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Zwei Router mit je einer Internetverbindung im LAN - Wie konfigurieren?

sizeofanocean

Lieutenant
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Aug. 2008
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Hallo miteinander!

In unserem Haushalt ergibt sich folgende Situation. Es existiert momentan ein LAN mit diversen Endgeräten, Internetzugang ist realisiert über einen gefritzten Speedport mit T-Home Entertain. Mangels VDSL Ausbau und dem Bedarf an mehr Speed haben wir uns entschlossen, einen zusätzlichen Internetzugang bei Unitymedia zu beantragen. Der bestehende DSL Anschluss soll aber vor Allem für IPTV erhalten bleiben. Es sind dann also zwei Internetzugänge vorhanden.

Nach etwas Recherche habe ich herausgefunden, dass es Dual- bzw. Multi-WAN-Router gibt, mit denen man per Load Balancing die beiden Internetleitungen sogar bündeln könnte. Es gibt auch Modelle (z.B. von DrayTek), über die IPTV nutzbar wäre. Weil ich mir aber die Konfiguration nicht wirklich zutraue und eine "Bündelung" der Leitungen auch gar nicht erforderlich ist, weil die Unitymedia Verbindung völlig ausreicht, werden wir keinen teuren Dual-WAN Router anschaffen.

Die Konfiguration soll also so aussehen, dass grundsätzlich sämtliche Clients bis auf den Media Receiver für die Glotze über den Unitymedia Anschluss über einen separaten Router ins Netz gehen.

Aber jetzt meine eigentliche Frage: Wie bekomme ich es hin, dass man manuell ohne Netzwerkkabel umzustecken auch über den Speedport ins Netz geht? Sei es aus Redundanzgründen oder weil gerade doch mal die Unitymedia Leitung ausgelastet ist und ich eben über DSL ins Netz möchte. Es darf ja nur einen DHCP Server im LAN geben, das wird eben der Router für den Kabel Anschluss sein. Reicht es dann einfach den DHCP Server im Speedport zu deaktivieren und im Client dann manuell den Gateway und Nameserver zu ändern? Oder gibt es eine praktischere Lösung?

Ich hoffe ihr versteht, was ich meine. Ich bin netzwerktechnisch kein absoluter Newbie, aber ich kenne mich auch nicht wirklich gut aus. Über Ideen würde ich mich sehr freuen!

Dann schießt mal los! :D
 
Also ich verstehe nicht, warum Du Dich mit zwei Internetanschlüssen herumschlagen willst; dann erhöhe doch lieber die Speed des Unitymedia-Anschlusses und vergiß den lahmen T-ON-Anschluss, anstatt Dir komplizierte Problematiken einzufangen !
 
Weil, wie geschrieben, das T-Home IPTV weiterhin nutzbar bleiben soll. :) Wir wollen von dort ganz bestimmte, recht exotische Sender, die es bei Unitymedia nicht gibt und über Sat dafür weit teurere Abos notwendig wären, abgesehen davon, dass auch keine Sat Anlage im Haus installiert ist. Das "Warum" soll hier auch gar nicht zur Diskussion stehen, sondern das "Wie". ;)
 
Bei mir erreiche ich mit DSL 16plus (VDSL gibts halt leider nicht und wirds bei mir laut einer Aussage eines mir "bekannten Insiders" ;) auch vorerst nicht geben, sonst würde ich dieses merkwürdige Setup ja gar nicht in Erwägung ziehen) ca. 11-13 MBit/s im Down- und 800-1000 KBit/s im Upstream, schwankend. Das kann über Kabel mit versprochenen 128 MBit/s down und 5 MBit/s up wohl kaum schlechter sein, selbst wenn nicht alles von dem ankommt, was von Unitymedia versprochen wird.

Und eben auch weil ich immer wieder lese, dass der "Kabelkram" so anfällig sein soll, wobei ich da noch keine eigenen Erfahrungen gesammelt habe, wäre es doch ein gutes Gefühl, noch das DSL im Rücken und schnell einsatzbereit zu haben, falls Kabel tatsächlich mal zickt oder ausfällt.
 
Dass Kanalbündelung (Channelbonding) aus 16 MBit DSL mit 100 MBit Kabel kein 116 MBit Download wird hast du ja schon herausgefunden. Die Anschlüsse addieren sich nicht. Gut, du willst also im LAN den einzelnen Geräten anweisen, wie sie ins Internet sollen. Dazu müsstest du manuell das Gateway einstellen. TV A bekommt als Gateway-IP den Telekomanschluss und PC B als Gateway-IP den Unitymedia. So brauchst du auch keinen Multi-WAN-Router. Du betreibst den TV erstmal alleine am Telekom-Anschluss und parallel die Rechner am Unitymedia. Bevor du beide Router/Netze über LAN verbindest, musst du in einem Router DHCP ausmachen. Und dann noch den Clients manuell das Gateway zuweisen.

Sollte klappen. :)
 
Du stellt zwei Router ins Netz die unterschiedliche IPs bekommen:

Router1: 192.168.1.1
Router2: 192.168.1.2

Alle normalen Clients bekommen die 1 als Gateway, der Receiver bekommt die 2.

DHCP sollte auf dem Router 2 deaktiviert werden.
 
Wer braucht schon so viel Downstream... der Upstream ist, so finde ich, viel wichtiger. Und da sind diese ganzen Kabelinternet einfach mies. Zumal die ganze Technik auch viel anfälliger ist.
 
Aha, Masamune2 sieht's genauso. Liegt das Forum vielleicht richtig. :)

@Kamikaze_Raid: Bei 128er Unitymedia wären 5 MBit/s Upload drin. VDSL könnte 10 MBit/s, wird bei Sizeofanocean aber nicht angeboten. Aufs IPTV von T-Online will er aber auch nicht verzichten und will zusätzlich neben Kabel den DSL-Anschluss zur Sicherheit haben.
 
Das Gemeckere hier über die angebliche Anfälligkeit der Kabelanschlüsse ist Unsinn und kommt bestimmt von Leuten, die selbst keinen oder gar noch nie eine Kabelanschluss fürs Internet hatten.

Ich gehe seit vielen Jahren mit Kabeldeutschland völlig ohne Probleme online und hatte von Anfang an einen 32.000er Anschluß, der mir real im Schnitt schon immer mindestens 26.000 gebracht hat, während mir die liebe Telekom bis heute nur 1000 liefern könnte.
 
Du musst es ja wissen. Ich hatte KabelBW, und das taugt realtiv wenig. Sicher wenn es läuft dann geht es, aber die Ausfallrate ist relativ hoch.

Übrigens solltest du dich etwas besser informieren, Internet über Kabelanschluß ist bereits technisch bedingt bei weitem anfälliger als DSL/ADSL/VDSL!
 
Danke für den Input, Leute. Werde mir mal noch weitere Gedanken machen und ggf. etwas rumprobieren.

Bzgl. der "Kabel ist anfällig" Geschichte habe ich selbst keinerlei Erfahrungen und höre auch ständig Leute über DSL meckern ("viel langsamer als angeblich verfügbar", "ständig Verbindungsabbrüche"), obwohl ich selbst bisher nur gute Erfahrungen gemacht habe. Gibt es denn irgendwo statistisch relevante Daten bzw. generell Statistiken, in denen die Zuverlässigkeit und Qualität von Kabel vs. DSL vs. Wasauchimmer verglichen wurde?

@Kamikaze_Raid
Ich habe von der Technik ehrlich gesagt keine Ahnung. :D Könntest du erläutern, warum Kabel angeblich generell anfälliger (für was?) ist?
 
Ich habe als langjähriger Kabelnutzer, der den Internet-Kabelanschluss auch schon vielen anderen erfolgreich und problemlos weiterempfohlen hat, einfach die Erfahrung gemacht, dass es meist Leute sind, die vom Kabel keine Ahnung und auch keinen Anschluß haben, die penetrant darüber meckern !

Gerechterweise muss man sagen, dass es bei Kabel in der Anfangszeit tatsächlich häufige Probleme gab, die aber seit vielen Jahren der Vergangeheit angehören; nur einige sind halt wahrscheinlich geistig auf diesem Niveau stehen geblieben und meinen, diese Kinderkrankheiten immer noch herumposaunen zu oder ihren Senf trotz Ahnungslosigkeit überall dazuzugeben zu müssen !
 
Hat nichts damit zu tun, die Anfälligkeit bzw. Probleme sind bei der derzeitigen Technik dennoch höher als bei den DSL Anschlüssen. Und viele meiner Kunden haben auch aktuell Kabel (und teilweise heftige Probleme).
 
Also ohne konkrete Zahlen mit Quellen sind das nur deine persönlichen Erfahrungen und Eindrücke bzw. Behauptungen. Nicht gerade allgemeintültig und damit auch nicht hilfreich.

Mich hätte ja insbesondere interessiert, was abgesehen von der derzeitigen Praxis bei den Providern, schon allein grundlegend an der Technik "anfälliger" sein soll.
 
Ohne groß in dieses riesen Thema einzuschwenken, Internet über die TV-Kabel war nie geplant. Die Kabel sind weder für ausgelegt noch die Technik. Es werden parallell zu den TV/Radiosendern die Internetkanäle aufmoduliert. Das Hintergrundrauschen ist und wird immer mehr zum Problem. Gerade aus dem Grund weil Intenet per Kabel nie geplant war sind die typischen Anschlußarten vom HÜB meist in Reihe/Stern/Strang geschaltet. Bei einem Einzelhaushalt mag dies OK sein, aber gerade wenn mehrere Parteien an diesen Strängen hängen wird es immer Problematischer. Auch hängen teilweise sehr viele Teilnehmer an einen Punkt. Die Ausfallrate nimmt zu, und das tolle Phänomen das wenn mehrere im web sind die Geschwindigkeit nachlässt. Dies ist bei DSL/ADSL/VDSL nicht so.
 
Dass es Probleme geben kann, wenn viele Teilnehmer an einem Kabel hängen, klingt nachvollziehbar. Aber dass Internet über Kabel ursprünglich nicht geplant war, ist doch kein Argument dafür, dass es schlechter funktioniert als DSL. Denn das gleiche gilt letztendlich genauso für Telefonleitungen. ;-) Erst mit Glasfaser wird sich das ändern. Aber gut, lassen wir das Thema, ist hier ja eigentlich sowieso off topic.
 
Nein, ich meine damit das die Kabel dafür nicht ausglegt sind (Abschirmung & Dämpfung). Bei Telefon hatte schon immer jeder Teilnehmer seine Eigene Zuleitung (im Haus) was bei Kabel nicht der Fall ist.
 
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