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Im Test vor 15 Jahren: Die Radeon HD 6950 Vortex PCS+ mit ausfahrbaren Lüftern

Robert McHardy
8 Kommentare
Im Test vor 15 Jahren: Die Radeon HD 6950 Vortex PCS+ mit ausfahrbaren Lüftern

Die PowerColor Radeon HD 6950 Vortex PCS+ (Test) verpackte eine HD 6950 in einem ungewöhnlichen Kleid. Die Basis stellte ein leicht modifiziertes PCB einer Radeon HD 6970 dar und darauf befand sich ein eigens entwickelter Dual-Slot-Kühlkörper, der mittels ausfahrbarer Lüfter zu einem Triple-Slot-Design mutieren konnte.

Ausfahrbare Lüfter für eine leisere und kühlere Grafikkarte

Die Radeon HD 6950 Vortex PCS+ war PowerColors vierte Radeon HD 6950 neben dem Standard-Modell, der „Dual-Fan“ mit eigenem Kühlerdesign und der „PCS++“ mit eigenem Kühlerdesign und offizieller Unterstützung für das Freischalten der deaktivierten Shader-Einheiten. Die Vortex PCS+ selbst arbeitete mit leicht erhöhten Taktraten gegenüber der Referenz.

PowerColor Radeon HD 6950 Vortex PCS+

Gekühlt wurde sie von einem eigens entwickelten Kühlkörper, der aus einem Kupferkern und einem Aluminiumradiator bestand, die mittels vier Heatpipes verbunden waren. Die warme Abluft wurde von zwei 85-mm-Axiallüftern abgeführt. Diese ließen sich per Hand ausfahren, indem die Plastikabdeckungen gedreht wurden. Somit verwandelte sich die Vortex PCS+ von einer Dual-Slot-Grafikkarte effektiv in ein Triple-Slot-Modell. PowerColor motivierte die ausfahrbaren Lüfter mit niedrigeren Temperaturen und einer gesenkten Lautstärke: Kurzum, der Kühler sollte so effizienter arbeiten können.

PowerColor Radeon HD 6950 Vortex PCS+
Merkmal Ausprägung
PCB Design Leicht modifiziertes PCB der HD 6970
Länge 27 cm (PCB)
28 cm (inklusive Kühler)
Stromversorgung 2 × 6 Pin
Kühler Design Vortex-Kühler, 2 Slot
3 Slot („ausgefahren“)
Kühlkörper Kupfer-Kern, Alu-Radiator, vier Heatpipes
Lüfter 2 × 85 mm (axial)
Lüftersteuerung Ja
Takt
(Stromsparmodus)
GPU 850 MHz (250 MHz)
Speicher 2.600 MHz (300 MHz)
Speichergröße 2.048 MByte GDDR5, Hynix
Anschlüsse 2 × Dual-Link-DVI
1 × HDMI
2 × Mini-DisplayPort
Lieferumfang Hardware 1 × DVI auf D-SUB
1 × Mini-DisplayPort auf DisplayPort
1 × CrossFire-Bridge
Software Treiber-CD

Gegenüber einer Radeon HD 6950 im Referenzdesign konnte die PowerColor Radeon HD 6950 Vortex PCS+ im Durchschnitt einen Leistungsvorteil von vier Prozent verbuchen. Dieser war den leicht erhöhten Taktraten zu verdanken. Zu der teureren PCS++ mit freigeschalteten Shader-Einheiten – also effektiv einer Radeon HD 6970 – fehlten ihr noch drei Prozent.

Performancerating
    • AMD Radeon HD 6970
      110,0
    • PC HD 6950 PCS++ @ 6970
      107,7
    • Nvidia GeForce GTX 570
      106,9
    • PC HD 6950 Vortex PCS+
      104,2
    • AMD Radeon HD 6950
      100,0
    • Nvidia GeForce GTX 560 Ti
      91,4
    • AMD Radeon HD 6870
      86,0
    • ATi Radeon HD 5850
      82,9
    • AMD Radeon HD 6850
      73,0
    • Nvidia GeForce GTX 460
      69,3
Einheit: Prozent, Arithmetisches Mittel

Abseits der Leistung war vor allem der Einfluss der ausfahrbaren Lüfter interessant. In Sachen Schalldruckpegel landete die Radeon HD 6950 Vortex PCS+ unter Last bei 49,5 dB(A) und somit einem guten Ergebnis. Das Ausfahren der Lüfter senkte den Schalldruckpegel um ein weiteres Dezibel, womit der Effekt eher in die Kategorie „Placebo“ fiel. Das gleiche Fazit ließ sich über die GPU-Temperatur fällen: Der ausfahrbare Lüfter hatte hier überhaupt keinen Effekt. Keinen Effekt hatte auch das Übertakten der Grafikkarte, da zumindest das getestete Modell nahezu keinen Spielraum bot. Bestenfalls drei Prozent mehr Leistung ließen sich der Radeon HD 6950 Vortex PCS+ so entlocken.

Diagramme
Lautstärke
  • Idle:
    • AMD Radeon HD 6850
      40,0
    • AMD Radeon HD 6870
      40,0
    • Nvidia GeForce GTX 460
      40,0
    • Nvidia GeForce GTX 560 Ti
      41,0
    • ATi Radeon HD 5850
      41,5
    • PC HD 6950 Vortex PCS+
      41,5
    • PC HD 6950 Vortex PCS+ @ 3 Slot
      41,5
    • Nvidia GeForce GTX 570
      42,0
    • AMD Radeon HD 6950
      44,0
    • AMD Radeon HD 6970
      44,0
    • PC HD 6950 PCS++
      45,0
    • PC HD 6950 PCS++ @ 6970
      45,0
  • Last:
    • Nvidia GeForce GTX 560 Ti
      45,5
    • Nvidia GeForce GTX 460
      47,5
    • PC HD 6950 Vortex PCS+ @ 3 Slot
      48,5
    • PC HD 6950 PCS++ @ 6970
      49,5
    • PC HD 6950 Vortex PCS+
      49,5
    • PC HD 6950 PCS++
      50,0
    • AMD Radeon HD 6850
      52,5
    • AMD Radeon HD 6950
      54,5
    • ATi Radeon HD 5850
      56,0
    • AMD Radeon HD 6870
      56,0
    • Nvidia GeForce GTX 570
      57,0
    • AMD Radeon HD 6970
      57,5
Einheit: dB(A)

Fazit

Die PowerColor Radeon HD 6950 Vortex PCS+ war eine interessante Grafikkarte. Die Leistung war gut und die leichte Übertaktung bescherte ihr einen mess-, aber nicht spürbaren Leistungssprung gegenüber dem Referenzdesign. Das Augenmerk lag vor allem auf dem Kühler: Während der ausfahrbare Lüfter eine Spielerei ohne Nutzen war, war der Kühler generell gelungen und für eine Radeon HD 6950 sogar gut. Der Knackpunkt zum Erscheinungszeitpunkt war der Preis. Mit 248 Euro lag dieser knapp 50 Euro über dem einer Radeon HD 6950 im Referenzdesign, allerdings waren dies nur vorläufige Preise von Händlern ohne Verfügbarkeit. Laut dem Hersteller sollte die Preisdifferenz am Ende eher bei 20 Euro liegen. In diesem Fall war das PowerColor-Modell deutlich besser aufgestellt als das sehr laute Referenzdesign.

In der Kategorie „Im Test vor 15 Jahren“ wirft die Redaktion seit Juli 2017 jeden Samstag einen Blick in das Test-Archiv. Die letzten 20 Artikel, die in dieser Reihe erschienen sind, führen wir nachfolgend auf:

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