News Zweifel an der Internetkompetenz von Politikern

Peinlich! Der unpersonifizierte Mob spricht einem indetifizierbaren Individuum Kompetenzen ab? Denn sie wissen nicht was sie tun! Die Masse, anonym und letztlich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner gebracht - konsumieren - will Entscheidungen fällen können, die nur über Einzelbewertungen gefällt werden können. Als Sündenböcke müssen die politisch Hoheitlichen herhalten. Mir ist zuwider mit welchem Stumpfsinn sich diese Masse bewegt und sich mittels höchst zweifelhafter Studien ein Alibi verschafft. Joseph Fischer nebst Ströbele haben einst per exemplum ihre grandiose Kompetenz in Sachen moderner EDV zum besten gegeben - abgestraft hat der Mob allerdings andere, und zwar jene, die sich um Kompetenz bemüht haben.
Andererseits, wenn man sich einmal überlegt, wer diese 'Politiker' in den Sattel gehoben hat, frage ich mich nun, ob ein Mob überhaupt Kompetenzen haben kann. Anonym jedenfalls nicht. Soll doch Hilfsadministrator Heinzchen Müller seine Begehrlichkeiten in einem Satz zu Papier bringen und sich damit schriftlich bei seinem Wahlkreisleiter vorstellig machen ... mal sehen ...
 
War es nicht schon immer so, dass Politiker über Dinge entschiden haben über die sie teilweise selbst nur völlig unzureichend bescheid wissen?
 
Ich frage mich, woher das Wissen kommen soll. Während meiner Schulzeit, 90er Jahre, haben uns Lehrer noch verboten das Internet für die Schule zu benutzen, die Erfahrungen damit sammelte man Privat oder in einer 2 stündigen "Lehrveranstaltung" (nach dem Motto: So macht man einen Browser auf..). Haben Politiker nun Internetkurse besucht? Vermutlich noch nicht einmal das, sonst würden sie nicht so stolz davon berichten, wie diesbezüglich allwissend ihre eigenen Kinder wären. Hauptsache es wir jetzt mit Ipads im Bundestag und den Länderparlamenten gesessen und Schach gespielt, ganz große Klasse. Vermutlich simst Angie heute noch...
 
Kein Wunder... die Gruppe: männlich 18-29 hat nunmal auch die quantitativ meiste Ahnung ;)
 
@TNM

genau so schaut es aus.
Die Politiker bestimmen ein Ziel (ob realitisch oder nicht ) und die Stäbe (Mitarbeiter) sollen den Weg dahin finden und ausarbeiten.
Blöd ist nur das viele Wege nach Rom führen.
 
wow. 953 befragte!!!

bildzeitung?
 
wow ... wer hätte das gedacht :freak: wobei ... immerhin haben die soviel Kernkompetenz im Internet das sie copy paste beherschen ... hier finden Leute ja in Google nichtmal was wenn man ihnen die Stichwörter noch vorkaut ... so viel besser ist die Internetkompetenz bei der Jugend nämlich auch nicht gegeben ...exhiobismus 2.0 das verstehens noch, darüber hinaus wirds aber verdammt dünn auf dem Eis ...
 
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@Eisenfaust
mal von der umfrage abgesehen, bei der ich selber nicht weiss wie gut bzw. representativ die sein kann mit nur so wenigen teilnehmern, verstehe ich nicht wie du ein politisches individuum als "hoheitlich" ansehen kannst.

zum thema an sich:
nur die wenigsten politiker haben meist wirklich ahnung von dem was sie reden oder debatieren. das war, ist und wird vermutlich immer so bleiben.
in der politik geht es meist nie um wissen, sonder immer nur darum seine meinung best möglich zu vertreten im glauben sie tun das beste für die bevölkerung (naja zumindest einige davon, viele wollen einfach soviel für sich rausholen wie möglich). da geht es doch nur um den gegenpart zu entkräften und mit seinen reden, ganz gleichgültig wie unsinnig die sind, die massen zu überzeugen.
und da bin ich klar der meinung dass die representanten absolut keine ahnung haben bei praktisch allen gesetze die sie verabschieden bzw. wird nicht richtig nachgeforscht.
 
Ist für mich nichts neues, sas die Jungs keine Ahnung von der Materie haben, über die sie Urteilen, das sie die Ämter wechseln, wie manch einer seine Unterhosen und das sie das meiste auch garnicht zu interessieren scheint. Schade, denn genau so werden sie das komplizierte Medium "Internet" falsch einschätzen und viele Fehler begehen. Hoffen wir das es dann irgendwann nicht zu spät ist.
 
Gibt es - analog zu rhetorischen Fragen - auch rhetorische Umfragen?

Dies wäre so eine ... :rolleyes:
 
Also zu Politikern fällt mir immer nur wieder das ein : Das Peter Prinzip - Die Hierachie der Unfähigen

Diese These kann man allerdings nicht nur Politiker anwenden sondern ebenso auf Vorstandsvorsitzende. Man nehme mal die Krankenkassen oder die Deutsch Bahn. Es ist die Natur des Menschen die unfähigsten an oberste Stelle zum treffen von Entscheidungen zu schieben. Die wirklich Kompetenten haben zwar nicht den Bezug zu den Medien, sitzen dafür dann aber an den wesentlich wichtigeren entscheidenden Positionen.

Da sind zum einen die Politiker die über irgendeinen Blödsinn wie das Radiergummi fürs Internet faseln und zum anderen die Datenschutzrechtler welche dafür sorge tragen das z.b. bei Studivz der Schutz für die Accounts verbessert wird. Ja selbst die Hacker die versuchen eine solche Seite zu knacken sind wichtiger. Denn ohne die hätten die politiker nichts worüber sie debattieren könnten.

Dann sind da die Politiker die E10 einführen und selbst nicht einmal wissen wie es hergestellt wird und das E10 wesentlich umweltschädlicher ist als Super es vorher war. Und zum anderen ist da Greenpeace mit seinen aktivitäten zum Urwaldschutz und diverse Automobilclubs die so lange druck machen bis die Politiker endlich merken das die Bürger inzwischen garnicht mehr wissen was sie tanken sollen und dürfen. Aber woher soll ein politiker das auch wissen. Ich wette die meißten wissen garnicht mehr wie ein Lenkrad aussieht weil sie ständig durch die Gegend gefahren werden.

Dann die Netzsperren um Kinderpornographie zu verhindern. Sicher ein Bildzeitungsträchtiges Thema. Den Kindern bringt es jedoch mal garnichts. Es gibt genug Gesetze die Kinderpornographie bereits unter Strafe stellen. Warum werden DIE nicht erstmal angewandt? Und eine sperre die man in 10sec. umgehen kann???? Der Mensch entwickelt naturgemäß unglaubliche aktivität und kreativität wenn er etwas will was er nicht haben darf/kann. Dies wäre bei einer Löschung schwieriger. Und wenn der Betreiber in Haft sitzt sowieso.

Aber wir schicken ja auch einen Außenminister ins Rennen der nicht einmal Englisch kann. Wie kompetent wirken wir denn dann eigentlich? WIR sind das Volk! WIR entscheiden zum größten teil wer die entscheidungen für uns treffen soll...
 
wir entscheiden nichts...wir haben nicht die macht und das ist den meisten intelligenten köpfen bewusst.
bei wahlen werden nur noch grade populäre themen propagiert, das komplette parteiprogramm ist schon lange nicht mehr im vordergrund. hauptsache man wird wieder für 4 jahre gewählt.

nicht wir bestimmen, sondern die politik bestimmt was für uns gut ist, aber leider haben sie dabei nicht ehr unsere interessen im sinn, die spielen keine rolle. alles was wir sind für sie ist, eine stimme bei der nächsten wahl.

das ist nicht nur empirisch belegt, sondern auch wissenschaftlich schon lange bekannt, nur wird sowas natürlich dem volk nicht mitgeteilt.

warum aufregen wegen kompetenzen?

eine demokratie wie sie gedacht war ist nicht umsetzbar und daher haben wir diese schein demokratie wie wir sie grade haben.

nach 37 jahren nun gebe ich auf zu wählen...am ende ist es doch nur das eine, oder das andere übel. kann mich nicht errinnern das die politik sich jemals groß für die interessen des "normalen" volkes eingesetz hat. es wird weiterhin minderheiten politik betrieben, während man bei den wahlen schnell wieder themen aufgreift, die die mehrheit betreffen, da man sonst ja nicht gewählt wird. das man wahlversprechen fast nie mehr einlöst, fällt ja kaum noch auf. das ist für ein paar wochen in den medien...dann haben es alle vergessen.

politiker sind nur zu einem fähig...und das ist das beste beim machterhalt geben.
interessen des volkes vertreten? dazu werden sie nicht mehr gewählt...nur das volk glaubt das noch.
 
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@ sanders

ich seh das ein bisschen anders ;)

wenn man oben ist, hat man so viel um die Ohren, dass man garnicht mehr alles verstehen kann, das wäre unmenschlich... deswegen gibt er Berater... tzja. aber woher kommen die Berater? und woher kommen die best redensten Berater? natürlich von dort, wo das Geld sich sammelt...

das meiste das du aufgezählt hast, sind maßnahmen, meiner meinung nach, um die dumme bevölkerung zu besänftigen und sich nicht mehr drum kümmern zu müssen, und nicht ernsthaft eine wirkliche Lösung des Problems; und das wissen auch die Politiker... außerdem hätten sie z.B. bei der Netzsperre Möglichkeiten zur Machtausbreitung, was ja auch noch ganz nett ist... E10 ist ein gedachtes Geschenk an die Wirtschaft mit einem grünem Umhang für die Bevölkerung (so wie es auch viele Firmen praktizieren)... etc.
 
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Wie viele bereits geschrieben haben, stelle auch ich viele Kompetenzen der Politiker in Frage.

Wie kann es sein das die Politiker von einem Resort in ein anderes Wechseln ohne jegliche fachliche Qualifikation? Also nehmen wir z.B. Guttenberg, auch wenn er jetzt bereits Geschichte ist, der war Wirtschaftsminister und wurde Verteidigungsminister. Hallo gehts noch?

Da werden Jobs verteilt wie der Clown Bonbons in die Zuschauermenge wirft. Wer was abbekommt freut sich.

Zur Internetkompetenz:

Es müssen ja nicht alle Politiker "nerds" sein, aber ein gewisses Maß an Grundlagen sollten alle inne haben und das auch nachweisen können bei der "Einstellung".

Denn wenn die nicht da sind, braucht man sich auch nicht wundern wieso keiner auf den CCC oder anderen Einrichtungen hört bei kritischen Fragen. Da kommt dann irgendeiner aus der Lobbysparte der genauso wenig versteht und schon sind die die Wissen haben aussen vor.

Daher bin ich für einen Internetführerschein, um es mal mit den Worten eines Politikers zu sagen. xD (obwohl ich keiner bin, aber die fordern ja auch immer recht abstruse Dinge) .....
 
Konti schrieb:
Ich habe nicht nur Zweifel an der Internetkompetenz sondern an der Kompetenz im Allgemeinen.
Das liegt daran, daß man als Politiker desto weiter kommt, je besser man sich vordrängeln, angeben und einschleimen kann. Wie kompetent man tatsächlich ist, ist auf gut deutsch gesagt scheiß-egal.

Auch wenn man mitbekommt, wie die Ministerämter verteilt werden (jetzt grad wieder um unseren beliebten Betrugsminister zu ersetzen) ... scheinbar darf jeder prinzipiell alles machen.

Sehe ich ganz genauso. In Unternehmen ist es so, dass nur die in ihrem Bereich fähigsten an die Spitze kommen. Aber bei uns ist es so, dass ein Finanzminister anscheinend vorher auch Innenminister sein konnte. Wenn jeder alles darf, muss man sich nicht wundern, dass wir vor einem Schuldenberg stehen und Internetsperren eingeführt werden.
 
Schade dass Guttenberg weg is...der wusste immerhin was "Copy and paste" is^^
 
sanders schrieb:
Aber wir schicken ja auch einen Außenminister ins Rennen der nicht einmal Englisch kann. Wie kompetent wirken wir denn dann eigentlich? WIR sind das Volk! WIR entscheiden zum größten teil wer die entscheidungen für uns treffen soll...
Das Problem ist, daß wir die Möglichkeiten nicht nutzen.
Die Leute müssten halt anfangen, sich eigene Meinungen zu bilden und mit dem "strategischen" Wählen aufhören.

Wenn jeder immer sagt "Ich will meine Stimme nicht verschenken, deshalb wähl ich jetzt wieder eine der großen Scheiß-Parteien.", kann's halt nicht besser werden.
Wenn man einfach mal so konsequent wäre, das zu wählen, von dem man sich am meisten verspricht, und nicht das, wovon man glaubt, daß es zum kleinsten Übel führt, wäre schon viel gewonnen.
Das würde dann auch der Idee von Demokratie entsprechen.
 
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