Leserartikel Pandi kann es doch nicht lassen - Ryzen 7 7800X3D gegen Ryzen 7 5800X3D

LencoX2 schrieb:
Stimme schon zu. Ich bin schon PC Bastler seit ewig. Kann nur sagen, dass es schlechter wurde
Ich kann sagen: hab mal ein paar Kontakte bemüht und kann schreiben: DDR5 und AM5 sind speziell.

Es liegt nicht alleine an AMD und/oder den Boardherstellern und den RAM-Herstellern. Es ist eine Kombination aus allen und AMD ist hier anfälliger.

Auch wenn der 7800X3D ne tolle CPU ist, ich hab das Trauerspiel für mich jetzt erst mal beendet und ein 14900K mit Z790 Board geholt.

Den ganzen Auto-OC Quatsch aus und es läuft perfekt.
 
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Und dann wundern sich Einige, dass Ottonormal erst recht so empfindet und behauptet wird Intel läuft und bei AMD wird gebaselt. :daumen: Naja ,soll halt jeder selbst seine Erfahrungen machen. AM5 ist aber schon recht geil...für AMD Verhältnisse.;)
 
Tornavida schrieb:
Und dann wundern sich Einige, dass Ottonormal erst recht so empfindet und behauptet wird Intel läuft und bei AMD wird gebaselt.
Ich will da AMD nicht die Schuld alleine geben, es geht ja auch. Ich seh hier die Probleme bei den Boardherstellern, weil sehr viele OC-Automatismen auch beim RAM aktiviert werden. Bei AMD, da bestimmte RAM-Chips mit einer AGESA läuft mit der nächsten kann es dann sein dass es nur 5800 sind bei der darauf wieder 6200 und dann eben nur 4800. Bei den UEFI-Herstellern, weil die bestimmte Sachen nicht sauber implementieren. Aber auch bei den RAM-Herstellern.

Das schlimme ist dabei, das die alle auch sich den schwarzen Peter zu schieben und ihre eigenen Dokumente nicht lesen.

In der EU müsste man hier auch mal den Verbraucherschutz einschalten bei der Werbung die die alle machen, es ist nicht ehrlich.

Dazu sind wichtige Informationen teilweise so versteckt.
 
Hi

Da bin ich wohl zu doof.............

Seit erstem Bios läuft der Ram mit 6400 mhz.....................

Da hat sich nix dran geändert mit den folgenden 6 ? Bios Versionen.

Irgendwas mache ich da da echt falsch. :freak: :schaf:

Gruß Bernd

ps Ich hoffe der 14900 läuft jetzt auch mit DDR 8000 .......

Wäre das Gegenstück zu EXPO bei AMD.
 
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@DevPandi
Was für ein konkretes Problem hat dich zum plattformwechsel bewegt?

Ich konnte bisher keine Probleme ausmachen, die ich jetzt unmittelbar auf AMD oder Intel zurückführen würde.

Ich würde sagen, jede HW und jedes Board ist anders. Sogar jedes BIOS kann anders sein auf sonst identischer Plattform.

Schade für dich, denn die 7800X3D ist die beste CPU seit seeehr langer Zeit. Sogar besser als der ewige 2500k.
 
LencoX2 schrieb:
Was für ein konkretes Problem hat dich zum plattformwechsel bewegt?
Nach 3 Wochen: System friert ein. Lässt sich nicht mehr zum "starten" überreden.

Hab noch mal RAM, Mainboard besorgt - was auch noch mal richtig "Geld" war. Ich habe jetzt 4 Mainboards, 2 CPUs, und 7 RAM-Kits getestet.

Was genau das Problem ist, lässt sich nicht ermitteln. 4800er Standard-RAM: Auf 2 der 3 Boards Bootzeiten beim ersten mal von "ewig", 5200er, 5600er und 600er sowie 6400er getestet: auf keinem Board lauffähig. Alle RAM-Riegel sogar auf den "Komaptiblitätslisten" sogar genau mit den Nummern geführt.

Keines der Boards lief sogar mit der "alternativ" CPU zum gegen checken. Entweder hatte ich sowohl bei 7800X3D als auch dem 7700X massives Pech, sowie bei den nun insgesamt 4 Boards und den 7 RAM-Kits und hab bei allen Dingern "Montagsmodell" erwischt. Das ist mir nur relativ egal.

Ich hab mit 5 größeren Systemhäusern Kontakt, die mehr Rechner bauen und der allgemeine Tenor ist da zu AMD als auch speziell zu DDR5 relativ "Deckungsgleich".
LencoX2 schrieb:
Ich konnte bisher keine Probleme ausmachen, die ich jetzt unmittelbar auf AMD oder Intel zurückführen würde.
Ich denke auch nicht, dass AMD hier "speziell" alleine eine Schuld trifft. Es ist aber schon bezeichnend, wenn ich von wirklich 5 großen Systemhäusern, die sowohl Rechner für Privatkunden als auch Firmen zusammensetzen, Firmen, Universitäten, Verwaltungen und Co betreuen, erfahre, dass der Bauaufwand bei AM5-Plattformen teilweise draßtisch höher ist, als bei Intel. Die haben sich beim Zusammenbau von AMD-Systemen jetzt teilweise angewöhnt die Geräte anzuschalten und dann erst mal 15 - 30 Min Kaffee-Pause zu machen in der Hoffnung, dass das System mit AM5 bootet und der RAM "vielleicht" doch geht.
LencoX2 schrieb:
Ich würde sagen, jede HW und jedes Board ist anders. Sogar jedes BIOS kann anders sein auf sonst identischer Plattform.
Genau das ist das Problem bei der ganzen Scheiße, dazu kommt, dass Gigabyte, ASUS, MSI und Co immer stärker mit ihren ganzen direkt voreingestellten "OC-Mechanismen" beim RAM und Co werben und du teilweise überhaupt keine Chance hast den ganzen Dreck erst mal zu deaktivieren, dass du teilweise überhaupt erst in das System kommst.

Seit gut über 20 Jahren schraube ich PCs zusammen und ich hatte noch NIE soviel "Mist" erlebt wie mit AM5 und dem ganzen Ökosystem. Die Boards sind mit teilweise 200 - 300 € sehr "teuer", die RAM-Kits sind auch nicht ohne.

Das allerschlimmste an der ganzen Sache ist dann aber der Support von allen Unternehmen: Die RAM-Hersteller schieben die Schuld auf AMD und die Boardhersteller, AMD schiebt die Schuld auf die RAM-Hersteller und die Boardhersteller und die Boardhersteller, na du darfst mal raten.

Die Boardhersteller erklären mir am Telefon als auch per e-Mail: Ja nein, die Kompatiblitätsliste ist eigentlich keine Kompatiblitätsliste, also die führen wir ja nur, weil wir ein paar "RAM-Module" testen, aber "kompatibel ist da garnichts, also nein wir sind nicht schuld." Die RAM-Hersteller? "Ja, nein, also wenn das da steht, dann muss das gehen, also an uns liegts nicht." Und AMD? Die kommen auch nur mit: "Ja, nein also die Geschwindigkeit wird ja nicht unterstützt." Es wird aber dick und fett damit geworben. Gleichzeitig läuft das System ja nicht mal mit 4800 an.

Und klar, es kann jetzt echt so gewesen sein, dass ich einfach nur Montagsmodelle erwischt habe, aber ich brauch den Rechner für die Arbeit und kann hier nicht noch zig Boards und Prozessoren kaufen und testen oder ständig das ganze als RMA über die Anbieter abwickeln und dabei hoffen, dass das alles rechtzeitig an kommt.

LencoX2 schrieb:
Schade für dich, denn die 7800X3D ist die beste CPU seit seeehr langer Zeit. Sogar besser als der ewige 2500k.
Es ist eine gute CPU, keine Frage. Und wenn das System rennt, dann ist das auch toll. Mir hat es aber nach der Erfahrung nun endgültig gereicht für die nächste Zeit mit AMD.

Ich glaube im ganzen sogar langsam, dass hier die Probleme eine Kausalekette aus CPU, Mainboard, RAM und eben AGESA und UEFI ist und dass selbst angeblich "getestet" Kombinationen auch nicht unbedingt funktionieren müssen.

DDR5 ist allgemein scheinbar nicht ganz so "einfach" wie vorherige DDR-Generationen. Das Intel-System hab ich zusammen gebaut, nach ca. 2 Minuten erster Start konnte ich ins BIOS, XMP Profil, dann ging das ganze nach einer Minute weiter und "schwupp" läuft.

AM4 war dagegen richtig unproblematisch mit DDR4. Klar als ich den 2700X hatte, hatte ich unregelmäßig mal ein System, dass stehen bleib, das hat sich aber immer gefangen und war so sporadisch, dass ich da nicht weiter drüber nachdachte. Als dann der 5800X3D rein ging, war das System sehr stabil, egal ob 3000er von G.Skill, als auch der 3600er von Kingston.

AM5? MSI-Mainboard mit "kompatiblen" RAM, geht nicht. MSI sagt: Ja ne, das ist nur eine Referenz, was wir mal getestet haben, das ist keine Kompatiblitätsliste. Warum nennen sie es dann so? ASUS, Gigabyte beim Support genau das gleiche.

Das, was mich daran am meisten ärgert: AMD wirbt jetzt mit: Schaut, wir schaffen DDR5-7200 ... die Boardhersteller: Schaut, wir schaffen DDR5-7200... Die RAM-Hersteller genau das gleiche. Alle werben sie damit. Und ich hab jetzt nicht mal 7200er oder Co genommen, sondern schnöden 6000er, der sogar nen PRofil für 5600er. Ich hatte ja gelesen, dass die 7000er mit RAM oberhalb ab 6000 durchaus "Probleme" haben und es ein Glücksspiel ist.

Nur dann sollen die Hersteller endlich so ehrlich sein und die Versprechen lieber in das Sternchen verschrieben, statt damit groß zu werben. Und das trifft jetzt nicht nur AMD und die Boardhersteller.

Intel ist da nicht besser. Werben jetzt groß mit DDR5-8000er läuft auf den RaptorLakes-Refrehes: AM ARSCH! Es kann laufen, nur ist da halt auch: Es schafft vielleicht eine von 10 CPUs und dann auch nur auf einem von 10 Boards des gleichen "Types", weil dann wirklich alles zusammen passen muss. Nur dann soll man das auch so klar kommunizieren.

Nur wie machen sie das alles? Hinter Fußnoten verstecken, und zwar wirklich alle. Groß auf der Webseite und Prospekten mit: DDR5-8000000000000000000000000000000000000000000000000000-Hyperspeed-CL-1-1-1-1. Und am Ende schafft das genau 1 Prozessor aus 1000 auf einem board von 10000.

Der Wechsel jetzt ist aus Frust erfolgt und auch aus der Tatsache, dass ich einfach das System jetzt wieder brauche zum Arbeiten und ich mich nicht weiter damit ärgern will.

AMD macht gute Prozessoren ganz sicher, meine Erfahrung ist mit 100 % ein Einzelfall in der "Tragik", dessen bin ich mir bewusst. Und ich werde AMD auch ganz sicher wieder eine Chance geben. Nur jetzt sind sie erst mal raus. Dafür hab ich mich über AM5 in der aktuelle Iteration zu stark geärgert. Ich schätze, dass wird mit Zen5 und Zen6 deutlich besser werden und dann gebe ich denen auch wieder eine Chance.
 
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@DevPandi
Erstmal danke für den detaillierten Post.
Ist schwer abzuschätzen, was bei dir alles reingespielt hat. Jedenfalls ist dein Fazit neutral. Hört man auch anders in den Foren. Kannst dich gerne melden, wenn du mal eine 2. Meinung einholen willst bei HW Problemen.

Ich hab auch so einige Erfahrung mit PC Builds. Habe angefangen noch mit Single Core CPUSs :) Ich hab auch IMMER Overclockt was ging. Aber beim 7800X3D nicht mehr. Der ist Stock schon hervorragend optimiert.

Jedenfalls hab ich bei meinem 7800X3D Build weder beim Zusammenbau noch seitdem kein einziges Problem gehabt. Auch der RAM lief direkt mit 6000.
 
@DevPandi

Schon interessant die unterschiedlichen Erfahrungen. Bei mir erstes Board ,1 CPU und 2 Ramkits (zum Testen) und Bäm läuft sofort. Einziges Problem die hohe Soc Voltage was ich aber schon vorher wusste und runtergeregelt habe , wurde ja schnell gefixt dann im Bios und 2 weitere nötige Biosversionen um dem Ram noch mehr die Sporen geben zu können und die CPU besser optimieren zu können. Stock selbst mit OC Ram (5600er CL28) lief es sofort wie erwähnt.
Im Vergleich zu meiner 5900x Odysssee wo die Optimierungen knapp ein Jahr in Anspruch genommen haben ein Kinderklaks und richtig angenehm und im Vergleich zu meinem 12900k System habe ich nicht wirklich länger gebraucht. Ich bin wirklich angenehm überrascht mit AM5 und das passiert nicht so leicht bei mir. Aber du hast schon recht, insgesamt muss man schon tiefer in die Materie bei einem AMD System wenn man daran frickeln möchte und es über Standard hinausgehen soll, insbesondere innerhalb der ersten 6 Monate nach Release. Ausserdem habe ich schon öfters von MSI Boards gelesen, dass die Ärger mit dem Ram machen .Umso erstaunlicher ,dass oft Diese aber empfohlen und gekauft wurden.

PS: Mit AM4 hast du gute Erfahrungen gehabt weil du mit dem 5800x3d spät eingestiegen bist und die Plattform ausgereift war.
 
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LencoX2 schrieb:
Ist schwer abzuschätzen, was bei dir alles reingespielt hat.
Das ist das halt ab einem gewissen Zeitpunkt das Problem, dass du nicht mehr direkt verstehst was da rein spielt, weil es 3 Faktoren gibt auf der Hardware-Ebene und dann noch das BIOS.

Das System jetzt läuft stabil, sicher und einen Vorteil hat der 14900K dann doch: Mit der AIO muss ich mich echt anstrengen den mal auf über 50° zu bekommen.
Tornavida schrieb:
PS: Mit AM4 hast du gute Erfahrungen gehabt weil du mit dem 5800x3d spät eingestiegen bist und die Plattform ausgereift war
Dass erste System war ein B450 + Ryzen 2700X und das hatte seine Macken, aber die Macken konnte ich tolerieren.

Ich hab die Verbesserung von 2700X zu 5800X3D mitgemacht und damit auch gesehen, dass das System von Prozessor zu Prozessor und BIOS-Update zu BIOS-Update besser wurde. DDR4 war zu dem Zeitpunkt aber auch schon relativ lange bekannt. Ich habe 2014/2015 ja schon mit DDR4 angefangen.

DDR5 ist ja jetzt noch vergleichsweise frisch. Vor Problemen sind aktuell weder AMD noch Intel da wirklich sicher. Ich schätze, dass es mit der "15"er bei Intel und eben den 8000er bei AMD noch mal besser wird.

LencoX2 schrieb:
Jedenfalls ist dein Fazit neutral. Hört man auch anders in den Foren.
Wenn man die Anfänge in der Zeit mit Pentium 2 und damals noch Jumpern auf den Board mitgemacht hat, dann weiß man, dass einfach auch mal die Hardware kaputt sein kann, wenn sie ankommt oder bereits so "vorgeschädigt" ist, dass es bei den normalen Tests nicht auffällt, aber bei der ersten Belastung.

Davor ist man weder bei Intel, AMD noch NVIDIA geschützt. Ich hatte bereits Grafikkarten, die "neu" waren und auf einem System nicht starten wollten, weil "Dead on Arival". Sowas passiert. Bei Hardware - wenn sie neu ist - gibt es quasi eine kritische Phase. Da sind die ersten 1 - 2 Monate. Was bei dem ersten Test beim Hersteller nicht gefunden wurde, kommt in der Regel genau in diesen 4 - 8 Wochen dann zum Vorschein.

Entsprechend ist ja zum Glück die Gewährleistung so, dass in den ersten 12 Monaten der Hersteller nachweisen muss, dass man als Käufer schuld ist.

Wobei man auch sagen muss, dass heute die Hardware weit aus "weniger" anfällig ist, als noch vor 10 oder eben 20 Jahren.

Vor 20 Jahren hast du die Hardware nur schief angeschaut, und die konnte kaputt gehen. ;)
 
Dein Artikel und deine Kommentare haben bei mir eine Art Déjà-vu bewirkt. Damit meine ich das erste "Ryzen-Jahr" 2017, als ich meinen 1600X gekauft habe. Dazu kamen das Asus B350 F Gaming und 2 x 8 GB 2400 MHz Arbeitsspeicher der Corsair Wundertüte "LPX Vengeance" (ich glaube die Speicherchips waren von Hynix).

Probleme hatte ich von Anfang an keine, dafür aber viele andere Nutzer desselben Mainboards, die sogar "speziellen" und teueren RAM für Ryzen gekauft haben. Ja, es gab einige Kompatibilitäsprobleme am Anfang, dazu kam das Marketing der Hersteller, das für mich viel schlimmer war. Asus warb mein Mainboard mit bis zu 3200 MHz Takt für den RAM, was Übertaktung war.

Hinzu kamen viele Nutzer, die unbedingt diesen Takt erreichen wollten, was daneben ging. Im Thread des Asus-Forums zu meinem Mainboard gibt es mehrere Seiten mit Gejammere, weil die Nutzer eben den Takt nicht erreichen können und das System instabil wird oder nicht bootet. Ein Takt, der außerhalb der Spezifikation von maximal 2400/2666 war.

Ein Großteil der Probleme ging damals also auch auf die Mainboardhersteller zurück, während ein anderer Teil des Problems vor dem Bildschirm saß. Das alles leugnet dabei die ganze Problematik mit den UEFI und AGESA-Versionen von AMD nicht.

Im November 2019 habe ich den RAM auch wegen der viel besseren Preise mit 2 x 16 Crucial Ballistix 3200 ersetzt, der sogar mit dem 1600X mit 2933 MHz stabil lief. Seit November 2021 läuft der RAM mit 3200 zusammen mit einem 3800X ohne Probleme.

Die Situation mit den aktuellen Inkompatibilitäten ist für mich teilweise ein Armutszeugnis von AMD. Man hat den Eindruck, die haben in den letzten Jahren nichts gelernt. Die Mainboardhersteller, die häufig das Unmögliche versprechen, sowieso nicht.

Ich hoffe, du findest jetzt mit dem Intel-System endlich Ruhe.
 
Hatte einen als early Adapter auf 1700x und extra sehr teuren 2x16 GB 3000er RAM geholt.
Die 3000 konnte ich leider nie erreichen. Stabil liefen max 2667 Mhz. Auch BIOS Updates aben das nicht geändert. Vielleicht sogar verschlechtert. Statt gar nicht zu booten, war es nur später nicht stabil. Erst mit 5600 Cpu ging beim RAM ein kleines bißchen mehr.

Dagegen hab ich beim AM5 7800x3d überhaupt nicht am RAM rumumein brauchen. Die 6000er sind auch O und laufen direkt.
 
Astrarius schrieb:
Die Situation mit den aktuellen Inkompatibilitäten ist für mich teilweise ein Armutszeugnis von AMD
Ich will da garnicht so hart mit AMD ins Gericht gehen. Es gibt hier einfach für mich zu viele Faktoren, die eine Rolle spielen können und da bist du auch bei Intel nicht ganz sicher vor.

Xaver Amberger beschreibt ja bei Igors Lab auch gut, dass selbst "tolle" Prozessoren teilweise mit den RAM-Controllern nicht jeden Takt wirklich schaffen. Bei AMD dürfte das mit den IOD nicht anders sein. Dazu die Leiterbahnen des Sockels zu den RAM-Steckplätzen.

Dazu kommen auch ggf. "Timeout"-Zeit im UEFI für die Posts und Co. Und wie geschrieben, auch Intel ist da vor Problemen mit DDR5 nicht so "geschützt", wie man wohl annimmt, wenn man mal auf die Suche geht. Auch da liest du teilweise von ähnlichen Problemen und dass da die DDR4-Plattform noch "unkomplizierter" ist.
Astrarius schrieb:
Die Mainboardhersteller, die häufig das Unmögliche versprechen, sowieso nicht.
Die Versprechungen sind für mich hier das Hauptproblem. Man sehe sich mal bei MSI, GigaByte, ASUS, ASTek und Co die Versrpechen bei den BIOS-Updates an, egal ob Intel oder AMD.

Intel und AMD sind da auch dann nicht besser, was ihre "Firmware-Updates" angeht. Die Listen durchwühlen bringt auch nichts, weil das ja nur "Referenz"-Listen sind, keine Komaptiblitätslisten.

LencoX2 schrieb:
Statt gar nicht zu booten, war es nur später nicht stabil.
Das hatte ich mit dem 2700X auch, aber da waren die Abstürze so sporadisch, das man die ignorieren konnte. Alle 2 - 3 Wochen bleib das System mal stehen: Geschenkt.
LencoX2 schrieb:
Dagegen hab ich beim AM5 7800x3d überhaupt nicht am RAM rumumein brauchen.
Was auch gut so ist. Wenn es bei dir so einfach klappte, macht mir das Hoffnung, das hier einfach nur der Wurm drinnen war.
 
Genau aus diesem Grund habe ich geschrieben, dass ein Teil des Problems vor dem Bildschrim saß. Weil nicht jede CPU und ihr Speichercontroller den von den Mainboardherstellern beworbenen Takt erreicht. Kann klappen, muss aber nicht. Bleibt man aber innerhalb der Spezifikation, dürften die meisten Speicherkits laufen. Das war schon mit den ersten Ryzen-Generation so. Mit 2400/2667 liefen die meisten Kits in der Regel ohne Probleme.

Vielleicht hattest du in deinem Fall Pech in der Silikon-Lotterie und ein besonders schlechtes Exemplar erwischt, dazu kommen die Mainboardhersteller mit dem tollen Marketing, das unter den Erwartungen bleibt.

Mit den AMD CPUs bin ich seit 2017 weitgehend zufrieden, mein Eindruck ist allerdings, dass meine Intel-Systeme "pflegeleichter" waren. Beim RAM sowieso. In den letzten Jahren hat Intel allerdings auch nicht optimal geliefert, z.B. mit dem LGA-1700 Sockel, der sich biegen(?) ließ, und dann saßen die Kühler nicht richtig drauf, wie Igor'sLab gezeigt hat - ich habe es nicht mehr genau in Erinnerung.
 
Astrarius schrieb:
Genau aus diesem Grund habe ich geschrieben, dass ein Teil des Problems vor dem Bildschrim saß.
Ja - wenn ich das XMP/EXPO aktiviere und es geht nicht, dann ist es meine Aufgabe das auch ggf. rückgängig zu machen und auch so zu betreibe. Volle Zustimmung.

Gleichzeitig aber auch Nein: Bei zwei der Boards hatte ich nicht mal die Chance den RAM in den Settings der Spezifikationen zu betreiben, weil die Boards bereits in den Standardeinstellungen irgendwelche RAM-OC-Automatismen haben, die dann einen Start verhindern.
Astrarius schrieb:
Vielleicht hattest du in deinem Fall Pech in der Silikon-Lotterie und ein besonders schlechtes Exemplar erwischt, dazu kommen die Mainboardhersteller mit dem tollen Marketing, das unter den Erwartungen bleibt.
Mit hoher Wahrscheinlichkeit. Mag dennoch jetzt kein 7800X3D mehr haben, zu viel Frust damit gehabt. Über einen 8800X3D oder 8950X3D können wir dann gerne wieder sprechen. ;)
Astrarius schrieb:
In den letzten Jahren hat Intel allerdings auch nicht optimal geliefert, z.B. mit dem LGA-1700 Sockel, der sich biegen(?) ließ, und dann saßen die Kühler nicht richtig drauf, wie Igor'sLab gezeigt hat - ich habe es nicht mehr genau in Erinnerung.
Ach, Intel hat da noch ganz andere Kaliber. Wie war das vor ein paar Jahren mit sterbenden SATA-Ports? ;) Hier hat einfach jetzt der Frust überwogen. :)
 
Schöner Leserartikel! Schade, dass die Plattform (AM5) noch so viele Probleme macht, aber dafür ist das hier richtig gut rausgearbeitet.

Mal eine Frage zu den aktuellen CPUs, egal ob Intel oder AMD: Im Laufe der Zeit erfahren die CPUs doch gerne mal ein neues Stepping in Verbindung mit Bugfixes usw. Woran erkennt man das? CPUID-Flag nach einem Kauf auszulesen ist etwas uncool... kann man das auch vor dem Kauf feststellen?

Gibts vielleicht von den CPU-Herstellern Listen mit Revisionen und Produktionszeiträumen der CPUs?

Und noch eins: Schade, dass die Sache mit DDR5 noch an Inkompatibilitäten und langen POST-Zeiten scheitert. Bin gespannt, wann da Besserung eintritt. Wenn das nicht wäre, wäre ich vermutlich auch bereits der Versuchung erlegen, meinen Comet Lake durch einen 7800X3D zu ersetzen.
 
Faust2011 schrieb:
Und noch eins: Schade, dass die Sache mit DDR5 noch an Inkompatibilitäten und langen POST-Zeiten scheitert. Bin gespannt, wann da Besserung eintritt. Wenn das nicht wäre, wäre ich vermutlich auch bereits der Versuchung erlegen, meinen Comet Lake durch einen 7800X3D zu ersetzen.
Naja man kann Sachverhalte immer übertreiben. Jemand, der etwas Sachverstand mitbringt und bereit ist sich mit der Materie ein wenig zu beschäftigen steht bei AM5 sicher nicht vor unlösbaren Problemen wenn es denn Welche gibt was per se auch nicht der Fall ist. Ein Intel System läuft i.d.R auch nicht out of box mit UV und Ramsettings, die weit über der offiziellen Freigabe sind. Fakt ist, dass die meisten Systeme von erfahrenen Usern ausserhalb der offiziellen Specs betrieben werden und m.E. der Aufwand für einen stabilen Betrieb ziemlich gleich ist mittlerweile. Für den Standarduser der höchstens nur XMP/Expo im Bios aktiviert mag das vielleicht zutreffen, dass Intelsysteme etwas mehr "Toleranz" haben. Sagt Einer, der AMD Hardware eher etwas kritisch gegenübersteht aufgrund eigener Erfahrungen. Bin von AM5 aber positiv überrascht.

Für Jemanden wie dich mit vermutlich genug Erfahrung und Wissen um mögliche Probleme sehe ich keinen Grund den Schritt nicht zu wagen sofern der Wunsch da ist. Seit Release hat sich Einiges zum Positiven getan bezüglich Bios und Ramzusammenspiel.
 
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Tornavida schrieb:
Naja man kann Sachverhalte immer übertreiben.
Das ist nicht übertrieben, das ist das, was ich bisher hier im Forum und auch Reddit gelesen habe. Mag sein, dass man den DDR5 locker ans Laufen bekommt, wenn man alles auf Stock lässt. Aber die POST-Times scheinen generell noch ein Problem zu sein. Bin da selbst ein gebranntes Kind aus der Zeit von Haswell-E (ja, das war Intel!), als das System 2014 auf den Markt kam. Zu jener Zeit baute ich mir ein neues System auf und griff zur Enthusiast-Platform. Allerdings war das nicht so sehr enthusiastic... die POST-Times der Boards waren schrecklich, auch beim Betrieb mit den spezifizierten Timings/Takten. Was war damals neu und machte es den Boardherstellern wie Asus, Asrock, MSI und Gigabyte schwer? DDR4 war komplett neu und ein Beast. Zu Teilen lag es aber auch am IMC der CPUs. Der Mainstream war auf (ausgereiftem)

DDR3 unterwegs und Intel drückte über Haswell-E DDR4 in den Markt. Das ganze scheint vergleichbar zu sein mit dem Generationswechsel von DDR4 auf DDR5 derzeit.
 
Maximal-Takt4,5 GHz5,0 GHz110 %

Also 110% von 4,5 GHz macht bei mir 4,950 GHz.
111% würde ich aber noch durchgehen lassen. 😉
 
Faust2011 schrieb:
dass die Sache mit DDR5 noch an Inkompatibilitäten und langen POST-Zeiten scheitert
Die Frage ist, ob die Probleme mit DDR5 statisch überhaupt relevant sind, weil User dann hier nach Rat fragen, wenn sie Probleme haben und nicht wenn es in den vermutlich überwiegenden Fällen einfach läuft. In der Regel kann den meisten auch schnell geholfen werden, und wenn es ein Wechsel der Module ist.

Bootzeiten sind in der Tat gewöhnungsbedürftig, vor allem im Vergleich zu AM4 oder Intel. Memory Content Restore kann den Vorgang wieder auf gewohnte Bootzeiten reduzieren, ist meiner Erfahrung nach aber immer noch stellenweise instabil.
 
So, ich hab AMD jetzt doch noch mal eine Chance gegeben, mit dank @Caramelito

7800X3D auf einem ASUS RoG Strix B650E-F. Gut, die knapp eine Minute beim Booten ist ungewohn, aber das ist halt DDR5.

Ansonsten: Alles vergeben und vergessen! :)
 
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