicherlich die Chance besser ist, es durchzustehen. Hängt nach meiner Erfahrung auch von der Form ab, wie der Hochschullehrer den Stoff durchzieht - und ob die Mathematik explizit so ausgelegt wird, als Sieb zu wirken :D
 
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